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Veröffentlicht am 24.09.2025

Der Wert der Erinnerungen

Memoria
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In ferner Zukunft sind Waldbrände an der Tagesordnung. Als eben so einer Harriets Zugfahrt unterbricht, wird das Leben der jungen Frau schnell auf den Kopf gestellt. Sie rettet einer älteren Dame das Leben, ...

In ferner Zukunft sind Waldbrände an der Tagesordnung. Als eben so einer Harriets Zugfahrt unterbricht, wird das Leben der jungen Frau schnell auf den Kopf gestellt. Sie rettet einer älteren Dame das Leben, in dem sie dieser in letzter Sekunde aus ihrem brennenden Haus hilft und sie im Auto aus der Gefahrenzone fährt. Es gibt nur ein Problem: Eigentlich kann Harriet gar kein Auto fahren und warum kennt die alte Frau Harriets Namen?

Das Buch beginnt sofort spannend und mit der Zeit sammeln sich immer weitere Ungereimtheiten an. Als Leser ist es besonders interessant, dass sich zu Beginn keinerlei Verbindungen zwischen den aufwallenden Erinnerungsstücken und Harriets tatsächlichem Leben finden lassen. Erst mit Harriets Reise in die Vergangenheit, ihrem Heimort München, ergeben sich neue Bilder. Ich habe stetig Theorien in meinem Kopf erstellt und immer wieder verworfen, das Rätseln um Harriets Leben gefiel mir ausgesprochen gut. Dabei hält sich Zoë Beck nicht an Ausschweifungen, langen Charakter- oder Landschaftsbeschreibungen auf, trotzdem hat man ein schnell ein gewissen Bild vor Augen wie ein zukünftiges Deutschland in diesem Roman aussieht. Auch Harriets Gefühle und Gedanken sind nachvollziehbar und decken sich oft mit jenen des Lesers. Der Rhythmus der Buches ist sehr schnell, was der Tiefe der Geschichte aber nicht schadet. Das unterschwellige Thema, Erinnerungen und geistiges Gedankengut und deren Manipulation und Veränderung durch Fremdeinwirkung und künstliche Intelligenz, macht das Buch zu dem höchst aktuell und regt zum Nachdenken an.

Ich finde das Buch und dessen Thema extrem interessant und habe es in kürzester Zeit gelesen. Auch wenn der Roman seinen Abschluss findet, hätte ich mich gefreut die Figuren noch eine Weile begleiten zu können.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Lenoras Geheimnis

Hope's End
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Kit, eine junge Pflegekraft aus ärmlichen Verhältnissen, nimmt nach einem Jahr Suspendierung eine Stelle auf Hope’s End an.
Das Anwesen liegt abgelegen an Steilklippen und hat eine dunkle Vergangenheit. ...

Kit, eine junge Pflegekraft aus ärmlichen Verhältnissen, nimmt nach einem Jahr Suspendierung eine Stelle auf Hope’s End an.
Das Anwesen liegt abgelegen an Steilklippen und hat eine dunkle Vergangenheit. Vor knapp 50 Jahren soll dessen Besitzerin, als damals 17 Jährige, hier auf brutale Weise ihre eigenen Eltern und ihre Schwester ermordet haben. Seither beteuerte, die in die Tage gekommene, gebrechliche Frau ihre Unschuld und lebt zurückgezogen auf dem einstigen Familiensitz. Noch nie hat Lenora über die Ereignisse an jenem Abend gesprochen, bis sie auf Kit trifft. Dieser möchte sie endlich anvertrauen, was damals wirklich geschehen ist, mit Hilfe ihrer Schreibmaschine, denn Lenora ist seit einem Schlaganfall nur auf diesem Wege zur Kommunikation fähig.

Der Thriller holt einen gleich auf den ersten Seiten ab und steigt ohne Umschweife ins Geschehen ein, in dem Kit eröffnet wird, dass sie das Geheimnis erfahren soll. Ich hatte bis dahin noch kein Buch von Riley Sager gelesen und war daher sehr gespannt, wie sich seine Bücher lesen, besonders nach dem Hype um dieses Buch auf Tik Tok.
Hope‘s End liest flüssig und man kann dem Geschehen schnell folgen, auch wenn mir nicht klar geworden ist, warum Lenora ausgerechnet Kit nach all der langen Zeit ihre Geschichte anvertraut. Das Buch nimmt einen auf zwei Zeitebenen mit, der Vergangenheit in Form von Lenoras Schreinmaschinentextes und der Gegenwart. Dabei schafft es Sager ständig neue Wendungen und Überraschungen zu offenbaren, was einen als Leser stets zum Weiterlesen animiert. An dieser Stelle kann leider nicht zu viel verraten werden ohne zu spoilern. Ich finde aber , dass das Buch einem einen mystisch, grausigen Vibe gibt, der ideal für alle Thriller Fans ist und sich perfekt für eine Lektüre an verregneten Tagen eignet.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Sehr spannend!

