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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2018

Einfühlsam und fantasievoll, teilweise etwas langatmig

Die wundersame Mission des Harry Crane
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Harry Crane ist ein Mann der voller Trauer steckt und sich die Schuld am Tod seiner Frau gibt. Vor einem Jahr geschah das Unglück und seitdem wandelt er neben der Spur. Doch dann bringt ihn das Schicksal ...

Harry Crane ist ein Mann der voller Trauer steckt und sich die Schuld am Tod seiner Frau gibt. Vor einem Jahr geschah das Unglück und seitdem wandelt er neben der Spur. Doch dann bringt ihn das Schicksal in die Endless Mountains und anstatt zu tun was er gedachte, zog er dort in ein Baumhaus ein und besann sich seiner immerwährenden Liebe zu Bäumen. Er lässt sich auf die wundersame Welt von Oriana ein und das "Märchen" beginnt.

Zum Cover: Wunderschön, wenngleich schlicht gehalten. Das Schriftbild ist sehr ansprechend und die Haptik ist toll. Auch dass das Buch Leseklappen vorne und hinten hat, hat mich gefreut.

Meine Meinung zum Buch: Ich habe relativ lange zum lesen gebraucht. So 2-3 Wochen waren es schon. Trotzdem konnte ich nicht einfach aufhören, denn die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Verlust, Trauer, Fantasiewelten, Familie und den Start in einen neuen Lebensabschnitt. Das Thema ist in jedermann bzw. frau gegenwärtig und daher auch immer aktuell. Phasenweise erschien mir das Buch etwas zu langatmig - daher auch der eine Punkteabzug. Alles in allem bin ich froh das Buch gelesen zu haben. Es ist kein Buch fürs schnelle lesen sondern eines zum nachdenken und genießen. Und am besten hat mir Olive Perkins gefallen - Aber was es mit ihr auf sich hat verrate ich nicht - da muss jeder schon selber nachlesen.

Fazit: Es tiefergehendes Buch das zwar keine grosse Spannung verspricht, jedoch in die Seele blicken kann.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Weihnachten und Homosexuelle - Teil 8

Pink Christmas 8
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Das Buch bietet 10 Kurzgeschichten an, die mehr oder weniger alle mit homosexuellen Männern und Weihnachten zu tun haben. Neben Erotik bieten sie aber auch Humor, Drama und Fantasy.

Das Cover des Buches ...

Das Buch bietet 10 Kurzgeschichten an, die mehr oder weniger alle mit homosexuellen Männern und Weihnachten zu tun haben. Neben Erotik bieten sie aber auch Humor, Drama und Fantasy.

Das Cover des Buches ist sehr passend und gut gemacht. Das Buch selbst kommt in hochwertiger Qualität einher.

Da es sich um Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren handelt und sie nicht alle in gleicher Qualität daherkommen bzw. mich nicht alle restlos überzeugen konnten, möchte ich hier alle Kurzgeschichten im einzelnen kurz bewerten, woraus sich dann die Gesamtnote ergeben wird.

Der Weihnachtselch (Heike Schrapper):

Aufgrund der sehr kurzen Kurzgeschichte kommen die Charaktere hier etwas zu kurz, die nur wenig beschrieben werden. Die Story selbst brachte mich zum Schmunzeln und zeigt eine tolle Geschichte, die auch zu einem heterosexuellen Paar passen würde. Die Homosexualität ist in dieser Story also eigentlich egal. 4 von 5 Sternen

Eine nicht alltägliche Weihnachtsüberraschung (Udo Rauchfleisch):

Sehr berührende Geschichte, die in die heutige Zeit passt. Hier werden auch die Charaktere gut beschrieben. Eine tolle Geschichte, auch wenn Überraschungsmomente gefehlt haben. 4 von 5 Sternen

Kölner Männer im Weihnachtsstress (Marc Förster):

Man merkte deutlich, dass dies ein Auszug aus einem Roman ist. DieStimmung und die Charaktere kamen daher nicht 100%ig an. Erstmals gibt es im Buch auch Sex- bzw. Erotikszenen, die ich aber gut beschrieben finde.3,5 von 5 Sternen

Rauhe Nächte (Carmilla DeWinter):

Eine sehr gefühlvolle Story und ein Highlight des Buches. Liebe, Drama und Fantasy treffen hier aufeinander. Toll! 5 von 5 Sternen

Das perfekte Weihnachtsfest (Gilbert R. Pawel):

Die Story war zwar eigentlich gut, aber doch eben nur ein Appetithäppchen, da es die Nachgeschichte eines Buches ist. So wirkt es nur wie ein Appetizer. 4 von 5 Sternen

