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Veröffentlicht am 28.04.2020

Potential nicht ausgeschöpft

Liebe, Macht und rote Rosen
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Sybille ist geschieden, Mutter einer halbwüchsigen Tochter, und Politikerin. Als überraschend der Sozialminister in Folge eines Unfalls stirbt, soll sie dessen Amt übernehmen. Nach kurzem Zögern sagt sie ...

Sybille ist geschieden, Mutter einer halbwüchsigen Tochter, und Politikerin. Als überraschend der Sozialminister in Folge eines Unfalls stirbt, soll sie dessen Amt übernehmen. Nach kurzem Zögern sagt sie zu und tritt das Amt an, um mehr Ehrlichkeit in die Politik zu bringen. Schon bald fallen ihr brisante Unterlagen in die Hände, die sie daran zweifeln lassen, dass der Unfall ihres Vorgängers womöglich gar kein Unfall war.
Das Cover ist schön. Es gefällt mir. Der Schreibstil ist flüssig und klar.
Die Geschichte hat mir leider nicht gefallen. Es war einfach ein bisschen viel an Politik. Die vielen Personen in der Geschichte konnte ich nicht immer zuordnen. Die Zusammenhänge gingen mir verloren.
Langatmig beschriebene politische Machtkämpfe. Viele Verwicklungen, dunkle Machenschaften und krumme Geschäfte. Der Unfalltod von Sybilles Vorgänger, der eventuell auch ein Mord war, blieb sehr hintergründig.
Das Thema ist trocken beschrieben. Der Geschichte fehlt es an Tiefgründigkeit. Sie ist nicht wirklich glaubwürdig und auch nicht authentisch. Dem Klappentext zu Folge hatte ich eine humorvolle Geschichte erwartet. Aber leider wird nur sehr viel politisiert. Wenn es nicht gerade um Politik geht, dann geht es ums Essen, Restaurantbesuche oder Einkäufe.
Die Geschichte wurde schwach umgesetzt. Ohne Witz und Charme. Emotional erreichten die Protagonisten und die Geschichte mich nicht. Es baute sich keine Spannung auf. Die Protagonisten waren einfach nicht greifbar.
Die erste Geschichte in diesem Band kann mich leider nicht erreichen. Darum kann ich mich auch nicht überwinden, um die zweite Geschichte in diesem Band zu lesen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2020

Emotionale Familiengeschichte

Zeit der Dornen
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Leonie macht sich auf den Weg nach Österreich um sich von ihrer Großmutter, die im Sterben liegt, zu verabschieden. Doch leider kommt sie zu spät.
Es gibt ein düsteres Familiengeheimnis, das Leonie auf ...

Leonie macht sich auf den Weg nach Österreich um sich von ihrer Großmutter, die im Sterben liegt, zu verabschieden. Doch leider kommt sie zu spät.
Es gibt ein düsteres Familiengeheimnis, das Leonie auf den Wunsch ihrer Großmutter hin, unter allen Umständen gemeinsam mit ihrem Vater aufklären möchte. Ihr Weg führt sie in die Alpen und schließlich nach Krakau.
Auf dem Weg ihrer Nachforschungen begegnet sie Jan. Er war der Krankenpfleger von Leonies Oma. Leonie und Jan kommen sich im Laufe der Zeit näher.

Das Cover gefällt mir gut. Es strahlt Freundlichkeit und Güte aus. Das Haus im Hintergrund wirkt friedlich.
Die Geschichte spielt einmal in der Vergangenheit, in den Jahren zwischen 1908 bis 1952 und einmal in der Gegenwart, im Januar und Februar 2000.
Die Kapitel aus der Vergangenheit haben mich tief berührt. Die Protagonisten sind gut beschrieben und haben mich emotional mitgenommen.
Im Jahr 1908 verstirbt Rosana an den Folgen der schweren Geburt von Valentin. Wenige Jahre später verstirbt der Vater an den Folgen eines Unfalls. Die Kinder sind nun Waisen. Valentin und seine drei Geschwister werden getrennt und wachsen bei Zieheltern auf. Es folgt für sie alle eine schwere Kindheit.
Bei den Kapiteln aus dem Jahr 2000 fehlte mir die Tiefe. Mit den Charakteren bin ich nicht richtig vertraut geworden. Sie wirkten unnahbar und waren für mich nicht fassbar.
Leonie hat ihre Mutter als Jugendliche durch einen Unfall verloren. Nach dem Unfall ist das Verhältnis zu ihrem Vater angespannt. Irgendwie bekommen sie keinen Draht mehr zueinander. Später macht Leonie gegen den Willen des Vaters ein Kunststudium. Sie eröffnet mit Marian, einem Freund das „Cafe Kunst“ in Berlin, in dem Vernissagen und kleine Konzerte veranstaltet werden. Als ihre Großmutter im Sterben liegt, macht sie sich auf den Weg zu ihr nach Österreich, um sich von ihr zu verabschieden. Doch leider kommt sie zu spät.
Fazit: Die Schreibweise ist flüssig und leicht verständlich. Die Autorin hat sich viel Mühe bei der Recherche gegeben.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ist durchaus lesbar. Eine spannende und einfühlsame Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Emotionale GlücksTräume

