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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2019

Sam & Nipper 1 - Mit Schrim, Charme und Mops - REGEN

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho
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Die 11-jährige Samantha Spinner bekommt von ihrem plötzlich verschwundenen Onkel Paul einen alten Regenschirm mit der Nachricht "Hüte dich vor dem REGEN!", während ihr Bruder ein sehr bekanntes Baseball-Team ...

Die 11-jährige Samantha Spinner bekommt von ihrem plötzlich verschwundenen Onkel Paul einen alten Regenschirm mit der Nachricht "Hüte dich vor dem REGEN!", während ihr Bruder ein sehr bekanntes Baseball-Team und ihre Schwester mehrere Milliarden Dollar. Zusammen mit ihrem 8-jährigen Bruder und dem Mops Dennis begeben sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel.

Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gemacht. Es deutet viel an und wirkt daher geheimnisvoll - gerade für Kinder.

Der Schreibstil ist sehr gut, die Orte und Charaktere werden in richtigem Maß dargestellt. Das Buch ist für "Kinder" ab 10 Jahren und dem kann ich nur zustimmen.

Der Plot ist gut durchdacht. Spannung, Humor und Informationen wechseln sich in gutem Tempo ab Detailgetreue und detailverliebte Illustrationen vervollständigen das Buch.

Zusätzlich gibt es auch noch ein paar Rätsel zu lösen, die sicher ebenso für das Alter ab 10 Jahren geeignet und lösbar sind. Falls man dann aber doch nciht draufkommt, gibt es natürlich auch die Lösungen dazu. Allerdings ist der Hinweis auf dem Cover, dass es Codes und Rätsel enthält auch ein wenig irreführend, denn es sind nur 3 mehr oder weniger komplexe Rätsel. Und sie sind nicht sehr offensichtlich platziert, sodass sie ein Kind sicher nur schwer erkennen kann. AM Buchende wird zwar explizit darauf hingewiesen - besser wäre dies allerdings am Anfang des Buches gewesen.

Das Buch ist der Auftaktband einer Reihe. Nachdem es hier um REGEN ging, geht es im 2. Teil um SONNE (soll im Sommer 2020 erscheinen).

Fazit: Tolles Kinder- und Jugendbuch mit toller Story und tollen Illustrationen, aber leichtem Verbesserungsbedarf bei den Rätseln. 4,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 15.06.2019

Irre

Der Insasse
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Till Berkhoffs Sohn Max ist verschwunden. Nach einem Jahr wird die Suche nach ihm abgebrochen. Der mutmaßliche Täter Guido Tramitz sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt sich aus. Seine ...

Till Berkhoffs Sohn Max ist verschwunden. Nach einem Jahr wird die Suche nach ihm abgebrochen. Der mutmaßliche Täter Guido Tramitz sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt sich aus. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, er ist eigentlich am Ende. Da kommt er auf die Idee, dass er sich in die Psychiatrie einschmuggeln will, um Informationen von Tramitz zu erhalten. Denn er will seinen Sohn begraben und endlich seinen Frieden finden. Dass das nicht gerade eine sehr gute Idee ist, findet er schon wenig später heraus.

Das Cover des Buches ist einfach super. Obwohl es eher schlicht gehalten ist, drückt es sehr viel aus und passt auch zum Buch. Die Schrift dazu absolut gut gemacht und die Haptik auch.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, die Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Auch der Plot an sich ist interessant.

Da mir die bisherigen Bücher des bekanntesten deutschen Thrillerautors ausgezeichnet gefallen haben, wollte ich natürlich auch dieses lesen. Doch diesmal war ich zum Teil auch sehr enttäuscht, denn die Handlung wirkt zum Großteil abgekupfert und zwar von einem Buch dessen Verfilmung mit Leonardo DiCaprio doch auch sehr erfolgreich war. Auch der Rest der Auflösung lässt sich als geübter Krimi-/Thrillerleser eigentlich erahnen.

Zum anderen waren hier leider auch einige unrealistische Szenen zu finden (Stichwort Schädelbruch und wie schnell man sich davon erholt).

Zum Teil wirkt das Werk auch überbemüht und überkonstruiert, trotzdem war es interessant zu lesen und hatte auch seine Spannungsmomente. Wer das oben beschriebene "Original" nicht kennt, wird wahrscheinlich auch von diesem Psychothriller begeistert sein, ansonsten bleibt aber einfach ein schaler Beigeschmack.

Die kurzen Kapitel, die zum Teil auch spannend enden und verschiedene Erzählperspektiven sind absolut positiv und ist man auch vom Autor genannt.

Fazit: Für mich der schlechteste Fitzek bisher - abgekupfert, vorhersehbar und teilweise unrealistisch - trotzdem gut und spannend zu lesen. 4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 09.06.2019

Kommissar Poensgens 2 - SOKO Spargelfresserin

Der letzte Spargel
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Die ehemalige Vermieterin von Kommissar Hans-Josef Poensgens wird ermordet aufgefunden. Poensgens selbst sitzt im Rollstuhl, ist stur, insgesamt sehr eigen und lässt sich trotz seines Handicaps nicht vom ...

Die ehemalige Vermieterin von Kommissar Hans-Josef Poensgens wird ermordet aufgefunden. Poensgens selbst sitzt im Rollstuhl, ist stur, insgesamt sehr eigen und lässt sich trotz seines Handicaps nicht vom Außendienst abbringen. Bis er schließlich von der SOKO ausgeschlossen wird. Doch lässt er sich davon abhalten?

Das Cover des Buches ist passend zum Buch und Titel, da es ja um Spargel geht. Die Farbgebung ist gut, das Buch fällt einem sofort ins Auge. Auf der anderen Seite fehlt hier etwas Rot für das Blut, das gut zum Spargel gepasst hätte.

