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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2018

Intelligente Fragen, die man in breiter Öffentlichkeit diskutieren sollte

Wie wollen wir leben?
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Viele neue und offene Fragen …

Die Autorin hat in diesem Buch 66 Essays ( die zwischen 2011 und 2018 auf ihrem Blog und in der Huffington Post erschienen sind) zusammengefasst und beleuchtet darin die ...

Viele neue und offene Fragen …

Die Autorin hat in diesem Buch 66 Essays ( die zwischen 2011 und 2018 auf ihrem Blog und in der Huffington Post erschienen sind) zusammengefasst und beleuchtet darin die Themen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aus verschiedenen Perspektiven.

In einem Essay stellt sich der Autor einer Frage und versucht Antworten oder Erklärungen zu finden. Im Idealfall wirft das Essay beim Leser neue Fragen und weiterführende Assoziationen auf. Das ist hier auf jeden Fall gelungen.

In diesem Buch gibt es keine Pauschalrezepte und schnelle Lösungsvorschläge, sondern Denkanregungen und eine erweiterte Sichtweise.

Mir gefällt die Sprache und der Stil der Autorin und es macht gar nichts aus, wenn ich manche Punkte etwas anders sehe als sie.

Der einzige Kritikpunkt ist für mich, dass ein größerer Teil der Essays aus den Jahren 2011 und 2012 stammen. Ich hätte gerne mehr Aktuelleres gehabt.

Leser, die sich bis jetzt wenig für diese Themen interessiert haben, profitieren allerdings von dieser Auswahl, weil sie ein größeres Gesamtbild dadurch kriegen.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Großer Mann mit kleinen Kühen

Bauernleben
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In der Schweiz ist vielen das Schicksal des jungen Bauern Wisi Zgraggen bekannt. Er hat durch einen Arbeitsunfall beide Arme verloren. Von heute auf morgen standen er und seine Familie vor einer ungewissen ...

In der Schweiz ist vielen das Schicksal des jungen Bauern Wisi Zgraggen bekannt. Er hat durch einen Arbeitsunfall beide Arme verloren. Von heute auf morgen standen er und seine Familie vor einer ungewissen Zukunft.

Mir war diese Geschichte ganz unbekannt. Mich hat das Cover und der Klappentext neugierig gemacht. Ein strahlender Mann zwischen seinen Mini-Kühen.

Die Autorin wollte ein allgemeines Buch über Rinder und Bauern schreiben und wurde durch glückliche Fügung mit der Bauernfamilie Zgraggen bekannt gemacht.

Nach gegenseitigem Kennenlernen und stundenlangen Gesprächen hat sie eine sehr berührende, offene und bodenständige Familiengeschichte geschrieben.

Der Unfall und die Behinderung von Wisi sind ein Teil der Geschichte, wie auch das Streben des Hof-Patrons Alois nach züchterischen Erfolgen und dem klugen Handeln in kniffligen Situationen, wenn es finanziell eng wird.

Im Buch dürfen wir mit Wisi zu seinem Lieblingsstier Senn auf die Weide oder am Ende der Weidesaison, eine Gruppe Rinder auf ihrem letzten Weg zum Schlachter begleiten. Der Autorin gelingt es dabei geschickt, die Gefühle des Bauern in Worte zu fassen.

Das Buch liest sich leicht und kurzweilig und durch teils 'schweizer Sprache' hat es einen besonderen Charme.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Ideal für Slowfood Fans

Zeit für Fleisch!
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Elegantes Kochbuch für nachhaltigen Genuss

In Kooperation mit Porcella - einem österreichischen Fleischfachhändler mit Schwerpunkt Regionalität und alten Rassen - hat die Autorin, Sarah Krobath, mit dem ...

