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Veröffentlicht am 25.01.2020

Heilt Zeit wirklich alle Wunden?

Bis die Zeit verschwimmt
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Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert ...

Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ...

Der Schreibstil packend, dramatisch und gefühlvoll.

Das Cover zeigt in weiß gehalten mit Wellenmuster mittendrin und leicht verschwommen ein junges Mädchen (zeigt Cassie) passt gut zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf einen

Fazit:
Die Handlung des Romans setzt nach einem Amoklauf an einer Schule ein. Wir lernen Helene kennen (Schülerin, 16 Jahre alt), sie hat ihre Sandkastenfreundin Cassie verloren. Aus ihrer Sicht lernen wir die Umstände, die getöteten Schüler und den Lehrer, aber auch ihre ganz persönlichen Gedanken, Gefühle und Ängste kennen. So sind wir ganz nah dran und haben teil am Geschehen – können uns ein Stückweit mit in die Lage versetzen. Helene selbst taucht in ein Wechselbad der Gefühle ein: zwischen Schuld, Trauer und Wut – muss sie wieder ins Alltagsleben zurückfinden. Sie stellt Fragen nach den Hintergründen der Tat – warum und wieso?

Helene die Hauptprotagonistin kommt ab und zu etwas emotionslos – Holhammer Methode (Szenen Beerdigung Cassie und Verhalten deren Eltern gegenüber). Daraus spricht viel Selbstmitleid und ein Ego-Trip halt nicht immer der Sympathieträger und hier wird von den meisten Lesern wohl Kritik kommen.

Der Herzbube ist ganz klar der gemeinsame Freund Erik, er ist sympathisch, ehrlich und echt. War er vorher beiden ein guter Freund (Cassie und Helene) – steht er immer Helene zur Seite.

Im Roman werden die Themen Amoklauf und Mobbing angesprochen, leider immer wieder ein brandaktuelles Thema. Aber auch Freundschaft und Hilfe annehmen sind wichtige Aspekte. Aber auch der lange Weg zurück in den Alltag der Betroffenen (Verschont gebliebene und die überlebt haben oder Hinterbliebene der getöteten). Gewöhnungsbedürftig sind zu Anfang die Rücksprünge in die Jahre vor dem Amoklauf mitten in den Kapiteln aber man gewöhnt sich dran. Auch der eigentliche Amoklauf und die Beschreibung ist nicht ganz für sanfte Gemüter gedacht.

Aber alles in allem ein guter Roman zu einem Thema das nicht nur jugendliche Leser (13+ Lesealter) ansprechen wird sondern auch viele Erwachsene.
Nach meinem Dafürhalten 4 Sterne wert.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

Wenn einer eine Schiffreise unternimmt kann er viel erleben!

Die Legenden Lýsistratas
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Während sich Meyla und Balfour auf eine kühne Schiffsreise begeben, um ihr Versprechen zu halten und die Fischerstadt Gandála aus den Klauen des Roten Zauberers zu befreien, hat die Familie Dunham daheim ...

Während sich Meyla und Balfour auf eine kühne Schiffsreise begeben, um ihr Versprechen zu halten und die Fischerstadt Gandála aus den Klauen des Roten Zauberers zu befreien, hat die Familie Dunham daheim ganz andere Sorgen: Wer hat den magischen Bannkreis um den Bauernhof gebrochen? Was will der königliche Besuch in ihrem Dorf? Und wieso ist der Wald plötzlich nicht mehr dort, wo er hingehört?

Der Schreibstil ist gut zu lesen und flüssig, magisch und fantastisch.

Das Cover zeigt einen Dreimaster, daneben schwebt ein geöffnetes Buch. Das Buch und der Hintergrund (hinter dem Schiff) sind hell gehalten was zum Rand in Schwarz übergeht Wunder schön auch die Schmuck Elemente in den Ecken. Passt gut zum Romaninhalt

Der Klappentext macht neugierig auf einen zweiten Band einer Fantastischen Reihe.

Fazit:
Die Autorin schickt uns in ihrem Roman in eine Mittelalterliche Welt, mit vielen Legenden, Mythen und Märchen rund um das Land Lysistratas, dem tollen und detailreichen Schreibstil (genau das richtige Maß – nicht zu viel und nicht zu wenig) und nicht zuletzt die humorvollen Gespräche der Hauptprotagonisten konnte dieser 2.Teil der Reihe bei mir punkten.

Mit von Partie sind auch diesmal Meyla Vending (sedhr sympathisch), Balfour (Bauer aus Seoras), Aidan, und Gleann. Anders als beim ersten Teil sind die Freunde nicht auf der Suche nach der blauen Blume, sondern wollen den Menschen in der Fischerstadt Gandala zu Hilfe eilen. Auf der Reise muss sich jeder von ihnen seinen Geistern stellen!
Aber auch die übrige Familie Dunham muss sich deinigen Herausforderungen stellen. Steckt hinter allem der rote Zauberer?

