Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2025

New York, ich komme

Acht (un)geplante Tage mit dir
1

Ich muss gestehen, ich war schon in New York, aber „Acht ungeplante Tage mit dir“ hat mir noch einmal einen anderen Blick auf diese Stadt, die niemals schläft, geschenkt. Natürlich habe ich nicht eine ...

Ich muss gestehen, ich war schon in New York, aber „Acht ungeplante Tage mit dir“ hat mir noch einmal einen anderen Blick auf diese Stadt, die niemals schläft, geschenkt. Natürlich habe ich nicht eine ganze Woche in New York verbracht, mich haben die grandiosen Nationalparks in diesem Land mehr gelockt als ein Städtetrip, aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wurde plötzlich die Lust geweckt, tiefer zu gehen mit den Erkundungen und auf den Spuren von Hazel und Lukas zu wandern.

Die vielgereiste Hazel und der etwas nerdige Bruder ihrer besten Freundin treten gemeinsam eine gewonnene Reise nach New York an. Die Unterschiede zwischen den beiden könnten nicht größer sein, Lukas hat den wohl aufregendsten Trip seines Lebens minutiös durchgeplant, Hazel geht gerne mit dem Flow und trotzdem verändert diese Reise beide und führt zu einem überraschenden Ende.

Hier zeigt sich wieder einmal, dass der Flamingotales Verlag ein großartiges Händchen für seine Autoren und Autorinnen hat. Vera Conny Jack, in der Buchcommunity auch als europeantravelgirl bekannt, versteht es wunderbar, eine berührende Liebesgeschichte in ein Reiseabenteuer zu weben und gönnt sich sogar einen Cameo Auftritt im Buch. Ich liebe diese Kombination aus Romance und Reiseerlebnissen und bekomme sofort Lust, mich selbst auf den Weg zu machen.

Ich habe mit Lukas geschwitzt, ein Picknick im Central Park genossen und begeistert den Talenten von morgen im Stardust Diner gelauscht. Der Besuch des 9/11 Memorials hat mich mitten ins Herz getroffen und auch ich weiß noch, was ich an diesem Tag gemacht habe.

Acht ungeplante Tage mit dir hat mich begeistert und musste in einem Rutsch gelesen werden. Ich bin schon gespannt, ob es mehr von dieser Autorin zu lesen gibt und auf welche Reise mich der Flamingo als nächstes mitnimmt.

5 Sterne und eine begeisterte Leseempfehlung für diesen besonderen Blickwinkel auf New York.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2025

Nordisch, düster, spannend

Schmerz
0

Ein Teenager verschwindet im Thingsvellir Nationalpark, einer Stätte, an der es Mitte des 16. Jahrhunderts zur grausamen Tötung von Verurteilten kam. Die Namen der Orte erinnern an die damaligen Ereignisse, ...

Ein Teenager verschwindet im Thingsvellir Nationalpark, einer Stätte, an der es Mitte des 16. Jahrhunderts zur grausamen Tötung von Verurteilten kam. Die Namen der Orte erinnern an die damaligen Ereignisse, wie Ertränkungsbecken, Schafottlandzunge, Geißelinsel und Feuerschlucht.

Mit den Ermittlungen wird ausgerechnet Dora beauftragt. Die Polizistin kämpft mit den Folgen einer Hirnverletzung aus einem Einsatz und soll eigentlich nur Schreibtischarbeit leisten. Dora ist keine Superheldin, sie wirkt nicht auf Anhieb sympathisch, hat viele seltsame Angewohnheiten und trotzdem mag ich sie. Ihre Stehauf-Mentalität, wie sie sich mit ihren Einschränkungen arrangiert und zu merkwürdigen Methoden greift, dafür zolle ich ihr Beifall und sie bringt mich zum Schmunzeln. Dora ist das Licht in der Düsternis.

Dora zur Seite steht Rado, der Sohn serbischer Einwanderer. Familiäre Verbindungen behindern sein Vorwärtskommen bei der Polizei, kann man ihm wirklich vertrauen oder wiegen die Familienbande schwerer als Gesetz und Ordnung? Eine spannende Thematik, der sich nicht nur Island stellen muss.

Ein wenig ungewohnt lesen sich die Namen der isländischen Örtlichkeiten, was daran liegt, dass es in der isländischen Sprache 32 Buchstaben gibt und uns deswegen einige sehr unbekannt vorkommen. Aber immerhin hat sich ganz Europa 2010 auch den Vulkan Eyjafjallajökull merken können, so dass ich im Laufe des Buches immer flüssiger die ortstypischen Begriffe lese. Diese tragen zudem dazu bei, das Geschehen authentischer darzustellen. Ich fühle das Dunkle, welches ganz besonders in den langen Wintermonaten Island beherrscht.

