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Veröffentlicht am 09.02.2024

Interessant

Das Lächeln der Königin
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Vor einhundert Jahren wurde die Büste der Nofretete zum ersten Mal in Berlin ausgestellt. Ein hervorragender Grund einen Roman darüber zu schreiben, wie die Königin vom Nil nach Berlin kam.

In diesem ...

Vor einhundert Jahren wurde die Büste der Nofretete zum ersten Mal in Berlin ausgestellt. Ein hervorragender Grund einen Roman darüber zu schreiben, wie die Königin vom Nil nach Berlin kam.

In diesem Buch geht es allerdings weniger um die Ausgrabungen in Ägypten, sondern um John Simon einem jüdischen Geschäftsmann und großem Kunstfreund.
Ich finde die Idee des Buches sehr gut. Nicht die Ausgrabungen in den Vordergrund zu stellen, sondern den Geldgeber in Berlin. Den Kunstfreund der dafür sorgt das die Königin nach Berlin kommt. Der vor dem ersten Weltkrieg mit dem Kaiser verkehrt und in den zwanziger Jahren mit dem aufkeimenden Antisemitismus zu kämpfen hat. Diesen Teil fand ich sehr spannend und interessant und auch sein Briefwechsel mit Borchert, der in Ägypten die Ausgrabungen tätigte aben mir gut gefallen.
Etwas schwach dagegen blieb die Beschreibung seines Familienlebens. Zwar werden auch das schwierige Verhältnis zu seiner Frau erzählt, aber irgendwie konnte ich mich da nicht so richtig hineinfinden. Auch er selbst ist mir fremd geblieben. Das war etwas Schade da mir das Buch sonst gut gefallen hat und es interessant fand die Geschichte aus der Sicht von John Simon zu lesen. Ich finde es immer interessant Romane über Menschen zu lesen, die wirklich gelebt haben, deren Wirken aber nicht der großen Mehrheit bekannt ist, die wichtiges geleistet haben. Denn auch er hat dafür gesorgt das wie hunder Jahre später immer noch die Büste der Nofretete besuchen können.

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Veröffentlicht am 09.02.2024

Eine ganz große Liebe

Mit dir für immer – Max Schmeling und Anny Ondra
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Ich bin ein großer Fan der Reihe rund um berühmte Liebespaare der Geschichte und freue mich immer wenn ein neuer Band erscheint. In diesem geht es um den Boxer Max Schmeling und seine Frau, die Schauspielerin ...

Ich bin ein großer Fan der Reihe rund um berühmte Liebespaare der Geschichte und freue mich immer wenn ein neuer Band erscheint. In diesem geht es um den Boxer Max Schmeling und seine Frau, die Schauspielerin Anny Ondra. Das Paar lebte in unruhigen Zeiten, nämlich während des dritten Reiches.

Der Roman ist in drei Teile eingeteilt , der erste Teil erzählt von dem Kennlernen der Beiden und hat mir fast am Besten gefallen. Einfach zu schön war beschrieben wie der starke Boxer zu einem schüchternen Jungen wurde, als es darum ging seine große Liebe anzusprechen.
Im zweiten Teil geht es um die Jahre 1933 bis 1939 und dem Umgang der Beiden mit dem Nationalsozialismus. Der letzte Teil erzählt dann von den Jahren während des zweiten Weltkriegs.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte von Max und Anny ist einfach wunderschön. Dazu werden die sehr unterschiedlichen Lebenswege der Beiden erzählt. Beide sind Stars ihrer Zeit und doch ist es ein großer Unterschied ob man jetzt Sportler oder Schauspielerin ist. Diese Beiden Lebenswege werden gut beschrieben. Natürlich muss es in so einem Buch auch um die Zeichen der Zeit gegen. Wie war gerade von Max der Umgang mit den Nationalsozialisten. All diese Aspekte hat der Autor zu einem sehr schönem Roman verwebt, den ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 07.02.2024

Als Kunst für Frauen verboten war

Die Bildweberin
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Emilia ist eine begabte Malerin, doch leider lebt sie zur falschen Zeit. Im Nürnerg des sechzehnten Jahrhunderts dürfen ausschließlich Männer Gemälde anfertigen und verkaufen. Doch Emilias Vater leidet ...

