Ein Ort für Herzensdinge
Ein Ort für HerzensdingeGwen steht mit ihrem Leben in einer Sackgasse und entscheidet etwas zu ändern. Während sie darauf wartet, dass die Dinge ihren Lauf nehmen, gibt sie alte Erinnerungsstücke in einem Sozialkaufhaus ab und ...
Gwen steht mit ihrem Leben in einer Sackgasse und entscheidet etwas zu ändern. Während sie darauf wartet, dass die Dinge ihren Lauf nehmen, gibt sie alte Erinnerungsstücke in einem Sozialkaufhaus ab und entscheidet sich kurzerhand als Aushilfe dort zu arbeiten. Mit jeder Schicht die sie beendet, nimmt sie neue Ansichten und Perspektiven mit nach Hause und beginnt langsam umzudenken.
Ich mochte die Idee, dass auch die im Sozialhaus abgegebenen Gegenstände eine Geschichte erzählen konnten und man den Charakteren so eine gewisse Tiefe verliehen hat. Aber Gwen als Hauptprotagonistin war viel zu unbeholfen und hatte meiner Meinung nach so weltfremde Ansichten, dass ich mich so gut wie gar nicht in sie hineinversetzen konnte. Das ist so weit gegangen, dass ich irgendwann angefangen habe zu hinterfragen, was es für Gründe haben könnte, dass jemand so ungeschickt in jeglichen sozialen Kontakten ist und entsprechend war auch mein Lesefluss gestört. Als dann klar war, dass ein schlimmer Schicksalsschlag diese Entwicklung beeinflusst hat, konnte ich leider keine emotionale Bindung mehr zu ihr aufbauen. Was auch damit zu tun hat, dass sie am Ende jedes Änderungsansatzes gedanklich wieder stark in alte nicht nachvollziehbare Muster zurückgefallen ist. Durch den guten Schreibstil der Autorin und weil dadurch die Hoffnung bis zuletzt nicht gestorben ist, kann ich 3 von 5 sehr lieb gemeinten Sternen vergeben.