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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2021

Die Antwort lautet: Okay

QualityLand (QualityLand 1)
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In Qualityland wurden alle Abläufe, menschlichen Interaktionen und die Arbeit von Algorithmen optimiert. Maschinen übernehmen mit ihren perfekten Fähigkeiten Jobs, die niemand sonst übernehmen will. Wenn ...

In Qualityland wurden alle Abläufe, menschlichen Interaktionen und die Arbeit von Algorithmen optimiert. Maschinen übernehmen mit ihren perfekten Fähigkeiten Jobs, die niemand sonst übernehmen will. Wenn jedoch alles in dieser Welt perfekt ist, wieso gibt es dann Robotersoldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung, Drohnen mit Flugangst oder automatische Autos mit fehlendem Orientierungssinn? Wenn dir alle Entscheidungen abgenommen werden, woher weißt du dann, dass du sie selbst auch getroffen hättest?

Marc-Uwe Kling beschreibt in seinem Roman eine algorithmenoptimierte Zukunft, in der Niemand jemals eine Entscheidung treffen muss, da alle Entscheidungen und Bedürfnisse schon vorausgeahnt und getroffen wurden. In diese Welt setzt der Autor Peter, eine Figur, die sich selbst, seine Vorlieben und Bedürfnisse und dieses System hinterfragt. Mit seiner fast schon naiven Art wirkt er wie ein Kind, dass das erste Mal versucht, die Welt, in der er lebt zu verstehen und dabei auf einige Hindernisse stößt. Ihm zur Seite steht eine Gruppe fehlerhafter Roboter, die ordentlich Witz und Selbstironie in die Geschichte bringen. Die Handlung wird mit Absicht sehr überspitzt und satirisch dargestellt, wobei ich mich ab und an gefragt habe, ob wir nicht wirklich auf so eine erschreckende Zukunft hinsteuern. Die Geschichte gibt auf jeden Fall sehr viel Stoff über unser Konsumverhalten und unsere Gesellschaft nachzudenken. Eine wundervoll gesellschaftskritische Satire, die ich jedem weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Gegen alle Regeln

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Das Buch ist der Auftakt zu einer Serie rund um den Anwalt Anton Pirlo und seiner Partnerin Sophie Mahler, die beide als Strafverteidiger den Fall von Marlene von Späth übernehmen. Ihrer Mandantin wird ...

Das Buch ist der Auftakt zu einer Serie rund um den Anwalt Anton Pirlo und seiner Partnerin Sophie Mahler, die beide als Strafverteidiger den Fall von Marlene von Späth übernehmen. Ihrer Mandantin wird vorgeworfen ihren Ehemann ermordet zu haben. Um die Unschuld ihrer Mandantin zu beweisen, begeben sich die beiden Anwälte auf die Suche nach der Wahrheit. Wobei Pirlo noch andere Motive antreiben, als nur sein Arbeitsethos eine unschuldige Frau vor dem Gefängnis zu bewahren. Dafür schreckt er auch nicht vor unkonventionellen Methoden zurück, um sein Ziel zu erreichen.

Am Anfang musste ich mich sehr an den Schreibstil des Buches gewöhnen, der durch sehr kurze Sätze besticht und dadurch sehr gehetzt wirkt. Auch der zeitliche Wechsel zwischen den Vorbereitungen des Prozesses im August und der Verhandlung einen Monat später im September fand ich ziemlich unnötig, da auch eine chronologische Erzählung der Geschichte nicht die Spannung genommen hätte. Für mich wurde daher nur ein unnötiges zeitliches Durcheinander geschaffen.

Nicht alle Protagonisten sind sympathisch, gerade die Angeklagte selbst scheint eher ihren Anwälten entgegenzuarbeiten und hält wichtige Informationen für ihren Fall lieber zurück. Auch Pirlo hat seine Eigenarten, was ihm aber auch einen gewissen Charme verleiht. Anstrengend hingegen fand ich seine Familienverhältnisse und die Zusammenhänge mit Clans. Dieses Buch trieft teilweise nur von klischeehaften Ausländern und anderen Nebendarstellern, was für mich ein ziemlicher Minuspunkt ist. Besonders gut gefallen hat mir hingegen das Gerichtsverfahren selbst, das alles andere als trockener Justizjargon war. Die Befragungen und Recherchen waren sehr spannend und Pirlos Intuition in gewissen Angelegenheiten sehr detektivisch. Das hat mir wirklich gut gefallen. Auch das deutsche Gerichtswesen etwas besser kennenzulernen, fand ich sehr interessant dabei.

Alles in allem bietet dieser Krimi gute Unterhaltung, auch wenn er einige Schwächen aufweist. Ich werde auf jeden Fall den zweiten Teil, der nächstes Jahr erscheinen soll, auch weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Die Dunkelheit in dir

King of Scars
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Die neue Geschichte des Grishaverse führt uns zurück in den Zarenpalast in Os Alta und setzt die Geschichte von Nikolai Lantsov 3 Jahre nach dem Tod des Dunklen fort. Nikolai wird geplagt von der Dunkelheit, ...

