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Veröffentlicht am 06.12.2023

Das Leben

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Jennifer Quinn ist siebenundsiebzig Jahre alt, seit fast sechzig mit Bernhard verheiratet und ihre Leidenschaft ist das Backen. Sie fragt sich, ob das nun alles vom Leben war und hat den Mut sich für eine ...

Jennifer Quinn ist siebenundsiebzig Jahre alt, seit fast sechzig mit Bernhard verheiratet und ihre Leidenschaft ist das Backen. Sie fragt sich, ob das nun alles vom Leben war und hat den Mut sich für eine bekannte Backsendung zu bewerben. Sie hält ihre Bewerbung erst geheim und zum Ende muss sie sich einem anderen, großen Geheimnis aus der Vergangenheit stel-len und hoffen, dass Bernhard versteht.
Jennifers Wunsch nach „mehr“, nach etwas besonderen in ihrem Leben ist verständlich. Und es ist schön, dass es für sie funktioniert. Nebenbei entsteht eine schöne Freundschaft. Es werden kleine, besondere Situationen beschrieben. Alles an sich sehr stimmig und auch ge-fühlvoll, gerade am Ende. Der Schreibstil ist gut zu lesen, doch alles ist irgendwie wie ruhi-ger Fluss geschrieben und auch die Momente, die intensiver sind wurde von mir durch die-sen ruhigen Stil erst im Nachhinein als solche wahr genommen.
Natürlich ist backen das vorherrschende Thema und macht durch reichlich Beschreibungen neugierig. Doch es blieb beim neugierig machen. Ein guter, schöner Roman, wo mir aber noch etwas gefehlt hat.

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Veröffentlicht am 23.11.2023

Starker Lebensweg

Wohin das Schicksal führt
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Melanie ist durch den Tod ihrer Eltern früh auf sich allein gestellt und muss 1863 aus ihrer Anstellung in Boston fliehen. Ihre Flucht bringt sie nach Westen wo sie sich als Mann ver-kleidet einem Treck ...

Melanie ist durch den Tod ihrer Eltern früh auf sich allein gestellt und muss 1863 aus ihrer Anstellung in Boston fliehen. Ihre Flucht bringt sie nach Westen wo sie sich als Mann ver-kleidet einem Treck anschließt. Das stellt sie vor ganz neue Herausforderungen und Melanie muss so einige gefährliche Situationen meistern. Immerhin muss sie sich in einer von Män-nern dominierten Welt behaupten und trifft auch auf einige, die ihr Leben sehr verändern werden.
Hier macht eine junge und starke Frau, manchmal recht unkonventionell, ihren Weg und man kann lesend auch gut ihren Weg in den Westen verfolgen. Die Orte kann man auch gut auf Karte verfolgen, was mir nochmal besonders gut gefallen hat, wie halt der Weg im Be-reich vom Yosemite.
Ich weiß nicht, ob Melanies Weg damals möglich war, doch warum nicht. Die Umstände sind für uns heute wohl nur noch schlecht vorstellbar und zu bewältigen.
Je länger ich Melanies Reise begleitete, desto besser konnte ich mich in sie einfühlen. Der Schreibstil ist eher knapp ist aber komplett ausreichend um sich in Melanies Welt einzufin-den.
Zum Ende taucht dann eine Protagonistin aus einem anderen Roman auf, das kann neugierig mache, zeigt aber auch den Zusammenhang der Geschichte. Es ist auf jeden Fall mal eine andere Sicht in die Zeit der Trecks in den USA, wo es nicht hauptsächlich um Männer geht. Sehr gut. Das Land, die Gegend, die Zeit ist für mich interessant und das mit einer jungen Frau als Hauptperson finde ich sehr gelungen.
Und das Coverbild gefällt mir sehr und es ist passend.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Nach Westen

Stark wie die Blumen der Prärie
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Im Jahr 1863 macht sich Linnea mit ihrem Großvater und weiteren Botanikern im Auftrag des Smythsonian auf den Weg um die Flora auf dem Sante Fe Trail zu katalogisieren. Auf dem Weg trifft sie auf Flynn, ...

