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Veröffentlicht am 09.06.2018

Überraschend spannend!

Die Scharen des Teufels. Ostfriesland - Thriller
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Rezension: A. Wegmann - "Die Scharen des Teufels"
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Inhalt: Bei einer Geburtstagsfeier im Küstenort Grevensiel wird Privatermittler Michael Jesko vom örtlichen ...

Rezension: A. Wegmann - "Die Scharen des Teufels"
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Inhalt: Bei einer Geburtstagsfeier im Küstenort Grevensiel wird Privatermittler Michael Jesko vom örtlichen Pfarrer gebeten, die Hintergründe einer Grabschändung zu untersuchen. Jesko, der ein paar Tage Urlaub an der Nordsee eingeplant hatte, geht von einer Lappalie aus und erklärt sich bereit, dem sympathischen Mann zu helfen. Bei seinen Ermittlungen kommt er unfassbaren Verbrechen auf die Spur und gerät ins Fadenkreuz eines satanistischen Zirkels, dessen Mitglieder keine Grenzen kennen. Bald ist nicht nur sein eigenes Leben in höchster Gefahr …
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Was passiert, wenn man sich selbst im Weg steht? Richtig. Man ist nicht offen für Neues. Dass ich kein großer Fan bin von Büchern mit Lokalkolorit, ist kein Geheimnis. Und so war mein erster Gedanke, als ich gefragt wurde, ob ich "Die Scharen des Teufels" lesen möchte, erstmal dieser: Oh Gott!

Mir waren Verlag und Autor bis dahin unbekannt. Wie ich erfuhr, veröffentlichte André Wegmann zuvor auch als Selfpublisher. Der Verlag ist auf Ostfriesland-Krimis spezialisiert und so war klar, dass das Setting an der Nordsee spielen würde.

Ich habe es gewagt, mich in weniger vertraute Gewässer gestürzt und es absolut nicht bereut!
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Privatdetektiv Michael Jesko möchte mit seiner Freundin und Kollegin Kimi ein paar Tage an der Nordsee entspannen. Die Zweisamkeit genießen, abschalten und mal nicht an die Arbeit denken. Ein Grevensieler Gutshaus klingt dafür perfekt. Vor allem, weil die befreundete ältere Gastwirtin ihren Geburtstag feiert. Auf diesem wird Michael schließlich vom örtlichen Pfarrer angesprochen und um Hilfe gebeten. Ein Fall von Grabschändung, der sicher schnell gelöst werden könne, heißt es. Niemals hätte jemand auch nur erahnen können, mit welchen Bösartigkeiten man es tatsächlich zu tun bekommen würde.

Da mich Themen wie okkulte Rituale, magische Verschwörungen, Hexerei und das viktorianische Zeitalter auch privat interessieren, konnte mich die Story inhaltlich gut packen. Bei den mir geschätzten detaillreichen Beschreibungen diesbezüglich nahm ich an, dass auch der Autor ein Faible dafür hat. Mir gegenüber verneinte er dies allerdings. Er habe sich nur im Zuge der Recherche damit auseinandergesetzt. Wie ist das, wenn man versucht dem Leser ein okkultes Ritual zu erklären? Hat man die Bilder direkt vor Augen oder orientiert man sich vielleicht an bestimmten Filmszenen? André Wegmann exerziert alles solange im Kopf durch, bis er quasi einen Film im Kopf hat, erklärte er. Das ist sowieso bei allen Szenen so, meinte er, sie laufen als Film in seinem Kopf ab, dann schreibt er sie. Wenn sie noch nicht klar im Kopf sind, heißt das, dass er noch länger drüber nachdenken muss.
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Die Charaktere sind authentisch und gut ausgearbeitet. Michael Jesko ist ein sympathischer Privatermittler, der regelrecht in seinem Job aufgeht. Dank seiner guten Spürnase, behält er auch in brenzligen Situationen die Oberhand. Besonders gut gefällt mir, wie er seine Freundin Kimi wertschätzt und ihr dies auch zeigt. Sie unterstützt ihn bei seinen Ermittlungen als Hackerin und Motivationshilfe. Beide sind ziemlich taff und intelligent. Zusammen ergeben sie beruflich wie privat ein äußerst interessantes Pärchen.

Michaels Partner Peter kommt meiner Meinung nach - wenn auch als Nebencharakter - etwas zu kurz. Man erfährt zwar von seiner Vergangenheit und seiner zumindest äußerlichen Entwicklung, jedoch begrüße ich persönlich tiefergreifendere Charakterisierungen und Merkmale.