Der Mentor
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Drei Frauenleichen, zwei unter einem Schwall Erde begraben, entdeckt durch den fortspülenden Regen. Eine dritte, hängend unweit in einem Baum. Sofort deutet alles auf einen Serienmörder, denn eine Gemeinsamkeit ...

Drei Frauenleichen, zwei unter einem Schwall Erde begraben, entdeckt durch den fortspülenden Regen. Eine dritte, hängend unweit in einem Baum. Sofort deutet alles auf einen Serienmörder, denn eine Gemeinsamkeit teilen die Opfer: eine Nummerierung in Form von römischen Zahlen, eingeritzt in den Nacken der Frauen. Aber von Nummer 2 fehlt jede Spur. Kommissar Jakob Krohn aus Heidelberg bekommt hierfür Hilfe vom LKA München.

Der Thriller folgt primär Jakob und Nova bei den Ermittlungen zu den Waldmorden. Auch wenn man hin und wieder Einblicke in die Gefühlswelt anderer Charaktere bekommt, beschäftigt man sich hauptsächlich mit den beiden. Svenja Diel schafft dabei tiefgründige Persönlichkeiten, die nicht nur plumpe, einfältige Ermittler sind, sondern auch eigene Vorgeschichten und Schicksalsschläge mit sich bringen. Das hilft ungemein, die Vorgehensweise und Entscheidungen Jakobs und Novas nachzuvollziehen und man baut schnell eine Verbindung zu ihnen auf.
Zwischenzeitlich wägte ich mich oft in dem Glauben die Lösung des Falls zu kennen, nur um meine Ideen gleich darauf wieder zu verwerfen und sie mittendrin doch wieder aufzugreifen. Ich fand es super, dass ich bis zum Schluss nur bedingt richtige Schlüsse ziehen konnte und die Spannung immer vorhanden war. So liest sich der Thriller letztlich auch, spannend und schnelllebig, mit vielen Wendungen und kurzen Kapitel. Insgesamt hatte der Roman alles was das Thrillerherz begehrt und ist daher eine absolute Leseempfehlung für jeden, der das Genre liebt.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Im Jenseits

Die sieben Monde des Maali Almeida
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Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er sieben ...

Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er sieben Tage Zeit um den Grund dafür in Erfahrung zu bringen. Gar nicht so einfach in einer von Krieg, Verbrechen und Armut geprägten Welt.


Ich habe das Leseerlebnis sehr genossen, das Buch ist wirklich einzigartig. Nicht nur die Thematik, sondern auch die Herangehensweise gelingt Shehan Karunatilaka äußerst gut. Auch sein Schreibstil liest sich sehr schön und flüssig. Insbesondere seine Charaktere und das Nahebringen deren Gefühle gestaltet der Autor faszinierend. Ich finde es besonders interessant, wie der Roman etwas so Emotionales und Schwermütiges thematisiert und es trotzdem schafft das in den Kontext des Bürgerkrieges zu setzen. Ich hatte mich bis dato kaum tiefer mit dem Land Sri Lanka und dessen Geschichte beschäftigt und konnte durch den Roman einiges an Wissen dazu gewinnen, was das Buch um so wertvoller für mich gemacht hat. Jederzeit würde ich das Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Paris 1940

Paris Requiem
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Paris Requiem von Chris Lloyd ist der zweite Band in der Reihe rund um Inspecteur Eddie Giral. In, dem sich unter Nationalsozialistischer Besatzung befindlichen, Paris, im Jahr 1940, ereignet sich ein ...

Paris Requiem von Chris Lloyd ist der zweite Band in der Reihe rund um Inspecteur Eddie Giral. In, dem sich unter Nationalsozialistischer Besatzung befindlichen, Paris, im Jahr 1940, ereignet sich ein Mord, an einem Häftling. Das Problem? Dieser müsste eigentlich im Gefängnis sitzen und nicht ermordet auf offener Straße. Diesen Fall gilt es aufzuklären für Giral.

Ich habe mich sehr auf den Thriller gefreut, auch wenn ich den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen hatte. Das hat mein Leseerlebnis jedoch nicht weiter negativ beeinflusst. Man kommt schnell in die Story und das Setting rein, was besonders an dem gelungen Schreibstil von Chris Lloyd liegt. Er schafft es leicht durch seine bildlichen Beschreibungen einem ein Gefühl für die Umstände und die Umgebung zu geben, so dass man sich in jene Zeit versetzt fühlt.

Insgesamt fand ich das Buch sehr spannend und freue mich umso mehr noch den ersten Band lesen zu können.

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