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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Die Hoffnung auf Frieden

Nachts ist es leise in Teheran
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„Nachts ist es leise in Teheran“ erzählt die Geschichte von vier Familienmitgliedern über vier Jahrzehnte, die trotz ihrer Flucht aus dem Iran tief mit ihrem Heimatland verwurzelt sind. Beshad, einst linker ...

„Nachts ist es leise in Teheran“ erzählt die Geschichte von vier Familienmitgliedern über vier Jahrzehnte, die trotz ihrer Flucht aus dem Iran tief mit ihrem Heimatland verwurzelt sind. Beshad, einst linker Revolutionär lernt die furchtlose und kluge Nahid kennen, die Liebe seines Lebens. Zusammen mit ihren Kindern Laleh, Mo und Tara müssen sie aus dem Iran fliehen und landen in Deutschland, wo ihre Kinder aufwachsen. Beshad, Nahid, Laleh und Mo erzählen kurze Passagen aus ihrem Leben, die Einfluss auf sie genommen haben. Mir haben vor allem die historischen Bezüge der Geschichte gut gefallen, da ich so etwas über die Geschichte und Kultur des Iran lernen konnte. Davon hätte ich mir gerne noch mehr gewünscht. Der Erzählstil zwischen den Abschnitten verändert sich immer etwas und passt sich gut der Persönlichkeit der Charaktere an. Dennoch bleibt der Stil der Erzählung fast neutral, insbesondere wenn es um Gewalt durch das iranische Regime geht. Durch die kurzen Ausschnitte aus dem Leben der Familie fehlen mir doch einige Abschnitte, über die ich gerne mehr erfahren hätte, wie zum Beispiel ihre Flucht nach Deutschland.

Insgesamt hat mir das Buch einen kleinen Einblick in die Kultur und Geschichte des Irans gewährt, sodass es mich darin bestärkt hat mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man kann nur hoffen, dass dem Iran irgendwann der Frieden vergönnt sein wird, den es verdient.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Mord im Luxus-Retreat

Die Auszeit
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Viktoria und ihre Freunde wollen in einem Luxus-Retreat in den Alpen die Zahl ihrer Follower feiern. Doch zwischen wunderschöner Aussicht, Massagen und Whirlpools, brodelt es heftig zwischen den Freunden. ...

Viktoria und ihre Freunde wollen in einem Luxus-Retreat in den Alpen die Zahl ihrer Follower feiern. Doch zwischen wunderschöner Aussicht, Massagen und Whirlpools, brodelt es heftig zwischen den Freunden. Denn Intrigen, Geheimnisse, Hass und Neid bestimmen die Beziehungen zwischen ihnen, bis es zu einem grausamen Mord kommt. Abgeschnitten von der Außenwelt beginnt die Suche nach dem skrupellosen Mörder, der das Luxus-Retreat in einen Albtraum verwandelt hat.

Ich habe bereits „Das Dinner“ von Emily Rudolf gelesen und war auch dieses Mal wieder begeistert von den vielseitigen Charakteren und der spannenden Erzählweise der Autorin. Wie bereits in ihrem anderem Buch wechselt die Erzählperspektive zwischen zwei Zeitebenen. In den Ereignissen vor dem Mord wird die Geschichte abwechselnd von verschiedenen Personen insbesondere aber Viktoria erzählt. Nach dem Mord wechselt die Perspektive zu Carla, die versucht den Mord aufzuklären. So bekommt man einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Charakteren der Geschichte. Bis auf Josephine kennen sich die Freunde bereits seit Jahren, was zu einigen Geheimnissen geführt hat, die nach und nach ans Licht kommen. Die von außen so harmonisch wirkende Truppe erscheint im ihrem Kern doch ziemlich zerbrochen, sodass einige Motive für den Mord ans Licht kommen. Mir haben die spannenden Wendungen gut gefallen, auch wenn mich das Ende leider nicht so überraschen konnte. Trotzdem steckt in diesem Thriller sehr viel Unterhaltungswert und damit eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Eher etwas enttäuschend

Alchemy of Secrets
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Folklore 517 ist ein Kurs über die urbanen Mythen, die überall in Los Angeles zu finden sind und die zum Träumen nach Magie einladen. Viele glauben, dass die Geschichten nur erfunden sind, doch Holland ...

Folklore 517 ist ein Kurs über die urbanen Mythen, die überall in Los Angeles zu finden sind und die zum Träumen nach Magie einladen. Viele glauben, dass die Geschichten nur erfunden sind, doch Holland glaubte schon immer, dass Magie wirklich existiert. Auf der Suche nach der Wahrheit wird sie in ein gefährliches Spiel um Leben und Tod verstrickt. Doch wem kann Holland wirklich vertrauen, der Professorin, den beiden geheimnisvollen Fremden, die ihren Weg immer wieder kreuzen oder nur sich selbst?