Ein Traum vom Glück
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Essen 1951: Im Krieg ist Katharina mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel, von Berlin nach Essen zu ihrer Schwiegermutter Wilhelmine, genannt Mine, geflohen. Katharinas Ehemann Karl gilt als verschollen. ...

Essen 1951: Im Krieg ist Katharina mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel, von Berlin nach Essen zu ihrer Schwiegermutter Wilhelmine, genannt Mine, geflohen. Katharinas Ehemann Karl gilt als verschollen. Mine gibt sich reserviert und entschlossen. Dennoch liebt sie ihre Enkeltöchter. Selbst Inge, die Katharina mit in die Ehe mit Karl gebracht hat, wurde von ihr voll und ganz als ihre Enkeltochter akzeptiert. Sie behandelt beide Mädchen gleich. Das war damals, wie auch noch heute, nicht selbstverständlich.
Mine gibt auch die Hoffnung nicht auf, dass ihr Sohn Karl eines Tages noch wieder nach Hause zurückkehren wird. Dagegen kommen Katharina Zweifel an Karls Rückkehr, je länger er abwesend ist. Durch diesen Konflikt und auch noch andere Umstände wird das Zusammenleben zwischen Katharina und Mine belastet. Katharina erweist sich als ausgezeichnete Schneiderin. Sie entwirft Mode und schneidert für Nachbarn und Bekannte Kleidung, womit sie sich eine Geldeinnahme sichert. Des Weiteren träumt sie davon ein Modeatelier zu eröffnen.
Im Winter 1951 steht auf einmal Johannes, der Enkelsohn von Mine, vor der Tür. Er ist ein traumatisierter Spätheimkehrer, der Sohn von Mines verstorbener Tochter und somit auch der Neffe von Katharinas Mann Karl. Mit der Zeit kommen Katharina und Johannes sich näher. Dabei entstehen Heimlichkeiten und jede Menge emotionale Verwirrungen. Es handelt sich um eine emotionale Berg- und Talfahrt. Die Beziehung zwischen Katharina und Johannes nimmt sehr viel Raum in der Geschichte ein. Anstelle dessen hätte ich mir persönlich vordergründig noch ein paar mehr historische Fakten aus der Zeit gewünscht.
Zur damaligen Zeit waren der Kauf von Waschmaschinen, Kühlschränken, Körperpflegeprodukten etc. ein hoher Luxus und auf Kredit zu bekommen. Auch das fließt in die Geschichte ein. Dadurch spürt man das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre.
Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven der Protagonisten erzählt. Es werden wechselnde Erzählperspektiven eingebaut die mir sehr gut gefallen. Den Ruhrpott-Dialekt in die Geschichte mit einzubringen fand ich eine sehr schöne Idee. Der Dialekt lockert die Geschichte auf.
Die Gestaltung des Covers ist sehr schön. Man erahnt sofort den historischen Hintergrund der Erzählung.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir mühelos.
Die Geschichte ist authentisch, hat mich gut unterhalten und ich wurde emotional mitgenommen. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen.
Durch den verständlichen und flüssigen Schreibstil konnte ich mir alles sehr gut und bildhaft vorstellen.
Die Charaktere sind sympathisch und sehr gut beschrieben.
Das Ende der Geschichte wird recht schnell abgehandelt. Meiner Meinung nach zu schnell. Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist aber auch ein überraschendes Ende und macht neugierig darauf wie es weitergeht.
Ich bin sehr gespannt und freue mich auf den zweiten Band.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.03.2020

Die Geschichte aus der Sicht von Sophia

Zeit des Sturms
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Das Cover zeigt Sophia vor der Villa, ihrem zu Hause. Es rückt Sophia in den Vordergrund. Ich würde das Buch in einem Geschäft sicher zur Hand nehmen. Es würde mich neugierig machen, weil ich eine historische ...