Mit den Opfern leide ich grundsätzlich in jedem Buch mit. So auch hier. Was für ein grausames Schicksal, welches die Protagonistinnen ertragen müssen! Klara ist für mich das Musterbeispiel für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, die letztendlich wenig verwunderlich ist bei dem, was sie durchlebt. Auch Petra ist in ihrer Opferrolle für mich jemand, den ich instinktiv zu beschützen versuche. Es ist furchtbar mitzuverfolgen, wie aus einem vermutlich starken, bodenständigen Menschen ein resignierendes, wirres Geschöpf werden kann.

Die Bleekers sind ein Paar, was für mich klar und deutlich das personifizierte Böse darstellt. Frau Bleekers wird ein wenig wie die typische Mitläuferin hingestellt, dennoch bleibt sie mir sehr unsympathisch. Schließlich kann doch jeder selber entscheiden, auf was er sich einlässt und wo er sich mitschuldig macht. Herr Bleekers ist jemand, dem ich nicht mal am Tage auf der Straße begegnen wollen würde. Pfui!

Ich fragte mich, wie viel vom Autor wohl in seinen Figuren steckt. Kann er sich zum Beispiel mit Winfried Bleekers identifizieren? Nein, kann er nicht, meinte er. Eher mit Michael Jesko, der ähnlich denkt und handelt wie er. Auch ein wenig mit Kimi, die ebenfalls auf Gothic-Musik steht.

Übrigens finde ich den Namen einer Protagonistin besonders schön: Rieke. Mit der Namensfindung hatte André Wegmann laut eigener Aussage nie große Probleme. Das käme intuitiv, sagte er. Bei Rieke habe er nach ostfriesischen Mädchennamen gegoogelt und sich dann für diesen entschieden.
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Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, da verschachtelte Sätze den Lesefluss etwas hemmen. Zahlreiche Beschreibungen der Örtlichkeiten und Figuren sind vom Autor sicher gut gemeint, jedoch in ihrer Ausschmückung hin und wieder zu viel des Guten. Dies bessert sich jedoch im Laufe des Buches. Leider gibt es meines Erachtens nach zu viele Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mich sehr stören. Irgendwann versucht man diese zu ignorieren, aber das klappt - zumindest bei mir - nicht gut.

Die Sprache ist angenehm und leicht verständlich. Zwischendurch gibt es Textstellen beispielsweise mit satanischen Flüchen, wo der Autor bewusst auf die deutsche Übersetzung verzichtet. Er erklärte mir, dass er so die Spannung aufrecht erhalten wollte und sich die Dinge sowieso im Kontext ergeben würden. Dem stimme ich nicht gänzlich zu, denn mich hätten diese Übersetzungen durchaus interessiert.

Man merkt allerdings, dass er auch hauptberuflich mit Texten zu tun hat. Er schreibt Reiseberichte, Werbetexte, Produktbeschreibungen und sonstige Artikel.
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Wem würde André Wegmann "Die Scharen des Teufels" empfehlen?

"Allen Krimi/Thriller Fans, die nicht zu zartbesaitet sind und denen auch deftigere Szenen nichts ausmachen. Die vor allem auf eine gute Story aus sind mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen und im Falle der Jesko-Thriller viel Küstenflair."
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Auch Familienangehörige und Freunde haben die Bücher gelesen, hat er mir verraten. Diese freuen sich bestimmt auf den 4. Teil, an welchem der Autor bereits arbeitet. Wann genau es zur Veröffentlichung kommt, könne er jedoch noch nicht sagen. Auch nicht, wie viele Teile es künftig weiter geben wird.

Ich fragte ihn, was er denn privat lesen würde. "Ich lese Horror, Thriller und Krimis. Gerne halt auch mal einen Küstenkrimi, aber eigentlich ist der Ort der Handlung nicht so entscheidend. Gerne auch amerikanische Sachen, also die dort spielen. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Chris Carter, John Katzenbach, Jeffrey Deaver. "Mörderischer Mond" Alexandra Sokoloff ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher."

"Mörderischer Mond" befindet sich bereits auf meinem Wunschzettel und wird dann bald geschmökert. Das Buch fiel mir auf Grund des Covers auf. Wie bei "Die Scharen des Teufels".

Das Cover hier war ausschlaggebend dafür, dass ich dieses Buch begonnen habe. Ich liebe das Meer, vor allem wenn es stürmisch ist und sich die Wellen tobend brechen. Das Pentagramm unter dem Buchtitel wurde gut gewählt und spiegelt den Inhalt grob wider.
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Fazit: In diesem Krimi steckt viel mehr, als ich zunächst annahm. Man braucht ein wenig, um gut in die Story hineinzukommen, aber hat man erst einmal Blut geleckt, kommt man nicht umhin die Seiten in Windeseile umzublättern. Wer sich neben einem spannenden Plot auf ostfriesischem Terrain außerdem für Satanismus und okkulte Rituale interessiert, ist mit diesem Buch bestens bedient.
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https://recensio-online.blogspot.com/2018/06/andre-wegmann-die-scharen-des-teufels.html

Veröffentlicht am 05.06.2018

Wahnsinn!

