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Veröffentlicht am 12.05.2025

Fesselnder Thriller mit düsterem Setting

Die Bucht
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Nancy und Calder sind ein tolles Paar. Nach dem Tod seiner Mutter hat er ihr Haus auf der Insel Langer geerbt. Die beiden lassen London hinter sich und wollen in ein neues Leben starten - vielleicht klappt ...

Nancy und Calder sind ein tolles Paar. Nach dem Tod seiner Mutter hat er ihr Haus auf der Insel Langer geerbt. Die beiden lassen London hinter sich und wollen in ein neues Leben starten - vielleicht klappt es ja nun auch endlich mit dem Nachwuchs. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft hat Calder einen schrecklichen Bootsunfall. Sein Leben hängt am seidenen Faden und nur mit Glück überlebt er. Doch der Unfall hat ihn verändert. Nancy ist beunruhigt und hat in manchen Situationen fast schon Angst vor Calder. Als dann noch eine Leiche angespült wird, überschlagen sich die Ereignisse. Ist Calder gar nicht der, der er vorgibt zu sein?

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Nancy erzählt. Eine wundervolle Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Das Leben auf der Insel ist für sie Neuland und sie gibt sich große Mühe, sich wohlzufühlen. Der Bootsunfall von Calder wirft sie völlig aus der Bahn, und auch sein verändertes Wesen danach macht ihr schwer zu schaffen. Zu Calder habe ich bis zum Schluss keine Bindung aufbauen können. Er war mir zu undurchsichtig und ich wusste nie genau, wie ich ihn tatsächlich einschätzen konnte. Beide Charaktere sind sehr detailliert gezeichnet und ihre Entwicklung hat mir außerordentlich gut gefallen.

Der Schreibstil von Webb ist düster und fesselnd. Ich fand die Szenerie hervorragend und konnte mir dank der bildhaften Beschreibung die Gegebenheiten gut vorstellen. Auch die bedrückende und düstere Atmosphäre hat Webb gekonnt aufgegriffen und mich damit komplett an die Handlung gefesselt. Die Geschehnisse rund um Calders Bootsunfall sowie seine Zeit im Krankenhaus fand ich sehr spannend. Und die Autorin selbst wohl auch, wie sie in ihrem Nachwort nochmal erwähnt.

Fazit: Ein fesselnder Thriller mit düsterem Setting und ereignisreichen Wendungen. Nachdem mich ihr letztes Buch leider nicht überzeugen konnte, hat mich Webb hier wieder voll abgeholt.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Düster, knisternd, voller Geheimnisse

The Predator – Du bist sein Geheimnis
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Hütet euch vor Morana Vitalio! Die Tochter von Mafiaboss Gabriel Vitalio hat es faustdick hinter den Ohren. Das bekommt auch Tristan Caine zu spüren, nachdem Morana ihn verdächtigt, den von ihr selbst ...

Hütet euch vor Morana Vitalio! Die Tochter von Mafiaboss Gabriel Vitalio hat es faustdick hinter den Ohren. Das bekommt auch Tristan Caine zu spüren, nachdem Morana ihn verdächtigt, den von ihr selbst entwickelten Code benutzt zu haben. Tristan gilt als gefürchteter „Predator“, das Phantom der rivalisierenden Mafiafamilie. Natürlich ist er unschuldig, doch mit Morana und Tristan prallen zwei Welten aufeinander, die sich zunächst anfeinden, um letztendlich gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen. Was mit Hass beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer explosiven Lovestory voller Spannung, Geheimnissen und ganz großen Emotionen.

Morana ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Ich mochte sie direkt und habe ihre knallharte und ehrliche Art bewundert. Sie ist zielstrebig, intelligent und furchtlos. Jedoch merkt man schnell, dass Morana bisher auf sich allein gestellt war. Vertrauen kennt sie nicht, da es noch nie jemanden an ihrer Seite gab, dem sie sich gegenüber öffnen konnte. Die Mauer, die sie bisher um sich errichtet hat, ist fast unüberwindbar. Doch einer schafft es sie zu erklimmen: Tristan Caine. Ein äußerst geheimnisvoller und undurchschaubarer Protagonist, bei dem man nie weiß, was er als nächstes vorhat. In seinen jungen Jahren hat er viel Folter erleben müssen, was ihn bis heute geprägt hat. Er redet nicht viel, aber die Worte, die er wählt, gingen mir voll unter die Haut.

