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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2024

Ziemlich schwere Kost

Liebe findet uns
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Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive ...

Für mich war das Buch in mehr als einer Hinsicht überraschend. Leider waren die Überraschungen nicht nur positiver Natur. Aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an.
Das Buch wird aus der Perspektive von Heather erzählt, eine der Hauptpersonen, die mit ihren zwei Freundinnen nach Abschluss der Universität durch Europa reist. Die drei Freundinnen sind grundverschieden, ergänzen sich aber perfekt und man spürt beim Lesen die tiefe Freundschaft, die sie verbindet. Diesen Teil der Geschichte habe ich besonders gemocht.
Auch die Ortsbeschreibungen von Autor J.P. Monninger waren hervorragend. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl mit den Protagonisten durch Paris zu schlendern oder im Zug nach Amsterdam zu sitzen. Ich konnte den Wind auf meiner Haut spüren und die verschiedenen Gerüche wahrnehmen. Dies muss man dem Autor wirklich zugutehalten, dass er es mit seinem Schreibstil schafft, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Die Stimmung des Buches ist meiner Meinung nach ziemlich düster und getragen, dies wird auch durch den Erzählstil des Autors unterstrichen. Viele Stellen des Buches sind langatmig und ich habe oft auf die Seitenanzahl geschaut, um zu sehen, wann ich es denn endlich geschafft habe.
Die Geschichte dreht sich um die Liebesgeschichte von Heather und Jack, die sich zufällig begegnen und vom ersten Augenblick unsterblich ineinander verliebt sind. Diese unglaubliche und allesverzehrende Liebe habe ich aber nicht gespürt. Für mich sprang da kein Funke über und es war kein Knistern zu spüren. Dies liegt meiner Meinung nach vor allem an Jack, der mich die meiste Zeit einfach nur genervt hat und dessen Charakter und Verhaltensweisen ich nicht verstehen konnte. Mir ist bewusst, dass Jack den Großteil des Buches absichtlich mysteriös dargestellt wird und dies erst gegen Ende gelöst wird, aber ich fand ihn weniger mysteriös, sondern eher arrogant und nervig.
Liebesromane müssen nicht immer seicht sein oder ein Happy End haben. Bei einem guten Liebesroman sollte es um die großen Gefühle gehen und da dürfen auch gerne mal die Tränen beim Lesen fließen. Leider war hier nichts davon der Fall. An vielen Stellen habe ich mich durch das Buch gequält und mir nur mehr gewünscht, dass es endlich ein Ende hat.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Durchschnittlich unterhaltsam

Rocky Mountain Lynx
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All jene die bis dato noch nie mit dem Städtchen Independence und seinen Bewohnern in Berührung gekommen sind, würde ich empfehlen, bei Band 1 der Serie zu starten. Denn obwohl die Bücher alle in sich ...

All jene die bis dato noch nie mit dem Städtchen Independence und seinen Bewohnern in Berührung gekommen sind, würde ich empfehlen, bei Band 1 der Serie zu starten. Denn obwohl die Bücher alle in sich abgeschlossen sind, bauen sie in gewisser Weise aufeinander auf.
Dieser Teil widmet sich einer weiteren Leonie Schwester, und zwar Aurora. Das Liebespaar im Fokus dieses Bandes ist somit Forensikerin Aurora und Bergführer Chance.
Der Aufbau des Buches unterscheidet sich nicht wirklich von seinen Vorgängern. Dies mag für manche vielleicht langweilig sein, ich mag aber die Beständigkeit in diesem Fall sehr gerne. Anders ist dieses Mal aber, dass die Geschichte Großteils nicht in Independence selbst, sondern eher in den Wäldern rundherum stattfindet. War für mich eine schöne Abwechslung. Allerdings kamen dadurch auch die anderen Bewohner von Independence ein wenig zu kurz. Einzig den Disney Sisters und ihren Wetten wurde wieder mal viel Raum gegeben.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich mittlerweile satt gelesen habe an Independence oder ob wirklich langsam die Luft draußen ist. Auf jeden Fall konnte mich dieser Band nicht mehr so begeistern wie so viele andere davor. Die Geschichte war ganz unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Besonders gestört hat mich aber das Ende, dieses kam für meinen Geschmack ein wenig zu abrupt. Da bin ich anderes von Autorin Virgina Fox gewöhnt.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Man muss nicht vegan leben um dieses Kochbuch zu lieben

