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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2021

Liebe nach Fragebogen...

Slow Dating
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Sandra ist Enddreissigerin und als freie Journalistin so ziemlich am Ende. Alleine betrinkt sie sich in ihrer Wohnung am Tag vor ihrem Geburtstag und ergeht sich in ihrer schlechten Phase als sie ein Anruf ...

Sandra ist Enddreissigerin und als freie Journalistin so ziemlich am Ende. Alleine betrinkt sie sich in ihrer Wohnung am Tag vor ihrem Geburtstag und ergeht sich in ihrer schlechten Phase als sie ein Anruf der Redaktion ereilt und sie den Auftrag bekommt sofort abzureisen und an einem Slow Dating Seminar inkognito teil zu nehmen um einen Bericht darüber zu schreiben - doch kaum dort angekommen trifft sie auf einen Teil ihrer Vergangenheit der sie nicht losgelassen hat....

Cover: Der Inbegriff eines Frauenromans - rosa von oben bis unten. Aber mit den drei Schnecken auch wieder einzigartig.

Meine Meinung zum Buch: Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Im ersten Drittel ist das Buch einfach nur so ein wenig dahin geplätschert. Es war zwar gut, aber noch nicht super spannend. Aber dann hat das Selbstmitleid nachgelassen und eine starke Frau kam zum Vorschein die sich auch mal was traut und da fing das Buch an mir richtig gut zu gefallen so dass ich es ab der Hälfte in einem Rutsch gelesen habe. Da es kein dicker Schmöcker ist war es eine nette Unterhaltung für zwischendurch und wie ich gelesen habe gibt es mittlerweile einen zweiten Teil zum Slow Dating.

Fazit: Netter Selbstfindungs- und Liebesroman für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Schöne neue Welt?

Der Lethe-Code
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Edgar hilft in Thailand Neuankömmlingen auf besondere Art. Denn sie alle haben ihr episodisches Gedächtnis nach Erhalt eines Serums verloren - angeblich auf eigenen Wunsch. Doch bei Tony ist irgendwie ...

Edgar hilft in Thailand Neuankömmlingen auf besondere Art. Denn sie alle haben ihr episodisches Gedächtnis nach Erhalt eines Serums verloren - angeblich auf eigenen Wunsch. Doch bei Tony ist irgendwie anders. Gleichzeitig versucht die Tierpflegerin Paula mehr über ihren Vater herauszufinden, der seit ihrer frühesten Jugend in Thailand verschwunden ist.

Das Cover des Buches ist einfach ein echter Hingucker. Es passt nicht nur perfekt zum Buch, sondern macht Lust, das Buch sofort zu lesen.

Der Schreibstil des Buches ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Die Kapitel sind von mehreren Protagonisten in der Ich-Form geschrieben - nur Edgar schreibt in der ungewohnten Du-Form, die mir zu Beginn etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig vorkam, da ich diese Schreibform sonst nur aus Exit-/Escape-Spiel-Büchern kenne. Allerdings wird nach einigen Kapiteln auch erklärt, warum diese außergewöhnliche Schreibweise gewählt wurde.

Der Plot ist hervorragend gewählt; der Spannungsbogen ist das ganze Buch über auf höchstem Niveau. Auch wenn man glaubt, schließlich alles zusammenzufügen, kommt dann doch noch eine unerwartete Wendung aus der Feder des Autors daher.

Das Thema wirkt hervorragend recherchiert und regt zum Nachdenken über das komplexe Thema an, das hier auch gut beschrieben wird.

Fazit: Ich würde das Buch jedem der spannende Wissenschaftsthriller mag, sehr gerne ans Herz legen, darum vergebe ich 5 von 5 Sternen an diesen hochspannenden Thriller.

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Veröffentlicht am 17.07.2021

Auf der Suche

Rosa-weiße Marshmallows
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Nach einem Suizidversuch versucht Lisa auf einer Farm wieder Fuß zu fassen. Doch eines Tages verschwindet sie. Ihre Schwester Caroline begibt sich einige Jahre später auf die Suche nach ihr.

Das Cover ...

Nach einem Suizidversuch versucht Lisa auf einer Farm wieder Fuß zu fassen. Doch eines Tages verschwindet sie. Ihre Schwester Caroline begibt sich einige Jahre später auf die Suche nach ihr.

Das Cover passt zum Titel - und der Titel auch irgendwie zum Buch. Dass das Buch rosa gehalten ist, passt auch zum Verlag (rosa Verlag). Ein Hingucker ist es allerdings nicht - und macht auch nicht neugierig aufs Buch. Dies schafft aber der Klappentext.

Allerdings ist der Klappentext ein Querschnitt durchs Buch, der nur wenig abdeckt, denn der Schreibstil der Autorin ist doch sehr ausschweifend. So hätte man das Buch sicher um einiges kürzer machen können, denn vieles v.a. im Mittelteil des Buches scheint nur Füllmaterial zu sein, denn die Suche nach Caroline kommt über viele Seiten gar nicht vor. Die 616 Seiten hätte man also locker auf 400 - 450 Seiten untergebracht, was die Spannung - die so leider oft ganz abflachte - höher gehalten hätte.