Schlangen und Schwarzpulver (Dagmar Möhring):

Auch wieder sozusagen ein Appetitmacher auf ein Buch. Mich konnte die Geschichte nicht wirklich erreichen, ich kam nie wirklich rein. Vielleicht liegt es eben auch am Western-Style, der mir eigentlich nicht liegt, obwohl es auch interessante Ansätze gab.
Für mich das Negativ-Highlight dieses Buches. 2 von 5 Sternen

Raunachtglanz (Sabine Reifenstahl):

Ein absolutes Highlight des Buches in tollem Erzählstil, das ein wenig an "Rauhe Nächte" aus diesem Buch erinnert. 5 von 5 Sternen

Geheimnisse der Liebe (Manuel Sandrino):

Eine tolle Geschichte, die vor Erotik nur so prickelt. Ich würde sehr gern wissen, wie die Reise weitergeht. 5 von 5 Sternen

Die Frist (Hans van der Geest):

Sehr gute Geschichte in flüssigem Schreibstil, die leider kein Happy End bietet. Die einzige Geschichte übrigens, die keinen weihnachtlichen Bezug bietet. 5 von 5 Sternen

Wenn ein Foliant Schicksal spielt (Kai Steiner):

Lockerer, schöner Ausklang des Buches, der Lust macht mehr über die beiden zu lesen. Nur der Titel ist etwas klobig. 5 von 5 Sternen
Fazit: Schöne Kurzgeschichtensammlung von schwulen Weihnachtsgeschichten, die viele Genres abdecken. Leider sind einige Geschichten nur Auszüge aus Büchern. 4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 25.10.2018

Joona Linna (Teil 6) - Ten little rabbits

Hasenjagd
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Der schwedische Außenminister wird getötet, der Staatsschutz versucht dies zu vertuschen und geht von einem terroristischen Anschlag aus. Hilfe erhoffen sie sich von Joona Linna, der seinen Polizistenjob ...

Der schwedische Außenminister wird getötet, der Staatsschutz versucht dies zu vertuschen und geht von einem terroristischen Anschlag aus. Hilfe erhoffen sie sich von Joona Linna, der seinen Polizistenjob an den Nagel hängen will und derzeit noch eine Haftstrafe in der JVA Kumla verbüßt. Als mehr Morde geschehen nimmt Joona Linna die Fährte auf.

Das Cover des Buches ist gut gemacht, auch wenn ich mir nicht sicher bin, welches Tier hier dargestellt wird. Es passt aber zum Inhalt und der Atmosphäre des Buches.

Der deutsche Titel "Hasenjagd" ist absolut misslungen. Im Original heißt der Titel aufs deutsche übersetzt "Kaninchenjäger" und das wäre viel passender. Das Wort "Hase" kommt im Buch genau einmal vor, während laufend von Kaninchen geredet wird.

Auch war der Übersetzer scheinbar nicht immer motiviert, denn ein paar Sätze ließ er einfach mal im Schwedischen stehen (und damit meine ich nicht den Songtitel). Das ergibt so natürlich keinen Sinn, außerdem verstehen wohl die wenigsten im deutschsprachigen Raum schwedisch.

Der Schreibstil des Autorenduos, welches unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibt, ist sehr gut. Orte und Protagonisten werden perfekt gezeichnet, mit all ihren Eigenheiten. Obwohl es der 6. Band un Joona Linna ist und ich nur "Der Hypnotiseur" als Verfilmung kannte, kam ich sofort gut mit den Charakteren aus und in die Geschichte rein.

Was mir besonders gefallen hat, ist dass dieser Thriller sehr vielschichtig ist, hier werden wirklich die Ermittler und der Leser lange auf falsche Fährten gelockt. Auch ist dieses Buch zu anderen "Schweden-Krimis" nicht so düster, sondern zeigt trotz aller Brutalität eine angenehme Atmosphäre.

Die kurzen Kapitel und die vielen überraschenden Wendungen laden einem immer wieder ein, noch weiterzulesen.

Fazit: Trotz nicht perfekter Titelwahl und teilweise fehlenden Übersetzungen konnte mich dieser Thriller absolut überzeugen. Wer Thriller mit vielen Wendungen mag und sich von Brutalität nicht abschrecken lässt, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. 5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2018

literarisches Kochbuch ohne Rezepte, aber mit Spannung

Zeitflucht
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Enya Janssen ist ein junge Polizistin, die gerade erst ihren Dienst angetreten hat. Sie bekommt es nach einem Autounfall mit ihrer ersten Leicht zu tun. Alle glauben an einen Unfall, nur Enya kann nicht ...

