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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Arg konstruiert und langweilig

Das Mörderarchiv
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Seit eine Wahrsagerin vor sechzig Jahren auf einem Jahrmarkt der 17-jährigen Frances Adams prophezeit hat, dass sie eines Tages ermordet werden würde, ist Frances davon besessen, ihren eigenen Mörder zu ...

Seit eine Wahrsagerin vor sechzig Jahren auf einem Jahrmarkt der 17-jährigen Frances Adams prophezeit hat, dass sie eines Tages ermordet werden würde, ist Frances davon besessen, ihren eigenen Mörder zu entlarven.
Jetzt, in der Gegenwart, hat Frances, eine wohlhabende Einsiedlerin, die ihren weitläufigen Landsitz nur selten verlässt, ihre Großnichte Annie gebeten, nach Castle Knoll zu reisen, weil sie plant, ihr Testament zu ändern. Annie, eine angehende Krimiautorin, die ihre Großtante noch nie getroffen hat, macht sich also auf den Weg zu diesem Treffen, trifft ihre Tante aber nicht mehr lebend an. Es ist klar, dass sie ermordet worden ist, was sie ihr gesamtes Leben hindurch erwartet hatte.
Ihr letzter Wille verfügt, dass ihr Vermögen an denjenigen geht, der ihren Mord innerhalb einer Woche aufklären kann, jede Menge Material über Verdächtige und Motive hat die Verstorbene zu ihren Lebzeiten bereits angesammelt, jetzt machen sich die drei potentiellen Erben also auf die Suche.

Soweit zum Plot. Mit der Protagonistin wurde ich nicht so richtig warm, alle übrigen Personen hatten auch nicht grade einen Bonus auf Sympatie und die Geschichte wurde zu keiner Zeit wirklich spannend, sie wirkte arg konstruiert und wurde dadurch, dass in dem Ort offenbar jeder irgendwelche Dreck am Stecken hat, auch nicht besser. Die vielen beteiligten Personen mit ihren Motiven und Verstrickungen machen das Ganze zudem unnötig unübersichtlich, ich war am Ende froh, dass die Geschicht zu Ende war.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Solide Krimikost

Mord stand nicht im Drehbuch
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„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen ...

„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen Leben und der Fiktion verwischt.

Das Ermittlerduo aus Privatdetektiv und Schriftsteller, das bereits zum vierten Mal in einem Buch von Anthony Horowitz ermittelt, steht zu Beginn des Buches am Ende seiner Zusammenarbeit, weil Horowitz keine Lust mehr hat, ein weiteres Buch über den verschlossenen und eigenwilligen Hawthorne zu schreiben.

Dann allerdings wird Horowitz des Mordes an einer Theaterkritikerin namens Harriet Throsby beschuldigt, die eine vernichtende Kritik über ein Theaterstück von Horowitz geschrieben hat.

Hawthorne übernimmt den Fall, um Horowitz' Unschuld zu beweisen. Im Laufe der Ermittlungen tauchen sie in die Welt des Theaters ein und decken Geheimnisse, Rivalitäten und verborgene Motive unter den Schauspielern und der Crew des Stücks auf. Hawthornes scharfe Beobachtungsgabe bringt neue Aspekte und am Ende die Auflösung des Falles hervor.

Die Dynamik zwischen Hawthorne und Horowitz, die den Reiz der ersten drei Bücher ausmachte, kommt meiner Meinung nach in diesem Teil ein wenig zu kurz, da Horowitz seine eigenen Gedanken aufgrund des Zeitdrucks, unter dem die Ermittlungen stehen, nicht so sehr entfalten kann. Dadurch entsteht der Eindruck, dass er Hawthorn bei der Lösung des Falles nur hinterhertrottet.

Obwohl Teil vier schwächer ist als die Vorgänger, ist die Geschichte spannend und wendungsreich und lässt am Ende auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Tolle, leicht nachzukochende Rezepte

Easy Indien
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Easy Indien ist ein typisches Kochbuch aus dem GU-Verlag, ein Rezept auf zwei Seiten, auf der einen Seite das Rezept, auf der anderen ein ganzseitiges, optisch ansprechendes Foto. Die Aufteilung ist übersichtlich ...

