Solide
Not Quite Dead YetIch konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so fesselnd war. Es gab einige Wendungen, die mich überraschten und das Buch wirklich spannend machten. Und anders als im letzten Buch der Autorin ...
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so fesselnd war. Es gab einige Wendungen, die mich überraschten und das Buch wirklich spannend machten. Und anders als im letzten Buch der Autorin habe ich erst ziemlich spät herausgefunden, wer der Täter war, was mich gefesselt hat. Das hat alles sehr gut geklappt.
Leider gab es auch einige Dinge, die mir nicht gefallen haben.
Die Geschichte versuchte, zwei große Handlungsstränge zu behandeln: eine Mordermittlung und eine Frau, die plötzlich nur noch sieben Tage zu leben hat. Über beides könnte man ein ganzes Buch schreiben, aber durch den Versuch, beides in ein Buch zu packen, wurde meiner Meinung nach keiner von beiden wirklich zufriedenstellend behandelt.
Jets tödliche Verletzung überschattete die Mordermittlung, die sich stellenweise etwas halbherzig anfühlte, und gleichzeitig lenkten die Ermittlungen von ihrer Verletzung und den damit verbundenen Auswirkungen ab. Sie machte im gesamten Buch hauptsächlich Witze darüber, was ein Bewältigungsmechanismus war. Ich verstehe das, aber es kam kaum so rüber, als wäre sie gewalttätig angegriffen worden. Obwohl sie den Angriff zunächst überlebte, wusste sie, dass sie bald sterben würde, und ich hatte einfach eine ausführlichere Auseinandersetzung damit erwartet, weil es so eine verrückte Situation war.
Und dann war da noch Jet als Hauptfigur.
Ich brauche keine sympathischen Charaktere in Thrillern. Ich lese Thriller, um mitzufiebern, um zu erraten, wer es getan hat, um vielleicht ein bisschen Angst zu haben, aber nicht hauptsächlich wegen der Charaktere. Aber Jet war so unsympathisch, sie ging mir wirklich auf die Nerven. Einfach ein schrecklicher Mensch. Und natürlich könnte man argumentieren, dass ihr Verhalten nach dem Angriff irgendwie verständlich war, denn wie soll man so etwas überhaupt verarbeiten, ohne auszurasten, oder?! Aber sie hat mich einfach nur genervt, es hat mir den Spaß am Buch verdorben.
Sie sollte auch 27 sein, aber sie las sich wie eine 17-Jährige. Ich habe es in anderen Rezensionen erwähnt gesehen und stimme dem absolut zu: Dieses Buch fühlte sich viel mehr für Jugendliche als für Erwachsene an.