Enya Janssen ist ein junge Polizistin, die gerade erst ihren Dienst angetreten hat. Sie bekommt es nach einem Autounfall mit ihrer ersten Leicht zu tun. Alle glauben an einen Unfall, nur Enya kann nicht loslassen und vermutet einen Mord dahinter.
Die Inhaltsangabe klingt wie ein Krimi oder Thriller - dies ist das Buch aber keineswegs. Vielmehr handelt es sich hier um ein Drama in sehr literarischer Schreibweise.
Das Cover des Buches ist relativ unauffällig und einfach gestaltet, passt aber perfekt zum Buch und ist eigentlich aufgrund seines Minimalismus auch detailreich.
Der Schreibstil des Autoren ist oft nicht sehr klar, sondern literarisch bzw. teilweise auch philosophisch und poetisch angehaucht.
Insgesamt lässt sich das Buch aber trotzdem gut und zügig lesen, da doch ein konstantes Spannungsniveau vorherrscht, das zwar nicht auf die Spitze getrieben wird, aber auch nicht abflacht.
Der Prolog und der Epilog waren allerdings für mich völlig unnötig, sie haben auch nur sehr peripher mit der ganzen Geschichte zu tun.
Zudem sterben relativ am Schluss 2 Personen durch Mord und Selbstmord - 2 Kapiteln später geht es aber beiden wieder sehr gut. Das ganze natürlich ohne Erklärung und absolut unpassend für dieses Genre.
Auch hätte man meiner Meinung nach einige Dinge mehr ausreizen können. Zum meinen natürlich die Krimi-Elemente, die eigentlich ganz gut waren, aber sich sicher noch mehr Raum verdient hätten; zum anderen betrifft dies aber auch die Drama-Elemente, die teilweise ausführlicher sein hätten können.
Die Idee mit dem literarischen Kochbuch, das gut in die Geschichte eingewebt wurde fand ich sehr gut.
Ebenso, dass am Anfang jeden Kapitels nach der Überschrift ein sprichwortähnlicher Satz war, der perfekt zum nächsten Kapitel passte.
Fazit: Interessantes Buch in sehr literarischem Stil, das aber seine Chancen nicht optimal ausnützt. 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.10.2018

Loretta Luchs - Teil 10 - Das ehrenwerte Haus

3 Zimmer, Küche, Mord
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Loratta Luchs will einen Neuanfang wagen. Sie zieht in eine neue Wohnung und will nichts mehr mit Toten zu tun haben und sich in keine Ermittlungen einmischen. Doch plötzlich findet sie eine Leiche auf ...

Loratta Luchs will einen Neuanfang wagen. Sie zieht in eine neue Wohnung und will nichts mehr mit Toten zu tun haben und sich in keine Ermittlungen einmischen. Doch plötzlich findet sie eine Leiche auf der Bank - es ist ihr Hausgenosse aus der Wohnung unter ihr, der bald heiraten und umziehen wollte. Und schon steckt Loretta wieder mittendrin in den Ermittlungen.

Das Cover des Buches ist gut gemacht, auffällig, passt zur bisherigen Reihe und perfekt zum vorliegendem Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach fantastisch. Bereits bekannte Protagonisten entwickeln sich weiter, neue kommen hinzu und werden ebenfalls sehr gut beschrieben. Dabei diese geniale Mischung aus Spannung und Humor.

Man muss die Vorgängerbände nicht kennen und kommt trotzdem wunderbar mit dem Buch zurecht - allerdings will man dann sicher auch die anderen lesen.

Manche der Protagonisten sind mir ja schon längst ins Herz gewachsen, einige der neuen haben ebenfalls das Zeugs dazu.

Dass die Autorin manche Protagonisten im Dialekt reden lässt, gibt der Geschichte noch den letzten Touch.

Dabei dachte ich mir, dass der Fall eigentlich relativ klar war und ja eigentlich auch Loretta auf diese Idee kommen müsste. Letztendlich hatte ich aber nur zur Hälfte recht. Der Plot an sich ist also nur zum Teil überraschend, aber die Bücher der Autorin leben eben hauptsächlich nicht vom Krimi, sondern von gut gezeichneten (zeitweise vielleicht sogar etwas übertrieben) und skurrilen Charakteren.

Fazit: Bereits der 10. Teil der Ruhrpottkrimödie, der mich begeistern konnte. 5 von 5 Sternen