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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2024

Spannend, teilweise aber romantisierend

Der Märchenerzähler
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Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Lange wusste ich nicht so richtig, auf was ich mich da einlasse und hatte Schwierigkeiten die Personen und deren Beweggründe zu verstehen. ...

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Lange wusste ich nicht so richtig, auf was ich mich da einlasse und hatte Schwierigkeiten die Personen und deren Beweggründe zu verstehen. Ab der Hälfte allerdings war ich dann wirklich richtig im Buch drin und konnte es auch kaum weglegen.
Sehr gut gefallen hat mir diese ganz andere Erzählweise, denn so vieles war versteckt schon beschrieben. Teilweise hat man es verstanden, teilweise wurde es erst gegen Ende aufgelöst.
Die Konstellation der Charaktere fand ich auch sehr gut, denn es war neu für mich. Micha ist mir über das Buch hinweg sehr ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr gefiebert und gehofft. So viel, was sie schon durchmachen musste, so viel, was sie nicht versteht und wahrscheinlich über ihr ganzes Leben aber mit sich herum trägt. Wieder ein Buch, das aufzeigt, dass Kinder nicht immer in einer perfekten, heilen und liebevollen Welt großwerden.
Die Liebevollen Momente zwischen Abel und seiner kleinen Schwester waren wirklich herzzerreißend und haben mich immer sehr gefreut. Das vieles in dem Märchen im Buch verpackt war hat mir auch sehr gut gefallen.
Anna, war so ein Charakter für sich. In vielem so verständlich und dann wieder ein paar Gedankengänge, die ich nicht nachvollziehen konnte. Ein Charakter den ich bis zum Schluss nicht ganz entschlüsselt hatte. Hier habe ich mich auch gefragt, warum sie ihre Eltern beim Vornamen nennt, was das für einen Hintergrund hat.
Während ich am Anfang lange darauf gewartet habe, dass dieses Buch spannend wird und Dynamik rein kommt, ist in der zweiten Hälfte doch unfassbar viel passiert und hat sich vieles Entwickelt. Der Spannungsgrad gerade zum Schluss des Buches (letzten 50 Seiten) war wirklich hoch und hatten viel bereit gehalten.
Dafür, dass die Protagonisten so jung sind (kurz vor dem Abi) und ich zwischendrin dachte, dass man das Buch auch wirklich gut schon in jüngerem Alter lesen kann, war ich am Ende doch froh schon älter zu sein. Denn die ganzen Themen, die in diesem Buch behandelt sind, sind wichtig. Doch teilweise ein wenig romantisierend und zum Schluss aber doch ganz schön nüchtern und erschreckend. Psychisch gesehen meiner Meinung nach ein Buch, welches vielleicht nicht soo gut für Jugendliche geeignet ist. Hier wäre auch eine Warnung vor den behandelten Themen sicher nicht ganz verkehrt.
Zwischen den schweren Themen gibt es dann noch eine Liebesgeschichte, zwischen den Protagonisten. Diese wiederum lockert das Buch ein bisschen auf, denn hier geht es auch um die erste liebe, die ersten körperlichen Erfahrungen - in der Hinsicht wieder etwas, was für Jugendliche durchaus geeignet sind, da es die passenden Themen für diese Zeit sind..
Alles in allem hat es mir aber ganz gut gefallen, die Spannung fand ich ein bisschen einseitig gelagert und für mich hat das Buch zu lange Anlauf gebraucht um mich zu catchen.

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Veröffentlicht am 01.03.2024

Emotional, Einblicke in eine fremde Welt und seine Wahrheit

Reserve
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Durch dieses Buch bekommt man einen Einblick in das Leben von Harry. Mir ist erst so mit dem lesen des Buches aufgefallen, wie viel er schon auch im jungen Alter hat durchmachen müssen.
Beim Lesen des ...

