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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Speed-Dating in einem alten Club… Licht aus… und plötzlich ist jemand tot. Willkommen im Serendipity. 🔪🌹

A Killer Crush
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Manchmal greift man zu einem Buch und denkt sich: Das lese ich jetzt ein bisschen nebenbei. Und dann passiert genau das Gegenteil. A Killer Crush habe ich innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen – ...

Manchmal greift man zu einem Buch und denkt sich: Das lese ich jetzt ein bisschen nebenbei. Und dann passiert genau das Gegenteil. A Killer Crush habe ich innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen – hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich vermutlich schon nach einem Tag fertig gewesen.
Die Geschichte beginnt mit einem Speed-Dating in einem alten Club – eine eigentlich lockere, vielleicht sogar romantische Situation. Doch plötzlich geht das Licht aus. Als es wieder angeht, ist klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Einer der Teilnehmer ist tot – und das ist erst der Anfang.
Die Protagonistin findet sich zusammen mit den anderen Teilnehmern und den Veranstaltern die ganze Nacht über in diesem Club wieder. Niemand kann gehen, und während die Stunden vergehen, wird immer deutlicher, dass sich unter ihnen ein Mörder befinden muss. Misstrauen wächst, Verdächtigungen werden ausgesprochen – und nach und nach lichtet sich die Runde.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die ungewöhnliche Mischung aus Thriller und RomCom. Einerseits ist die Geschichte überraschend blutig und stellenweise ziemlich makaber. Andererseits lockern humorvolle Dialoge, Dating-Situationen und sogar ein kleines Liebesdreieck die Spannung immer wieder auf. Diese Kombination funktioniert erstaunlich gut und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin mit Verdächtigungen spielt. Ich hatte zwischendurch immer wieder zwei oder drei mögliche Täter im Kopf – und wurde doch mehrfach in die Irre geführt. Wenn man sehr aufmerksam liest, könnte man vielleicht auf die richtige Spur kommen, aber ganz sicher ist man sich eigentlich nie.
Auch wenn die Handlung größtenteils in nur einer Nacht und an einem einzigen Ort spielt, entsteht eine starke Sogwirkung. Das Buch hat vielleicht nicht den allergrößten Tiefgang, aber dafür jede Menge Tempo, Spannung und Unterhaltung.
Für alle, die Thriller mögen, aber auch nichts gegen eine Prise Humor und RomCom haben, ist A Killer Crush definitiv einen Blick wert. Spannend, überraschend und stellenweise herrlich schräg.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Thriller, der mich in den Bann gezogen hat

Der Puppenwald
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Der Thriller "Der Puppenwald" wird abwechselnd aus Jessicas und Evelins Sicht erzählt – und genau das hat mir besonders gut gefallen. Einerseits ist man ganz nah an Jessicas Angst und erlebt ihre Unsicherheit ...

Der Thriller "Der Puppenwald" wird abwechselnd aus Jessicas und Evelins Sicht erzählt – und genau das hat mir besonders gut gefallen. Einerseits ist man ganz nah an Jessicas Angst und erlebt ihre Unsicherheit und Verzweiflung hautnah mit. Andererseits begleitet man die Ermittlungen und bekommt dadurch einen ganz anderen, sachlicheren Blick auf die Geschehnisse.

Auch die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher kaum sein – und genau das macht die Verhöre so spannend. Evelin ist einfühlsam, aufmerksam und wirklich interessiert an Jessica. Sie versteht, dass Jessica wissen will, was passiert ist, und begegnet ihr mit Empathie. Achim hingegen wirkt deutlich distanzierter und nüchterner. Diese Gegensätze sorgen für eine spürbare Dynamik und verleihen den Gesprächen zusätzliche Spannung.

Die Charaktere, vor allem Jessica und Evelin, sind sehr gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Ihre Gedanken und Reaktionen fühlen sich echt an. Aber auch die Nebenfiguren bleiben nicht blass, sondern tragen spürbar zur Geschichte bei.

