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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2026

Kreative Auszeit garantiert

Cozy Coloring - Love Yourself
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Das wunderschöne Ausmalbuch „Cozy Coloring – Love Yourself“ hat mich von der ersten Seite an begeistert. Die für Hikaru Kotz typischen Illustrationen sind unglaublich liebevoll gestaltet und vermitteln ...

Das wunderschöne Ausmalbuch „Cozy Coloring – Love Yourself“ hat mich von der ersten Seite an begeistert. Die für Hikaru Kotz typischen Illustrationen sind unglaublich liebevoll gestaltet und vermitteln genau das, was der Titel verspricht: ein gemütliches, wohltuendes und entspanntes Gefühl. Die niedlichen Tierchen und die detailreichen Umgebungen strahlen Geborgenheit aus und versetzen einen ein Stück weit zurück in die Kindheit. Das Thema „Love Yourself“ wird dabei auf eine sehr harmonische und herzerwärmende Weise umgesetzt. Auch die Papierqualität hat mich überzeugt: Die Seiten sind angenehm dick, färben nicht durch und selbst mit durchschnittlichen Buntstiften lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Besonders schön ist, dass die Motive unendlich viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung bieten. Dabei sind der Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt. Egal, ob man kräftige Farben oder sanfte Pastelltöne bevorzugt, jedes Bild wird zu einem kleinen Kunstwerk. Für mich ist dieses Ausmalbuch die perfekte Möglichkeit, nach einem stressigen Alltag abzuschalten, zu entschleunigen und sich ganz bewusst etwas Zeit für sich selbst zu nehmen. Eine klare Empfehlung für alle, die kreative Entspannung lieben.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Perfekte Sommerlektüre

Fünf Tage im Licht
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Mit "Fünf Tage im Licht" gelingt Rhiannon Lucy Cosslett ein ebenso berührender wie sommerlicher Roman. Besonders begeistert hat mich der Schreibstil: Ernste und komplexe Themen werden mühelos in ein leichtes, ...

Mit "Fünf Tage im Licht" gelingt Rhiannon Lucy Cosslett ein ebenso berührender wie sommerlicher Roman. Besonders begeistert hat mich der Schreibstil: Ernste und komplexe Themen werden mühelos in ein leichtes, lockeres Setting eingebettet, ohne dabei ihre Tiefe und Bedeutsamkeit zu verlieren. Die Autorin schafft es, Emotionen, Lebenssituationen und zwischenmenschliche Konflikte auf eine Weise darzustellen, die nahbar und verständlich wirkt. Jede der Figuren ist auf ihre eigene Art besonders, geprägt von individuellen Herausforderungen, die oft aus ihren romantischen Beziehungen entstehen. Spannend wird es vor allem dann, wenn diese individuellen Dynamiken sich in einer Gruppe zusammenfinden. Besonders Sophies Entwicklung hat mich gefesselt. Das absolute Highlight ist jedoch das traumhafte Setting auf der griechischen Insel Sifnos. Der Roman ist eine perfekte Sommerlektüre mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Zwischen Geistern und Geheimnissen

Weavingshaw
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Mit dem Fantasyroman „Weavingshaw“ erschafft Heba Al-Wasity eine düstere, fast gothicartige Atmosphäre voller Geheimnisse, Intrigen und dem Gefühl von Verbotenem. Besonders das Setting hat mich begeistert ...