Der Schreibstil der Autorin ist so unglaublich fesselnd und mitreißend, dass ich ihre Geschichte regelrecht inhaliert habe. Die Anziehung zwischen Morana und Tristan hat sie so bildgewaltig dargestellt, dass ich förmlich die Funken spüren konnte, die zwischen den beiden hin- und herflogen. Es lag ein deutliches Knistern in der Luft, und RuNyx nimmt kein Blatt vor den Mund. Huiuiui! Und dann dieses Ende! Aaaaahhh! Ich brauche Band 2 – JETZT!

Fazit: Eine knisternde und spannende Story, die mich mitten ins Herz getroffen hat. RuNyx entführt uns in die dunkle Mafia-Welt voller Intrigen und Geheimnisse. Nebenbei lässt sie eine wundervolle Lovestory entstehen, die mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Ich will mehr von Morana und Tristan und kann es kaum erwarten, Band 2 endlich in den Händen zu halten!

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Beeindruckend, extrem spannend, ein Highlight!

Vorsehung
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Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz reinlesen, weil mich der Klappentext so irre neugierig gemacht hat. Doch schon nach ein paar Seiten war ich gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. ...

Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz reinlesen, weil mich der Klappentext so irre neugierig gemacht hat. Doch schon nach ein paar Seiten war ich gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Denn was die Passagiere auf ihrem Flug nach Sydney erwartet, hat mir buchstäblich den Atem geraubt. Eine Dame steht während des Fluges auf und geht durch die Sitzplatzreihen. Dabei erzählt sie jedem Passagier, welche Todesart ihn erwartet und in welchem Alter. Einige ignorieren die Prophezeiungen, andere machen sich lustig über sie. Wieder andere sind erstarrt und haben Angst. Auch Wochen und Monate nach dem Flug schwirren die Worte der "Todesdame" den Menschen noch im Kopf herum. Als sich dann jedoch die erste Vorhersage bewahrheitet und die Nachricht davon die Runde macht, sind plötzlich alle in Schockstarre. Hatte die alte Dame wohlmöglich Recht? Und wie geht man persönlich mit solch einer Todesnachricht um? Mir gingen beim Lesen dermaßen viele Fragen durch den Kopf, dass mich das Buch auch noch beschäftigt hat, als ich längst damit durch war.

Erzählt wird die Story aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei kommen einige Passagiere, die Stewardess Allegra sowie die Todesdame selbst zu Wort. Diese Perspektivwechsel fand ich unglaublich interessant und habe alle Blickwinkel mit Neugier aufgesogen. So unterschiedlich die Charaktere auch sind, so verbunden sind sie dennoch miteinander. Denn obwohl sich ihre Wege am Flughafen Sydney trennen, bleibt bei allen eines zurück: die Erinnerung an die Todesdame und ihre makabren Vorhersagen.

Ich fand die Story irre interessant und Moriarty hat mit ihrem fesselnden Schreibstil ihr Übrigens getan. Die Atmosphäre im Flieger war bedrückend und angespannt und ich war heilfroh, nicht selbst an Bord dieser Maschine gewesen zu sein. Wahrscheinlich hätte mich die Dame mit ihren Prophezeiungen völlig aus der Bahn geworfen. Die Schicksale der einzelnen Passagiere nach dem Flug zu beobachten, empfand ich als äußerst aufregend. Während immer noch einige Fluggäste die Worte der Dame ignorierten, trafen sie andere mit voller Wucht und veränderten dadurch ihre Denkweisen auf das Leben. Auch mich hat diese Story sehr nachdenklich gestimmt und ich habe noch lange nach dem Ende über die Geschichte und auch über das Zitat von Elisabeth Kübler-Ross nachgedacht, das die Autorin zum Abschluss verwendet:

„Erst, wenn wir wirklich begriffen haben, dass wir auf Erden nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung haben – und dass es keinerlei Möglichkeit gibt, zu wissen, wann diese Zeit vorüber ist –, erst dann werden wir damit beginnen, jeden Tag so vollständig zu leben, als wäre es der einzige, der uns zur Verfügung steht."