Durch dieses Buch bekommt man einen Einblick in das Leben von Harry. Mir ist erst so mit dem lesen des Buches aufgefallen, wie viel er schon auch im jungen Alter hat durchmachen müssen.
Beim Lesen des Buches ist meiner Meinung nach immer wichtig, sich im Hinterkopf bewusst zu sein, dass es seine Wahrheit ist und das es sein Erleben der Geschehnisse in seinem Leben sind.
Mich hat es schockiert, wie präsent die Presse in seinem Leben ist. Das es eigentlich keine Privatsphäre gibt, denn jederzeit könnte jemand, der dabei ist etwas von den Geschehnissen der Presse erzählen und spätestens ein paar Tage später, weiß es dann die ganze Welt. Ich habe mir darüber vorher nicht wirklich Gedanken gemacht, weshalb mich das einfach noch weiter schockiert hat. Ich kann mir das nicht vorstelle, was das mit einem Menschen macht - und was das mit Harry an sich macht, finde ich hat er sehr präzise dargestellt und auch (wie bei vielen anderen Dingen) kein Blatt vor den Mund genommen.
Seine Beschreibungen von gewissen Ereignissen und deren Umgang in der Presse oder auch innerhalb der Familie haben mich sehr erschüttert.
Auch was die Formalitäten innerhalb der Königsfamilie angeht, habe ich mir nicht wirklich bewusst gemacht, denn es ist so etwas ganz anderes als in meiner Familie - so viele Sachen, die beachtet werden müssen, Regeln die festgeschrieben sind und die man zu beachten hat, damit nicht der nächste Skandal vom Zaun gebrochen wird.
Ansonsten kamen mir viele Streitigkeiten wie bei anderen Familien und Menschen eben auch vor. Klar, die Themen sind andere und „weitreichender“ da mal wieder die ganze Welt mit einbezogen werden kann und die Öffentlichkeit sich dafür interessiert. Eigentlich insofern bescheuert, dass man so vie Anteil und Anstoß an völlig fremden Leben haben kann. Aber das Verständnis, wie das einen kaputt machen kann, wie jemand darunter leidet und wie unpassend das für sein Leben empfindet konnte ich doch auch immer wieder nachvollziehen. Andererseits kam mir Prinz Harry und seine Gefühle sehr privat vor und auch nachvollziehbar.
Warum das Buch immer wieder dafür verurteilt wird, dass es ausschließlich eine Abrechnung mit dem Palast sei, kann ich für mich nicht bestätigen. Denn sonst wären so viele Aspekte auch nicht zum Tragen gekommen. Nun, es sind nicht nur positive Sachen, welche über den Palast gesagt werden, doch auch er selbst gibt über sich Dinge preis, die ihn angreifbar und verletzlich machen. Wenn es ausschließlich eine Abrechnung sein sollte, würde ich es für wahrscheinlicher halten, dass er weniger über sich preisgegeben hätte.

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Veröffentlicht am 17.02.2024

Mitreißend anders

Eine Frage der Chemie
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Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Es wirkte alles so weit weg und so weit entfernt von meinem eigenen Leben, sodass ich keinen Zugang fand. Doch nach und nach verstand ...

Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Es wirkte alles so weit weg und so weit entfernt von meinem eigenen Leben, sodass ich keinen Zugang fand. Doch nach und nach verstand ich Elisabeth und Calvin auf ihre Art und Weise zu verstehen und auch zu mögen.
Ich war kurz wegen des Zeitsprungs am Anfang ein bisschen durcheinander und auch später vielen mir Zeitsprünge in der Geschichte nicht immer einfach, aber es hat nicht nachhaltig mein Hörerlebnis gestört.
Alles in allem eine tolle Geschichte über die Verhältnisse einer intelligenten Frau in den 1950er/60er Jahren die sich versucht zu behaupten und dabei immer wieder auf Menschen stößt, die sie nicht ernst nehmen, Ihre Ideen und Können absprechen, da sie eine Frau ist. Sie kämpft immer wieder gegen diese Vorurteile an und ich finde es so gut beschrieben, da es einerseits so “locker” wirkt und in ihrer Absoluten Realistik auch nie ein Drama zu sein schien und dann doch immer wieder diese Rückschläge auf emotionaler Ebene auf eine nicht so ganz übliche Art und weise mitzubekommen fand ich toll ausgearbeitet von der Autorin.
Die Sprecherin hat mir die Geschichte sehr nah gebracht und hat mich gut in die Geschichte eintauchen lassen - hat mir sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Unfassbar spannend

Die Burg
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Spannend von er ersten bis zur letzen Seite. Ursula Poznanski besticht mal wieder durch eine unfassbar Spannende Geschichte. Von Anfang an, wurde ich gefesselt, von den Menschen, von der Burg und von der ...

