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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2021

Aufregende magische neue Welt

Amari und die Nachtbrüder
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Amari fragt sich regelmäßig, was aus ihrem älteren Bruder Quinn geworden – ihr Held, der praktisch von einem auf den anderen Tag verschwand – als sie eines Tages ein merkwürdiges Paket erhält. Sie bekommt ...

Amari fragt sich regelmäßig, was aus ihrem älteren Bruder Quinn geworden – ihr Held, der praktisch von einem auf den anderen Tag verschwand – als sie eines Tages ein merkwürdiges Paket erhält. Sie bekommt die Chance an der Teilnahme an einem Sommercamp, das auch ihr Bruder besuchte, und sieht darin eine Gelegenheit, mehr über sein merkwürdiges Verschwinden zu erfahren. Tatsächlich aber eröffnet sich hiermit eine ihr völlig unbekannte Parallelwelt voller Magie…
Oh, was hatte ich für einen Spaß beim Lesen! Tatsächlich, das gleich vorneweg, gab es etliche Parallelen zu Harry Potter, aber das hat mich eigentlich wenig gestört, da mich die Geschichte durch viele eigene unterhaltsame und aufregende Details, aber auch mit einem wirklich guten Spannungsbogen durchweg richtig gut unterhalten hat.
Als Highlight empfand ich außerdem Amari: Sie ist eine wirklich sympathische Protagonistin, die mich mit ihrer Denkweise und Persönlichkeit oft begeistert hat. Ihr familiärer und kultureller Hintergrund hat sie für mich noch einmal zu einer glaubwürdigeren und plastischeren Figur und auch das Buch insgesamt vielschichtiger gemacht. Ihre Freundschaften zu ihrer auch sehr speziellen Mitbewohnerhin Elsie und dem vorscheinbar so gut integrierten Dylan fand ich ebenfalls sehr gut entwickelt und immer wieder spannend.
Das Finale war ein richtiger „Showdown“, das hätte ich mir fast ein bisschen langsamer gewünscht, da hatte ich das Gefühl, gar nicht alles richtig mitzubekommen – aber vielleicht war das ja auch genau richtig, um zu verstehen, wie es Amari ergangen ist.
Alles in allem werde ich die Geschichte in sehr guter Erinnerung behalten und gerne weiterempfehlen. Sollte es denn eine Fortsetzung geben, werde ich Amaris Geschichte auf jeden Fall weiterverfolgen.

Veröffentlicht am 10.05.2021

Eine schöne Idee, durchwachsene Umsetzung

Das Faultier bewegt sich wie Opa
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Die Idee ist ein schöne, wie ich finde: Es gibt fast nichts Lustigeres als die Sprüche, die kleine (und größere) Kinder so von sich geben. In diesem Buch hat man fleißig gesammelt und die besten Kindersprüche ...

Die Idee ist ein schöne, wie ich finde: Es gibt fast nichts Lustigeres als die Sprüche, die kleine (und größere) Kinder so von sich geben. In diesem Buch hat man fleißig gesammelt und die besten Kindersprüche in thematisch sortierten Kapiteln zusammengestellt. Dazwischen gibt es mal längere und mal kürzere Überleitungen der Autorinnen sowie sogenannte „Extras“, die in farblich abgesetzten Boxen eingefügt sind und ein wenig zusätzliches Wissen vermitteln möchten.
Ich hatte mich auf eine leichte Lektüre für zwischendurch gefreut, muss aber leider sagen, dass ich dabei keine Tränen mehr gelacht habe, wie das noch bei der Leseprobe der Fall gewesen war. Tatsächlich sind immer wieder wirklich witzige Sprüche dabei, aber ich vermute, die Menge führt dazu, dass sie nach und nach nicht mehr ganz so lustig sind. Irgendwie leben diese Kindersprüche doch von der Situation, in der sie ausgesprochen werden.
Die Überleitungen und Extras haben mir leider bald nicht mehr gefallen: Ich habe sie teilweise als erzwungen lustig empfunden und ich fand es etwas verwirrend, weil die Tipps in den Extras zwischen ernstgemeint und überspitzt schwankten. Die thematische Aufteilung fand ich hingegen recht gelungen.

Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein ganz besonderes, mutiges Mädchen

Echo Mountain
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Auf Grund der Wirtschaftskrise zieht Ellie mit ihrer Familie aus der Stadt in die Wildnis am Echo Mountain. Nach einer schweren ersten Zeit hat sich die Familie einigermaßen eingerichtet, da fällt Ellis ...