Im Jahr 1863 macht sich Linnea mit ihrem Großvater und weiteren Botanikern im Auftrag des Smythsonian auf den Weg um die Flora auf dem Sante Fe Trail zu katalogisieren. Auf dem Weg trifft sie auf Flynn, der sie aus einer gefährlichen Situation rettet. Linneas Groß-vater macht sich Sorgen und sie schließen sich Flynns Treck an und er engagiert Flynn.
Ja, als Leser weiß man halt schnell, dass Linnea und Flynn füreinander bestimmt sind, doch die Beiden brauchen noch Zeit das einzusehen und alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.
Es ist aber auf jeden Fall schön zu lesen.
Die Landschaften, durch der Treck sich seinen Weg bahnt konnte ich mir recht gut vorstel-len. Allein die Weite dieses Landes ist schon enorm und heutzutage kann man sich so et-was nur noch schwer vorstellen geschweige denn selber bewältigen. Die Geschichte zeigt sehr gut was Mut und Vertrauen ausmachen können.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und dieser Roman lässt einen mit einem guten Gefühl zu-rück.
Ich schwanke hier wirklich zwischen 3,5 und 4 Sternen als Bewertung. Eher vier, denn für mich gab es keine Längen und so ganz nebenbei wurde das Thema von Frauen in männer-dominierten Bereichen mit thematisiert.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Sommer im Carmel Valley

Bleib bei mir, wenn der Sommer geht
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Dawn macht zusammen mit ihrer Tochter einen Neuanfang. Sie hat Las Vegas verlassen und fährt zu einer alten Freundin, die in der Nähe von Carmel lebt. Durch eine verletzte Katze lernt Dawn den netten Tierarzt ...

Dawn macht zusammen mit ihrer Tochter einen Neuanfang. Sie hat Las Vegas verlassen und fährt zu einer alten Freundin, die in der Nähe von Carmel lebt. Durch eine verletzte Katze lernt Dawn den netten Tierarzt River kennen.
Ja, man weiß recht schnell dass die Zwei zusammen kommen, doch das Wie ist das Wich-tigste und der Weg dahin ist gut beschrieben. Dazu ist die Gegend wo die Geschichte spielt sehr schön, da hätte noch mehr von beschrieben sein können.
Das Lesen hat mir gut gefallen, als Charakter konnte mich River mehr überzeugen als Dawn. Aber der Versuch Dawn Zerrissenheit und Gefühle darzustellen ist trotzdem geglückt.
Das Cover ist schön gestaltet und passt zum Roman und zum Setting.
Viel mehr mag ich gar nicht mehr zu dem Roman schreiben, denn dann wird fast schon zu viel verraten. Er lässt sich flüssig lesen und macht halt neugierig auf das Ende.

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Die umfassende Geschichte hinter dem Gemälde

Das Gemälde
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Ein altes Gemälde von einem berühmten Rennpferd aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bringt in unserer Zeit Menschen zusammen und dadurch entsteht eine umfassende Ge-schichte, die mich nicht mehr los gelassen ...

Ein altes Gemälde von einem berühmten Rennpferd aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bringt in unserer Zeit Menschen zusammen und dadurch entsteht eine umfassende Ge-schichte, die mich nicht mehr los gelassen hat.
Das Rennpferd Lexington gab es wirklich und aufgrund seiner Geschichte hat die Autorin eine tolle Handlung aufgebaut. Rassismus zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges an-hand des fiktiven Pferdeknechtes Jarred. In dieser Zeit entstehen Gemälde von Lexing-ton von einem sehr begabten Künstler. In den 1950er Jahren findet ein Gemälde durch Zufall und Pferdeliebe den Weg zu einer Kunsthändlerin und 2019 wird eines vom Sperr-müll gerettet. Dadurch geht der Leser durch die Zeit und ist mit so vielen Personen un-terwegs. Auch der Rassismus der heutigen Zeit wird angesprochen und gerade das endet tragisch und hat mir sehr weh getan.
Je mehr ich nun über den gelesenen Roman nachdenke, desto mehr erkenne ich wie viel hier von der Autorin angesprochen wird und in welcher tollen Art das zusammengefügt wurde. Ein sehr schöner Schreibstil und das Buch zählt zu meinen Lesehöhepunkten in die-sem Jahr. Alleine die Geschichte um Lexington hätte ein Roman sein können. Wie hier die Zeiten zusammen gefügt werden, ineinander greifen und das Thema der Ungleichbehand-lung allgegenwärtig ist empfinde ich als fast schon perfekt zusammen gestellt.
Toll und beeindruckend

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