Die neue Geschichte des Grishaverse führt uns zurück in den Zarenpalast in Os Alta und setzt die Geschichte von Nikolai Lantsov 3 Jahre nach dem Tod des Dunklen fort. Nikolai wird geplagt von der Dunkelheit, die ihn damals in ein geflügeltes Monster verwandelt hat. Beinahe jede Nacht verwandelt sich der junge Zar zurück in ein Monster und die Finsternis in ihm scheint immer stärker zu werden. Während sich an Ravkas Grenzen sowohl die Fjerdan als auch die Shu für einen Krieg rüsten, muss Nikolai einen Weg finden sich von der Dunkelheit zu befreien, um sein zerbrechliches Land zu retten.

Eine neue magische Geschichte aus der Perspektive des neuen Zaren Nikolai, eine meiner Lieblingsfiguren aus den vergangenen Bänden, verspricht wieder einiges an Aufregung. Begleitet wird Nikolai durch Zoya, die als Kommandantin an seiner Seite kämpft und über deren Vorgeschichte wir ebenfalls eine Menge erfahren. Ein Nebenstrang behandelt zudem das weitere Schicksal von Nina die mit ihren neuen Fähigkeiten einen Weg zu finden versucht über ihren Verlust hinweg zu kommen. Wie auch schon in den Krähenbänden finde ich die verschiedenen Perspektivenwechsel wirklich toll, da sie einiges an Spannung und Emotionen mit sich bringen. Trotzdem kam mir die Handlung in einigen Passagen sehr zäh und anstrengend vor und ich hatte das erste Mal, seit ich Leigh Bardugos Bücher lese, das Gefühl, dass dieser Band auf einen zweiten Teil hinarbeitet. Die Einbeziehung des Dunklen in die Handlung finde ich schade, da ich eigentlich dachte mit diesem Kapitel seien wir fertig und es würde mehr um die androhenden Kriege mit Fjerdan und den Shu gehen. Ich bin gespannt wie sich die Geschichte im zweiten Band noch weiter entwickeln wird.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Suche im Untergrund

Der Fall des verschlüsselten Briefes
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Immer noch auf der Flucht vor ihren Brüdern wird Enola erneut der Fall einer entführten Dame der Gesellschaft herangetragen. Enola begibt sich in den wortwörtlichen Untergrund der Stadt, die U-Bahn-Tunnel ...

Immer noch auf der Flucht vor ihren Brüdern wird Enola erneut der Fall einer entführten Dame der Gesellschaft herangetragen. Enola begibt sich in den wortwörtlichen Untergrund der Stadt, die U-Bahn-Tunnel unter London, um die Lady zu finden. Gleichzeitig erhält Enola eine Nachricht ihrer vermissten Mutter, die es zu entschlüsseln gilt und deren Inhalt Enolas Leben verändern kann.

Erst vor kurzem ist ein neuer Band der Reihe um die junge Detektivin Enola Holmes angekündigt wurden, umso glücklicher bin ich, dass dies nicht der letzte Band der Reihe ist. Auch dieses Mal hat mich das wieder viel zu kurze Abenteuer der Detektivin in seinen Bann gezogen, sodass ich das Buch (ebenfalls mal wieder) an nur einem Tag gelesen habe. Dieses Mal wird nicht nur Sherlock, sondern sogar Mycroft in die Geschichte einbezogen und überrascht mit einer unüblichen Einfühlsambarkeit. Ein spannender neuer Entführungsfall, der wieder einmal Enolas ganze Begabungen inklusive ihrer einzigartigen Fähigkeiten zur Verkleidung erfordert.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Eine märchenhafte Sammlung

Die Sprache der Dornen
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Die Sprache der Dornen ist ein Sammelband aus 6 märchenhaften Kurzgeschichten aus der Grishawelt. Die Geschichten umfassen 30-60 Seiten und sind wunderschön illustriert, sodass allein dadurch eine wirklich ...

Die Sprache der Dornen ist ein Sammelband aus 6 märchenhaften Kurzgeschichten aus der Grishawelt. Die Geschichten umfassen 30-60 Seiten und sind wunderschön illustriert, sodass allein dadurch eine wirklich märchenhafte Stimmung aufkommt. Die Geschichten an sich haben mir sehr gut gefallen, vor allem „Ayame und der Dornenwald“ konnte mich wirklich bezaubern. Leider war mir die Verbindung zu den Grisha und deren Welt viel zu wenig in die Geschichte eingeflochten. Hätte ich nicht gewusst, dass das Buch in die Gruppe des Grishaverse gehört, hätte ich wohl kaum einen Zusammenhang feststellen können. Auch die vielen Ähnlichkeiten zu bereits bekannten Märchen z.B. dem Nussknacker oder Hänsel und Gretel, fand ich schade und hätten tatsächlich nicht sein müssen. Leigh Bardugo hat meiner Meinung nach eine ganz eigene, riesige und wundervolle Welt erschaffen, die durchaus als Inspiration der Geschichten hätte herhalten können. Trotzdem sind die Geschichten spannend und lehrreich, sodass ich sehr viel Spaß beim lesen hatte und die Geschichte auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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