Japan vegan
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Die meisten denken an Sushi und Ramen, wenn sie an die japanische Küche denken. Und vor allem denken sie an Fisch und Meeresfrüchte. Dabei hat die japanische viel mehr zu bieten als Sushi und Fisch.
Autorin ...

Die meisten denken an Sushi und Ramen, wenn sie an die japanische Küche denken. Und vor allem denken sie an Fisch und Meeresfrüchte. Dabei hat die japanische viel mehr zu bieten als Sushi und Fisch.
Autorin Julia Boucachard ist zwar nicht in Japan aufgewachsen, sondern Großteils in der Bretagne, hat aber durch ihre japanische Mutter bereits von Kindheit an, die japanische Küche kennen und auch lieben gelernt. Julia Boucachard lebt mittlerweile seit einigen Jahren vegan und betreibt in Paris ein veganes, japanisches Restaurant.
Besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die Autorin einerseits aufzeigt wie viele von Haus aus vegane, japansiche Gerichte es eigentlich gibt. Ich denke gerade dieser Punkt wird für die überraschend sein. Zusätzlich hat sie sich die Arbeit angetan und klassische nicht vegane Speisen abgewandelt. In manchen Fällen ist dies leicht, man ersetze Kuhmilch durch Sojamilch und zack, schon ist die Eiscreme vegan. In anderen Fällen braucht man da schon mehr Wissen und mehr Zutaten.
Vor dem eigentlichen Rezeptteil gibt es eine kleine Übersicht über die wichtigsten Zutaten. Diese Übersicht ist wirklich ansprechend gestaltet, mit kurzen Erklärungen und schönen Zeichnungen. Je nach Wohnort kann es ein wenig herausfordernd sein die benötigten Zutaten zu bekommen. Wobei ich hier anmerken muss, dass die Liste im Vergleich zu einem nicht veganen, japanischen Kochbuch nicht länger oder komplexer ist.
Der Rezeptteil selbst ist gut strukturiert und übersichtlich gestaltet. Den Rezepten wird genug Raum und Platz gegeben, die Fotos sind ansprechend und appetitlich. Besonders gut hat mir gefallen, dass neben den klassischen Informationen wie Zubereitungs- und Kochzeit auch eine Angabe über die Jahreszeit vorhanden ist. Des Weiteren gibt es zu jedem Rezept auch noch einen kurzen Text mit zusätzlichen Erklärungen bzw. Informationen.
Für mich ist „Japan vegan“ ein rundherum gelungenes Kochbuch, mit hervorragenden Rezepten und einer ansprechenden Gestaltung. Auch wenn ich nicht vegane lebe, werde ich in Zukunft noch öfter Rezepte aus diesem Buch nachkochen.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Mit Willi und viel Wortwitz durch die Autonomiephase

Widder Willi will aber!
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Bei diesem Kinderbuch passt meiner Meinung nach einfach alles. Die Bilder sind wunderschön gezeichnet, die Farben sehr gut ausgewählt und die Texte sind perfekt, nicht nur für Kinder. Gerade das die Texte ...