Tears of Tess - Buch 1
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REZENSION - "Tears of Tess"
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Vorab möchte ich erst einmal die Aufmachung des Buches loben. Ein Paperback mit einem Umschlag in für Festa typischer Lederoptik. ...

REZENSION - "Tears of Tess"
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Vorab möchte ich erst einmal die Aufmachung des Buches loben. Ein Paperback mit einem Umschlag in für Festa typischer Lederoptik. Fühlt sich super an und sieht hochwertig aus.

Ich lasse mich leider öfter mal von der Seitenanzahl abschrecken. Hier sind es 528. Normalerweise würde ich jetzt "Puh!" schreiben, aber tatsächlich fällt mir nur ein "leider ..." ein. 528 Seiten, die man gar nicht merkt. Man liest, fiebert und leidet mit und schwupps ist man am Ende angelangt.

"Tears of Tess" ist mein erstes Buch vom Festa Verlag und ein Versuch, ein neues Genre kennenzulernen: Dark Romance. Bücher, die erotische Szenen enthalten, jedoch - anders als bei einem pornografischen Roman - mit einer gut ausgearbeiteten Story punkten. Der Verlag selbst schreibt, dass zwar viele und heftige Sexszenen vorkommen, diese jedoch bewusst zur Entwicklung der Charaktere beitragen. Damit konfrontiert der Verlag mutig und konsequent die Branche und Medien, bricht Mauern ein, greift Tabu-Themen auf und zeigt beispielhaft, dass Kultur auch anders sein kann.

Dass fast nur Frauen dieses Genre schriftstellerisch bedienen, kann ich nachvollziehen, finde ich allerdings schade. Los, Männer, traut euch! Ich würde gern lesen, wie sich Dark Romance anfühlt, wenn es aus der Feder eines (männlichen) Autors stammt.
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Dieses Buch beginnt mit einem dramatischen, noch ruhigen Prolog. Tess und Brax sind ein glückliches Paar aus Australien und möchten ihre Zweisamkeit bei einer romantischen Reise nach Mexiko auskosten. Tess möchte die Gunst der Stunde nutzen, um Brax von ihren geheimen, sexuellen Fantasien und Neigungen zu erzählen. Was zunächst wie ein Liebes-Trip klingt, entpuppt sich bald zu einer Geschichte, aus der keiner mehr unverändert herauskommt. Tess wird von einem Frauenhändler entführt und verkauft. Der Albtraum beginnt ...

Ich lerne Tess als eine sehr sympathische, mutige und starke Frau kennen, die auch in den schlimmsten Momenten versucht, ihren Lebenswillen aufrecht zu erhalten. Sie beeindruckt mich mit ihrer Robustheit und Tapferkeit.

Q, ein weiterer Charakter in diesem Buch, verkörpert zunächst den reichen Bad Boy. Er ist sexy, sehr attraktiv, hat aber auch seine düsteren Seiten und wirkt oftmals recht besitzergreifend. Bei ihm weiß ich nicht, woran ich genau bin. Er bleibt ein aufregendes Rätsel. Bei den Sexszenen mit ihm bin ich einige Male rot angelaufen :D Später erzählt die Autorin mehr über seine Vergangenheit und gibt einen guten Blick hinter die Kulissen frei. Dadurch wird mir vieles, was er tut und sagt, verständlicher.

Als beide Protagonisten aufeinander treffen, fühlt sich das an wie ein unruhiger Vulkan. Man hat etwas Angst davor, dass er ausbricht, findet die Vorstellung dennoch faszinierend und kann den Ausbruch kaum erwarten.
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Der Schreibstil ist frisch, modern und liest sich flüssig. Die Sprache ist leicht verständlich, facettenreich und ziemlich explizit.

Die Kapitel sind mit Schwalben verziert, die mir gut gefallen. Im Laufe des Buches wird inhaltlich auf sie eingegangen.
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Fazit: Ein beeindruckendes Buch, welches mich fassungslos und emotional völlig durchgenommen (passt ja zum Genre) zurücklässt. Puh! Nichts für Zartbesaitete, aber für Leser mit Mut zu etwas Neuem.