Die Kapitel sind angenehm kurz – perfekt, um „nur noch eins“ zu lesen … was natürlich selten bei nur einem bleibt. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und erzeugt eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich kontinuierlich bis zum Schluss.

Und dieser Plottwist am Ende? Damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet und war überrascht über die Auflösung.

Insgesamt ein spannender, atmosphärisch dichter Thriller mit starken Charakteren und einer überraschenden Wendung am Ende.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Es ist ein atmosphärischer, vielschichtiger Roman über eine starke Frau in einer schwierigen Zeit – spannend, bewegend und eindrucksvoll erzählt.

Der gefrorene Fluss
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„Der gefrorene Fluss“ ist ein fiktiver historischer Roman, der zur Zeit der Kolonialisierung Amerikas spielt – eine Epoche, über die man erstaunlich selten Romane liest. Schon das Nachwort der Autorin ...

„Der gefrorene Fluss“ ist ein fiktiver historischer Roman, der zur Zeit der Kolonialisierung Amerikas spielt – eine Epoche, über die man erstaunlich selten Romane liest. Schon das Nachwort der Autorin hat mir sehr gut gefallen, da sie dort erklärt, wie sie auf die Idee zu dieser Geschichte kam und mit welchen Mitteln sie den Roman aufgebaut hat. Dieser Einblick in ihren Schreibprozess war für mich besonders spannend.
Im Mittelpunkt steht Martha, eine Hebamme, die mit ihrer Familie zusammenhält und sich gegenseitig stärkt. Gerade dieses familiäre Band hat mir sehr gut gefallen. Martha war mir von Anfang an sympathisch, und ich mochte es sehr, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten. Durch ihre Tätigkeit als Hebamme bekommen wir einen intensiven Einblick in das Leben der Frauen dieser Zeit – und davon gibt es in diesem Roman wirklich viele. Gefühlt wird ständig jemand schwanger, was die damaligen Lebensrealitäten eindrucksvoll widerspiegelt.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und atmosphärisch. Allerdings hatte ich zu Beginn große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Die ausführlichen Beschreibungen von Natur, Umgebung und den zahlreichen Charakteren waren mir anfangs zu langatmig. Ich stand kurz davor, das Buch abzubrechen. Zum Glück habe ich durchgehalten – denn es hat sich absolut gelohnt.
Besonders faszinierend fand ich den Mordfall, in den Martha hineingezogen wird. Es war erfrischend, dass hier keine klassische Ermittlerfigur wie ein Kommissar oder Polizist im Mittelpunkt steht, sondern eine Hebamme. Martha kommt der Wahrheit Stück für Stück näher, indem sie Beobachtungen kombiniert – und vor allem durch ihr Tagebuch. Als Leser:innen erhalten wir Einblick in jede ihrer Aufzeichnungen, was die Geschichte sehr persönlich und authentisch wirken lässt. Durch diese Einträge sammelt sie Geheimnisse und Geschichten ihrer Mitmenschen, die letztlich entscheidend für die Aufklärung des Falls sind.
Der Roman zeigt aber auch die dunklen Seiten dieser Zeit. Themen wie Machtmissbrauch, Unterdrückung von Frauen und sogar sexualisierte Gewalt werden nicht ausgespart. Das war stellenweise schwer zu lesen und hat mich wirklich schlucken lassen. Es ist definitiv kein leichtes Buch – eher eines, das nachwirkt und zum Nachdenken anregt.
Trotz meines holprigen Einstiegs hat mich „Der gefrorene Fluss“ am Ende sehr überzeugt. Es ist ein atmosphärischer, vielschichtiger Roman über eine starke Frau in einer schwierigen Zeit – spannend, bewegend und eindrucksvoll erzählt.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Authentische Geschichte

Ava liebt noch
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Ava liebt noch ist eine besondere und zugleich ungewöhnliche Liebesgeschichte. Schon allein der deutliche Altersunterschied der beiden Protagonisten verleiht dem Setting eine gewisse Irritation – denn ...