Elegantes Kochbuch für nachhaltigen Genuss

In Kooperation mit Porcella - einem österreichischen Fleischfachhändler mit Schwerpunkt Regionalität und alten Rassen - hat die Autorin, Sarah Krobath, mit dem Küchenmeister, Peter Troißinger, ein wunderschönes Kochbuch gestaltet.


Über Porcella:

„ Die Idee zu Porcella entstand mit der Suche nach einem Fleisch, das gut schmeckt, gut verarbeitet wurde und dessen Herkunft vertrauens- und unterstützungswürdig ist. „

Dieses Motto zieht sich durch das ganze Kochbuch.


Ein paar Gerichte aus dem Buch:

Saure Zunge mit Kürbiskernöl

Faschierte Laibchen al Pomodoro

Lammkrone mit Bärlauch-Kräuterkruste

Geschmorte Rinderbäckchen mit Kokossauce

….


Die Rezepte sind leicht nachzukochen und gelingen auch „Gelegenheitsköchen“

Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für einen respektvollen Umgang mit Tieren einsetzt und guten Gewissens ein Stück Fleisch essen will.

Veröffentlicht am 13.11.2018

Spannender Fall mit aktueller Brisanz

Der Drahtzieher: Ein Gabriel-Allon-Thriller
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Mich hat der Klappentext und der Hinweis auf 'Spiegel-Bestellerautor' neugierig gemacht. Der Autor Daniel Silva war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Dieser 17. Band der Agenten-Reihe ist eine Fortsetzung ...

Mich hat der Klappentext und der Hinweis auf 'Spiegel-Bestellerautor' neugierig gemacht. Der Autor Daniel Silva war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Dieser 17. Band der Agenten-Reihe ist eine Fortsetzung von Band 16 „Die Attentäterin“. Es ist wirklich ratsam den vorher zu lesen. Obwohl alles gut erklärt wird, ist es ein Vorteil, wenn man die Hauptpersonen und ihre gemeinsame Geschichte schon kennt. Saladin, das Zielobjekt, ein gefährlicher IS- Stratege, war für mich die meiste Zeit ein Phantom.

Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich gezogen und ich war ein paarmal geneigt, nicht mehr weiterzulesen, weil es mir zu langatmig schien. Zum Glück bin ich dran geblieben und ab der Hälfte zieht die Handlung und die Spannung spürbar an. Am Schluss konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen und überlege mir jetzt echt, die Serie um den Agenten Gabriel Allon komplett zu lesen.

Der Autor versteht es ganz geschickt, in der Handlung weit auszuholen und im Laufe der Geschichte die „Schlinge“ immer enger zu ziehen.

Wer sich für politische Konflikte, verdeckte Ermittlungen von Geheimdiensten und tiefsinnige Protagonisten begeistern kann, der hat schöne Lesestunden mit diesem Buch.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Joona Linnas persönlichster Fall

Der Sandmann
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Das war für mich der spannendste Fall in der Reihe um den finnisch-stämmigen Ermittler Joona Linna.

Diesmal geht es schon Richtung Thriller und die Ermittler müssen es mit einem psychopathischen Serienmörder ...

Das war für mich der spannendste Fall in der Reihe um den finnisch-stämmigen Ermittler Joona Linna.

Diesmal geht es schon Richtung Thriller und die Ermittler müssen es mit einem psychopathischen Serienmörder aufnehmen.

Typisch für schwedische Krimis, wurde auch hier Gesellschaftskritik eingearbeitet. Es streift das Thema der Gastarbeiter Schwedens der 60er und 70er Jahre .

Leider wurde das Ende des Vorgängerbandes „ Flammenkinder“ nicht logisch weitergeführt. Joona Linna hat darin seine Frau und Tochter wieder gefunden. Die Szenen in der Psychatrie / Sicherheitsverwahrung fand ich teils sehr weit hergeholt, das schadet aber der Spannung nicht.

Wolfram Koch verleiht dem Hörbuch mit seiner Stimme eine besondere Atmosphäre und ich konnte ihm gut zuhören.