Bei diesem Kinderbuch passt meiner Meinung nach einfach alles. Die Bilder sind wunderschön gezeichnet, die Farben sehr gut ausgewählt und die Texte sind perfekt, nicht nur für Kinder. Gerade das die Texte auch für die Eltern lustig oder interessant sind finde ich persönlich ganz besonders wichtig. Denn wenn dem Kind das Buch gefällt, muss dieses Buch oft vorgelesen werden. Manchmal auch zehnmal hintereinander und da sollten doch auch die Eltern etwas Spaß dabeihaben.
Bei „Widder Willi will aber“ kommen wirklich alle auf ihre Kosten. Der Wortwitz ist wirklich herrlich, wenn auch manche Dinge für Kinder noch schwer zu verstehen sind. Hierbei muss man einfach ein paar Erklärungen abgeben, aber das finde ich persönlich überhaupt nicht schlimm und vor allem fördert es ja auch den Wortschatz der Kinder.
Das Buch widmet sich dem Thema der Trotz- bzw. Autonomiephase. Ein wichtiges und vor allem für die Eltern, ein herausforderndes Thema. Deswegen finde ich es großartig, dass dies mit so viel Humor betrachtet wird. Denn diese Phase oder sollte ich sagen Phasen, denn dies passiert ja nicht nur einmal im Leben des Kindes, sind für alle eine Herausforderung, sowohl für die Eltern, aber auch für das Kind.
Besonders gut gefällt mir, dass nicht nur die Widerwilligkeit/Widderwilligkeit von Willi thematisiert wird, sondern mit Hörnchen auch noch die kein-Bock-Phase und das Thema Freundschaft.
Autorin Romy Pohl und Illustratorin Marta Balmaseda haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet und ein wundervolles Kinderbuch gezaubert. Und die gute Nachricht ist, dass die beiden nicht nach einem Buch aufgehört haben. Denn im Januar 2025 erscheint ein zweites Buch der beiden, in dem dann Hörnchens kein Bock Einstellung genauer thematisiert wird.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Für kleine und größere Entdecker

Mein Sachen suchen Lieblingsbuch
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Die „Sachen suchen“ Reihe von Ravensburger feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und da hat sich der Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein Sonderband mit den schönsten Suchbildern aus zwanzig Jahren. ...

Die „Sachen suchen“ Reihe von Ravensburger feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und da hat sich der Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein Sonderband mit den schönsten Suchbildern aus zwanzig Jahren. Der Verlag hat sich dabei nicht auf ein bestimmtes Thema beschränkt, sondern hat wirklich quer durch die Reihe die Bilder ausgewählt. Somit findet man in diesem Buch u.a. Bauernhoftiere, Baumaschinen, aber auch Szenen aus dem Wald.
Es ist nicht verwunderlich, dass es die Sachen suchen Bücher bereits seit 20 Jahren gibt. Die Bücher sind gut durchdacht, liebevoll gestaltet und das Wichtigste überhaupt, es wird einfach nicht langweilig. Bei jedem Mal anschauen entdeckt man hier und da ein neues Detail, welches einmal noch nie aufgefallen ist.
Die Altersempfehlung des Verlages ist mit 2 Jahren angegeben. Je nach Entwicklungsstand des Kindes können die Bücher aber auch schon früher verwendet werden. Mein 1,5-jähriger Sohn ist auf jeden Fall ganz begeistert von dem Buch und hat bereits einige neue Baumaschinen kennengelernt.
Das Buch ist großformatig, etwas größer als DIN A4 und hat recht dicke, stabile Seiten. Die ersten Wutanfälle hat es zum Glück unbeschadet überstanden.
Besonders hervorheben möchte ich, wie großartig ich es finde, dass sich dieses Buch mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Normalerweise sind solche Bücher immer auf ein Thema spezialisiert und oft wechseln die Interessen der Kleinen doch relativ häufig. Hier hat man mit einem Buch eine Fülle an Sachen, die man suchen, an Themen, über die man sprechen und Geschichten, die man erfinden kann.
Meiner Meinung steht das Lieblingsbuch im Titel nicht umsonst dort. Denn bei uns zuhause ist das Buch definitiv innerhalb kurzer Zeit zum neuen Lieblingsbuch geworden.

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