Zwischenmenschliche queere Beziehungen zu Zeiten des Krieges!
Vulpes Lupus CanisDer Schreibstil ist interessant, flüssig und einfühlsam, man lernt eine fiktive Welt kennen und Mischwesen (zweibeinige Füchse und Wölfe) die miteinander agieren.
Das Cover zeigt zwei Wölfe in verschiedenen ...
Der Schreibstil ist interessant, flüssig und einfühlsam, man lernt eine fiktive Welt kennen und Mischwesen (zweibeinige Füchse und Wölfe) die miteinander agieren.
Das Cover zeigt zwei Wölfe in verschiedenen Felltönen (rot und grau) vor grauem (mit leichten rötlichen Akzenten) Hintergrund mit leuchtenden Punkten. Die verwendete Schrift rundet das Gesamtbild ab.
Fazit:
Im Roman geht es vermenschlichte und aufrechtgehende Wölfe, Füchse und Mischwesen. In ihrer Gesellschaft und Welt lässt sich vieles finden die der Menschen Welt ähnelt aber auch anderes. Es werden aber auch tierische Instinkte berücksichtigt und erlebt. Auch hat es sich der Autor nicht nehmen lassen sich selbst als Figur in die Handlung einzuschreiben.
Ein noch junger Mann (Chenerah) versucht der realen Welt ohne Liebe und Anerkennung zu entkommen in der er sich verloren und zurückgestoßen fühlt. Schwer krank träumt er sich in eine magische alternative Welt. Die anders ist und er kann dort eine Gestalt einnehmen, die er gerne gehabt hätte. Aber weitgefehlt auch dort herrscht nicht nur Harmonie und Sonnenschein – diese Welt hat auch ihre Herausforderungen und ist auf dem Weg zugrunde zu gehen.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Amarok (ein Wolf Wesen) er kann den Schmerz um den Verlust seines Freundes und Partners Joliyad kaum aushalten, er verliert jeglichen halt (Depression) – und kehrt immer mehr in seinen Gedanken zu der Zeit vor dem Krieg zurück. Er freundet sich mit dem Schäferhund Chenerah an, nachdem dieser ihm das Leben rettet. Der verhasste Fuchs, der dem Samojedaner alles genommen hat, ist unnachgiebig, weshalb keine Besserung der Lage in Sicht ist. Die Erdlinge, die den Wölfen im Kampf zur Seite stehen, bereichern sich an den Rssourcen des Planeten, beuten ihn aus und verändern die Gesellschaft nachhaltig. Als ein Hoffnungsschimmer durch einen Fehler Amaroks zunichte gemacht wird, flieht er, zusammen mit Chenerah und Königin Serena, nach Alsatiania, dem Land der Hunde. Amarok und Chenerah kommen einander näher, als der Wolf feststellen muss, dass sein Freund die Ursache allen Übels auf AlphaVul ist. Er erkennt, dass der Hund derjenige ist, der die Welt der Aramerianer und Samojedaner erbaut hat und der sie ins Chaos hat stürzen lassen. Ihre Wege trennen sich, während das Volk der Schäferhunde sich allein, ohne die Hilfe der Wölfe und Füchse, gegen den Menschen stellen muss, der ihnen den Ursprung aller Zeit rauben will.
Durch das Erzählen der Geschichte (gegenüber seinem Psychologen) stürzen sich der sterbende Erzähler (ist er das noch?) und seine Hauptprotagonisten Amarok auf eine Reise: zur Wahrheit ihrer beiden Leben.
Die Geschichte ist sehr liebevoll erdacht und spricht (das spürt man) die Themen, die dem Autor auf dem Herzen liegen: einen freien Umgang mit der Liebe und der Sexualität über alle Geschlechter, Standes- und auch Rassengrenzen hinweg. Themen, die auch in unserer Welt viele Menschen bewegt und sie sich wünschen. Aber auch Krieg und Auseinandersetzungen prägen den zweiten Band der Reihe stark (das ist eher nicht so meines).
Der Folgeband dieser Reihe bietet auch interessante Ansätze für eine Mythologie – in Band 2 erfährt man mehr zum Aufbau der Gesellschaft und den darin schwellenden Konflikten. Aber im Grunde genommen geht es dem Autor mehr auf die Interaktion einiger Protagonisten und ihren Gefühlen ging, aber auch eine ausufernde Fantasywelt mit kriegerischen Konflikten zu erschaffen. Vor allem auch den Umgang mit freier Liebe (gleichgeschlechtliche Beziehungen und ihr Stand in der Gesellschaft).
Ich fand den Folgeband dieses Genre Mix von Fantasy, Science-Fiction und Gay Romance geschrieben aus der Sicht von „Furrys“ (zweibeinige tierische Protagonisten) interessant und nachdenklich machend.
Von mir 5 Sterne für diesen Band, der doch ein wenig außerhalb des Mainstreams liegt – man muss sich darauf einlassen können.