Spannend und abwechslungsreich durch das einflechten der Mythen und Legenden sowie dem Zusammenspiel der Protagonisten, Humor ist garantiert. Fantasy und Märchenfans kommen voll auf ihre Kosten. Auch ich konnte mich für den 2.Teil begeistern und vergebe gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

Das „vorläufige“ Finale der fantastischen Edingaard-Trilogie!

Edingaard 3 - Das Vermächtnis der Priesterin
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Ein furchtbarer Krieg wirft seinen Schatten voraus - ein Krieg, den Cassy um jeden Preis verhindern möchte. Doch sie kann nichts bewirken, solange sie ihre neuerwachte Gabe nicht beherrscht. Zusammen mit ...

Ein furchtbarer Krieg wirft seinen Schatten voraus - ein Krieg, den Cassy um jeden Preis verhindern möchte. Doch sie kann nichts bewirken, solange sie ihre neuerwachte Gabe nicht beherrscht. Zusammen mit Brin begibt sie sich daher auf die Suche nach einem uralten, verschollenen Lehrmeister, der die Welt im Kampf gegen Cudras schon einmal im Stich gelassen hat.

Wird Cassy den Feind mit seiner Hilfe besiegen können? Und will sie das überhaupt? Oder wird Edingaard durch ihre Einmischung in einen noch dunkleren Abgrund gestürzt?

Der Schreibstil ist gut zu lesen und flüssig.

Das Cover zeigt in wunderbaren Farben die Welt von Edingaard inkl. Casey und spricht für sich.

Der Klappentext macht neugierig auf den Abschlussband der Reihe.

Fazit:
Wie von der Autorin gewohnt kann man voll in die magische und fantastische Welt von Edingaard abtauchen. Man leidet und sucht mit Cassy der Hauptprotagonistin die Wahrheit in der faszinierenden und anspruchsvollen Welt. Einige Protagonisten sind echte Sympathieträger, andere wie Elania und Cudras sind einfach nur das Böse – halt die ganz typische Konstellation: Gut gegen Böse.

Wie immer voll Gefühl, man kann weinen und lachen, Abenteuer erleben und vielleicht auch die Liebe finden? Macht das ein gutes Buch aus? Ja, für mich allemal. Den die Emotionen des Lesers zu wecken ist einer der wichtigsten Elemente eines erfolgreichen Romans und das gelingt der Autorin mit all ihren Romanen - so auch mit diesen detailreich und spannend.

Die ganze Reihe Edingaard bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung und sollte in keiner Fantasy Bibliothek fehlen. Auch für Band 3 wie volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Namen oder das Fehlen davon - und die Folgen!

House of Companions
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Stell dir vor, dein Name brennt sich vor deiner Geburt auf deinem Körper ein. Stell dir vor, der Beruf, indem du arbeiten wirst, steht schon fest, bevor du überhaupt selbst denken kannst. Stell dir vor, ...

Stell dir vor, dein Name brennt sich vor deiner Geburt auf deinem Körper ein. Stell dir vor, der Beruf, indem du arbeiten wirst, steht schon fest, bevor du überhaupt selbst denken kannst. Stell dir vor, dein Schicksal ist vorbestimmt, bevor du das erste Mal deine Mutter siehst.

Katinka ist die Tochter eines Jägers und lebt außerhalb der Stadt Valliant. Schon seit ihrer Geburt steht fest, dass sie eine Geliebte wird: Die angesehene Frau eines hochrangigen Gesellschaftsmitglieds. An ihrem 15. Geburtstag wird sie in das Haus der Geliebten gebracht und tritt dort ihre Ausbildung an. Mit ihren Freunden Evangelista und Raphael schließt sie einen Pakt: Für die Dauer der Ausbildung halten sie einander den Rücken frei und bewahren die Geheimnisse des jeweils anderen. Doch schon an ihrem ersten Tag erfährt Katinka von einem schrecklichen Geheimnis, das diesen Pakt auf eine harte Probe stellt. Kann sie es riskieren, ihre Freunde in Gefahr zu bringen oder vertraut sie auf ihre Freundschaft?

Der Schreibstil ist gut zu lesen und flüssig, magisch und fantastisch.

Das Cover zeigt Katinka vor einem hellen Himmel. Im unteren Teil ist der Frostwald zu sehen (dort hat sie ihre Kindheit verbracht) und oben auf dem Kopf die Stadt Vaillant (in der beginnt sie ihre Ausbildung zur Geliebten). Zusätzlich sieht man noch Lichtpunkte. Es passt mit allen Elementen sehr gut zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf einen fantastischen Sammelband.

Fazit:
Die Autorin konnte mich schon mit einigen Romanen überzeugen (Der alte Hut, Der Fluchsammler, Weltenamulett: Das Erbe der Trägerin, usw.).

Es gelingt ihr immer wieder mit überraschenden und außergewöhnlichen Ideen, Spannung von der Ersten bis zur letzten Seite und sympathischen Protagonisten zu punkten.

