Kann man lesen, muss man aber nicht
Mein Glück in deinen HändenInhalt:
Vor achtzehn Monaten hat sich Saras Freund Carter in Saras Schwester Mariel verliebt und seit dann spricht Sara nicht mehr mit ihrer Schwester. Nun wollen Mariel und Carter sogar heiraten und Saras ...
Inhalt:
Vor achtzehn Monaten hat sich Saras Freund Carter in Saras Schwester Mariel verliebt und seit dann spricht Sara nicht mehr mit ihrer Schwester. Nun wollen Mariel und Carter sogar heiraten und Saras Mutter lockt ihre Töchter unter einem Vorwand in die alte Heimat, in der Hoffenung, dass sich die beiden Frauen miteinander versöhnen. Doch Sara hat ganz andere Dinge im Sinn. Sie will die Hochzeit ruinieren und Carter erneut von sich überzeugen.
Meine Meinung:
Vor einigen Jahren habe ich "Der Sommer der Blaubeeren" und "Der Sommer der Sternschnuppen" von Mary Simses gelesen. "Der Sommer der Blaubeeren" hat mir sogar so gut gefallen, dass ich es ein wenig bereue, dass ich dieses Buch irgendwann einmal weiterverschenkt habe. Seit Ewigkeiten stand "Mein Glück in deinen Händen" auf meiner Wunschliste und deshalb musste es unbedingt mit, als es mir in einem Bücherschrank aufgefallen ist.
Die Sprache ist leicht und unterhaltsam, der Plot erinnert an eine Hollywood-Komödie aus den 1990ern - zum Beispiel "Die Hochzeit meines besten Freundes" - und wer eine sehr realitätsnahe Handlung erwartet, ist mit dem Buch definitiv falsch beraten. Es ist allerdings äusserst unterhaltsam erzählt und ein abenteuerliches Ereignis jagt das nächste. Die Figuren haben mich zwar nicht komplett für sich eingenommen und auch die Gefühle blieben ein wenig auf der Strecke, dafür punktet das Buch mit einer äusserst kreativen Verkettung absolut skurriler Szenen.
Schreibstil und Aufbau:
Die Schwestern Sara und Mariel wirkten leider wie zwei dreissigjährige Teenager, zu ihrer Verteidigung muss ich aber sagen, dass ihr kindisches Verhalten leider keine Überraschung ist, wenn man sich ansieht, wie ignorant und bevormundend sich ihre Mutter ihnen gegenüber verhält.
Bestens unterhalten hat mich aber die Nebenhandlung, in dem Sara gemeinsam mit einem schönen Fremden ein Kunstwerk aus Pappmaché retten will und dabei sogar ins Visier von polizeilichen Ermittlungen gerät. Dieser Handlungsstrang hätte für mein Empfinden sogar noch viel mehr Raum einnehmen dürfen, weil er die absolut unnötigen Streitereien zumindest ein wenig wettgemacht hat.
Meine Empfehlung:
Mein drittes Buch von Mary Simses hat mich leider nicht so berührt und überzeugt wie ihre anderen Romane. Unterhaltsam war es aber allemal. Kann man lesen, muss man aber nicht.