Das Cover wirkt schlicht und harmlos. Das täuscht, meine Lieben! Oh! Ja!
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https://recensio-online.blogspot.com/2018/06/pepper-winters-tears-of-tess.html

Veröffentlicht am 03.06.2018

Spannend inszeniert

iCats Kamikatze
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Erst einmal vorweg: Der Titel wurde klasse gewählt, oder? Kamikatze! Gefällt mir - Achtung Wortwitz! - tierisch gut :)

Das Hörbuch startet quasi mittendrin und punktet auch zugleich mit einer actiongeladenen ...

Erst einmal vorweg: Der Titel wurde klasse gewählt, oder? Kamikatze! Gefällt mir - Achtung Wortwitz! - tierisch gut :)

Das Hörbuch startet quasi mittendrin und punktet auch zugleich mit einer actiongeladenen Szene. Katzenagentin Indy wird entführt. Oh nein! Dabei schafft es der Sprecher Simon Veredon eine angenehme Spannung aufzubauen. Die Hintergrundmusik spielt im angemessenen (üblichen) Zeitmaß (tempo giusto) und unterstützt den Suspense Effekt hervorragend. Hätte auch eine Szene aus "Mission Impossible" sein können. Die musikalische Begleitung dort gefällt mir ebenso gut wie hier. Und wer bitte kennt die Titel-Melodie nicht? summt
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Dass die Autorin mit einer guten Portion Humor ausgestattet ist, merkt man an vielen, wenngleich auch auf den ersten "Blick" unauffälligeren Details wie die Abkürzung KGB. Uns bekannt als der staatliche Geheimdienst Weißrusslands, hier jedoch bezeichnend für den KatzenGeheimBund. Passend also zur Katzenagentin, die mich oft an Catwoman erinnert. Sie ist ziemlich tough, selbstbewusst, intelligent und hat kein Problem damit die Krallen zu benutzen.

Die einzelnen Charaktere sind einzigartig, somit gänzlich verschieden und werden authentisch in Szene gesetzt. Am besten gefallen mir die Sächsisch sprechenden Brüder. Eine herrliche "Überraschung" in dem Katzen-Krimi. Ich habe die Stelle mehrmals angehört, weil sie so witzig ist.
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An wenigen Stellen empfinde ich die Neben- oder Hintergrundgeräusche unpassend. Wenn ich mich storytechnisch in einem Wohnzimmer befinde, in welchem sich zwei Kater unterhalten, erwarte ich nicht unbedingt lautes und belebtes Straßenleben. Das irritiert etwas.

Das Ankündigen von Gefahr hingegen wird von einem gut gewählten Crescendo (Dynamik der Musik) untermauert. Ich spüre förmlich die Bedrohlichkeit, der die mir sympathischen Akteure und deren Defensivkraft ausgesetzt sind.
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Die 25 Kapitel hören sich ratzfatz weg.

https://recensio-online.blogspot.com/2018/06/horeindruck-von-kerstin-fielstedde.html

Veröffentlicht am 28.05.2018

Spannend mit Action

Wenn sie mich finden
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Was hatte ich mich auf die Leserunde zum zweiten Teil dieser Reihe gefreut! Und wie genervt und traurig war ich, dass ich nicht so mitmachen konnte, wie ich wollte. Probleme mit der Urlaubsbuchung (Flüge ...

Was hatte ich mich auf die Leserunde zum zweiten Teil dieser Reihe gefreut! Und wie genervt und traurig war ich, dass ich nicht so mitmachen konnte, wie ich wollte. Probleme mit der Urlaubsbuchung (Flüge wurden einfach annulliert, Koffer gingen verloren) und mit dem Internet haben es mir vermasselt. Lesen konnte ich aber trotzdem :)
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Freunde! Der zweite Teil konnte mühelos an den ersten Teil anknüpfen! Ich war ja bereits bei "Nur wenn ich fliehe" skeptisch auf Grund meiner Erfahrungen mit Büchern, die beinahe durchweg positiv bewertet wurden. Die Skepsis verfolgte mich auch auf den ersten Seiten von "Wenn sie mich finden", verflog jedoch ziemlich schnell. Casey, Dylan - ich habe euch vermisst!
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Casey befindet sich immer noch auf der Flucht und erinnert mich dabei oft an Franka Potente in Lola rennt. Sie ist ziemlich selbstbewusst, mutig, tough und kreativ. Lässt sich allerlei Kniffe einfallen, um ihre Tarnung aufrecht zu erhalten. Das kennen wir ja schon aus dem ersten Teil. Miss MacGyver ;) Kein Wunder also, dass sie bei einer uns bekannten Stelle neue Identitäten besorgt. Ziemlich clever von ihr, gleich mehrere auszuwählen, falls mal eine auffliegt. Hat was vom Zwiebelschalenprinzip. Passt eine Schicht nicht mehr, wird sie abgelegt und die darunter genommen.

