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Reading_Mimi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2025

Gute Grundidee - Umsetzung nicht ganz mein Fall

Death at Morning House
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Nachdem Marlowe bei einem Date wegen einer explodieren Kerze aus Versehen das Haus von Bekannten niedergebrannt hat, möchte sie nur noch die Stadt verlassen, um dem Gespött ihrer Mitschüler zu ...

Nachdem Marlowe bei einem Date wegen einer explodieren Kerze aus Versehen das Haus von Bekannten niedergebrannt hat, möchte sie nur noch die Stadt verlassen, um dem Gespött ihrer Mitschüler zu entgehen. Kurzerhand nimmt sie auf einer Insel einen Ferienjob an und soll dort Führungen durch eine verlassene Villa anbieten. Hier haben in den Dreißigerjahren ein Arzt mit seinen Adoptivkindern gelebt. Am Tag wirkt alles friedlich und faszinierend, doch schon in der ersten Nacht begegnet sie unheimlichen Schatten und Geräuschen. Und schnell wird auch klar, dass die Insel ein düsteres Geheimnis birgt, denn während der Arzt mit seinen Kindern dort gelebt hat, hat sich eine Tragödie ereignet, wodurch die Familie sich gezwungen gefühlt hat, die Insel von heute auf morgen zu verlassen.

Die Grundidee zu der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich mich auch sehr auf das Buch gefreut habe. Alles klingt auch auf den ersten Blick nach einem spannenden Jugendthriller. Doch leider blieb für mich die Spannung aus. Auch fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und auch Marlowe blieb mir bis zum Schluss fremd und unnahbar als Leser. Der Sprung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir gut gefallen, da man so auch einiges über den Arzt und seine Adoptivkinder erfahren hat. Diese Stellen fand ich am interessantesten, aber auch hier kam leider nicht wirklich Spannung auf. Wie gesagt, die Idee zur Geschichte gefällt mir nach wie vor sehr gut, allerdings fand ich die Umsetzung leider nicht so gelungen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Spannende Grundidee

All Better Now
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Die Welt wird wieder von einer Pandemie beherrscht, die an Corona erinnern lässt. Das neue Virus lässt sich auch über die Luft übertragen, aber es ist diesmal anders, denn wer erkrankt und nicht ...

Die Welt wird wieder von einer Pandemie beherrscht, die an Corona erinnern lässt. Das neue Virus lässt sich auch über die Luft übertragen, aber es ist diesmal anders, denn wer erkrankt und nicht stirbt, lebt künftig ohne Ängste und Sorgen. Die Genesenen sind einfach nur glücklich und zufrieden. Doch kann man wirklich glücklich sein, wenn man nicht auch auf der anderen Seite auch Ängste fühlen kann? Ist es wirklich so erstrebenswert nur noch eingeschränkte Emotionen zu haben?

Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass wir hier Einblick in unterschiedliche Ansichten bekommen. Während Rón nur das Gute in dem Virus sieht, ist sich Mariel noch nicht so sicher. Zwar möchte sie sich zunächst auch anstecken, stellt dann aber nach und nach fest, dass das Leben nach der Genesung nicht nur positiv ist, sondern durchaus auch seine Schattenseiten hat. Und dann wäre da noch Morgan, die versucht ein Heilmittel zu entwickeln. Doch sind ihre Absichten wirklich gut oder steckt auch da mehr dahinter?

Obwohl ich normalerweise nicht gerne Geschichten über Corona lese, bzw. in denen Corona erwähnt wird, fand ich es hier gelungen, da man somit das neuartige Virus gut verstehen konnte. Die Verbreitung und auch die gespaltenen Lager waren gut nachzuvollziehen. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht gänzlich in ihren Bann ziehen. Die sehr ausführliche Einführung in die Geschichte hätte für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können und auch sonst gab es in meinen Augen die ein oder andere Länge, wohingegen andere Stellen sehr rasant und spannend zu lesen waren. Gut gefallen hat mir, dass durch die verschiedenen Perspektiven die negativen sowie die positiven Seiten aufgezählt wurden, sodass man sich selbst ein Bild machen konnte, für welche Seite man ist. Die Verhaltensweisen einiger Charaktere waren nicht immer nachvollziehbar für mich, aber auch das erinnert mich an Corona und wie sich da einige Menschen verhalten haben. Es ist eine durchaus gute Geschichte, die zum Nachdenken anregt, die mich aber leider nicht ganz fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Sehr atmosphärisch

Unsere letzten wilden Tage
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Da ihre Mutter dement zu sein scheint, kehrt die Journalistin Loyal nach Jahren in ihr Heimatdorf in die Wildnis Louisianas zurück. Hier verdienen sich die Menschen mit der Jagd auf Alligatoren ...

Da ihre Mutter dement zu sein scheint, kehrt die Journalistin Loyal nach Jahren in ihr Heimatdorf in die Wildnis Louisianas zurück. Hier verdienen sich die Menschen mit der Jagd auf Alligatoren ihren Unterhalt. Gewalt, Korruption und Drogenhandel bestimmen die Gegend. Und dann wird auch noch Loyals ehemals beste Freundin tot im Fluss gefunden. Aber war es wirklich Selbstmord, wie zunächst angenommen wurde, oder steckt doch viel mehr dahinter?

Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht ganz so leicht gefallen. Die Autorin bringt gleich zu Anfang viele - teilweise auch skurrile - Namen ins Spiel und auch der Ton der herrscht, stößt einem sauer auf. Aber man merkt schnell, dass genau dieser Ton viel zur Atmosphäre der Geschichte beiträgt. Unterschwellig ist in jeder Zeile die Gewalt zu spüren, sei es nur durch Worte oder aber auch körperliche Gewalt. Die Protagonistin Loyal wurde zwar gut dargestellt, aber so richtig nah bin ich ihr bis zum Schluss nicht gekommen. Wohingegen ich ihren Partner aus der Redaktion, Sasha, mir sofort ans Herz gewachsen ist. Die Atmosphäre, die Anna Bailey hier geschaffen hat, zieht einen völlig in die Geschichte und somit in die Bayous und dank des bildgewaltigen Schreibstils hatte man teilweise das Gefühl mit den Figuren durch die Sumpflandschaft zu streifen. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte an sich jedoch nicht so gut gefallen. Es herrscht ein bestimmtes Thema vor, worüber ich einfach nicht gerne lese. Daher auch nur 3,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Nicht schlecht, aber leider auch nicht wirklich spannend

Himmelerdenblau
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Zwanzig Jahre ist es nun her, dass die Jugendliche Julie Novak nachts aus ihrem Elternhaus verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Anlässlich diesen unschönen Jahrestages nimmt die Podcasterin ...

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass die Jugendliche Julie Novak nachts aus ihrem Elternhaus verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Anlässlich diesen unschönen Jahrestages nimmt die Podcasterin Liv Kontakt zu Theo - Julies Vater - auf, da sie auf eine neue Spur gestoßen sei. Doch beide müssen sich beeilen, denn Theo leidet an Demenz und lange wird er sich nicht mehr erinnern können.

Leider konnte ich anfangs nur schwer in die Geschichte finden, ab der Mitte ging es dann schon besser, aber so ganz überzeugen konnte sie mich bis zum Schluss nicht. Obwohl ich wissen wollte, was mit Julie damals passiert ist, blieb für mich die ganz große Spannung leider aus. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, wodurch man in die verschiedenen Leben, auf die Julies Verschwinden Auswirkungen hatte, zwar einen guten Einblick erhält, anfangs hat mich dies aber etwas verwirrt. Besonders gut getroffen fand ich jedoch Theo Novak. Seine Krankheit wird nicht nur beschrieben, sondern die Geschichte aus seiner Sicht eben auch erzählt, wodurch man seine Gedankensprünge und Sprünge in die Vergangenheit hautnah miterlebt, aber auch seine Wortfindungsschwierigkeiten fand ich sehr gelungen. Das Ende und somit die Auflösung war für mich keine besondere Überraschung, da ich den Verdacht schon fast von Anfang an hatte, was geschehen sein könnte. Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch leider keins, dass mir besonders in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Unterhaltsame RomCom

Red Flags
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Die achtzehnjährige Poppy hat genaue Vorstellungen wie ihr Partner zu sein oder was er zu mögen hat. Nicht umsonst führt sie darüber schon eine Liste. Und sobald ein Dates eine Eigenschaft aufzeigt, ...

Die achtzehnjährige Poppy hat genaue Vorstellungen wie ihr Partner zu sein oder was er zu mögen hat. Nicht umsonst führt sie darüber schon eine Liste. Und sobald ein Dates eine Eigenschaft aufzeigt, die Poppy nicht mag, verliert sie das Interesse. Selten kommt es somit zu einem zweiten Date. Cam ist auch nicht viel besser, zwar schafft er es schon über ein paar Dates hinaus, aber sobald es ernst zu werden scheint, beendet er die Beziehung. Sowohl Poppys Freundinnen als auch Cams beste Freundinnen wollen sich dies nicht länger angucken und so kommt es, dass Poppy mindestens zwei Monate mit der nächsten Person, die sie datet zusammen bleiben muss, bevor sie Schluss machen darf. Und kam darf sich selbst nicht von seiner nächsten Freundin trennen, sondern muss warten, bis sie Schluss macht. Als dann beide aufeinander treffen, merken sie schon bei ihrem ersten Date, dass es zwischen ihnen so gar nicht passt. Aber versprochen ist versprochen...

Der Schreibstil der Autorin war sehr humorvoll und anschaulich. Mit Poppy hatte ich anfangs so meine Probleme, aber im Verlauf der Geschichte wurde auch sie mir immer sympathischer. Dennoch blieb bis zum Schluss Cam mein Lieblingsprotagonist in der Geschichte. Ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen und nach und nach erfährt man auch warum er so handelt, wie er handelt. Beide Protagonisten waren authentisch und ich habe den Schlagabtausch zwischen ihnen genossen. Aber die Geschichte ist nicht nur humorvoll, sondern es werden auch ernste Themen angesprochen, die gerade auch jüngere Leute zum Nachdenken anregen. Mich konnte die Geschichte auf jeden Fall positiv überraschen.

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