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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2024

Besatzerkind

Vielleicht kannst du nachkommen
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Das Buch hat mich gut unterhalten und gerade dadurch, dass weniger über den zeitgeschichtlichen Hintergrund berichtet wurde, war es ein locker zu lesendes Buch.
Die Thematik des Besatzerkindes hat hier ...

Das Buch hat mich gut unterhalten und gerade dadurch, dass weniger über den zeitgeschichtlichen Hintergrund berichtet wurde, war es ein locker zu lesendes Buch.
Die Thematik des Besatzerkindes hat hier den größten Fokus, zeitgeschichtlichen (Zusatz-)Hintergrund hat man in anderen Büchern bereits zur Genüge gelesen. Besonders beeindruckt hat mich am Ende die doch extrem hohe Zahl dieser Kinder.

Mich hat hier vor allem Erika bewegt, die vor allem gegen die dörflichen Vorurteile und die damit verbundene Abweisung vor allem ihres Vaters kämpfen musste.
Aber auch Annes innerer Kampf aufgrund des fehlenden Vaters und ihrer Schuldgefühle war für mich sehr gut dargestellt.

In beiden Liebesgeschichten hätte ich die Protagonisten einfach nur schütteln mögen, das Verhalten war für mich wenig nachvollziehbar und das jeweilige Leid haben sie sich doch größtenteils selbst zu zu schreiben.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Diviners

Diviners – Aller Anfang ist böse
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Ein hübsches Cover und ein Klappentext der viel versprochen hat - also war klar, hier greife ich gerne zu.

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.
Vor allem am Anfang hat sich das Buch sehr gezogen. ...

Ein hübsches Cover und ein Klappentext der viel versprochen hat - also war klar, hier greife ich gerne zu.

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.
Vor allem am Anfang hat sich das Buch sehr gezogen. Obwohl ich normalerweise gerne ausführlich und detailliert wesentlich lieber lese, als kurz und knackig war es hier definitiv zu viel. Vor allem auch zu viele Nebensächlichkeiten.

Evie als Protagonistin mochte ich sehr, immer mit dem Kopf durch die Wand und einen frechen Spruch gibt es auch dazu.
Das im Klappentext genannte Herzklopfen konnte ich nur bei einer Paarung wirklich spüren, mit Sam habe ich noch kein umschwenken vom Sticheln und Co. zu Herzklopfen wahrnehmen können. Generell war das hier absolut keine Liebesgeschichte, wenn überhaupt hat es diesen Bereich gelegentlich gestreift, der Hauptfokus lag aber klar woanders.

Richtung gelungen waren für mich die jeweilige Perspektive des Opfers, da habe ich richtig mitgelitten und bei jedem gehofft es kommt doch noch ein Retter dazwischen.

Miit all den beteiligten Personen und ihren jeweiligen Gaben habe ich mich teilweise schwer getan, auch manche Handlungen haben sich für mich nicht aufgelöst bzw. waren verständlich.
Auch sonst war es von der Thematik her wirklich viel verschiedenes und damit auch ein bisschen zu viel. Sekten, Wiederauferstehung, generell Religion usw.- viele Themen wurden angerissen, aber nicht konsequent genug umgesetzt.

Schade, die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, ist aber ein wenig unter gegangen.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Faszinierend

Wie eine Perle im Ozean
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Zeitreise an einen Ort, von dem ich bisher insbesondere im historischen Kontext noch nicht viel wusste. Allein deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen!
Und ich wurde absolut nicht enttäuscht!

Spannend ...

Zeitreise an einen Ort, von dem ich bisher insbesondere im historischen Kontext noch nicht viel wusste. Allein deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen!
Und ich wurde absolut nicht enttäuscht!

Spannend und bildgewaltig führt Christina Rey uns in das Leben auf den Insel ein.
Wirklich gelungen fand ich die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Religionen und habe mit Spannung gelesen, wie diese teilweise ausgelegt und gelebt wurden.

Im Vordergrund stehen zwei beeindruckende Frauen: Buraki und Shaina. Beide kämpfen auf ihre Art für ein selbst bestimmtes Leben und müssen sich dabei mit Höhen und auch vielen Tiefen auseinander setzen. Insbesondere Shaina habe ich für ihre Stärke sehr bewundert und für mich war sie die größte Heldin des Buches.
Mit Buraki konnte ich dagegen nur bedingt etwas anfangen, ihre blinde Liebe hat sie leider ihr Ziel aus den Augen verlieren lassen.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Die Uhr tickt

Mit kaltem Kalkül
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True-Crime und dann noch Rechtsmedizin, da war der Griff nach diesem Buch für mich schon absolut klar!

Der beeindruckende Schreibstil von Michael Tsokos verfängt sofort. Er schafft es sachlich, aber dennoch ...

True-Crime und dann noch Rechtsmedizin, da war der Griff nach diesem Buch für mich schon absolut klar!

Der beeindruckende Schreibstil von Michael Tsokos verfängt sofort. Er schafft es sachlich, aber dennoch für den Laien anschaulich und absolut spannend Einblicke in die Rechtsmedizin zu gewähren. Es ist für mich immer wieder faszinierend und beeindruckend, welche Möglichkeiten bestehen und was man alles herausfinden kann.

Die Perspektivwechsel zwischen Rechtsmedizinerin Yao, Ermittlerin Monti, Khalaf und Yasser haben dem Leser viele Facetten der Ermittlungsarbeit und auch aus Sicht des Opfers aufgezeigt. Besonders mit Yasser habe ich die ganze Zeit mitgelitten und gehofft, dass er rechtzeitig gefunden wird.

Da Khalaf sehr präsent war, hatte ich ein wenig das Gefühl das er fast zur Hauptperson und Yao etwas verdrängt wurde. Da aber sein Hintergrund und die Art wie er an die Ermittlung heran gegangen ist ebenso spannend war, hat das für mich dem Buch keinen Abbruch getan.

Definitive Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Berührende Rückschau

Vaterländer
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Sabin Tambrea kannte ich bisher nur als Schauspieler. Ein Buch von ihm war damit aber in jedem Fall Pflicht, weil ich von ihm als Schauspieler bereits fasziniert bin und gerne weiteres von ihm entdecken ...

Sabin Tambrea kannte ich bisher nur als Schauspieler. Ein Buch von ihm war damit aber in jedem Fall Pflicht, weil ich von ihm als Schauspieler bereits fasziniert bin und gerne weiteres von ihm entdecken wollte.

Sehr einfühlsam beschreibt er aus drei unterschiedlichen Perspektiven (Sein Vater, sein Großvater und aus seiner eigenen Sicht) das Leben seiner Familie.
Besonders berührt und ans Herz gegangen ist mir dabei die kindliche Sicht des jungen Sabin. Man spürt in jeder Zeile wie sehr sich sein Leben verändert und kann manchmal auch nur durch Andeutungen erahnen was gemeint ist.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, für mich ein Zusatzplus war, dass ich die Stimme von Sabin Tambrea bereits im Kopf hatte und so das Gefühl hatte, er erzählt mir alles selbst.
Sehr sensibel und einfühlsam wird auch der historische Kontext dargestellt.

Womit ich mich durchweg schwer getan habe (trotz Glossar, es liegt also an mir!) waren die vielen unterschiedlichen Namen und rumänischen Einsprengsel, hat aber dem Lesefluss keinen Abbruch getan.

Ein rundum gelungenes, berührendes und zum Nachdenken anregendes Buch. Kann ich nur weiter empfehlen!

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