Dora und Rado sind die Underdogs bei der isländischen Polizei und das macht sie so sympathisch. Der Fall selbst wartet mit ungewohnten Wendungen auf und ich inhaliere die Seiten, will endlich die Zusammenhänge begreifen, fiebere auf die Auflösung des Falles hin.

Mir hat dieser literarische Ausflug nach Island sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Fälle für dieses ungleiche Ermittlerpaar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2025

Geld allein macht auch nicht glücklich

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
0

Die Cover dieser Reihe bringen mich zu Schmunzeln und machen gute Laune. Sofort fühle ich mich an die Küste versetzt und freue mich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Das liebenswerte Trio, aus dem ...

Die Cover dieser Reihe bringen mich zu Schmunzeln und machen gute Laune. Sofort fühle ich mich an die Küste versetzt und freue mich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Das liebenswerte Trio, aus dem ich immer noch nicht so richtig schlau werde: Dorfpolizist Rudi, Postbote Henner und Lehrerin Rosa, die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel und klären gemeinsam jeden Fall.

In der neuen Seniorenresidenz gibt es einen Todesfall und es hat nicht etwa einen der älteren Bewohner getroffen, sondern die deutlich jüngere Frau des Unternehmers Erich Beninga, der auch Namensgeber für das luxuriöse Anwesen ist. Ich fürchte allerdings, dass sich die wenigsten von uns eine Unterkunft in der Beninga Burg leisten könnten, aber auf dem Steffens Hof von Heiners Familie lässt es sich auch gut leben. Da treffen sich eigentlich auch alle immer wieder, die gute Küche von Mudder Steffens wirkt besonders anziehend.

Wem wie mir deswegen auch pausenlos das Wasser im Mund zusammenläuft, der kann am Ende der Geschichte noch ein paar Rezepte zum Nachkochen ausprobieren.

Es sieht nicht gut aus für Denise, die Exfrau von Rudi, denn auch für den zweiten Mord wird sie verdächtigt.

Das Autorenduo legt wieder jede Menge falsche Spuren und ich tappe auch prompt in ihre Fallen und jage den falschen Verdächtigen nach. Darüber hinaus lerne ich einiges über Pütten und Säbelschnäbler und nehme mir fest vor, die kultige Stammkneipe Dattein in Neuharlingersiel einmal selbst zu besuchen. Ob dort dann womöglich auch ein Foto von Rudi, Henner und Rosa hängt?

Ich hatte wieder viel Spaß, konnte eifrig mitermitteln und wollte das Buch nicht aus den Händen legen.

Ich freue mich, dass den Autorinnen die Ideen für weitere Geschichten nicht ausgehen und bereits Fall 13 in Arbeit ist.

Sehr gerne empfehle ich die spröden Sprotten weiter und freue mich schon auf die nächsten Ausflüge nach Neuharlingersiel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2025

Berührende Geschichte mit Tiefgang

Jede Welle flüstert deinen Namen
0

Jede Welle flüstert deinen Namen habe ich als Hörbuch von Ella Fandrey vorgelesen bekommen und gleich von Anfang an hat mich die Geschichte von Isabelle in ihren Bann gezogen. Die Sprecherin schafft es ...

Jede Welle flüstert deinen Namen habe ich als Hörbuch von Ella Fandrey vorgelesen bekommen und gleich von Anfang an hat mich die Geschichte von Isabelle in ihren Bann gezogen. Die Sprecherin schafft es ausgezeichnet die Stimmung wiederzugeben und sofort befinde ich mich in Andalusien und spüre hautnah die Angst der jungen Schwimmerin um ihren Zwillingsbruder.

Die ehrgeizige Pariserin Isabelle hat die Schwimmwettkämpfe hinter sich gelassen, aber das tägliche Schwimmtraining begleitet sie noch weiterhin und ist der einzige Ausgleich für ihren stressigen Beruf. Schon bald ertappe ich mich dabei, dass ich auch an meiner Hand schnuppere, um mich zu beruhigen 😉.

Als Isabelle beruflich nach Andalusien zurückkehren muss, muss sie sich auch ihren Ängsten und Schuldgefühlen stellen.

An der Costa de la Luz zuhause ist Raul. Der attraktive Surferboy gilt als Frauenheld und kann es kaum glauben, als Isabelle ihn abblitzen lässt. Einfühlsam lässt Johanna Moertl ihren Protagonisten Zeit und Raum, sich weiterzuentwickeln. Dabei sind Isabelle und Raul in der Lage, sich gegenseitig zu helfen, die Wunder der Vergangenheit zu heilen und endlich loszulassen.

Ich hingegen wollte nicht loslassen, die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich wollte nicht aufhören zu lesen. Jede Welle flüstert deinen Namen ist erfrischend anders mit vielen Plot-Twists, die mich überraschen und deswegen bekommt dieses Buch von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2025

Ich habe ein neues Reiseziel entdeckt: Vietnam

KUNTH Unterwegs in Vietnam
0

Vietnam, ein für mich bis dato unbekanntes Land, möchte ich durch das große Reisebuch aus dem Kunth Verlag kennenlernen. Schon das Cover macht mich neugierig, denn Vietnam ist das Land der intensiven Farben.

