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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Berührende Ansätze, aber nicht durchgehend überzeugend

Einatmen. Ausatmen.
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Zitat: "Die Zeit ist der Moment, den wir uns schenken."

Mit Einatmen, Ausatmen, erzählt der Autor Maxim Leo die Geschichte von Marlene, einer ehrgeizigen, aber zwischenmenschlich wenig feinfühligen Frau, ...

Zitat: "Die Zeit ist der Moment, den wir uns schenken."

Mit Einatmen, Ausatmen, erzählt der Autor Maxim Leo die Geschichte von Marlene, einer ehrgeizigen, aber zwischenmenschlich wenig feinfühligen Frau, die im Zuge beruflicher Konflikte an einem Achtsamkeitstraining teilnimmt. Dort trifft sie auf Alex, der selbst mit persönlichen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Die Grundidee des Romans – persönliche Entwicklung im Spannungsfeld von Karriere, Selbstreflexion und Achtsamkeit – wirkt vielversprechend und greift aktuelle Themen auf. Allerdings verliert sich die Handlung im Verlauf in einer Vielzahl von Motiven und Nebensträngen, wodurch die Geschichte stellenweise wenig fokussiert erscheint.

Einige Ereignisse wirken dabei eher konstruiert und mindern die Glaubwürdigkeit der Handlung. Bestimmte Szenen erscheinen überzeichnet, sodass es schwerfällt, sich durchgehend in die Geschichte hineinziehen zu lassen.

Positiv hervorzuheben ist hingegen die Figur des Hausmeisters Mattissen, der dem Roman emotionale Tiefe verleiht. Besonders die Entwicklung rund um diese Figur und Marlenes Reaktion darauf gehört zu den stärkeren Momenten des Buches und sorgt für berührende Passagen.

Fazit: Insgesamt bietet der Roman interessante Ansätze und einzelne gelungene Szenen, bleibt jedoch in der Umsetzung hinter seinem Potenzial zurück.

In Bezug auf das oben genannte Zitat, möchte ich aber selbst etwas positives aus der Geschichte mitnehmen. Dieser Satz regt dazu an, den eigenen Umgang mit Zeit zu hinterfragen. Statt sich ausschließlich an Erfolg und Leistung zu orientieren, erinnert er daran, wie wertvoll die kleinen, alltäglichen Momente sind. Ob es ein Spaziergang in der Natur ist, das bewusste Wahrnehmen von Geräuschen oder einfach ein ruhiger Augenblick – das Buch vermittelt hier eine Botschaft, die zum Innehalten einlädt und die man gerne für sich mitnimmt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Wenn Liebe Narben hinterlässt

Wie Risse in der Erde
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Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche ...

Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, die untrennbar mit einem rätselhaften Todesfall verwoben ist – ein Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite trägt.

Hall erzählt von den Gegensätzen des Lebens in all ihrer Intensität: von Schönheit und Schrecken, von Geburt und Tod, von Liebe und Verlust. Diese scheinbar widersprüchlichen Kräfte existieren hier nebeneinander und machen den Roman so kraftvoll und authentisch. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Protagonistin, die sich mutig ihrem Schicksal entgegenstellt und dabei mit den Unwägbarkeiten des Lebens ringt.

Der Roman besticht nicht nur durch seine emotionale Tiefe, sondern auch durch seine unvorhersehbare Handlung. Die Geschichte entwickelt sich auf eine Weise, die immer wieder überrascht – insbesondere das Ende trifft mit voller Wucht und stellt vieles in ein neues Licht.

Wie Risse in der Erde ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verlust und die Entscheidungen, die unser Leben formen. Trotz aller Tragik schwingt stets ein Hauch von Hoffnung mit: die leise, aber kraftvolle Idee, dass Liebe – so zerstörerisch sie auch sein mag – letztlich heilend wirken kann und ihren Weg zurückfindet.

Ein Roman, der mitten ins Herz trifft – herzzerreißend, intensiv und zugleich tröstlich.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ein Sommer so flüchtig, wie Seifenblasen

Träume aus Salz
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Seifenblasen

Träume aus Salz ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman über Intuition, Schuld und die fragile Grenze zwischen Sehnsucht und Selbsttäuschung.
Das junge Paar Flo und Matty, noch am Anfang ...