Allerdings kritisiere ich stark, dass sie dabei viel zu wenig auf sich selbst Acht gibt. Ihre Hilfsbereitschaft in allen Ehren, sie muss dennoch in erster Linie schauen, dass es ihr gut geht ehe sie anderen vernünftig helfen kann. Wirklich sehr unvernünftig von ihr.

Einige Rezensenten beschreiben Dylan als relativ schwer einschätzbar. Man wüsste nicht, ob man ihm trauen kann und ob er Casey tatsächlich helfen möchte. Das kann ich so nicht bestätigen. Ich finde, man merkt das ganz deutlich. Seine ganze Hintergrundarbeit, sein Zutun, die Unterstützung ... ohne ihn als Ermittler würde das Ganze wesentlich komplizierter ablaufen.
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Ich finde es faszinierend, wie Zeit und Zufall miteinander sympathisieren. Diesmal ist der Plot in seiner eigenen Dimension weniger eng begrenzt als im ersten Teil, wodurch mehr Raum für Spekulationen bleibt. Mein Kopf muss die ganze Zeit arbeiten und die Autorin mich herausfordern! Auch wenn das Ende keine überraschenden Wendungen mit sich bringt, so fühlt es sich dennoch schlüssig, spannend und logisch inszeniert an.
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Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, die Sprache frisch und leicht verständlich.
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Das Cover ist nett anzusehen. Ich finde die Farben gut gewählt. Das Motiv hingegen, nun ja ... hätte die Frau eine etwas verstecktere Haltung, würde mir das Ganze authentischer vorkommen. Wäre mir das Buch dennoch im Handel aufgefallen? Ja!
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Fazit: Ein pulsierender und dynamischer Thriller mit actionreichen Spannungselementen.

Veröffentlicht am 20.05.2018

Was für ein Buch!

Im Blutrausch
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Auf Grund des Motives, entschied ich mich beim Cover für eine zensierte Version. Wer wissen möchte, wie dieses aussieht, kann beim Verlag nachsehen.

Jeder Fan von brutalen Thrillern mit Sex und Gewalt ...

Auf Grund des Motives, entschied ich mich beim Cover für eine zensierte Version. Wer wissen möchte, wie dieses aussieht, kann beim Verlag nachsehen.

Jeder Fan von brutalen Thrillern mit Sex und Gewalt kommt hier auf seine Kosten! Das Buch liest man nicht nebenbei, sondern hintereinander weg. Pageturner! Und was für einer, puh!

Manche Bücher sind so extrem, dass man nicht genau weiß, ob man sie weiterempfehlen sollte. Da ich jedoch in letzter Zeit auf viele Festa-Leser gestoßen bin und mitbekam, was sie mögen, ist eine Rezension zu "Im Blutrausch" sicher gut aufgehoben bei ihnen.

Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, sondern inhaliert. Es ist böse, derb, fies und ein ganz neues Terrain für mich. Meine ersten Gehversuche in diesem Bereich verliefen gut. Jetzt habe ich Blut geleckt :D

In dem Buch geht es um obsessive Gewalt, Folterungen, Kindesmisshandlung und Vergewaltigung einer Minderjährigen. Harter Tobak, Freunde!

Der betagte Ermittler Jack Eichord musste in seinem Leben schon mit mehreren Serienkillern Vorlieb nehmen und ist einiges gewohnt. Für ihn gibt es kaum noch Grenzen des Unfassbaren. Bis zu dem Tag X und einem Fall von grauenvoller Bestialität. Er jagt einen Mörder, der seine Opfer besonders grausam tötet. Zunächst scheint die Tat eher zufällig passiert zu sein, ohne tiefere Motive und ohne erkennbares Muster. Dann stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei dem mutmaßlichen Killer um den Profi Frank Spain handelt. Dieser verfolgt persönliche Ziele und gilt daher umso gefährlicher.

Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was - in einem vertretbaren Rahmen - ganz angenehm ist. So kann man etwas mehr hinter die Fassade der Figuren blicken und sich Gedanken um allerlei Häppchen machen, die uns der Autor im Laufe des Geschehens serviert. Der Schreibstil ist locker und trotz der Einfachheit ziemlich packend. Oder vielleicht genau deswegen?

Am Ende sitzt man da, die Kinnlade heruntergeklappt, die Augen vor Schreck geweitet und sich fragend, wozu das Tier "Mensch" eigentlich alles imstande ist.