Zuallererst muss ich sagen, dass ich ein sehr großer Fan von Stephanie Garber bin und ihre bisherigen Reihen mich vor allem mit ihrem Worldbuilding und märchenhaften Schreibstil begeistern konnten, sowie durch ihre großartigen Charaktere. Leider konnte ich viele dieser Stärken in ihrem aktuellen Buch nicht wiederfinden. Die Geschichte wird aus Hollands Perspektive erzählt, während immer wieder kurze Abschnitte über die Mythen des Kurses Folklore 517 der Professorin eingeflochten werden. Holland ist durch ihren Glauben an Magie aufgeschlossen gegenüber dem Unmöglichen, doch war sie mir zeitweise zu naiv und unbedarft besonders im Umgang mit Gabe und Adam, die ihr auf ihrem Weg immer wieder begegnen. Das sie ihnen vertrauen kann, weil beide ihre Schwester kennen, nimmt sie ziemlich schnell hin, was sich mir nicht wirklich erschlossen hat. Die beiden männlichen Protagonisten sind nämlich sehr geheimniskrämerisch und bleiben es für mich leider auch bis zum Ende des Buches. Hieraus resultiert auch eines meiner größten Probleme mit der Geschichte, da viele Fragen und Geheimnisse bis zum Schluss gar nicht aufgelöst werden. Auch wenn noch weitere Teile folgen, hätte ich mir hier doch etwas mehr Aufklärung gewünscht, da so Adam und Gabe einfach nur blasse Charaktere bleiben. Insgesamt war mir die Handlung viel zu rasant und wirr. Wir springen von einer Szene zur anderen ohne wirkliche Erkenntnisse zu gewinnen und auch das Ende hat meine Verwirrung nur verstärkt. Ich hoffe, dass die Fortsetzung der Geschichte einige Klarheiten bringen wird und würde mir wünschen, dass der zweite Teil der Reihe nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Das große Finale der Reihe

Auris. Puls der Angst
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ula kann es nicht fassen, als ihre Mutter plötzlich vor ihrer Tür steht, scharfsinnig wie eh und je und ganz und gar nicht dement. Sie offenbart ihr ein Familiengeheimnis, dass Julas Welt erneut aus den ...

ula kann es nicht fassen, als ihre Mutter plötzlich vor ihrer Tür steht, scharfsinnig wie eh und je und ganz und gar nicht dement. Sie offenbart ihr ein Familiengeheimnis, dass Julas Welt erneut aus den Angeln hebt. Zusammen mit ihren Brüder, ihrem Exfreund und natürlich dem forensischen Phonetiker Matthias Hegel macht sie sich ein letztes Mal auf die Suche nach der Wahrheit, während eine Gruppe von Terroristen ihre Familie und die Stadt Berlin ins Visier nimmt.

„Auris – Puls der Angst“ ist der sechste und letzte Band der Reihe um den forensischen Phonetiker Matthias Hegel und Podcasterin Jula Ansorge. Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil der Reihe von allen Bänden am wenigsten gefallen hat. Die altbekannten Charaktere insbesondere Jula und Matthias bekommen eher wenig Platz in der Geschichte. Besonders die Phonetik geht in diesem Band der Reihe als kriminalistisches Mittel fast vollständig unter. Der Geschichte fehlte für meine Begriffe ein logischer roter Faden und war eher ein verwirrendes Hin und Her, dem einfach die Spannung gefehlt hat. Auch das Ende war etwas abstrus und unlogisch für mich. Auch wenn mir der finale Band der Reihe nicht zugesagt hat, kann ich die gesamte Reihe dennoch bedingungslos weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Second Chance Romance mit Suspense Anteil

Forever Never
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Brick Callan ist Sherrif auf Mackinac Island, einer kleinen Insel, die im Winter nur von Einheimischen bewohnt wird. Als Remington Ford überraschend auf die Insel zurückkehrt ist der Ärger bereits vorprogrammiert, ...

Brick Callan ist Sherrif auf Mackinac Island, einer kleinen Insel, die im Winter nur von Einheimischen bewohnt wird. Als Remington Ford überraschend auf die Insel zurückkehrt ist der Ärger bereits vorprogrammiert, denn Remi bringt einige Geheimnisse vom Festland mit. Brick versucht herauszufinden, was die unerschütterliche Frau, in die er seit Jahren verliebt so in Angst versetzt hat. Doch dafür muss er ihr näherkommen als gut für sie Beide ist.

Ich muss leider sagen, dass mir „Forever Never“ von allen Büchern der Autorin bisher am wenigsten zugesagt hat. Zunächst einmal finde ich die Ausgangsstory wirklich spannend. Das Geheimnis, welches Remi wieder in ihre Heimat zurückgebracht hat, hat mir gut gefallen. Und auch Remi selbst ist eine starke Protagonistin, die ihre Andersartigkeit genutzt hat, um in der Kunstszene erfolgreich zu sein. Ein großes Problem hatte ich mit Brick als Protagonisten. Ich kann verstehen, dass er Remi beschützen will, da sie offensichtlich ein Problem hat und verängstigt ist. Die Art und Weise wie er das tut, ging mir aber absolut gegen den Strich. Ich finde ihn oft einfach nur übergriffig und grenzüberschreitend.

Auch wenn ich bei den Büchern der Autorin immer ein gewisses Maß an Spice-Szenen erwarte, haben die beiden Protagonisten es doch reichlich übertrieben, sodass ab der Hälfte des Buches kaum noch etwas anderes passiert ist und die restliche Geschichte darin absolut untergegangen ist. Vor allem der Suspense Anteil war mir am Ende zu schnell abgehandelt. Zudem muss ich sagen, dass ich den Humor der Autorin in diesem Band irgendwie vermisst habe.

Insgesamt haben wir hier eine solide Romantic Suspense, die aber besonders im zweiten Teil des Buches inhaltlich nicht überzeugen konnte und den Spice für mich zu sehr in den Fokus gestellt hat.

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