Die Charaktere, allen voran natürlich Kommissar Poensgens, sind außergewöhnlich. Nicht nur der Name der Hauptfigur, auch sein Handicap, seine Griesgrämigkeit, aber auch sein Humor heben ihn von den meisten Ermittlern ab.

Der Schreibstil der Autorin wirkt teilweise etwas holprig, die Personen und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Ich kannte den ersten Teil der Reihe nicht und fand trotzdem gut in die Geschichte und Charaktere rein. Die Spannung ist generell hoch, allerdings (speziell am Anfang) doch auch abschweifend.

Humor ist in diesem Lokalkrimi ebenfalls vorhanden - manchmal wirkt er aber etwas zu aufgesetzt und in die Story hineingepresst.

Am Ende des Buch gibt es dann ein Rezept für Spargel-Mousse.

Fazit: Regionalkrimi, der aufgrund der Charaktere lesenswert ist, den man aber nicht unbedingt lesen muss. 4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 06.06.2019

Dear Mr. President - Trump und Rosemary

Der Präsident
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Der neue US-Präsident will einen Atomschlag gegen Nordkorea und China befehlen und kann nur mit Mühe davon abgehalten werden. Der Präsident ist nicht nur cholerisch, sondern auch rassistisch und sexistisch ...

Der neue US-Präsident will einen Atomschlag gegen Nordkorea und China befehlen und kann nur mit Mühe davon abgehalten werden. Der Präsident ist nicht nur cholerisch, sondern auch rassistisch und sexistisch und twittert sehr oft und gerne. Doch wie kann man so einen Staatschef loswerden. Schlussendlich hilft nur ein Attentat, denken sich der Verteidigungsminister und der Staatschef. Zuvor wurde bereits der Leibarzt des Präsidenten ermordet. Dessen Tod untersucht Maggie Castello, die schon unter dem vorherigen Präsidenten im Amt war.

Das (deutsche) Cover mit der US-Flagge und der Silhouette passt hervorragend zum vorliegenden Buch. Und es ist unschwer zu erkennen, wer der US-Präsident ist.

Auch die Beschreibung passt natürlich perfekt zum aktuellen US-Präsidenten, sodass jeder weiß um wen es geht, obwohl sein Name im ganzen Buch nicht genannt wird. Das Buch verwebt geschickt Wahrheit und Fiktion, denn nicht nur Trumps Eigenarten kommen hier vor, sondern eben auch seine Wahlkampfgegnerin Clinton spielt eine wichtige indirekte Rolle.

Der Schreibstil des Autors ist daher grandios. Er ist Journalist, der unter seinem Pseudonym Politthriller schreibt. Die Charaktere und Orte werden sehr gut beschrieben, die Spannung ist das ganze Buch hoch. Kein Wunder, wenn das Buch schon mit einem Fast-Nuklearangriff beginnt.

Dabei ist die Geschichte leider sehr nahe an der Realität und auch immer noch aktuell. Man kann nur hoffen, dass Amerika daraus lernt und ihm keine 2. Amtszeit gibt.

Maggie wirkt zwar teilweise verbissen und manchmal auch naiv, war mir aber nichtsdestotrotz sympathisch. Auch ihre Entscheidungsschwäche, ob sie das Attentat verhindern soll, ist absolut nachvollziehbar.

Fazit: Topaktueller, realitätsnaher Politthriller, der voll überzeugen kann. 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 04.06.2019

Passd scho?

Das Tabu
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Der 21-jährige Journalistpraktikant Dominik Novak wird entführt, gefoltert und vergewaltigt. Danach wird er freigelassen. Er versucht es zu verdrängen und verschweigt es, denn wie kann einem erwachsenen ...

Der 21-jährige Journalistpraktikant Dominik Novak wird entführt, gefoltert und vergewaltigt. Danach wird er freigelassen. Er versucht es zu verdrängen und verschweigt es, denn wie kann einem erwachsenen Mann so etwas passieren. Kurz darauf wird ein Freund von ihm tot aufgefunden - gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Und er soll für den "Kurier" darüber berichten.

Das Cover des Buches ist absolut passend. Es wirkt durch die Schärfe, die nur zentral gegeben ist, und die Düsterheit perfekt für das Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Die Orte und Charaktere sind gut ausgearbeitet und beschrieben. Manche Wörter wirken zwar etwas komisch, da der Thriller in Deutschland spielt. Die Autorin ist allerdings Schweizerin, sodass diese Wörter ihrem lokalem Umfeld entsprechen (z.B. Unterbruch statt Unterbrechung). Dies fiel mir zwar auf, störte aber keineswegs den Lesefluss und -genuss.

Der Plot selbst ist gut durchdacht und Dominiks Verhalten zum Großteil nachvollziehbar und glaubwürdig. Allerdings hat er dann letztendlich doch zu lange mit der Wahrheit innegehalten. Zum Schluss ging alles sehr rasant zu, v.a. rund um Anna, die Schwester von Dominik.

Am Anfang war die Spannung noch etwas gedämpft, stieg dann aber rasant sehr hoch und fiel dann nie mehr ab. Als Krimi- und Thrillerfan versuchte ich natürlich den Täter und das Motiv zu erraten, was mir definitiv nicht gelang.

Zum Titel meiner Rezension: Der Hauptprotagonist hat 2 Angewohnheiten, die manchmal etwas übertrieben für mich sind: Er pustet sich die Haare aus der Stirn und sagt sehr oft "Passd scho".

Fazit: Top-Psychothriller, der mit einem Tabuthema spielt. 5 von 5 Sternen