Platzhalter für Profilbild

Reading_Mimi

Lesejury Star
offline

Reading_Mimi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Reading_Mimi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Unterhaltsam

Not Quite Dead Yet
0

Am Abend von Halloween wird Jet in ihrem eigenen Haus skrupellos zusammengeschlagen und erwacht erst wieder im Krankenhaus. Froh überlebt zu haben, wird ihr sodann aber von den Ärzten mitgeteilt, dass ...

Am Abend von Halloween wird Jet in ihrem eigenen Haus skrupellos zusammengeschlagen und erwacht erst wieder im Krankenhaus. Froh überlebt zu haben, wird ihr sodann aber von den Ärzten mitgeteilt, dass sie durch ihre schwere Kopfverletzung nur noch eine Woche zu leben hat. Jet möchte nicht tatenlos rumsitzen und so macht sie sich zusammen mit ihrem besten Freund aus Kindertagen - Billy - auf die Suche nach ihrem Mörder.

Ich hatte die ersten Seiten Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden und mich mit Jet anzufreunden, aber das hat sich zum Glück dann schnell gelegt. Gespannt habe ich dann Jet und Billy auf ihrer Suche nach dem Mörder begleitet. Jet ist niemand gewesen, mit dem ich, wie schon geschrieben, auf Anhieb warm war. Sie ist eine Protagonisten, die auch mal aneckt, aber genau das hat sie dann in meinen Augen interessant gemacht. Sie schiebt Dinge gerne vor sich hin und so weiß sie mit 27 Jahren immer noch nicht genau, was sie aus ihrem Leben machen möchte. Aber auch darin wird sich der ein oder andere auch gut wiedererkennen können. Auch wenn es ein Thriller ist, kam Spannung an sich jetzt nicht wirklich auf. Dennoch war die Geschichte unheimlich interessant und man konnte gut mit Jet und Billy miträtseln, was mir gut gefallen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2025

Humorvolle Wortgefechte

The Pumpkin Spice Latte Disaster
0

Seit Jude Lower Whilby nach ihrem Schulabschluss verlassen hat, hält es sie nirgendwo lange. Immer wieder muss sie den Wohnort wechseln bevor der Alltag einkehren kann. Doch nun muss Jude für ...

Seit Jude Lower Whilby nach ihrem Schulabschluss verlassen hat, hält es sie nirgendwo lange. Immer wieder muss sie den Wohnort wechseln bevor der Alltag einkehren kann. Doch nun muss Jude für die Hochzeit ihrer Schwester für ein paar Tage zurück in ihr Heimatdorf. Den ersten Bewohner, auf den sie trifft, ist der mürrische Café-Besitzer James und sofort spüren beide ein Knistern zwischen sich. Doch kann das gut gehen, wenn Jude vor hat nach der Hochzeit wieder zu verschwinden?!

Kyra Grohs Schreibstil ist gewohnt flüssig, heimelig und humorvoll, sodass man ab Seite 1 bereits in der Geschichte ist. Auch ihre Protagonisten schließt man wie immer sofort ins Herz. Beide sind sehr sympathisch - auch wenn James etwas mürrisch daherkommt, merkt man doch sofort, dass er einen sehr weichen Kern hat. Die Wortgefechte zwischen Jude und James haben mich das ein oder andere Mal einfach laut auflachen lassen. Und auch die Atmosphäre, die hier geschaffen wurde, hat mir sehr gut gefallen. Lower Whilby ist ein gemütlicher Ort, wo jeder jeden kennt und man einander hilft. Ich freue mich schon sehr auf die beiden anderen Bände dieser Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Erinnerungen sind wichtig

Das Buch der verlorenen Stunden
0

Um seine Tochter Lisavet in der Kristallnacht vor den Nazis zu retten, steckt der jüdische Uhrmacher Levy sie in eine Bibliothek außerhalb von Raum und Zeit, der sie jahrelang nicht mehr entfliehen ...

Um seine Tochter Lisavet in der Kristallnacht vor den Nazis zu retten, steckt der jüdische Uhrmacher Levy sie in eine Bibliothek außerhalb von Raum und Zeit, der sie jahrelang nicht mehr entfliehen kann. In dieser Bibliothek werden die Erinnerungen der Menschheit in Büchern aufbewahrt. Nur wenige - sogenannte Zeithüter - haben Zugang zu diesen Erinnerungen und versuchen einige davon durch Verbrennen zu vernichten. Lisavet hat es sich über die Jahre zur Aufgabe gemacht, diese Erinnerungen zu retten. Als sie dann eines Tages auf den Zeithüter Ernest trifft, scheint nichts mehr zu sein, wie es einmal war.