Die Autorin hätte auch mehr die Krimi-Seite dieses Buches hervorheben können, statt Liebesgeschichten in den Vordergrund zu stellen, die aufgrund der oft nicht nachvollziehbaren Aktionen der Charaktere endlos in die Länge gezogen werden.

Die Orte und auch Charaktere sind gut beschrieben; aufgrund ihres oft irrationalen Verhaltens konnte ich aber mit den meisten nicht wirklich warm werden.

Manche Szenen sind minutiös beschrieben, während dann wieder Zeitsprünge einsetzen, die das Lesen unnötig erschweren. Hier hätte vielleicht eine Datumsangabe geholfen (und ich meine damit nicht die 2 Zeitebenen des Buches).

Das Ende lässt dann viele Fragen offen, sodass der Krimi-Teil kein Ende findet und man enttäuscht das Buch aus der Hand legt.

Dazu gibt es dann auch noch klitzekleine Logikfehler. Ein Beispiel: May, ein Hund, wird eingeschläfert. Der Arzt gibt eine Spritze zum Einschlafen, dann setzt er einen Zugang, bevor er die Euthanasie einleitet. Normalerweise setzt man zu Beginn den Zugang, um auch das Schlafmittel über die Vene zu geben.

Positiv zu vermerken ist, dass die Autorin wichtige Punkte der Vergangenheit immer nur stückweise herausgibt und so die Spannung am Laufen erhält.

Zudem ist die Idee hinter der Geschichte interessant - allerdings hätte man viel mehr in weniger Seiten daraus machen können.

Fazit: Viele Auf und Abs in einem Buch, welches sich aufs Unwesentliche konzentriert. 3 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Lügen(weib)

Ausweglos
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Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner ...

Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner Mats wurde gekündigt. Bei dem aktuellem Fall scheint der Täter Noah gezwungen haben ihn zu seiner Frau zu führen, stattdessen schickte er ihn aber zu seiner Nachbarin. Elias will den Täter endlich fassen.

Das Cover ist in seiner Einfachheit einfach ein echter Hingucker; auch die Haptik wurde sehr gut gewählt.

Der Schreibstil des Autors ist bei seinem Thriller-Debüt ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt.

Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht von Elias, Noah, Linda und dem Täter jeweils in der Ich-Form geschrieben, was zu diesem Thriller perfekt passte.

Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau, was durch die Lügen bzw. Geheimnisse der Charaktere und den vielen überraschenden Wendungen bedingt ist. An manchen Stellen bekommt man aber Hinweise auf den wahren Täter, sodass man sich ein wenig zusammenreimen konnte, allerdings war dies nur ein Bruchteil der Geschichte.

Der Plot wurde natürlich sehr gut gewählt und erzählt.

Weniger gefiel mir, dass im Buch immer wieder von "DNA" die Rede ist. Warum kann ein österreichischer Autor, der in Deutschland lebt, nicht den deutschen Ausdruck "DNS" verwenden. Zudem viel mir auch mehrmals "Katheder" statt "Katheter" auf. Beide Wörter haben eine klar andere Bedeutung, denn den einen findet man in der Schule, den anderen im Krankenhaus. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Buch vorablesen durfte und hier noch nicht alle Fehler ausgemerzt wurden, wie man auch an ein paar anderen wenigen Stellen merkte. Daher fließt dieser Umstand genauso wenig in meine Bewertung ein, wie dass ich das Leseexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Was mich auch noch störte, war, dass der Täter immer wieder seinen inkaorangen BMW erwähnt, allerdings wurde dies mit voller Absicht gemacht, wie man aber erst am Ende des Buches erfährt.

Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität dieses Thrillers geschieht, der in seinem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnerte.

Fazit: Perfektes Thriller-Debüt; klare Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Kleine Inputs für jeden Tag.

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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The Comfort Book - Gedanken die mir Hoffnung machen. Der Titel sagt eigentlich schon alles über den Inhalt des Buches aus. Gedichte, kurze Geschichten und andere Inputs sollen einen in schweren Zeiten ...

The Comfort Book - Gedanken die mir Hoffnung machen. Der Titel sagt eigentlich schon alles über den Inhalt des Buches aus. Gedichte, kurze Geschichten und andere Inputs sollen einen in schweren Zeiten daran erinnern, dass es auch wieder besser werden kann und wird.

zum Cover: Das Cover erinnert an einen Sonnenaufgang und ich finde es passt sehr gut zur Thematik. Klare Linien und doch hoffnungsvoll.

Meine Meinung zum Buch: Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass das Buch nicht dazu bestimmt ist von vorne bis hinten gelesen zu werden. Es ist in 3 Teile gesplittet - wobei alle die gleiche Thematik haben. Es geht in kurzen Gedichten, Geschichten oder auch Liedertiteln etc. darum Mut zu machen. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl dass hier jemand geschrieben hat, der schon in das Auge der Depression gesehen hat und geschafft hat, dieser wieder zu entfliehen und neue Blickwinkel erfassen konnte. Ich blättere täglich einfach irgendwo das Buch auf und lese ein paar Seiten die ich dann wirken lasse. Man kann davon nicht zu viel auf einmal lesen, denn sonst würde sich der Sinn darin verfliegen. Es ist ein Buch das einen über lange Zeit begleiten kann - einfach wie es gut tut.

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