Fazit: Ein beeindruckender und überraschender Roman, der lange nachwirkt und mich gerade zum Ende hin die ein oder andere Träne gekostet hat. Wie würde ich mein Leben gestalten, wenn ich wüsste, dass es bald vorbei ist? Wäre es einfacher, wenn ich wüsste, dass ich erst in dreißig Jahren sterben werde? Will ich überhaupt wissen, wann mein Leben wie endet? Moriarty hat hier ein sensibles Thema literarisch perfekt umgesetzt! Ich bin sprachlos ... und restlos begeistert.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Beklemmend, düster, fesselnd

Confession Room
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Willkommen im Confession Room! Der perfekte Ort, um eure Sünden anonym zu beichten. Dabei gibt es keine Regeln, wie die ehemalige Ermittlerin Emilia bald erfahren muss. Denn nachdem ein Mordgeständnis ...

Willkommen im Confession Room! Der perfekte Ort, um eure Sünden anonym zu beichten. Dabei gibt es keine Regeln, wie die ehemalige Ermittlerin Emilia bald erfahren muss. Denn nachdem ein Mordgeständnis nach dem anderen eingeht und kurz darauf die zugehörigen Leichen gefunden werden, will Emilia im Hintergrund ermitteln. Doch auch sie hat im Confession Room schon eine Beichte abgelegt, die ihr nun zum Verhängnis wird. Emilia muss nun eine Entscheidung treffen, die ihr komplettes Leben verändern wird - und nicht nur ihr Leben ist betroffen ...

Emilia war mir direkt sympathisch. Eine mutige und ehrliche Frau, die immer noch Schuldgefühle wegen des Mordes an ihrer Schwester hat. Kurz vor ihrem Tod hat diese bei Emilia versucht anzurufen, doch Emilia ging nicht ans Telefon. Bis heute hat sie damit zu kämpfen und ist auch immer noch auf der Suche nach Sophies Mörder. Die tiefe Bindung, die Emilia zu ihrem Ex-Freund hat, fand ich super schön. Er steht Emilia zur Seite und man spürt deutlich, dass seinerseits noch jede Menge Gefühle da sind. Dass er zufällig bei der Polizei arbeitet, spielt Emilia natürlich super in die Karten.

Die Geschehnisse im Confession Room haben mich stark an den ersten Teil von "Saw" erinnert. Mit Ketten an der Wand gefesselt, nur einer wird überleben usw. Teilweise fand ich all das etwas zu weit hergeholt und daher manchmal unrealistisch. Größtenteils allerdings haben mich diese Ereignisse fasziniert und bei Laune gehalten. Der Schreibstil war mitreißend und tat dabei sein Übriges.

Fazit: Ein geschickt konstruierter Thriller, der zwar ins Irreale abdriftet, mich aber dennoch super unterhalten konnte. Coole Plotideen und die lockere Sprache machen dieses Buch lesenswert.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Kreativ, unterhaltsam, mit coolen Sidekicks

Der irische Fremde
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Ich habe dieses Buch schon vor einigen Wochen beendet, wollte und musste es jedoch erst einmal sacken lassen, ehe ich erzähle, was ich darüber zu sagen habe. In den meisten Fällen (sagen wir einfach mal ...

Ich habe dieses Buch schon vor einigen Wochen beendet, wollte und musste es jedoch erst einmal sacken lassen, ehe ich erzähle, was ich darüber zu sagen habe. In den meisten Fällen (sagen wir einfach mal 99%) ist es so, dass mir ein Buch entweder richtig gut oder überhaupt gar nicht gefallen hat. Dieses hier gehört zu den 1%, bei denen ich mir unsicher bin. Ich habe zwischen 3 und 4 Sterne hin- und herüberlegt. Fazit siehe unten.

