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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2019

Fesselnde Ehedramen!

Blood Orange - Was sie nicht wissen
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Die Karriere von Anwältin Alison bekommt, als ihr ein Mordfall zugeteilt wird, einen Schub nach vorne. Doch privat stürzt sie eher ab. Sie trinkt und betrügt ihren Ehemann, dadurch setzt sie aufs Spiel ...

Die Karriere von Anwältin Alison bekommt, als ihr ein Mordfall zugeteilt wird, einen Schub nach vorne. Doch privat stürzt sie eher ab. Sie trinkt und betrügt ihren Ehemann, dadurch setzt sie aufs Spiel ihre kleine Familie zu verlieren.
Madeleine wird blutüberströmt neben der Leiche ihres Mannes gefunden. Als Alison ihren Fall übernimmt bildet sich langsam aber sicher ein Band zwischen den Frauen, da Beide in unglücklichen Beziehungen stecken bzw. steckten.
Dieser Debüt Thriller hat mir gut gefallen. Ich konnte mich schnell in die Geschichte hineinfinden. Am Anfang war ich etwas irritiert, weil ich davon ausgegangen war, dass sich die Story um den Mordfall, den Alison bearbeitet dreht, aber so ist es nicht. Das Buch handelt eigentlich überwiegend von Alison, was aber durchaus Thriller Qualität hat. Ca. in der Mitte nimmt die Geschichte dann rasant an Fahrt auf und es kommen Dinge zu Tage, womit ich nicht gerechnet habe. Nur Offenbarungen im Mordfall waren für mich leider vorhersehbar, was aber auch an jahrelangem Krimikonsum liegen kann.
Die einzelnen Charaktere werden realistisch dargestellt. Alisons Labilität, genauso wie die emotionale Abhängigkeit zu Patrick, welche dieser schonungslos ausnutzt. Auch Carl, der sich liebevoll um Tilly kümmert und sich nur schwer mit dem halbtags Job abfinden kann, kommt nachvollziehbar herüber. Auch die Rollen von Madeleine und ihrer Schwester, sind sehr schwer durchschaubar und haben mir gut gefallen.
Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Werk mit Hochspannung, dass ich gerne Weiterempfehle. Ich könnte mir sogar eine Fortsetzung des Thrillers vorstellen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2019

Sehr langatmiger, aber guter Krimi

Der Fledermausmann
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Der norwegische Polizist Harry Hole fliegt nach Australien um dort den Mord an der Norwegerin Inger Holter aufzuklären. Diese wurde vergewaltigt und erwürgt. Harry wird der einheimische Kollege Andrew ...

Der norwegische Polizist Harry Hole fliegt nach Australien um dort den Mord an der Norwegerin Inger Holter aufzuklären. Diese wurde vergewaltigt und erwürgt. Harry wird der einheimische Kollege Andrew Kensington zur Seite gestellt. Dieser kennt sich sehr gut im Nachtleben von Sidney aus und kann somit für Hole einige Türen öffnen.

Dieses ist der erste Band von nun schon einigen Harry Hole Büchern. Da ich die Verfilmung des 7. Bands im Kino gesehen habe, hatte ich schon eine gewisse Vorstellung vom Protagonisten Harry Hole. Die Darstellung des trockenen Alkoholikers in diesem Thriller hat mir durchaus gefallen. Einmal nicht diese Superhelden, wie es sie in vielen Werken gibt.
Auch die Vorurteile und Problematik im Umgang mit den Aborigines und der Transsexualität wird gut, in den verschiedenen Charakteren, wiedergegeben.
Die Story rund um den Mord und ihre Aufklärung, ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Immer wieder denkt man der Täter wäre ermittelt. Ich hatte sogar schon eine eigene Vermutung, aber diese Person war es nicht. Letztendlich war die Aufklärung dann auch eine Überraschung für mich. Leider ist mir die ganze Geschichte viel zu langatmig geschrieben. Immer wieder wird vom eigentlichen Fall abgeschweift und Nebensächlichkeiten sehr lang verfasst. Dadurch konnte ich nicht wirklich in das Buch hinein finden, da mich die Ausführungen extrem langweilten.
Fazit: Eine gute Story, die aber leider unnötig in die Länge gezogen wird.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Eine Leidens- und Lebensgeschichte!

Der Fund
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Die kleine Verkäuferin Rita Dalek findet, in einem Karton Bananen, Heroin. Was soll sie tun? Es behalten, oder es melden?
So beginnt die Geschichte um Rita, die einmal Glück in ihrem Leben haben wollte. ...

