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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2025

Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Seit der Revolution jagt die Blutwache die Hexen in der Neuen Republik. Rune führt seitdem ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber scheint sie das leicht naive Mädchen aus gutem Haus zu sein, nachts ist ...

Seit der Revolution jagt die Blutwache die Hexen in der Neuen Republik. Rune führt seitdem ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber scheint sie das leicht naive Mädchen aus gutem Haus zu sein, nachts ist sie jedoch als Roter Nachtfalter unterwegs und rettet die Hexen vor ihrem sicheren Tod. Um eine ganz bestimmte Hexe aus der Gefangenschaft zu befreien, muss sie an Informationen kommen. Doch hierfür muss sie den Hauptmann der Blutwache - Gideon Sharpe - um den Finger wickeln und das ist bei ihm nicht so einfach, denn er ahnt, dass Rune nicht die sein könnte, die sie offiziell vorgibt zu sein.

Mir hat die Geschichte unfassbar gut gefallen. Der Schreibstil ist so spannend und anschaulich, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Rune ist dabei die perfekte Kontrahentin für Gideon. Beiden folgt man so gerne durch die Geschichte - es macht einfach nur Spaß. Die beiden liefern sich einen sehr gelungenen Schlagabtausch und spielen ein tolles Katz-und-Maus-Spiel. Dabei fällt es einem schwer sich für eine Seite zu entscheiden. Denn auch wenn Gideon die Hexen jagt und ermorden lässt, erfährt man nach und nach warum er dies tut und man kann ihn einfach auch verstehen. Auch das Magiesystem hat mir sehr gut gefallen. Es ist mal etwas anderes, das Magie nur mit Blut gewirkt werden kann und sogenannte Spruchnarben auf den Körpern der Hexen hinterlässt. Auch fand ich es interessant zu lesen, wie Rune es geschafft hat eine Lösung zu finden, damit sie keine Narben durch ihre Zauber erhält. Ich habe diese Geschichte wirklich geliebt und der Cliffhanger am Ende macht noch mehr Lust auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Spannung auf zwei Zeitebenen

Die unsichtbare Hand
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Die Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie nur sehr widerwillig annimmt: Sie soll die Biografie ihres Vaters - den berühmten Schriftsteller Vincent Taylor - schreiben. Schon ...

Die Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie nur sehr widerwillig annimmt: Sie soll die Biografie ihres Vaters - den berühmten Schriftsteller Vincent Taylor - schreiben. Schon seit Jahren hat sie zu ihm keinen Kontakt mehr, denn er konnte sich nie ganz von dem Verdacht reinwaschen als Teenager seine beiden Geschwister, die 14-jährige Poppy und den 17-jährigen Danny, ermordert zu haben. Während ihrer Recherchen stellen sich ihr immer mehr Fragen und irgendwann ist sie sich gar nicht mehr sicher, ob ihr Vater wirklich der Mörder sein kann.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist recht einfach und flüssig, dabei auch durchaus spannend, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Zwar fand ich Olivia nicht unsympathisch, konnte aber auch bis zum Ende nicht ganz warm mit ihr werden. Der Geschichte hat dies aber keinen Abbruch getan. Ich fand es sehr spannend mit ihr auf Entdeckungsreise zu gehen und immer mehr Details von damals aufzudecken. Dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt und man somit den jungen Vincent Taylor "hautnah" miterlebt, hat mir sehr gut gefallen. Je besser man ihn kennengelernt hat, desto mehr fragt man sich, was wirklich passiert ist und wie alles zusammenhängen mag. Die Wendung zum Ende hin hat mir gut gefallen, auch wenn diese nicht ganz unerwartet für mich kam. Ein wirklich gelungener Thriller.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Herzerwärmend

Die Bibliothek der geborgten Herzen
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Die junge Frau Chloe hat es nicht leicht im Leben, früh hat ihre Mutter sie und ihre drei Geschwister verlassen und sie muss sich seitdem um die drei Minderjährigen kümmern. Noch dazu macht es ihr ihr ...

Die junge Frau Chloe hat es nicht leicht im Leben, früh hat ihre Mutter sie und ihre drei Geschwister verlassen und sie muss sich seitdem um die drei Minderjährigen kümmern. Noch dazu macht es ihr ihr griesgrämiger Nachbar Jaspar nicht leicht. Als sie dann eine alte Ausgabe eines Buches von Henry Miller entdeckt, macht eben genau dieser Nachbar ihr einen astronomischen Preis dafür. Sie traut dem Ganzen nicht und fängt an zu lesen. Dabei entdeckt sie auf den Seiten handschriftliche Notizen. Schnell wird ihr klar, dass sich hier zwei Liebende gegenseitig Nachrichten hinterlassen haben. Als sie sich auf die Suche nach weiteren Büchern in der Bibliothek macht, in der sie das von Henry Miller gefunden hat, findet sie immer mehr Notizen. Nun ist Chloe Neugier endgültig geweckt und sie möchte herausfinden, wer diese beiden Schreibenden waren.