Mir hat diese Geschichte unglaublich gut gefallen. Die Autorin Hayley Gelfuso hat hier eine komplexe Welt erschaffen, die losgelöst von Raum und Zeit ist. LIsavet wächst einem schon auf den ersten Seiten so ans Herz, dass man sie nur zu gerne über die Jahre hinweg begleitet. Man leidet mit ihr, freut sich mit ihr und entdeckt immer wieder neue Dinge, die in dieser Bibliothek möglich sind. Aber nicht nur bei Lisavet hat man das Gefühl eine Freundin zu begleiten, sondern auch bei Ernest. Bei den beiden prallen Welten aufeinander und dennoch merkt man ihre Anziehungskraft auf jeder Seite. Mich hat das Buch immer wieder zum Nachdenken anregen können und die Geschichte wird noch lange in mir nachhallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2025

Manchmal ist weniger mehr

Falling Like Snow
0

Wohlbehütet wächst Ivy in den Wäldern Kanadas auf. Doch als ihr Vater stirbt, ist nichts mehr wie es war und sie muss ihre Heimat verlassen, um zu ihrem Patenonkel nach Kalifornien zu ziehen. Von Trauer ...

Wohlbehütet wächst Ivy in den Wäldern Kanadas auf. Doch als ihr Vater stirbt, ist nichts mehr wie es war und sie muss ihre Heimat verlassen, um zu ihrem Patenonkel nach Kalifornien zu ziehen. Von Trauer geplagt, versucht sie sich ein neues Leben in den USA aufzubauen, doch Mason, Johns Sohn, macht es ihr alles andere als leicht. Und dann gibt es da auch noch ein Geheimnis rund um Ivys Vater, dass langsam an die Oberfläche drängt.

Die Grundidee zu der Geschichte hat mir gut gefallen, doch leider hat die Autorin hier einfach zu viel gewollt. Der Schreibstil ist locker leicht, genau richtig für ein Jugendbuch, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet und man merkt ihnen ihre jugendliche Unsicherheit sehr gut an. Jedoch gab es - in meinen Augen - einfach zu viele dramatische Nebenschauplätze, die es absolut nicht benötigt hätte. Auch das Geheimnis rund um Ivys Vater hätte es für mich nicht benötigt. Dennoch hat es mir gut gefallen mitzuerleben, wie Ivy in ihrer neuen Heimat Kaliforniens versucht Fuß zu fassen und neue Freundschaften zu schließen. Dies hätte gerne auch noch etwas mehr ausgebaut werden können. Aber dennoch eine nette Jugendgeschichte für Zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2025

KI ist nicht immer von Vorteil - oder doch?

Der Tower
0

In einem Moment war Nova noch verzweifelt ohne Job und kurz davor ihre Wohnung zu verlieren, im nächsten darf sie in den begehrten Pramtower am Berliner Alexanderplatz ziehen und dort sogar für ...

In einem Moment war Nova noch verzweifelt ohne Job und kurz davor ihre Wohnung zu verlieren, im nächsten darf sie in den begehrten Pramtower am Berliner Alexanderplatz ziehen und dort sogar für ein Jahr mietfrei wohnen. Das Gebäude steht für absoluten Luxus, denn nicht nur ist mit Fitnessbereich und eigenem Café ausgestattet, sondern eine KI sorgt auch dafür, dass man alles bekommt, was man sich wünscht. Doch schon bald dämmert es Nova, dass der Tower ein Geheimnis hütet. Irgendwas scheint an dem Selbstmord ihrer Vormieterin nicht zu stimmen. Und auch ihre Nachbarn wirken entweder seltsam oder scheinen ihr nicht die ganze Wahrheit zu erzählen.

Bei "Der Tower" handelt es sich um einen unheimlich spannenden und packenden Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Die Atmosphäre ist trotz des ganzen Luxus' düster und unheimlich und man rätselt unentwegt mit was hinter all dem stecken könnte. Denn wer bekommt schon die Möglichkeit für ein Jahr mietfrei zu wohnen und dann auch noch in solch einem Gebäude?! Klar fragt man sich da schon wie die Protagonistin so naiv an manchen Stellen sein kann, aber würde nicht ein jeder von uns in Versuchung geraten, wenn uns so eine Chance geboten würde? Somit ist die Geschichte auch nicht immer zu 100 % glaubwürdig, aber das hat die Spannung für mich nicht geschmälert. Ivar Leon Menger spielt hier geschickt mit der Angst der Protagonistin und somit auch mit den Lesern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere