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Veröffentlicht am 14.04.2026

Humorvoller Gartenkrimi

Gärten, Gift und kalte Rache
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Bereits zum dritten Mal ermitteln die Gartenladies und ich lerne wieder viel Neues über die heimische Flora.

Dieses Mal wird die schön anzusehende Pflanzenwelt verwendet, um Bewohner von Oberdistelbrunn ...

Bereits zum dritten Mal ermitteln die Gartenladies und ich lerne wieder viel Neues über die heimische Flora.

Dieses Mal wird die schön anzusehende Pflanzenwelt verwendet, um Bewohner von Oberdistelbrunn zu vergiften. Da fällt der Verdacht der Polizei natürlich sofort auf die Kräuterhexe Pauline, welche die Bezeichnung „botanisch versierte weise ältere Frau“ bevorzugt.

Paulines Freundin Berta, Partnerin in Crime, ist bekannt für ihre farbenprächtige Kleidung und hält überhaupt nichts von gedeckten Farben. „Schwarz ist keine Farbe. Schwarz ist ein Zustand. Immer total negativ, in keinem Fall gut. Dazu fällt mir nur angebranntes Essen, ein nächtlicher Stromausfall, Todesanzeigen, Karies oder unsere Innenpolitik ein“.

Ebenfalls mit dabei ist die Schwarze Witwe Bobo, welche ihre Stilettos gezielt als Waffe einzusetzen weiß. „Diese Frau besaß den Charme einer Rolle Stacheldraht, gepaart mit einem Gemüt, das zunehmend nach einer Charaktertranplantation verlangte.“

Bei den Büchern von Klaudia Blasl staune ich immer wieder über ihre Wortgewalt. Bei jedem Satz gilt es genau zu lesen, damit ich auch nichts von dem feinsinnigen Humor verpasse. Hier stimmt jedes Wort, Pointen reihen sich aneinander, so etwas kann keine KI.

Der Fall selbst macht mich betroffen, wieder einmal zählen Geldgier und Machtgehabe mehr als Menschenleben, wie traurig. Aber glücklicherweise gibt es auch viel zu lachen, so dass ich das Buch mit einem Schmunzeln zuklappe und hoffe, dass es sehr bald wieder weitergeht in Oberdistelbrunn.

Wer auch Lust hat auf wunderbare Wortschöpfungen, ironische Beschreibungen einer Langzeitehe und spannende Fälle im Gartenmilieu, dem empfehle ich „Gärten, Gift und kalte Rache“ sowie die gesamte Reihe sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Bilder und Gedanken zum Glück

KUNTH Meine Reise zu mehr Glück
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Was macht mich glücklich? Sind es die Lavendelfelder in der Provence? „Endlose violettfarbene Wellen unter provenzalischem Himmel, die Einfachheit der Natur in perfekter Harmonie. Ein Anblick, der die ...

Was macht mich glücklich? Sind es die Lavendelfelder in der Provence? „Endlose violettfarbene Wellen unter provenzalischem Himmel, die Einfachheit der Natur in perfekter Harmonie. Ein Anblick, der die Seele aufatmen lässt.“

Neben wunderbaren Bildern, für die ich die Bücher des Kunth Verlages so liebe, stellt mir dieses Buch auch Aufgaben. „Konzentriere dich bei deinem nächsten Spaziergang auf eine Farbe. Schau wo sie dir begegnet.“

Hunderttausende Stare, die am Himmel ein gigantisches Ballett zelebrieren, Polarlichter auf Island oder der Lichteinfall im Antelope Canyon. Welches dieser Bilder macht mich glücklich? Oder ist es der Mensch, der mich dabei begleitet?

Yoko Ono hat gesagt: Es ist besser durchs Leben zu tanzen als durchzumarschieren.“ Das möchte ich beherzigen.

„Wann habe ich zuletzt laut gelacht und warum?“ „Woran erkenne ich, dass ein Moment wirklich zählt?“ Es bringt mich zum Nachdenken und ich erkenne, dass ich immer mal wieder aus der Routine ausbrechen muss, vielleicht liebe ich deswegen das Reisen so sehr.

Ein wunderbares Buch mit grandiosen Bildern und kleinen Gedankenanstößen. Ich schließe mit dem Zitat von Erasmus von Rotterdam: „Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannung an der Adria

Grado im Traum
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Was für ein Albtraum: da kann man sich nicht mal gemütlich betrinken, sondern gerät stattdessen in Lebensgefahr 😉. Wobei meine eigene Einstellung zu Alkohol ist: Mocktails schmecken sowieso viel besser.

Felix ...

Was für ein Albtraum: da kann man sich nicht mal gemütlich betrinken, sondern gerät stattdessen in Lebensgefahr 😉. Wobei meine eigene Einstellung zu Alkohol ist: Mocktails schmecken sowieso viel besser.

Felix Bischofsberger, vom Leben und der Moral seiner Firma enttäuscht, genießt das faule Leben dank einer hohen Abfindung in Grado. Leider sucht er sein Heil im Alkohol und als er gerade mal wieder volltrunken im Außenbereich seiner Lieblingsbar den Rausch ausschlafen will, hört er, wie zwei Männer den Mord an einer Frau planen. Als er sich am nächsten Tag bei der Polizei meldet, will man ihm nicht glauben, schließlich ist er sich selbst nicht mehr sicher, ob ihm der Alkohol nicht einen Streich gespielt hat.

Commissaria Maddalena Degrassi hat gerade andere Sorgen: sie muss sich um drei Neue kümmern, davon ist eine Gina Biasut, die Nichte des Bürgermeisters, die fehlendes Können mit großem Selbstbewusstsein und einer Ellbogenmentalität kompensiert. Dazu kommt ein Reifenschlitzer, der die Bevölkerung verärgert.

Ich habe mich über das Wiedersehen mit Maddalena und ihrem Team gefreut. Die blonde Gina ist mir allerdings sofort unsympathisch. Männern schöntun und sich anderen Frauen gegenüber überlegen fühlen, alles besser wissen und nicht auf die erfahrenen Kollegen hören, sich auf Kosten anderer zu profilieren, solche Menschen gibt es leider und ich kann nur hoffen, dass Gina die Ermittlungen nicht versaut.

Denn als kurze Zeit später tatsächlich eine Frau tot aufgefunden wird ist klar, der Betrunkene hat die Wahrheit gesagt.

Ich fühle mich inzwischen schon ein bisschen wie zuhause in Grado. Die Sonneninsel in Norditalien klingt sehr idyllisch und die Beschreibungen der Autorin machen Lust darauf, die Region einmal selbst zu erkunden.

Ein spannender Fall, eine mehrheitlich sympathische Ermittlertruppe und Sonne, Strand und Meer lassen mich die Seiten verschlingen und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht in Grado.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein wunderbarer Ort zum Träumen und sich Verlieben

The Faraway Inn
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Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Fantasy und „The Faraway Inn“ besticht schon durch sein wunderschönes Cover. Alles glitzert und funkelt, ich spüre sofort die Magie und der entzückende Hase auf ...

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Fantasy und „The Faraway Inn“ besticht schon durch sein wunderschönes Cover. Alles glitzert und funkelt, ich spüre sofort die Magie und der entzückende Hase auf dem Farbschnitt, die Blumenwiese und Schmetterlinge verströmen pure Harmonie. Hier möchte ich auch mein müdes Haupt betten und zur Ruhe kommen.

Allerdings ist das Faraway Inn in den Wäldern von Vermont zunächst ziemlich heruntergekommen und Calisa, die die Sommerferien bei ihrer Großtante Zee verbringen möchte, wartet vergeblich auf Willkommensfreude und Begeisterung bei ihrer Verwandten. Was sind das für seltsame Gäste und wie kommen diese überhaupt zum Gasthaus? Und warum darf Calisa keine Fragen stellen und keine Türen öffnen?

Nach und nach werden Geheimnisse enthüllt und Jack, der Sohn des Hausmeisters, trägt sehr dazu bei, dass Calisas Liebeskummer verschwindet. Calisa und Jack stürzen sich mit Feuereifer in die Aufgabe, das Faraway Inn zu neuem Glanz zu erwecken und ich genieße meinen Aufenthalt hier sehr.

Was für eine bezaubernde Geschichte voller Magie, seltsamer Wesen und absoluten Wohlfühlmomenten, bitte mehr davon.

Dieses Buch ist „für jeden, der der Realität entfliehen möchte, der einen Zufluchtsort braucht, der einen Moment durchatmen muss.“

Sehr gerne empfehle ich „The Faraway Inn“ weiter und hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Der Tod geht um auf der Burg

Tod auf Hohenzollern
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2025 wollte ich unbedingt mal den Winterzauber auf Burg Hohenzollern erleben. Die Tickets waren gekauft und dann hat eine Erkrankung den Besuch leider vereitelt. Nach „Tod auf Hohenzollern“ steht mein ...

2025 wollte ich unbedingt mal den Winterzauber auf Burg Hohenzollern erleben. Die Tickets waren gekauft und dann hat eine Erkrankung den Besuch leider vereitelt. Nach „Tod auf Hohenzollern“ steht mein Entschluss fest, ich muss es unbedingt erneut probieren.

Ob mir dann auch Wolfgang Kramer begegnet? Seines Zeichens Schlossmeister auf Burg Hohenzollern und Herr über rund 300 Schlüssel. Oder seine Tochter Hannah, die in der Gastronomie der Burg tätig ist. Auf die Entdeckung eines Toten kann ich dagegen gut verzichten, das Ermitteln überlasse ich gerne Wolfgang und Hannah.

Besonders gut gefallen hat mir der Prolog, die Kennenlerngeschichte der Großeltern von Wolfgang, welche eine ganz besondere Bedeutung für die Klärung dieses Falles haben wird.

Möchten wir uns nicht alle insgeheim wie eine Prinzessin fühlen oder woher rührt diese Faszination für Burgen und Schlösser? Yvette Eckstein kennt die Burg Hohenzollern seit ihrer Kindheit und die Verbundenheit und Liebe zu diesem Ort ihrer Kindheit spürt man in jeder Zeile. Ich jage jeder Menge falscher Spuren hinterher, erlebe traurige Schicksale und lache und weine mit den Protagonisten.

Tod auf Hohenzollern hat mich bestens unterhalten und Lust gemacht, selbst einmal den wunderbaren Ausblick von der Burg zu genießen.

Ich vergebe 5 Sterne für diesen spannenden Krimi und empfehle Tod auf Hohenzollern sehr gerne weiter.

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