Ava liebt noch ist eine besondere und zugleich ungewöhnliche Liebesgeschichte. Schon allein der deutliche Altersunterschied der beiden Protagonisten verleiht dem Setting eine gewisse Irritation – denn eine solche Konstellation begegnet uns im Alltag eher selten. Doch gerade dieses Ungewöhnliche macht den Reiz der Geschichte aus.

Mit jeder Begegnung wächst die Beziehung der beiden Figuren spürbar in die Tiefe. Sie ist geprägt von gegenseitigem Respekt, emotionaler Offenheit und einer leisen, beständigen Nähe. Statt großer dramatischer Gesten lebt die Geschichte von Zwischentönen, Blicken, unausgesprochenen Gefühlen – und genau darin liegt ihre Stärke.

Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem Ava in ihrer Rolle als Mutter dreier Kinder. Ihr Alltag ist geprägt vom Funktionieren, von Pflichterfüllung und vom ständigen Jonglieren zwischen Verantwortung, Organisation und emotionaler Fürsorge. Die Einblicke in ihr Leben sind intensiv und bemerkenswert glaubwürdig. Der Roman zeigt eindrücklich, wie viel Mütter tagtäglich leisten – wie sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen, Freizeit opfern und scheinbar unermüdlich für ihre Kinder da sind.

Gerade in einer Zeit, in der Mütter zusätzlich berufstätig sind und mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllen, führt die Geschichte noch einmal vor Augen, was es bedeutet, Mutter zu sein. „Ava liebt noch“ hat mir diese Perspektive nähergebracht und meinen Blick für die alltäglichen, oft unsichtbaren Leistungen von Müttern geschärft. Es ist eine stille Erinnerung daran, wie viel Dankbarkeit und Wertschätzung sie verdienen.

Die Geschichte wirkt warmherzig, nahbar und emotional ehrlich. Sie erzählt von einer Liebe, die nach klassischen Mustern vielleicht nicht „funktionieren“ müsste – und gerade deshalb überzeugt. Durch ihre liebenswerte Verschrobenheit und ihre leisen Zwischentöne entfaltet sie eine besondere Kraft.

Ein Roman, der nicht laut sein muss, um lange nachzuhallen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Cozy Geschichte mit Themen der Vergangenheit

Novel Haven - Levels of Love
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„Novel Haven“ ist eine wunderschöne, cozy Geschichte, die neben der romantischen Handlung auch tiefgehende Themen behandelt. Die Protagonisten Lara und Luca tragen beide prägenden Erfahrungen aus ihrer ...

„Novel Haven“ ist eine wunderschöne, cozy Geschichte, die neben der romantischen Handlung auch tiefgehende Themen behandelt. Die Protagonisten Lara und Luca tragen beide prägenden Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit mit sich, die ihr Handeln und ihre Gefühle stark beeinflussen. Gerade diese emotionale Tiefe macht die Geschichte besonders berührend.
Luca mochte ich von Anfang an sehr. Er ist aufmerksam, ein guter Beobachter und steht Lara in schweren Momenten unterstützend zur Seite. Seine ruhige, stärkende Art hat mir besonders gefallen. Lara hingegen ist durch ihre Vergangenheit sehr in sich gekehrt, was sie zu einer verletzlichen, aber auch authentischen Figur macht. Umso schöner ist es, ihre Entwicklung mitzuerleben – wie sie nach und nach Vertrauen fasst, sich öffnet und die Unterstützung von Luca annimmt. Auch ihre zwei wundervollen Freundinnen geben der Geschichte zusätzliche Wärme.
Die Liebesbeziehung der beiden hat sich für mich zunächst nicht ganz greifbar angefühlt. Doch im Verlauf der Geschichte verändert sich das – ihre Verbindung wächst glaubwürdig und am Ende passen Lara und Luca einfach wunderbar zusammen.
Ein besonderes Highlight war für mich das im Buch entwickelte Spiel „Novel Haven“. Es wurde so lebendig beschrieben, dass ich es am liebsten selbst einmal spielen würde.
Insgesamt eine gefühlvolle Geschichte mit Tiefe, Entwicklung und einer sanften, warmen Atmosphäre.

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