Ich hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten mit Chloe warm zu werden, aber das hat sich dann zum Glück schnell gelegt und ich konnte voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Chloe hat es nicht einfach im Leben, nicht nur muss sie sich um ihre Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kümmern, auch nagen permanente Geldsorgen an ihr. Als dann ihr Nachbar Jaspar, den man zunächst als Griesgram kennenlernt, das Angebot für das Buch macht, wird schnell klar, dass er mit den Notizen zu tun haben muss und dass er gar nicht so unfreundlich ist, wie man zunächst denkt. Chloe und ihre Geschwister entwickeln nach und nach eine tolle Freundschaft zu Jaspar und man merkt, dass hier alle nicht nur von einander profitieren, sondern sich auf die ein oder andere Art sogar brauchen. Dank der Notizen in den Büchern lernt man dann auch den jungen Jaspar bei Rückblenden und seine große Liebe Catherine kennen und man versteht, warum er so geworden ist, wie er heute ist. Die Autorin hat hier tolle Charaktere erschaffen, die einem alle ans Herz gehen. Sie wirken authentisch und man kann sich in jeden einzelnen sehr gut hineinversetzen. Eine wirklich schöne Geschichte, die ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Highlight!

Der Gott des Waldes
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Adirondack Mountains im Sommer 1975: Barbara, die Tochter der reichen Familie Van Laar darf zum ersten Mal am Sommercamp im Naturreservat der Familie teilnehmen. Es ist ein Sommer, der alles ...

Adirondack Mountains im Sommer 1975: Barbara, die Tochter der reichen Familie Van Laar darf zum ersten Mal am Sommercamp im Naturreservat der Familie teilnehmen. Es ist ein Sommer, der alles verändern wird, denn eines morgens ist Barbara verschwunden. Trotz groß angelegter Suche kann sie nicht gefunden werden. Und sie ist auch keine gewöhnliche Camperin, denn sie ist die Schwester von Bear Van Laar, der vor vierzehn Jahren in genau den gleichen Wäldern verschwunden ist und bis heute weiß niemand, was mit dem Jungen geschehen ist. Doch weiß wirklich niemand, was mit Bear geschehen ist und könnte Barbaras Verschwinden mit dem ihres Bruders nicht doch zusammenhängen?

Ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Mich hat das Buch und seine Geschichte vollkommen in den Bann gezogen. Einmal aufgeschlagen, konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen und aus mehreren Perspektiven erzählt, aber dennoch verliert man nie den Faden und findet sich in jeder Zeit und bei jeder Person sofort zurecht. Gut gemacht finde ich es hier auch, dass bei jedem Kapitelanfang alle Zeitebenen der Geschichte aufgelistet sind und die, in der das jeweilige Kapitel spielt, fett gedruckt ist. Nach und nach lernen wir so die verschiedenen Mitglieder der Familie Van Laar besser kennen, aber auch die Angestellten des Sommercamps sowie die Ermittler der Polizei. Man erfährt parallel von Bears Verschwinden sowie Barbaras. Und beide sind so spannend erzählt, dass man sich nicht entscheiden kann, welcher Zeitebene man lieber folgt. Und immer wieder fragt man sich, wie all das zusammenhängen mag und welche Rolle welcher Charakter tatsächlich bei den Verschwinden spielt. Die Autorin weiß auch gekonnt mit Cliffhangern zu spielen, sodass ich nicht nur einmal am Ende eines Kapitels verzweifelt war, weil dann wieder zur nächsten Person gesprungen wurde. Aber die "Verzweifelung" hielt nie lange an, denn schon nach wenigen Sätzen des neuen Kapitels war man schon wieder im Geschehen des nächsten Charakteres gefangen.
Zudem hat mir hier besonders gut gefallen, dass man fast bis zum Ende gerätselt hat was mit den beiden Kindern passiert ist. Und auch wenn man zwischendurch die ein oder andere Theorie hatte, waren es doch immer neue, mit denen gekonnt gespielt wurde.

Für mich ein absolutes Highlight, dass ich jedem nur empfehlen kann, der gute Spannungsromane zu schätzen weiß.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Gute Unterhaltung mit so einigen Plottwists

Don't Let Her Stay
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Joanne könnte eigentlich nicht glücklicher sein. Sie führt eine tolle Ehe mit Richard und ist vor kurzem Mutter der kleinen Evie geworden. Und nun möchte auch endlich Richards zwanzigjährige ...

Joanne könnte eigentlich nicht glücklicher sein. Sie führt eine tolle Ehe mit Richard und ist vor kurzem Mutter der kleinen Evie geworden. Und nun möchte auch endlich Richards zwanzigjährige Tochter aus erster Ehe - Chloe - sie kennenlernen. Doch kaum ist Chloe angekommen, bekommt die Freude erste Risse, denn Chloe scheint Joanne nicht leiden zu können und lässt es sie bei jeder Gelegenheit merken und nach und nach fängt Joanne an sich Sorgen um ihre Sicherheit sowie der von Evie zu machen.

Der Schreibstil ist recht einfach und flüssig, wodurch die Geschichte sich sehr schnell lesen lässt. Die Atmosphäre hat mir gut gefallen. Es wird von Anfang an gute Spannung aufgebaut, die durch diverse Plottwist auch aufrecht gehalten werden kann. Allerdings gibt es keine sonderliche Tiefe. Weder in der Handlung noch bei den Charakteren. Und auch wenn ich mir gewünscht hatte mehr hinter die Fassade der Protagonisten blicken zu können, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Die Plottwists sind gut gemacht, jedoch auch keine, mit denen man nicht rechnen könnte, wenn man schon den ein oder anderen Thriller gelesen hat. Zum Ende hin wurde es für meinen Geschmack etwas zu überspitzt, aber Unterhaltung war durchweg gegeben. Ein solider Thriller für Zwischendurch.

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