Der finale Kampf gegen die Nyx
Night Shadow 2. She Who Alights The NightNach dem Verrat eines ihrer Mitstreiter müssen sich Odette und die verbliebenen Nachtschwärmer neu organisieren, wenn sie den Nyx und ihren modernen Waffen entgegentreten wollen. Während Sirenes weiter ...
Nach dem Verrat eines ihrer Mitstreiter müssen sich Odette und die verbliebenen Nachtschwärmer neu organisieren, wenn sie den Nyx und ihren modernen Waffen entgegentreten wollen. Während Sirenes weiter in den Fabriken der Bürgerlichen eingesetzt werden soll, um die Arbeiter produktiver zu machen und ihnen den Schlaf entziehen, kämpft auch Eugene gegen die Nebenwirkungen des jahrelangen Schlafentzuges. Trotz all ihrer Gegenwehr scheinen ihnen die Nyx immer einen Schritt voraus zu sein. Um herauszufinden wer sich hinter den goldenen Masken der Nyx verbirgt, müssen die Nachtschwärmer alles riskieren, nicht zuletzt ihr eigenes Leben.
Nach dem letzten Kampf der Nachtschwärmer sind nur noch wenige Mitglieder übrig, die sich offen gegen die Nyx stellen. Dementsprechend waghalsig stellen sich Eugene, Odette, Armand und Jean den Nyx in den Weg. Mir gefällt wie die vier im Verlauf der Zeit zu einer richtigen Familie geworden sind. Die Wortgeplänkel und Sticheleien, selbst während ihrer Kämpfe, waren wirklich amüsant. Außerdem fand ich es interessant mehr über die Familien und Hintergründe der anderen Nachtschwärmer zu erfahren. Louise ist für meine Begriffe ein wenig ins Abseits der Geschichte geraten. Ihre Handlungen und Entscheidungen habe ich nicht immer nachvollziehen können, sodass sie mir zeitweilig fast unsympathisch war. Odettes Entwicklung hat mir hingegen gut gefallen, aber nur bis zu ihrem Aufeinandertreffen mit dem Komponisten im letzten Drittel des Buches. Die Entwicklung der Geschichte am Ende hat für mich nicht wirklich gepasst. Auch ist mir bis jetzt nicht klar warum es für die Nyx so wichtig war Odette lebend zu fangen.
Auch wenn die griechische Mythologie, insbesondere die Göttin Nyx, natürlich einen Einfluss auf die Geschichte haben, ist es irgendwie nur ein Randthema gewesen. Ich hatte mir mehr von den Artefakten der Götter erhofft, die leider nur kurz eine wichtige Rolle spielen.
Besonders das Ende der Geschichte war mir zu chaotisch und schnell über die Bühne gebracht. Hier hätten dem Geschehen ein paar mehr Seiten gutgetan. Und auch die Auflösung, wer letztlich hinter der Führungsriege der Nyx stand, empfand ich als sehr unkreativ und leicht zu lösen.
Insgesamt war ich fast ein wenig enttäuscht vom finalen Band der Dilogie. Der lockere Schreibstil und die interessanten Charaktere haben mich begeistern können, die Story selbst konnte mich jedoch nicht so mitreißen wie im ersten Band.