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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2025

Das Sternerestaurant

Ein Tisch am Fenster
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Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht ...

Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht der Eindruck eines straff organisierten Imperiums.
Leicht schwülstig, garniert mit französischen Einsprengseln ( klar, Moissonnier ist Franzose und in gehobener Küche ist das Usus) wird der Restaurantbetrieb erläutert.
Sachlicher wird dann der Weg zum erstrebten Ziel, dem Sternerestaurant, beschrieben. Hier geht er in die Tiefe, erzählt Anekdoten, auch einige seiner Gäste tragen zu spannenden Berichten bei. Diese Kapitel lesen sich bestens, sind unterhaltsam, auch wenn sich der Autor mitunter als Erzieher seiner Gäste sieht.
Alternierend geht es in die Küche. Extrem detailliert wird die Zubereitung einiger Speisen beschrieben. Interessant für Spezialisten.
Vincent Moissonnier ist charmant, berufsverliebt, kreiert Wortneuschöpfungen, weiß, was er will und ist ziemlich speziell.
Der Leser erfährt alles und mehr über das Restaurant, seine Mannschaft und seine Küche. So also geht Sterneküche!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Zehnhundert Jahre

Our Infinite Fates
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Sie dürfen sich nicht lieben weil sie sich töten müssen. Immer wieder, tausende Jahre lang.
Evelyn hat schon viele Leben gelebt; sie kennt unterschiedliche Orte und Lebensweisen, war oft ein Junge, oft ...

Sie dürfen sich nicht lieben weil sie sich töten müssen. Immer wieder, tausende Jahre lang.
Evelyn hat schon viele Leben gelebt; sie kennt unterschiedliche Orte und Lebensweisen, war oft ein Junge, oft ein Mädchen, hat viele Familienangehörige geliebt und verloren und durfte nie älter als 18 werden.
Faszinierend, interessant und erschreckend. Evelyn kann das akzeptieren, aber nicht, dass ihre derzeitige geliebte Schwester stirbt, bevor sie sie mit einer Knochenmarkspende retten kann.
Laura Steven beschreibt das mitnehmend, zeigt ihre Heldin als clevere und engagierte junge Frau, fürsorglich, hilfs- und opferbereit.
Steven lässt verschiedene Leben aufblitzen, zeigt viele Varianten auf. Die abwechslungsreichen historische Orte hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, hier hätten mehr Abenteuer passieren können. Passend zum Rahmen aber müssen diese Leben immer wieder tödlich enden. Die jeweiligen Abschnitte, die kurz vor dem entscheidenden Moment spielen, wiederholen sich. Die beschriebene Liebe der Protagonisten hat mich zunächst nicht überzeugt, Arden blieb lange eindimensional und auf das Töten fixiert.
Die Idee ständig anderer Leben hat Potenzial, langweilte aber durch Wiederholungen. Auf Aufklärung des Hintergrunds muss man lange warten. Und dann ist er auch noch bizarr. Hat mich nicht gecatcht.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Virtuelle Helden

Eternity Online 2
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Rob wartet in der virtuellen Welt auf die angekündigte Veränderung. Mit seinen Gefährten absolviert er wenig anspruchsvolle Quests. Als das Ereignis eintritt, wird es wirklich gefährlich. Aber eigentlich ...

Rob wartet in der virtuellen Welt auf die angekündigte Veränderung. Mit seinen Gefährten absolviert er wenig anspruchsvolle Quests. Als das Ereignis eintritt, wird es wirklich gefährlich. Aber eigentlich können Rob und seine Freunde doch gar nicht sterben? Wie in Online-Games üblich, kann man Gebiete gewinnen, wunderlichen Wesen begegnen, eine bessere Ausrüstung bekommen und Herausforderungen immer wieder neu in Angriff nehmen. Laaangweilig! Was will der Schöpfer wirklich von ihnen? Es wird sich in der Arena entscheiden …
Mikkel Robrahn hat ein gruseliges Szenario entwickelt : Existieren in einer virtuellen Welt, mit eigenem Bewusstsein, aber ohne die Möglichkeit, auf das eigene Leben Einfluss zu nehmen. Einfach zu verstehen, fantasievoll ausgearbeitet, mit einigen Wiederholungen gestreckt - ganz typisch und perfekt für Gamer, die gern mal in die Buchstabenwelt abtauchen.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Die Cartiers

Der Schmuckpalast – Camille und der Glanz von Gold
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Die Cartiers haben Glück, das Geschäft läuft, ihr Ruf ist tadellos, Sohn Alfred übernimmt den Laden des Vaters und heiratet. Auch seiner Schwester Camille geht es gut, bis die Familie von einem schweren ...

Die Cartiers haben Glück, das Geschäft läuft, ihr Ruf ist tadellos, Sohn Alfred übernimmt den Laden des Vaters und heiratet. Auch seiner Schwester Camille geht es gut, bis die Familie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird. Zudem gehen die Geschäfte schlecht. Kann Camilles Idee ein Neuanfang sein?
Eva-Maria Bast erzählt unaufgeregt die Geschichte der Juweliersfamilie Cartier, berichtet von Rückschlägen und Erfolgen. Alle Probleme dieser Familie erfordern Verständnis, das nicht immer leicht zu erlangen ist.
Historische Ereignisse werden wie stets bei dieser Autorin eingeflochten, der Umbau von Paris durch Haussmann, die Weltausstellung und Errichtung des Eiffelturms, sogar der umstrittene Verkauf der Kronjuwelen beispielsweise.
Höhen und Tiefen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen werden interessant beschrieben, sind gut nachzuvollziehen und lassen sich angenehm lesen.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Invasion im Garten

Fiese Viecher
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Höchst amüsant berichtet Stefan Schwarz über seine Gartenerlebnisse. Frieden und Ruhe - Fehlanzeige. Ausgerechnet der niedliche Waschbär ist sein erklärter Feind. Aber erst das Drüsige Springkraut! Oh ...

Höchst amüsant berichtet Stefan Schwarz über seine Gartenerlebnisse. Frieden und Ruhe - Fehlanzeige. Ausgerechnet der niedliche Waschbär ist sein erklärter Feind. Aber erst das Drüsige Springkraut! Oh nein! Oder gibt es da ein Geheimnis? Man erfährt Neuigkeiten über das Liebesleben und die Fresslust ( 300 Blattläuse täglich! ) der Asiatischen Marienkäfer, hat man so noch gar nicht gewusst! Natürlich bekommen auch Goldrute und Berufskraut ihr Fett weg. Der Efeu! Die Stinkwanze! Und der Ochsenfrosch erst … .
Humorvoll, abwechslungsreich, ohne Scheu vor maßlosen Überspitzungen und ausgesprochen unterhaltsam kommt dieses Büchlein daher.
Warnung: Lachflashs beim Lesen in der Öffentlichkeit wahrscheinlich!

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