Die Idee das jedes Kind aufgrund seiner Gene einen Namen und eine später Berufung erhält (und das vor der Geburt) eine sagenhafte Idee. Es spielt in einer Zukunft oder einer parallelen Welt zu unserer. Sobald das Kind das 15.Lebensjahr erreicht wird es mit einer dreijährigen Ausbildung auf den zukünftigen Beruf vorbereitete. Aber hat wirklich jedes Kind eine Tätowierung?

Die Protagonisten allen voran Katinka, sowie ihre Freunde Evangelista, Raphael (im Haus der Geliebten) sowie ihr Jungendfreund aus dem Frostwald Flemming wirken echt, sympathisch und bodenständig. Bessere Freunde kann man nicht haben. Aber auch Feinde gehören zum Leben im Haus der Geliebten, auch ein geheimnisvoller Orden (Rose) und diese machen ihr das Leben schwer. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Stimmung nachfühlen, die Traurigkeit, die Zerrissenheit, den Schmerz. Aber auch die Freundschaft und die Treue zueinander.

Wie immer ein Roman mit absoluter Gefallgarantie, er macht Lust auf mehr von der Autorin und verdient 5 Sterne.

Randbemerkungen zum Roman:
Ursprünglich war die Reihe als 3 Einzelbände von der Autorin geplant – dann entschied sie sich zusammen mit dem Verlag für ein einbändiges Hardcover mit allen Teilen der Reihe.
Was auch ins Auge fällt auf dem Cover steht der Name der Autorin, im Buch allerdings ihre Pseudonym River Williams, dieser Fehler hat sich leider eingeschlichen und wird in einer Neuauflage behoben (laut Verlag).

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Veröffentlicht am 05.01.2020

Drachen Fantasy - magisch und fesselnd!

Die Chroniken von Usha - Der Drachenkönig
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Sein Blut und seine Unversehrtheit garantieren ihr Überleben Einst herrschte der Drache Doron als König über Usha, bis die Magier ihn stürzten, sein Volk versklavten und bis an den Rand der Ausrottung ...

Sein Blut und seine Unversehrtheit garantieren ihr Überleben Einst herrschte der Drache Doron als König über Usha, bis die Magier ihn stürzten, sein Volk versklavten und bis an den Rand der Ausrottung trieben. Um seinen Leuten ein besseres Leben zu ermöglichen, willigt er in einen schicksalhaften Pakt mit dem Magierkönig ein: Mit seinem unsterblichen Blut soll er die Königstochter, die unter einem Gendefekt leidet, am Leben erhalten. Womit jedoch niemand - am wenigsten Doron - gerechnet hat, ist, dass Ellenie mit den Jahren immer mehr der Frau gleicht, die er einst über alles geliebt, doch die ihn schändlich verraten hatte. Als Ellenie ihn um Hilfe bittet, um einer erzwungenen Ehe zu entgehen, ist er hin- und hergerissen. Doch dann kommt sie hinter sein großes Geheimnis. Wie weit kann Doron einer Frau vertrauen, die eine Magierin ist und damit für alles steht, was er hasst? Schafft es Ellenie, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich gegen ihren Vater und die mächtigen Magier zu stellen?

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen – ein ganz eigener Schreibstil.

Das Cover wird beherrscht von einer Frau (Ellenie), aber vir ihr über einer Wolkendecke ist ein fliegender Drache zu sehen. Mir gefällt auch die Ausarbeitung der Schrift, ganz besonders der Drache bei dem C für Chroniken. Es passt komplett zum Inhalt des Romans.

Der Klappentext macht neugierig auf einen interessanten Fantasy Roman.

Fazit:
Wir lernen Ellenie kennen, Königstochter, aber mit einer Krankheit, die den Tod bedeutet. Aber es gibt ein Mittel dagegen, das Blut von Doron dem Krieger ihres Vaters. Durch einen magischen Pakt wird er ihr Blut geben und das jeden zweiten Tag. Zwanzig Jahre später reift Ellenie zu einer attraktiven Frau heran und soll Zwangs verheiratet werden.
Doron hat ein Geheimnis wird Ellenie dahinterkommen? Und wird sie sich wirklich Zwangsverheiraten lassen? Oder ihr Leben in die eigene Hand bekommen?

Eine interessante und spannende Handlung, magischen Wesen (Drachen, Harpyien und Magier), lebendige und (meist) sympathische Protagonisten, unvorhersehbare Wendungen und einen einzigartigen Schreibstil machen diesen Fantasy Roman aus. Man fiebert, kämpft und leidet, liebt und weint – ganz großes Kino. Und es zeigt mal wieder das Leben und die Liebe finden immer einen Weg.

Ich habe die Hoffnung das wir mehr aus Usha lesen werden und vergebe ein ganz klare Leseempfehlung für den Roman, 5 Sterne inklusive.

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