Die Hoffnung auf Frieden
Nachts ist es leise in Teheran„Nachts ist es leise in Teheran“ erzählt die Geschichte von vier Familienmitgliedern über vier Jahrzehnte, die trotz ihrer Flucht aus dem Iran tief mit ihrem Heimatland verwurzelt sind. Beshad, einst linker ...
„Nachts ist es leise in Teheran“ erzählt die Geschichte von vier Familienmitgliedern über vier Jahrzehnte, die trotz ihrer Flucht aus dem Iran tief mit ihrem Heimatland verwurzelt sind. Beshad, einst linker Revolutionär lernt die furchtlose und kluge Nahid kennen, die Liebe seines Lebens. Zusammen mit ihren Kindern Laleh, Mo und Tara müssen sie aus dem Iran fliehen und landen in Deutschland, wo ihre Kinder aufwachsen. Beshad, Nahid, Laleh und Mo erzählen kurze Passagen aus ihrem Leben, die Einfluss auf sie genommen haben. Mir haben vor allem die historischen Bezüge der Geschichte gut gefallen, da ich so etwas über die Geschichte und Kultur des Iran lernen konnte. Davon hätte ich mir gerne noch mehr gewünscht. Der Erzählstil zwischen den Abschnitten verändert sich immer etwas und passt sich gut der Persönlichkeit der Charaktere an. Dennoch bleibt der Stil der Erzählung fast neutral, insbesondere wenn es um Gewalt durch das iranische Regime geht. Durch die kurzen Ausschnitte aus dem Leben der Familie fehlen mir doch einige Abschnitte, über die ich gerne mehr erfahren hätte, wie zum Beispiel ihre Flucht nach Deutschland.
Insgesamt hat mir das Buch einen kleinen Einblick in die Kultur und Geschichte des Irans gewährt, sodass es mich darin bestärkt hat mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man kann nur hoffen, dass dem Iran irgendwann der Frieden vergönnt sein wird, den es verdient.