Seifenblasen

Träume aus Salz ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman über Intuition, Schuld und die fragile Grenze zwischen Sehnsucht und Selbsttäuschung.
Das junge Paar Flo und Matty, noch am Anfang ihrer Beziehung, verbringt eine sommerliche Auszeit auf einer griechischen Insel – fernab vom trubeligen Massentourismus. Dort begegnen sie Sofia, der Wahrsagerin der Insel. Zunächst wirkt alles wie ein traumhafter, unbeschwerter Urlaub. Der stellenweise poetische Schreibstil hat die Insel und ihre Menschen für mich lebendig werden lassen – so sehr, dass ich selbst gerne Moussaka am Meer gegessen hätte.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Flo und Sofia erzählt. Hier hätte ich mir gewünscht, auch Einblicke in Mattys Gedanken zu bekommen. Diese bleiben lange aus und tauchen erst gegen Ende auf. Dabei empfand ich ihn durchaus als sympathisch, konnte jedoch kaum eine Verbindung zu ihm aufbauen, da er insgesamt recht blass bleibt. Bei Flo und Sofia erhält man zwar tiefere Einblicke, besonders in ihre familiären Hintergründe, die ihr Verhalten nachvollziehbarer machen. Dennoch blieb ich auch zu ihnen auf Distanz – ihre Gefühle wirkten für mich oft wie hinter einem Schleier, schwer greifbar.
Themen wie Wahrsagerei, Tarot und griechische Sagen bringen interessante und eher seltene Aspekte in die Geschichte. Allerdings werden gerade die mystischen Elemente nur oberflächlich angerissen, insbesondere die griechischen Mythen. Dadurch wirkte das Ganze für mich nicht ganz rund – ein klarer roter Faden hat mir gefehlt.
Das Geheimnis, das Flo vor Matty verbirgt und am Ende enthüllt wird, konnte mich leider nicht überzeugen. Ich habe nicht nachvollziehen können, warum sie es so lange für sich behält, zumal es immer wieder angedeutet wird. Meine Erwartungen gingen hier in eine andere Richtung. Mattys Reaktion darauf hingegen fand ich verständlich.
Fazit: Es gibt einzelne Szenen, die mich wirklich berührt haben, vor allem die Darstellungen der zerrütteten Familienverhältnisse. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht vollständig erreichen. Auch Flos Träume haben bei mir keine emotionale Wirkung entfaltet. Teilweise war ich eher verwirrt, da die Handlung auf mich wie ein Hin und Her wirkte.
Das Cover spiegelt meine Gefühle zum Buch sehr gut wider: eine Frau, verborgen hinter schimmernden Seifenblasen – schön und faszinierend wie Licht auf Wasser, aber zugleich zerbrechlich und nicht greifbar.
Und das Ende? Offen, der eigenen Fantasie überlassen – für mich jedoch nicht wirklich befriedigend.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine Liebe voller Abschiede

Lügen, die wir uns erzählen
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Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische ...

Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische Themen einfließen lässt, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirkt. Dabei greift sie viele Aspekte auf, die uns im Alltag begegnen und zum Reflektieren anregen.
Im Zentrum stehen Erinnerungen, verdrängte Wahrheiten und alte Wunden, die langsam ans Licht kommen. Es geht um eine vergangene Liebe, um verpasste Chancen – aber auch um zweite Möglichkeiten. Die Geschichte bewegt sich immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eindrücklich, wie sehr frühere Erfahrungen unser heutiges Leben prägen.
Die Protagonistin Helene ist eine Figur, die mich besonders bewegt hat. Sie ist jemand, der es immer allen recht machen wollte, geprägt von Eltern, die viel für sie entschieden haben. Dieses ständige Streben nach Perfektion und Anerkennung zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Gleichzeitig wird schmerzhaft deutlich, wie lieblos und kalt sie selbst in ihrer Kindheit behandelt wurde – Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterlassen haben.
Auch die Beziehung zwischen Helene und ihrer Tochter Anna ist zentral. Beide sehnen sich nach Verständnis, schaffen es jedoch lange nicht, wirklich miteinander zu kommunizieren. Diese Sprachlosigkeit führt zu Missverständnissen und Schuldzuweisungen, die die Distanz zwischen ihnen noch vergrößern. Umso eindrucksvoller ist die Entwicklung, die diese Beziehung im Laufe der Geschichte durchläuft.
Insgesamt ist „Lügen, die wir uns erzählen“ ein melancholischer, feinfühliger Roman über Familie, Vergangenheit und die Schwierigkeit, sich selbst und einander wirklich zu verstehen. Ein Buch, das leise daherkommt, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Hurrikan-Hazel hat als Chaosqueen mein Herz erobert

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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Hazel ist witzig, chaotisch und bisschen eigensinnig. Einfach hazelhaft auf ihre eigene Art und Weise. Manch einer denkt, das ist zu viel des Guten, aber für mich war Hazels Geschichte genau richtig. Ich ...

Hazel ist witzig, chaotisch und bisschen eigensinnig. Einfach hazelhaft auf ihre eigene Art und Weise. Manch einer denkt, das ist zu viel des Guten, aber für mich war Hazels Geschichte genau richtig. Ich mochte sie direkt.

Schade, dass andere in ihrer Vergangenheit Hazel als peinlich empfunden haben, ich wäre gerne mit ihr befreundet gewesen, denn es wäre definitiv nie langweilig mit ihr.

Zum Glück trifft sie wieder auf Josh und das Chaos nimmt seinen Lauf. Die Doppeldates waren einfach zum Scheitern verurteilt 🤭. Einer Anziehungskraft kann, man nicht trotzen. Ich mochte es sehr, wie die beiden miteinander umgegangen sind.

Das Buch trägt definitiv zur Unterhaltung bei und ich konnte es nicht zur Seite legen.

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