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SaintGermain

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Lügen(weib)

Ausweglos
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Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner ...

Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner Mats wurde gekündigt. Bei dem aktuellem Fall scheint der Täter Noah gezwungen haben ihn zu seiner Frau zu führen, stattdessen schickte er ihn aber zu seiner Nachbarin. Elias will den Täter endlich fassen.

Das Cover ist in seiner Einfachheit einfach ein echter Hingucker; auch die Haptik wurde sehr gut gewählt.

Der Schreibstil des Autors ist bei seinem Thriller-Debüt ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt.

Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht von Elias, Noah, Linda und dem Täter jeweils in der Ich-Form geschrieben, was zu diesem Thriller perfekt passte.

Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau, was durch die Lügen bzw. Geheimnisse der Charaktere und den vielen überraschenden Wendungen bedingt ist. An manchen Stellen bekommt man aber Hinweise auf den wahren Täter, sodass man sich ein wenig zusammenreimen konnte, allerdings war dies nur ein Bruchteil der Geschichte.

Der Plot wurde natürlich sehr gut gewählt und erzählt.

Weniger gefiel mir, dass im Buch immer wieder von "DNA" die Rede ist. Warum kann ein österreichischer Autor, der in Deutschland lebt, nicht den deutschen Ausdruck "DNS" verwenden. Zudem viel mir auch mehrmals "Katheder" statt "Katheter" auf. Beide Wörter haben eine klar andere Bedeutung, denn den einen findet man in der Schule, den anderen im Krankenhaus. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Buch vorablesen durfte und hier noch nicht alle Fehler ausgemerzt wurden, wie man auch an ein paar anderen wenigen Stellen merkte. Daher fließt dieser Umstand genauso wenig in meine Bewertung ein, wie dass ich das Leseexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Was mich auch noch störte, war, dass der Täter immer wieder seinen inkaorangen BMW erwähnt, allerdings wurde dies mit voller Absicht gemacht, wie man aber erst am Ende des Buches erfährt.

Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität dieses Thrillers geschieht, der in seinem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnerte.

Fazit: Perfektes Thriller-Debüt; klare Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Kleine Inputs für jeden Tag.

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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The Comfort Book - Gedanken die mir Hoffnung machen. Der Titel sagt eigentlich schon alles über den Inhalt des Buches aus. Gedichte, kurze Geschichten und andere Inputs sollen einen in schweren Zeiten ...

The Comfort Book - Gedanken die mir Hoffnung machen. Der Titel sagt eigentlich schon alles über den Inhalt des Buches aus. Gedichte, kurze Geschichten und andere Inputs sollen einen in schweren Zeiten daran erinnern, dass es auch wieder besser werden kann und wird.

zum Cover: Das Cover erinnert an einen Sonnenaufgang und ich finde es passt sehr gut zur Thematik. Klare Linien und doch hoffnungsvoll.

Meine Meinung zum Buch: Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass das Buch nicht dazu bestimmt ist von vorne bis hinten gelesen zu werden. Es ist in 3 Teile gesplittet - wobei alle die gleiche Thematik haben. Es geht in kurzen Gedichten, Geschichten oder auch Liedertiteln etc. darum Mut zu machen. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl dass hier jemand geschrieben hat, der schon in das Auge der Depression gesehen hat und geschafft hat, dieser wieder zu entfliehen und neue Blickwinkel erfassen konnte. Ich blättere täglich einfach irgendwo das Buch auf und lese ein paar Seiten die ich dann wirken lasse. Man kann davon nicht zu viel auf einmal lesen, denn sonst würde sich der Sinn darin verfliegen. Es ist ein Buch das einen über lange Zeit begleiten kann - einfach wie es gut tut.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Mirella 2 - Der Sprayer

Mirella Manusch – Achtung, hier kommt Frau Eule!
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Die fast 10-jährige Vampirin Mirella Manusch will mehr über Manolo rausfinden. Denn sie verdächtigt ihn, dass er Tiere mit Farbe besprüht. Zudem ist der Vampirjunge nicht einverstanden damit, dass Mirellas ...

Die fast 10-jährige Vampirin Mirella Manusch will mehr über Manolo rausfinden. Denn sie verdächtigt ihn, dass er Tiere mit Farbe besprüht. Zudem ist der Vampirjunge nicht einverstanden damit, dass Mirellas Freundin Klara über ihn Bescheid weiß. Und dann kommt auch noch eine Eule mit einer Augenentzündung.

Das Cover des Buches ist wieder fantastisch gemacht, wie die gesamten Illustrationen im Buch, die von Anastasia Braun gezeichnet wurden. Der Titel des Buches ist dazu haptisch greifbar. Dazu ist der 2. Teil aufgrund des Covers leicht der Reihe zuzuordnen.

Bei diesem Reihe arbeiten 2 Autoren zusammen: die Bestseller-Autorin Anne Barns mit ihrer Debüt-Autorinnen-Tochter Christin-Marie Below. Und dies ist wirklich sensationell gelungen.

Der Schreibstil der beiden ist grandios; die Charaktere werden sehr gut dargestellt, dazu ist das Buch witzig, aber auch lehrreich, wenn es um die Tiere geht. Durch den angenehm leichten Schreibstil ist das Buch für Grundschüler sehr gut geeignet und sicher hat auch mein Patenkind ihre helle Freude an dem Buch, das ich an sie weitergeben werde. Die Altersangabe lt. Buch ist ab 8 Jahren.