Easy Indien ist ein typisches Kochbuch aus dem GU-Verlag, ein Rezept auf zwei Seiten, auf der einen Seite das Rezept, auf der anderen ein ganzseitiges, optisch ansprechendes Foto. Die Aufteilung ist übersichtlich gegliedert in Basics, Snacks, Beilagen, Fleisch & Fisch, Veggies und Drinks & Sweets. Unter den Basics findet man dann zum einen Gewürzmischungen aber auch andere Grundzutaten, die für die indische Küche erforderlich sind, was mir sehr gut gefällt, so z.B. ein Rezept für Paneer.
Da ich zwar gerne mal indisch essen gehe, die indische Küche aber nicht wirklich gut kenne, war ich gespannt auf dieses Buch und erfuhr dann gleich im Vorwort, dass es DIE indische Küche pauschal gar nicht geben kann, bei einem Land diese Größe und heterogenen Bevölkerung auch kein Wunder. Alex Wahi, der durch seinen indischen Vater die indische Küche kennengelernt hat, bietet in seinem Buch dann auch einen interessanten und vielseitigen Einblick in die Küche dieses Landes, die meisten Zutaten sind überall erhältlich und die Kombination mit indischen Gewürzen oder Ingwer macht aus Linsen und Kohl wahrhafte Exoten. Bereits beim ersten Durchblättern haben etliche Markierer ihren Weg ins Buch gefunden, wir werden sicherlich vieles daraus ausprobieren und vielleicht sogar ein neues Lieblingsrezept finden.

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Veröffentlicht am 07.10.2023

Fantasievoll, spannend und ungewöhnlich

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Dieses Buch hat auf den ersten Blick alles, was ein Buch braucht, um neugierig zu machen: Ein tolles Cover, einen etwas einsamen, liebendwert schüchternen Protagonisten, mit dem man mitfühlt und ein spannendes ...

Dieses Buch hat auf den ersten Blick alles, was ein Buch braucht, um neugierig zu machen: Ein tolles Cover, einen etwas einsamen, liebendwert schüchternen Protagonisten, mit dem man mitfühlt und ein spannendes Thema, in diesem Fall das Zeitreisen. Zudem spielt die Handlung in New York City, ein großartiger Ort für geheimnisvolle Geschichten.
Bereits auf den ersten Seiten entfaltet sich die Geschichte, als ein geheimnisvoller Fremder mit einer Schneekugel in der Hand in der Bäckerei von Adams Onkel auftaucht, bei dem der zwölfjährige seit dem Tod seiner Eltern vor einigen Jahren lebt.
Dieser Fremde prophezeit Adam, dass ihn fantastische Abenteuer erwarten und dass er auf den Dachboden gehen soll. Dort findet er die Schneekugel, die der Fremde in der Hand gehalten hat und mithilfe dieser Schneekugel reist er in die Vergangenheit, wo er neue Freunde findet und einiges über die Zeit erfährt. Alle seine Zeitreisen scheinen zusammenzuhängen und langsam begreift Adam, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann, weil sich damit auch die Gegenwart anders zusammenfügt.
Die Geschichte ist nicht ganz das, was ich erwartet habe, aber eine schöne Geschichte über Freundschaft und Verantwortung, die für jüngere Leser vielleicht ein wenig zu komplex ist. Die Altersempfehlung ab 10 Jahren finde ich daher etwas zu niedrig angesetzt und würde es eher ab 12 Jahen empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.09.2023

Keine Cosy-Christmas-Mystery

Mord im Christmas Express
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Ich hatte mich, angesprochen durch das schöne, weihnachtliche Cover, sehr auf dieses Buch gefreut. Nach der Lektüre muss ich feststellen, dass ich etwas anderes erwartet hatte.
Doch zunächst mal zum Setting. ...

Ich hatte mich, angesprochen durch das schöne, weihnachtliche Cover, sehr auf dieses Buch gefreut. Nach der Lektüre muss ich feststellen, dass ich etwas anderes erwartet hatte.
Doch zunächst mal zum Setting. Wie im berühmten Vorbild lässt die Autorin auch in diesem Roman ihre Protagonisten in einem Zug auf freier Strecke liegen und verwickelt sie in einen Mordfall, wenn auch nicht im exklusieven Orientexpress sondern im Schlafwagenzug durch die schottischen Highlands, die eine tolle Kulisse für eine Weihnachts-Mystery bilden.
Durch die Anspielung auf den Mord im Orientexpress hatte ich mich auf einen gemächlichen Whodunnit-Krimi eingestellt, das bedrückende Hintergrundthema nimmt dem Buch aber ziemlich schnell das Cosy-Feeling. Auch die Kulisse (Schneesturm in den Highlands, entgleister Zug) hätte mehr zur Stimmung beitragen können, blieb aber meist nur Kulisse. Die Charaktere blieben leider alle recht oberflächlich und für meinen Geschmack wurde zu viel Tamtam um die Familienstory der Ex-Polizistin Roz gemacht, die scheinbar nur deswegen widerwilling die Ermittlungen aufnimmt, um möglichst schnell zu ihrer am Ziel der Reise in den Wehen liegende Tochter zu kommen.
Alles in allem ein durchschnittlicher Kriminalroman, den man durchaus lesen kann, wenn man grade nichts Besseres zu tun hat. Z.B. wenn man genervt vom weihnachtlichen Fernsehprogramm ist.

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