Emilia ist eine begabte Malerin, doch leider lebt sie zur falschen Zeit. Im Nürnerg des sechzehnten Jahrhunderts dürfen ausschließlich Männer Gemälde anfertigen und verkaufen. Doch Emilias Vater leidet seid dem Tod seiner Frau an Schwermut und kann seine Arbeiten nicht vollenden Also malt sie heimlich für ihn....

Beate Maly führt uns in das Nürnberg des sechzehnten Jahrhunderts und schildert den Alltag einer jungen Frau, die auf der einen Seite versucht ihre Familie zu ernähren, auf der anderen Seite davon träumt als Frau mehr zu sein als nur Tochter und Ehefrau. Doch in ihrer Zeit ist das gefährlich. Eindringlich beschreibt sie die Ungerechtigkeit der damaligen Zeit und den wenigen Möglichkeiten einer Frau. Von Männern die glauben die Macht über ihre Frauen zu haben und sich alles erlauben zu können. Aber eben auch von einer jungen Frau die ihren Weg sucht und von der Kunst der Bilderberinnen. Denn sein wir doch mal ehrlich. Wir alle kennen diese wunderschönen alten Wandteppiche, aber wer denkt schonan die Künstlerinnen die sie erschaffen haben.

Ein wundervoller historischer Roman.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Familienbande

Die Töchter der Ärztin
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das das Richtige für sie? Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und das Leben hält wieder einmal vielen Herausforderungen bereit...

Ich habe bereits die Romane rund um Ricarda und auch den ersten ...

das das Richtige für sie? Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und das Leben hält wieder einmal vielen Herausforderungen bereit...

Ich habe bereits die Romane rund um Ricarda und auch den ersten Teil der Reihe rund um ihre Töchter gelesen und war so gleich mitten im Geschehen, ich kann mir aber durchaus vorstellen daß es schwierig wird der Geschichte zu folgen, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Neben den drei Hauptfiguren spielt auch wieder die Familie eine wichtige Rolle, es geht turbulent wie immer zu. Es geht um Liebe und Familienbande und um Intrigen. Aber auch der Arztberuf steht wie immer im Fokus des Geschehens.

Eine gelungene Fortsetzung die Lust auf einen weiteren Teil macht.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Wir waren doch Freundinnen

Sturmmädchen
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In Kindertagen waren Margot. Käthe und Elli Freundinnen. Doch in der Zeit in der sie lebten wird diese Freundschaft fast unmöglich. Margot ist Jüdin, Käthes Familie lässt sich von den Parolen der Nazies ...

In Kindertagen waren Margot. Käthe und Elli Freundinnen. Doch in der Zeit in der sie lebten wird diese Freundschaft fast unmöglich. Margot ist Jüdin, Käthes Familie lässt sich von den Parolen der Nazies mitziehen und Elli ist für alle nur das Hinkemädchen, da sie einen Klumpfuß hat und das reicht um sie von allem auszuschließen.

Der Roman ist aus der Sicht von Elli geschrieben und spielt in den Jahren 1938 und 1939. Elli ist am Beginn der Geschichte ein naives junges Mädchen das von seiner Mutter zu sehr beschützt wird und so viel zu wenig von dem mitbekommt was um die herum geschieht. Doch im Laufe des Romans entwickelt die sich zu einer starken und mutigen Frau die über sich hinaus wächst. Anhand von Elli erfahren wir auch Margots Schicksal. Erschreckend und tief traurig wird ihre Geschichte erzählt. Die Autorin erzählt von den furchtbaren Umständen unter denen sie und ihre Familie und viele andere Leben mussten, aber auch von denen die ihr Leben riskieren um zu helfen.

Mich hat der Roman sehr bewegt und ich werde wohl nach lange an Elli zurück denken.

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