Was ich vorweg schon mal positiv hervorheben kann, ist die lebendige und erfrischende Sprache. Die hat mich von Anfang an gepackt und begeistert. Ich mochte die bildhaften Beschreibungen - und auch die lockeren Sidesteps, die dafür sorgen, dass einem die Formulierungen vertraut vorkommen. Als würde man all das selber sagen.

Zudem hat der Autor ein Händchen für Charaktertiefe und -entwicklung. Zugegeben: Nicht alle Figuren waren mir sympathisch, nicht mit allen war ich verbunden. Aber das ist für mich auch nicht entscheidend. Viel wichtiger finde ich, dass es der Autor schafft, die einzelnen Personen greifbar zu machen, lebendig. Und das waren sie. Einzig die Kinderpsychiaterin, die hier im Nebenstrang eingeführt wird, blieb relativ blass. Hier hätte ich gern mehr psychologische Fakten erfahren, weil mich Kinderkrankheiten sehr interessieren (ich bin Krankenschwester). Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau und wird von mir nicht bewertet.

Im Prolog lernen wir Mary (alias Maria) kennen und erfahren von dem Brand, der nicht nur das Familienhotel zerstört, sondern den Eltern auch das Leben gekostet hat. Ziemlich tragisch, und de facto ist es nachvollziehbar, warum Mary so geworden ist ... wie sie heute, 25 Jahre später, ist. Ich habe sie als sehr zerbrechlich, verletzlich, labil und rastlos wahrgenommen. Im weiteren Verlauf der Geschichte zeigt sie hier und da eine gewisse Reife und Stärke, trotzdem hat sie ihre Vulnerabilität nie ganz überwinden können.

Am meisten gefiel mir der dritte Leseabschnitt (Kapitel 17 bis 25), der mich mit einigen Wendungen und Ereignissen ziemlich von den Socken gehauen hat. Hier passierte so viel, dass stets eine bestimmte Frage im Raum stand: Whodunnit? Und da sprechen wir direkt über einen weiteren großen Pluspunkt: klassische Elemente. Hier hervorragend vom Autor eingeflochten. Ich war die ganze Zeit am Miträtseln, stellte Thesen auf, verwarf diese wieder, stellte neue auf. I loved it! Und ich habe auch diese kleinen Sidekicks auf Englisch, die man immer wieder findet, geliebt. Clever gemacht, Matthias.

Kommen wir zu dem Grund, weswegen ich bezüglich der Bewertung so am Hadern war: die finale Entwicklung der Story. Bis zum dritten Abschnitt konnte ich gar nicht fassen, was für ein cooles Buch ich da lese. Mir kam das Wort "Jahreshighlight" in den Sinn. Leider hat der letzte Abschnitt das ziemlich verhunzt. Wobei ich hier betonen muss, dass das natürlich Geschmackssache ist! Manch Leser feiert ein bestimmtes Thema, mach anderer möchte nichts darüber lesen. Da ich nicht spoilern möchte, zähle ich mal ganz allgemein auf, was mich persönlich wenig bis gar nicht in Büchern interessiert: Politik, Kriegsgeschehen und -verbrechen, Wirtschaftsprognosen, Börsenbusiness ... und davon war etwas im auflösenden Showdown enthalten. Damit konnte ich leider nichts anfangen und war/bin dadurch ziemlich zwiegespalten, sogar ein bisschen enttäuscht. Das i-Tüpfelchen waren die vielen Versionen der Vergangenheit, die mich verwirrt haben. Und die überkonstruierte Auflösung, wer nun wer ist und wer was gemacht hat und wieso dies, das, jenes. Kurz: Show don't tell! Jedoch möchte ich erneut klarmachen, dass das nichts mit dem Know-how des Autors oder seinen schriftstellerischen Fähigkeiten zu tun hat, sondern lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks ist.

Vielleicht matcht es beim nächsten Buch besser. :) Für dieses gebe ich aufgrund der kreativen Ideen und Wendungen, der facettenreichen Figuren und der coolen Sprache gern 4 Sterne.

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