Auf Grund der Wirtschaftskrise zieht Ellie mit ihrer Familie aus der Stadt in die Wildnis am Echo Mountain. Nach einer schweren ersten Zeit hat sich die Familie einigermaßen eingerichtet, da fällt Ellis Vater durch einen schweren Unfall ins Koma. Die Familie muss sich nun ohne den Mann des Hauses zurechtfinden.
Anders als ihre große Schwester, die die Stadt sehr vermisst und keinen Gefallen am neuen Zuhause findet, ist Elli ein ganz besonderes Mädchen mit einer großen Liebe zur Natur und der Wildnis, die die Familie umgibt. Sie verbringt den Großteil ihrer Zeit draußen und erkundet die Umgebung. Besonders interessiert sie sich für Heilmittel aus der Natur – natürlich nicht zuletzt wegen ihres Vaters, der unverändert im Koma liegt und dem sie so gerne helfen möchte. Was sie außerdem auszeichnet, ist ihr besonders ausgeprägtes Mitgefühl für ihre Mitmenschen – aber auch für die Tiere in ihrer Umgebung. In dieser Hinsicht hat mich Ellie sehr begeistert und ich habe unglaublich gerne ihre Gedanken und Ideen gelesen, wie sie diese immer wieder weiterentwickelt und nicht aufgibt. Ab und zu hatte sie einige ganz schön verrückte Einfälle, die aber auch sehr mutig und immer recht unterhaltsam waren.
Insgesamt habe ich das Buch unglaublich gerne gelesen und die Geschichte – aber auch die Beschreibungen zur Natur und den medizinischen Aspekten – durchweg als spannend und interessant empfunden. Der Autorin gelingt es unglaublich gut, die Figuren der Geschichte wirklich menschlich und nie schwarz-weiß zu zeichnen, so dass es leicht fällt, mit ihnen mitzufühlen. Ich werde „Echo Mountain“ auf jeden Fall gerne weiterempfehlen und mir selbst auch noch die anderen Werke der Autorin ansehen.

Veröffentlicht am 18.04.2021

Unbekannte Familie

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Die 27jährige Hannah ist nicht gerade glücklich mit ihrem Leben und hadert unter anderem mit ihrer Dissertation. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche bei ihrer Großmutter stößt sie auf einen Brief aus ...

Die 27jährige Hannah ist nicht gerade glücklich mit ihrem Leben und hadert unter anderem mit ihrer Dissertation. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche bei ihrer Großmutter stößt sie auf einen Brief aus Israel. Da ihre Großmutter Evelyn beharrlich schweigt, macht sie sich selbst auf die Suche, um mehr über die Vergangenheit ihrer Familie herauszufinden.
Die Geschichte spannt sich über knapp hundert Jahre, fast identisch mit der Lebenszeit von Evelyn. Erzählt wird sie aber aus den Perspektiven der Frauen der Familie, angefangen mit Hannahs Urgroßmutter, Evelyns Mutter, zu Beginn der zwanziger Jahre. Ich fand die unterschiedlichen Perspektiven wirklich toll geschrieben und hatte an keiner Stelle Probleme mit dem Wechsel, egal ob zeitlich oder zwischen den Figuren. Jede einzelne der Frauen habe ich gerne gelesen, wobei mir schon Hannah häufig am nächsten stand, da man ja gewissermaßen mit ihr zusammen die Familiengeschichte ergründet.
Ich fand die Geschichte sowohl spannend als auch bewegend. Vor allem hat mich beeindruckt, wie geschickt die Autorin die Beziehungen zwischen den Frauen der Familie schreibt, immer mit vielen Nuancen und Raum für Entwicklung – und kein Schwarzweiß, sondern viele Grautöne. Aber auch Hannahs Entwicklung insgesamt fand ich bis zum Schluss spannend, man hat das Gefühl, dass sie an den Recherchen zu ihrer Familie wächst.
An manchen Stellen gibt es Lücken in der Erzählung der Frauen, die zwar sicherlich absichtlich sind, aber da gab es einige Punkte in den Lebensläufen, zu denen ich mir doch mehr Details gewünscht hätte.
Ansonsten aber habe ich das Buch sehr gerne gelesen und werde es in jedem Fall – allein aufgrund der beeindruckend starken Frauen in dieser Familie – gerne weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 15.04.2021

Für bewegungsfreudige Büchermäuse

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Turnen, tanzen, Musik machen
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Bei uns tummeln sich mittlerweile schon viele Bücher der Reihe von Ravensburger und die Kinder sind immer wieder begeistert, was es alles hinter den Klappen zu entdecken gibt. Da unsere beiden aber nicht ...

Bei uns tummeln sich mittlerweile schon viele Bücher der Reihe von Ravensburger und die Kinder sind immer wieder begeistert, was es alles hinter den Klappen zu entdecken gibt. Da unsere beiden aber nicht nur gerne Bücher anschauen bzw. lesen, sondern auch recht bewegungsfreudig sind, war das neue der „Wieso, Weshalb, Warum“-Reihe für uns ein Muss.
Das Buch kommt in der gewohnten Qualität daher und selbst die kleineren Klappen halten die manchmal etwas ungeduldigen Kinderhände aus. Vor allem die Spiralbindung finde ich nach wie vor wirklich klasse – wir haben nämlich viele andere Bücher, bei denen der Rücken schon ganz schön gelitten hat, wenn die Zwerge doch mal drüber rennen oder Ähnliches.
Bei diesem Buch fand ich klasse, wie vielseitig und abwechslungsreich es ist. Inhaltlich gibt es eine große Bandbreite an Bereichen zum Thema Bewegung – vom Kinderturnen, Fußballspielen, Ballett, bis hin zum Yoga, und ergänzend dazu auch noch Seiten zum Musizieren. Gefallen haben uns auch die vielen unterschiedlichen Klappen, die man teilweise erst nach und nach entdeckt. Vor allem die auf der Seite zum Ballett haben unsere 4jährige begeistert.
Tendenziell ist dieses Buch (im Vergleich zu anderen der Reihe) vielleicht eher für die älteren der Altersspanne 2-4 – zumindest bei uns konnte sich die Ältere viel mehr mit den Themen identifizieren. Teilweise hat das natürlich mit Corona zu tun: Der Kleine hat Kinderturnen oder Ähnliches ja bisher nicht kennenlernen können.
Insgesamt fanden wir das Buch richtig klasse und wir freuen uns auf noch viele weitere Entdeckungsreisen damit.