Mit dem Fantasyroman „Weavingshaw“ erschafft Heba Al-Wasity eine düstere, fast gothicartige Atmosphäre voller Geheimnisse, Intrigen und dem Gefühl von Verbotenem. Besonders das Setting hat mich begeistert – der Roman lebt vor allem von seinem einzigartigen Vibe. Diese einzigartige Stimmung ist mir besonders im Kopf geblieben. Originell fand ich auch die Fähigkeit der Protagonistin, Geister zu sehen, und den Verlust dieser Gabe. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren, vor allem der Deal-Aspekt und die leichte Enemy-to-Lovers-Stimmung, hat mich sehr angesprochen, ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen. Anfangs entwickelt sich die Geschichte eher langsam, gewinnt ab der Mitte aber deutlich an Tiefe und Spannung. Ein gelungener Auftakt, der mich neugierig auf Teil 2 macht und hoffen lässt, dass dessen düstere Atmosphäre noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

64 Arten, unzählige Geschichten

Das Jahr der Schmetterlinge
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Der Roman „Das Jahr der Schmetterlinge“ ist ein leises, eindringliches Buch, das Naturerlebnis und Wissensvermittlung auf besondere Weise verbindet. Lea Korsgaard erschafft ein wunderschönes Setting, das ...

Der Roman „Das Jahr der Schmetterlinge“ ist ein leises, eindringliches Buch, das Naturerlebnis und Wissensvermittlung auf besondere Weise verbindet. Lea Korsgaard erschafft ein wunderschönes Setting, das so lebendig beschrieben ist, dass man sich fühlt, als wäre man selbst vor Ort in Dänemark. Ihre Sprache ist feinfühlig und fast melodisch, wodurch die faktenreiche Passagen und das enorme Wissen leicht und zugänglich wirken. Auf 336 Seiten gelingt ihr ein beeindruckender Spagat zwischen Sachbuch und literarischem Erzählen. Man lernt nicht nur die 64 in Dänemark vorkommenden Schmetterlingsarten kennen, sondern taucht auch in Themen wie Anthropologie, Religion und Folklore ein. Gleichzeitig folgt man der persönlichen Entwicklung der Autorin und gewinnt mit ihr Erkenntnisse über ihre Bewegründe und Innenleben. Ein kluges, berührendes Buch, das Wissen, Atmosphäre, Natur und Menschlichkeit meisterhaft vereint.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Der plötzliche Verlust der Unbeschwertheit

Schwarzer September
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In "Schwarzer September" erzählt Sandro Veronesi von einem einschneidenden Moment, der eine Kindheit abrupt beendet. Der Roman liest sich schnell und mit einer gewissen Dynamik, obwohl der Autor zunächst ...

In "Schwarzer September" erzählt Sandro Veronesi von einem einschneidenden Moment, der eine Kindheit abrupt beendet. Der Roman liest sich schnell und mit einer gewissen Dynamik, obwohl der Autor zunächst viel Raum der Beschreibung der Kindheit des Protagonisten widmet. Diese frühe Lebensphase wirkt geprägt von Beständigkeit: endlose Sommertage, Freude, Freundschaften und die vertraute Geborgenheit der Heimat. Alles scheint von einer ruhigen, beinahe trägen Langlebigkeit erfüllt zu sein.
Gerade diese ausführliche Schilderung der Kindheit macht deutlich, wie stabil und selbstverständlich diese Welt für den jungen Protagonisten erscheint. Die Tage folgen einem scheinbar sicheren Rhythmus, und die Welt wirkt geordnet und verlässlich.
Umso stärker trifft der Bruch, der darauf folgt. Das eigentliche katastrophale Ereignis nimmt im Roman vergleichsweise wenig Raum ein, doch seine Wirkung ist umso intensiver. Trauer und Verzweiflung treffen den Protagonisten plötzlich und mit großer Wucht. Gleichzeitig beginnt auch die größere, weltliche Ordnung zu bröckeln – als würde nicht nur ein persönlicher Schutzraum, sondern ein ganzes Weltbild erschüttert.
Sandro Veronesi gelingt es eindrucksvoll zu zeigen, wie fragil die naive Sicherheit der Kindheit ist. Schwarzer September macht spürbar, wie schnell die scheinbare Stabilität der frühen Jahre verschwinden kann und wie abrupt der Übergang von kindlicher Unbeschwertheit zu einer ersten, schmerzhaften Konfrontation mit der Realität erfolgt.

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