Spannend von er ersten bis zur letzen Seite. Ursula Poznanski besticht mal wieder durch eine unfassbar Spannende Geschichte. Von Anfang an, wurde ich gefesselt, von den Menschen, von der Burg und von der Idee dahinter. Wieder auch ein Szenario, welches man sich in der Realität nicht ausmalen möchte und doch irgendwie so nah wirkt, als könnte es wirklich passieren.
Ursula Poznanski hat auf eine Kombination zwischen ganz alt und extrem neu gesetzt - und das hat für mich sehr gut funktioniert. Die Kulisse einer uralten Burg, welche aufwendig restauriert wurde mit der Kombination der KI und den vielen LED Screens war einerseits so schwer zu fassen und andererseits für mich sehr passend. Toll auch, dass die Charaktere sich so uneinig waren, ob diese Kombination nun passt oder auch nicht. Und diese Diskrepanz immer wieder auch aufgegriffen wurde.
An sich hat mich die Entwicklung der Charaktere sehr a das Buch “Nichts” erinnert. Diese Wandlung, die man einer Person aufzwingen kann wenn eben das Leid groß genug ist, ist einerseits so erschreckend und andererseits so gut nachzuvollziehen. Auch die Entwicklung der Charaktere war für mich passend und hatten seine logischen Konsequenzen.
Mich hat das Buch in vielen Teilen so mitgenommen, dass ich auch manchmal bewusst Zeit brauchte um wieder Abstand zum Geschehen zu bekommen, sonst hätte ich mich selbst irgendwann verloren - in dem Buch, in der Geschichte und in der Burg.
Den Weg der Personen habe ich immer versucht in der Karte mitzuverfolgen, das hat mal mehr und mal weniger geklappt. Das hat mich teilweise gestört, aber andererseits hat das die Stimmung wieder unterstützt - als hatte sowohl was gutes, als auch für mich etwas nervenaufreibendes. Das es aber allgemein eine Karte dazu gibt fand ich sehr gut, so konnte man sich besser orientieren. Das hat das alles ein bisschen realistischer und nahbarer gemacht - toll!
Die Auflösung der Geschichte für mich war sehr überraschend, aber das liegt sicher auch daran, dass ich es bei Frau Poznanski aufgegeben hat zu raten, wie sich der Plot auflöst, da ich meistens eh daneben liege.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Spannend anders

Punk 57
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Ich kam super schnell in das Buch rein und habe mich schnell in der Geschichte verloren. Der Sprecher und die Sprecherin haben mich gut mitgenommen und Gefühle für mich sehr gut transportiert.
Schnell ...

Ich kam super schnell in das Buch rein und habe mich schnell in der Geschichte verloren. Der Sprecher und die Sprecherin haben mich gut mitgenommen und Gefühle für mich sehr gut transportiert.
Schnell waren mir sowohl Ryen als auch Misha sehr sympathisch. Die Briefe und die Gedanken haben mir sehr gut gefallen.
Diese drastische Wendung, als Misha dann Ryen sich gegenüberstehen gefällt mir sehr gut. Spannend fand ich auch, dass Ryen eben nicht weiß, dass es Misha ist und völlig ahnungslos zeigt, wie sie sich in der Schule verhält. Misha ist davon nicht begeistert, denn er hat sich seine Ryen ganz anders vorgestellt, schüchtern und zurückhaltend. Doch Ryen zeigt sich ganz anders und auch Misha kann nicht nur der nachdenklich, sondern beweist sich gegen Ryens Zckigkeit. Beide haben Geheimnisse voreinander und beide wissen sie nicht, wie groß sie teilweise sind…
Ich habe mich mit diesem Wechsel der Persönlichkeiten am Anfang sehr schwer getan, doch nach und nach habe ich mich mehr damit „anfreunden“ können und fand es irgendwann einfach nur noch sehr passend. Dieses Buch hat mir viele Gefühle abverlangt, sehr aufwühlend und sehr tiefsinnig teilweise.
Ich habe das Buch echt sehr gerne gehört und fand die Geschichte packend. Auch der spice kam nicht zu kurz, für mich manchmal ein bisschen zu viel. Tolles abwechslungsreiches Buch, hat mir sehr gut vom Ansatz und von der Umsetzung her gefallen.

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