Die kleine Verkäuferin Rita Dalek findet, in einem Karton Bananen, Heroin. Was soll sie tun? Es behalten, oder es melden?
So beginnt die Geschichte um Rita, die einmal Glück in ihrem Leben haben wollte. Von Anfang an weiß der Leser, dass Rita tot ist. Die Story wechselt immer wieder zwischen den Verhören des ermittelnden Kommissars und der Geschichte, die zu Ritas Ermordung führt. Dieser Schreibstil hat mich am Anfang etwas irritiert, aber im Verlauf des Buches fand ich diese Schreibvariante sehr interessant. So wurde unterschieden, zwischen dem was die einzelnen Personen aussagten und was tatsächlich geschehen ist. Die Handlung liegt für mich irgendwo zwischen Schicksalsroman und Krimi.
Leider konnte ich schon früh einiges vom Handlungsverlauf erahnen. Aber trotzdem fand ich es recht spannend. Obwohl meine Vermutungen bestätigt wurden, hat mich das Ende dann doch überrascht.
Fazit: Ein guter Krimi, aber keineswegs ein Thriller. Außerdem leicht Vorhersehbar in einigen Teilen. Für Krimifans OK. 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.09.2019

Die Sünden der Eltern!

Zimmer 19
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Während der Berlinale Eröffnung läuft plötzlich, an Stelle des Eröffnungsfilms, ein Snuff Video. So müssen hunderte von Menschen mitansehen, wie eine junge Frau vergewaltigt und anschließend ermordet wird. ...

Während der Berlinale Eröffnung läuft plötzlich, an Stelle des Eröffnungsfilms, ein Snuff Video. So müssen hunderte von Menschen mitansehen, wie eine junge Frau vergewaltigt und anschließend ermordet wird. Bald schon steht fest dass es sich, in dem Film, um die Tochter des Bürgermeisters handelt. Tom Babylon und seine Kollegin, die Psychologin Sita Johanns, müssen nun erst mal herausfinden ob das Video echt ist, oder es sich nur um einen makabren Scherz handelt.
Dieser Thriller ist sehr spannend geschrieben. In der ersten Hälfte springt die Handlung immer wieder zwischen den Geschehnissen rund um die Berlinale und der Vergangenheit von Sita Johanns, hin und her. Mir als Leserin war somit klar, dass die Geschehnisse im Heute irgendwie mit Sita´s Vergangenheit zusammenhängen. Ca. in der Mitte der Geschichte laufen dann alle Fäden zusammen und die Spannung steigt ins unendliche. Ab da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zum Ende hatte ich zwar schon eine Vermutung, aber wurde doch durch die Tragweite des Ganzen sehr überrascht.
Es gibt eine große Zahl an Personen, die in diesem Thriller vorkommen, aber man kommt nicht durcheinander. Immer war mir klar, wer jetzt genau wer ist. Die Charaktere sind sehr real beschrieben. Es kommen Emotionen vor, die im wahren Leben wahrscheinlich zu genau den gleichen Reaktionen führen würden. Die einzelnen Protagonisten sind sehr menschlich Dargestellt. Besonders gut hat mir Sita Johanns gefallen. Sie ist eine super taffe Frau.
Fazit: Ein super spannendes Buch, das man als Thriller Fan unbedingt lesen muss. Auch wer den ersten Band, so wie ich, bisher nicht gelesen hat wird begeistert sein.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Die Welt der Zukunft!

Der Store
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Dies ist die Geschichte einer vermeintlich perfekten Welt. Kaum hat man an etwas gedacht, was man gerne hätte, schon wird es geliefert. Kein Mensch braucht mehr das Haus verlassen. Alles bekommt man an ...

Dies ist die Geschichte einer vermeintlich perfekten Welt. Kaum hat man an etwas gedacht, was man gerne hätte, schon wird es geliefert. Kein Mensch braucht mehr das Haus verlassen. Alles bekommt man an einem Ort. An diesem Ort arbeiten Paxton und Zinnia. Beide haben einen Grund, dort zu arbeiten. Zinnia will da System manipulieren und für Paxton ist es die einzige Chance zum Überleben, nach dem Verlust seiner Selbständigkeit, welche er durch „Cloud“ verloren hat.
Dieses Zukunftsszenario erinnert mich doch stark an einen bekannten Onlinehändler. Also ist es gar nicht so weit hergeholt, mit der Übernahme aller materieller Bedürfnisse des Menschen, durch einen „Store“. Ich fand diese Geschichte sowohl teils spannend, als auch sehr erschreckend. Dieses Werk macht uns klar, was geschehen könnte. Heute schon, in der Zeit von Alexa und Co, verlassen wir uns immer mehr auf das Internet und verlieren das selbständige handeln. Deshalb könnte die Handlung des Buches schon real sein.
Das Buch ist in der „Ich“ Form verschiedener Charaktere geschrieben. Da gibt es den Erzählstrang von Gibson, dem Gründer von „Cloud“, der bald sterben wird, seine Lebensgeschichte erzählt und noch einmal sein erstes Geschäft besuchen will. Außerdem jeweils die Sichtweise von den Angestellten Paxton und Zinnia. Dieser Strang hat teilweise die gleiche Begebenheit, aus verschiedener Sicht.
Fazit: Ich fand das Buch nur mäßig spannend, aber doch relativ real geschrieben. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.