Das Cover zeigt Sophia vor der Villa, ihrem zu Hause. Es rückt Sophia in den Vordergrund. Ich würde das Buch in einem Geschäft sicher zur Hand nehmen. Es würde mich neugierig machen, weil ich eine historische Geschichte dahinter vermuten würde. Und die ist einfach nur fantastisch …
Es handelt sich hier um den zweiten Band einer Trilogie in der es um drei Schwestern geht. Die Jahre zwischen 1933 und 1947 werden jeweils aus der Sicht einer Schwester erzählt. Die Geschichte spielt in Würzburg. Sie wird aus der Sicht von Sophia, der mittleren, der drei Schwestern, erzählt.
Obwohl die Partei in Würzburg nicht gesiegt hat, übernimmt sie dort die Macht.
Sophia ist politisch engagiert und kämpft mit einer Widerstandsgruppe gegen die Partei, obwohl ihr Vater Mitglied in der NSDAP ist. Sie verliebt sich in einen jungen Mann aus der Gruppe. Später verhilft sie ihm zur Flucht, weil er von der NSDAP verfolgt wird. Dadurch gerät sie und ihre Familie selbst in das Visier der Partei ...
Sophia arbeitet in dem Kaufhaus ihrer Schwester und widmet sich der Kunst. Sie malt gerne Bilder.
Die Brutalität und Macht der Partei wird in diesem Buch sehr deutlich beschrieben. Sehr klar wird auch die Überwachung und Unterdrückung der Menschen beschrieben. Auch die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Juden wird erörtert.
Der Irrsinn des Krieges, die Zerstörungswut, die Schicksale der Menschen werden spürbar vermittelt.
Die Geschichte ist sehr gut, authentisch und spannend geschrieben. Ich konnte mich emotional gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Charaktere sind gut beschrieben und die Autorin hat hervorragend recherchiert.
Die Idee, eine Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, gefällt mir sehr gut. Ich fühlte mich gut unterhalten. Von mir gibt es ein klare Leseempfehlung.


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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2020

Unterhaltsam und Gefühlvoll

Zärtlichkeit der Stille
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Die Geschichte spielt in den 1940er Jahren in Neuhaus am Inn. Therese wird von den meisten Leuten nur Rese genannt. Der Vater von Rese, verheiratet sie gegen ihren Willen mit dem viel älteren Anton. Anton ...

Die Geschichte spielt in den 1940er Jahren in Neuhaus am Inn. Therese wird von den meisten Leuten nur Rese genannt. Der Vater von Rese, verheiratet sie gegen ihren Willen mit dem viel älteren Anton. Anton ist der Mann ihrer verstorbenen Tante. Die Ehe ist lieblos und unglücklich. Auf dem Bauernhof ihrer Freundin Magdalena lernt Rese den französischen Kriegsgefangenen Maurice kennen. Rese muss feststellen, dass ihr Herz zu ungeahnten Gefühlen fähig ist, denn sie verliebt sich auf den ersten Blick in Maurice. Maurice erwidert Reses Gefühle. Doch hat ihre Liebe eine Chance …

Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache passt zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Sie wird aus der Sicht von Therese in der Ich-Perspektive erzählt und beruht auf wahren Begebenheiten.
Das Cover hat mir gut gefallen und passt ebenfalls zu der Geschichte.

Das Schicksal von Therese hat mich sehr berührt. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlte mit Ihnen. Ich spürte die Lieblosigkeit zwischen Rese und Anton. Im Gegensatz dazu aber auch die Liebe zwischen Rese und Maurice. Durch die leicht verständliche Sprache konnte ich mir ein deutliches Bild von den Situationen machen.

Das Buch hat mich gut unterhalten, hörte dann jedoch leider etwas abrupt auf. Ich hätte gerne noch etwas mehr über den weiteren Verlauf der Beziehung von Maurice und Rese erfahren.

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