Sir Lancelot ist natürlich mein Lieblingscharakter, der mich auch ein wenig an meinen Kater erinnert.

Man lernt Manolo besser kennen, dazu lernt Mirella auch neue Freunde kennen. Am Ende des Buches gibt es dann einen klitzekleinen Cliffhanger, der schon Lust auf Teil 3 macht.

Fazit: Grandioses Fortsetzung der Kinderbuch-Reihe, die aber auch Erwachsene begeistern kann - besonders mit Kindern zusammen. 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Schatten gegen Feuer

Amalinta und die Bruderschaft der Zeit
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Amalinta wird schon seit frühester Kindheit von Albträumen geplagt und fühlt sich als Außenseiterin. Eines Tages liest sie von einer Traumdeuterin und macht sich auf den Weg nach Wien wo sie in einer alten ...

Amalinta wird schon seit frühester Kindheit von Albträumen geplagt und fühlt sich als Außenseiterin. Eines Tages liest sie von einer Traumdeuterin und macht sich auf den Weg nach Wien wo sie in einer alten historischen Stätte von ihren wahrgewordenen Albträumen heimgesucht wird. Als sie dann auf ein Löwenbaby trifft klärt sich einerseits etwas in ihr, aber es stellen sich auch viele neue Fragen. Sie, Amalinta soll die Auserwählte sein um die Dunkelheit zu bekämpfen......

Cover: Rein vom ersten Eindruck her denkt man an ein Kinderbuch, was es allerdings nicht ist. Für ein Kinderbuch ist die Handlung zu düster und gefährlich. So ab Jugendalter sehe ich das Buch angemessen.

Meine Meinung zum Buch: A.L.Beringer beginnt hier eine Geschichte voller Gefahr und Mysterien gepaart mit einer Portion Geschichte. Es ist der erste Band einer Fantasybuchreihe. Der Schreibstil ist gut zu lesen und flüssig. Leider konnte mich die Geschichte nicht ganz abholen. Zeitweise war mir alles zu zäh und die inneren Monologe wiederholen sich für meinen Geschmack zu häufig. Die Protagonisten sind mir nicht so ganz ans Herz gewachsen. Trotzdem muss ich auch anmerken, dass der Plot der Geschichte echt gut ist und viel Potential hat. Vielleicht nimmt die Geschichte ja beim zweiten Band an Fahrt auf denn gegen Ende wird es dann ja doch noch richtig spannend und endet zwar mit einem gelungenen Abenteuer - aber auch neuen offenen Fragen.

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Veröffentlicht am 02.07.2021

Platons Höhle im Schloss Neuschwanstein

Abseits der Zeit
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Emma, eine Küchenhilfin, lebt mit einigen anderen ein geheimes Leben im Schloss Neuschwanstein. Während sie am Tag schlafen, gehen sie nachts ihrem Handwerk nach.

Paul, ein 17-jähriger Schüler, will sein ...

Emma, eine Küchenhilfin, lebt mit einigen anderen ein geheimes Leben im Schloss Neuschwanstein. Während sie am Tag schlafen, gehen sie nachts ihrem Handwerk nach.

Paul, ein 17-jähriger Schüler, will sein Versprechen gegenüber seinem verstorbenen Großvater Franz einlösen und ein Buch ins Schloss zurückbringen. Zusammen mit der älteren, gerade kennengelernten Elektra versteckt er sich daher bei der Führung und bleibt nachts im Schloss.

Das Cover des Buches ist einerseits gut gemacht (mit der Darstellung der Zeit, andererseits ist es doch etwas langweilig (v.a. die untere Hälfte). Hier hätte man natürlich das Schloss Neuschwanstein abbilden können.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr blumig, fast schon lyrisch. Das Buch wurde von der deutschsprechenden Autorin in griechisch verfasst und wurde dann von jemand anderem übersetzt. Die Charaktere und Orte werden sehr gut dargestellt.

Den 1. Teil des Buches, in dem es um Emma und die anderen "Nachtaktiven" geht, fand ich zwar etwas schwierig zum Einstieg; dies hatte aber damit zu tun, dass hier nichts zu früh bekanntgegeben werden soll. So darf der Leser einige Zeit miträtseln, was es mit Emma auf sich hat.

Dies ist das 2. Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Und ich muss sagen dieses Buch ist um einiges besser - hier merkt man die Weiterentwicklung der Autorin, die sich die Kritiken zu Herzen genommen hat. So ist der Schreibstil um einiges ausgeklügelter und ein Lektorat, konnte die meisten Fehler eliminieren - leider aber nicht alle.

So starb z.B. Pauls Mutter im 1. Teil als er 10 war; im 2. Teil aber als er 6 war. Und auch ein paar kleine Rechtschreibfehler waren zu finden - am störendsten am Buchrückentext, wo "Schiksal" zu lesen ist.

Das Buch war definitiv spannend, allerdings erreichte es nie das höchste Niveau und flachte auch teilweise ab. Hier hätte man es sicher um einige Seiten kürzen können.

Der Plot war sehr gut durchdacht. So konnte mich das Buch doch im Großen und Ganzen überzeugen.

Fazit: Unterhaltsame Fantasy-Geschichte um das Schloss Neuschwanstein. 4 von 5 Sternen

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