Ein ...

Vietnam, ein für mich bis dato unbekanntes Land, möchte ich durch das große Reisebuch aus dem Kunth Verlag kennenlernen. Schon das Cover macht mich neugierig, denn Vietnam ist das Land der intensiven Farben.

Ein Land mit einem zweigeteilten Klima: der subtropische Norden mit warmen Sommern und milden Wintern und der tropische Süden mit einer sommerlichen Regenzeit.

Vietnam präsentiert sich überraschend vielseitig: Streetfood in Ha Noi schlemmen, auf einer Boostour das Mekong Delta erkunden, UNSESCO-Welterbe in Hué, Reisterrassen im Norden und Sandstrände im Süden, das klingt alles sehr spannend und abwechslungsreich und mein Reiseherz lacht.

Am bekanntesten ist sicherlich die Halong-Bucht im Norden und Ho-Chi-Minh Stadt im Süden. Aber ich entdecke auch viele andere überraschende Dinge. Auf der einen Seite das moderne Vietnam mit einer der längsten Glasbodenbrücken und auf dem nächsten Bild eine Brücke aus Holzbohlen, die aus einem Actionfilm stammen könnte, bei der der Held in die Tiefe stürzt, weil die Brücke auseinanderbricht.

Auf den Wochenmärkten stechen besonders die verschiedenen bunten Trachten der unterschiedlichen Volksgruppen hervor. Die in jahrhundertelanger Arbeit angelegten und gepflegten Reisterrassen sind der Inbegriff der nordvietnamesischen Landschaft und das Ganze sieht für mich nach schwerer körperlicher Arbeit aus.

Die viertgrößten Wasserfälle der Welt liegen im Norden Vietnams und während die meisten die Plätze 1-3 (Iguazu, Victoria- und Niagarafälle) zumindest namentlich kennen, habe ich von Ban Gioc bisher noch nie gehört.

Spannender als die wissenschaftliche Erklärung, wie die Felskegel der Halong Bucht entstanden sind, finde ich die Geschichte, dass der Drache Ha Long für diese mystisch anmutende Landschaft verantwortlich sein soll.

Prachtvolle Pagoden, der Literatur Tempel für Bookies natürlich ein Muss, Wasserpuppentheater, immer wieder Neues entdecke ich und kann mich nicht sattsehen an den farbenprächtigen Bildern.

Mindestens 500 verschiedene Gerichte kennt die traditionelle vietnamesische Küche und ein Urlaub reicht da nicht, sie alle zu probieren. Ein vietnamesisches Sprichwort sagt: „Das Leben ist zu kurz, um eine schlechte Suppe zu essen“, in den Garküchen am Wegesrand wird frisch gekocht und ich bekomme richtig Appetit auf die regionalen Spezialitäten.

Ich schmunzle über Bilder mit vollgepackten Fahrrädern, bei denen man den Fahrer kaum noch erkennen kann. Transportiert wird hier alles, von Reissäcken, mannshoch gestapeltem Hausrat, Familienangehörigen bis hin zu einem Sarg.

Eine Doppelseite ist dem Vietnamkrieg gewidmet und die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bilder machen betroffen.

Doch schon geht es weiter mit dem Wolkenpass, dem Verbindungsglied zwischen Norden und Süden, einer feuerspeienden Drachenbrücke, Lampionmacher bei der Arbeit bewundern oder der Besuch der faszinierenden Tempelstadt My Son, mir schwirrt der Kopf und so ist es Zeit, mich an den schönsten Stränden zu entspannen.

Vietnam ist inzwischen weltweit der zweitgrößte Exporteur für Kaffee und Heimat von vielen spannenden Tieren wir dem Siam-Krokodil, Elefanten, Kragenbären oder auch Rotschenkligen Kleideraffen und Meeresschildkröten.

Häuser auf Stelzen im Mekong-Delta kontrastieren mit prachtvollen Tempeln oder Nobelbistros in Ho Minh Stadt.

Wer „An einer Kokospalme übers Meer schaukeln“ auf seiner Bucketlist stehen hat, sollte die Insel Hon Son aufsuchen und überall beeindruckt die unglaubliche Farbe des Meeres. Mir hat dieses Reisehandbuch gezeigt, dass Vietnam definitiv eine Reise wert ist und wer aus welchen Gründen auch immer Vietnam nicht persönlich besuchen kann, hat mit diesem Buch die Gelegenheit, zumindest eine gedankliche Bilderreise zu unternehmen.

Sehr gerne empfehle ich „Unterwegs in Vietnam“ weiter und schließe mit einem letzten vietnamesischen Sprichwort, welchem ich nur zustimmen kann: „Ein Tag des Reisens bringt einen Korb voll Lernens“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil