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Veröffentlicht am 04.08.2020

Brunngries- ein nicht ganz so idyllisches Dorf

Prost, auf die Wirtin
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Der Provinzkrimi "Prost auf die Wirtin" von Friedrich Kalpenstein spielt in dem ruhigen Dorf Brunngries. Moment mal! Ruhig und Brunngries? Das passt ja so gar nicht, denn in dem augenscheinlich so ruhigen ...

Der Provinzkrimi "Prost auf die Wirtin" von Friedrich Kalpenstein spielt in dem ruhigen Dorf Brunngries. Moment mal! Ruhig und Brunngries? Das passt ja so gar nicht, denn in dem augenscheinlich so ruhigen Dörfchen ist ganz schön was los. Kaum aus München angekommen muss der neue Hauptkommissar Constantin Tischer zum Schauplatz eines Mordes, denn die Franzi, die Wirtin der dörflichen Kneipe wurde im Wald erschossen. Ein neuer Komissar in Brunngries aus der Stadt? Da sind die Bewohner des bayrischen Dorfes doch sehr misstrauisch. Zum Glück steht ihm Polizeiobermeister Fink tatkräftig zur Seite und unterstützt Tischler, manchmal zu dessen Leidwesen, so gut er kann. Aber wer hat denn nun die so beliebte Franzi denn umgebracht? War es wirklich ihr proletenhafter, waffenliebender Ehemann? Aber das wäre doch zu einfach...

Das Buch war bis jetzt mein erstes Buch des Autors Friedrich Kalpenstein, jedoch definitiv nicht der letzte. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und entlockt einem doch sehr oft das ein oder andere Schmunzeln. Der Autor schafft eine perfekte Mischung zwischen Spannung und Komik und haucht dem Örtchen Brunngries richtig Leben ein. Besonders gefallen hat mir die Figur des Felix Fink der einen richtig zum Lachen gebracht hat mit seiner Art. Das Buch schreit schon nach mehreren Fortsetzungen, denn in Brunngries geht ganz schön die Post ab, da gibt es noch viel zu ermitteln.

Ein wirklich lustiger, unterhaltsamer Provinzkrimi der einem ein paar vergnügliche Lesestunden beschert. Nur zu empfehlen! Ich bin gespannt auf mehr...

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Strandkörbe oder doch lieber Berge ?

Strandkorbliebe
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Diese Frage stellt sich bei Antje aus Norderney und Michael aus Bayern. In jungen Jahren lernten sich die beiden kennen, als Michael mit seinen Eltern Urlaub auf Norderney in der Pension von Antjes Eltern ...

Diese Frage stellt sich bei Antje aus Norderney und Michael aus Bayern. In jungen Jahren lernten sich die beiden kennen, als Michael mit seinen Eltern Urlaub auf Norderney in der Pension von Antjes Eltern macht. Bei den beiden ist es Liebe auf den ersten Blick, doch etwas geht schief und die beiden gehen getrennter Wege.

Jahre später lebt Antje immer noch auf Norderney und hat mittlerweile die Pension ihrer Eltern übernommen, aber ist sie wirklich glücklich in ihrem Leben oder würde sie nicht doch lieber die Welt erkunden wie ihre Schwester ?

Auch Michael hat mehr oder weniger den elterlichen Betrieb, einen Bauernhof in Bayern, übernommen, jedoch kann er, ebenso wie Antje seine erste große Liebe nicht vergessen. Anlässlich des Hochzeittages seiner Eltern reist Michael erneut nach Norderney und begegnet dort seiner Jugendliebe Antje. Zwischen den beiden Knistert es, doch kann es diesmal gut gehen zwischen den beiden ?

Das Buch eignet sich als perfekte Urlaubs- bzw. Sommerlektüre, da die Story nicht wirklich kompliziert oder tiefgründig ist. Jedoch sind die Handlungsstränge teilweise doch sehr einfach und vorhersehbar, was sehr schade ist, denn beide Handlungsorte laden geradezu zum träumen ein. Der Schreibstil liest sich dennoch leicht und ist sehr angenehm zum Lesen. Leider wurde ich auch nicht ganz warm mit den beiden Protagonisten, da sie beide teilweise doch etwas vorschnell und naiv handeln und sich nicht gerade altersentsprechend verhalten. Meiner Meinung nach ist die Geschichte ganz nett, kann aber leider nur mit den schönen Orten Norderney und Bayern überzeugen, da die Handlung nicht sehr glaubwürdig ist.

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, es war jedoch eine nette Lektüre für zwischendurch, auch wenn ich es nicht noch einmal lesen würde.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Cold Case

Enna Andersen und das verschwundene Mädchen
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Ich durfte dieses Buch im Rahmen eines Lesewochenendes auf Lovelybooks lesen und wurde positiv überrascht. Ich persönlich bin kein großer Krimifan, sondern lese nur ab und zu einen, aber dieses Buch hat ...

Ich durfte dieses Buch im Rahmen eines Lesewochenendes auf Lovelybooks lesen und wurde positiv überrascht. Ich persönlich bin kein großer Krimifan, sondern lese nur ab und zu einen, aber dieses Buch hat meine Einstellung zu Krimis verändert und das im positiven Sinne.

Die alleinerziehende Hauptkommissarin Enna Anderson hat nach dem Unfalltod ihres Mannes eine berufliche Pause eingelegt und startet nun mehr oder weniger freiwillig in einer neuen Abteilung. In dieser Abteilung werden alte Fälle neu untersucht und die drei Kollegen starten mit dem Fall der seit 10 Jahren vermissten Marie Hansen. Die neunjährige Marie Hansen verschwand auf einer Klassenfahrt auf der Insel Wangerooge, doch was geschah wirklich in dieser Nacht ? Ist Marie tot oder könnte sie noch Leben ? Das Trio ermittelt und deckt dabei spannende Geheimnisse auf...

Ich persönlich finde solche Cold cases sehr interessant, so dass mich das Buch allein deshalb in seinen Bann gezogen hat. Die Autorin war mir bisher völlig unbekannt, was aber dadurch zu erklären ist, dass ich kaum Kriminalromane lese. Nach diesem Buch hoffe ich, dass noch weitere Bücher über Enna und ihre Kollegen Pia Sims und Jan Paulsen erscheinen werden. Mir hat die Entwicklung der Harmonie des Teams sehr gefallen, denn die drei haben nicht gerade einen harmonischen Start, entwickeln sich aber im Laufe der Geschichte und setzten dabei gezielt ihre jeweiligen Stärken ein. Der Charakter der Hauptkommissarin Andersen ist auf vielen Ebenen sehr interessant und man entwickelt großen Respekt gegenüber ihr, denn trotz des Todes ihres Mannes und des Mordes an ihren Eltern lässt sie sich nicht unterkriegen und meistert ihre Rolle als berufstätige, alleinerziehende eines kleinen Kindes perfekt, ohne dass ihr Sohn dabei zu kurz kommt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr kurzweilig, jedoch spannend auf jeder Seite. Mir hat es gefallen, dass mehrere Täter infrage kommen, jedoch keiner ein eindeutiges Motiv besitzt, was einen zum Grübeln verleitet. Vom Ausgang der Geschichte war ich sehr überrascht, denn diesen Ausgang hätte ich so nicht erwartet. Das düstere Cover passt hervorragend zu der Geschichte, vor allem hat es einen Bezug zum Gelesenen, was mir besonders gefällt.

Das Buch hat mich einfach begeistert und ich kann das Buch jedem empfehlen, der Nervenkitzel liebt. Hoffentlich werden wir noch öfter zusammen mit Enna Andersen den ein oder anderen Fall aus der Vergangenheit lösen !

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Das neue 1597

Richer than Sin
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Während im Jahr 1597 "Romeo und Julia" von William Shakespeare angesagt war, heißt es heute "Richer than sin" von Meghan March. Im Jahr 2020 heißt es Lincoln und Whitney und wir befinden uns nicht mehr ...

Während im Jahr 1597 "Romeo und Julia" von William Shakespeare angesagt war, heißt es heute "Richer than sin" von Meghan March. Im Jahr 2020 heißt es Lincoln und Whitney und wir befinden uns nicht mehr Verona, sondern in Gable, einer Stadt in Amerika.

Die Stadt Gables ist aufgrund einer tiefsitzenden, über Generationen bestehenden Fehde zwischen den Familien Riscoff und Gable zwiegespalten. Beide Familien meiden sich so gut sie können, aber dann trifft der Riscoff-Erbe Lincoln im Pub auf eine schöne Frau und verliebt sich in sie, doch dann der Schock, bei der Frau handelt es sich um Whitney Gables. Ein Riscoff und eine Gable zusammen ? Da sind Probleme vorprogrammiert ! Kann die Liebe zwischen den beiden bestehen oder zerbricht sie so wie Jahre zuvor ? Können die beiden diesmal alle Hindernisse überwinden oder geht die Beziehung durch all die Familiengeheimnisse der Familien in die Brüche ?

Mein Blick wurde sofort von dem schönen Cover angezogen und mein Interesse geweckt. Das goldene Blumenmuster strahlt eine schlichte Eleganz aus und ist ein regelrechter Blickfang. Beim Anblick des Covers und das Lesen des Klappentextes habe ich die goldene Farbe des Covers mit dem Reichtum der Familie Riscoff in Verbindung gebracht, wozu auch das "Richer" des Titels passt. Mir persönlich gefällt es sehr, wenn man das Cover mit dem Gelesenen assoziieren kann. Der Schriftzug des Titels "Richer than sin" ist in zwei unterschiedlichen Schriftformen geschrieben, wobei mir persönlich das "than" in der geschwungen Schrift besser gefällt, da es meiner Meinung nach besser zur Eleganz des restlichen Covers passt. Die Schriftart der Wörter "Richer" und "Sin" ist mir zu plump, jedoch werden dadurch die zwei Schlüsselwörter der Handlung hervorgehoben und die Schrift fällt ins Auge. Mir persönlich hätte ein einheitlich geschriebener Titel besser gefallen, jedoch ist dies Geschmackssache und das wichtigste, die Handlung des Buches, wird dadurch nicht beeinflusst.

Die Autorin Meghan March war mir bisher völlig unbekannt, aber ich lese noch nicht lange in diesem Genre, also hat dies nichts zu heißen. Ich in froh, dass ich durch dieses Buch auf die Autorin aufmerksam wurde, denn ihr Schreibstil ist unglaublich packend und mitreißend, so dass ich das ein oder andere mal die Zeit vergessen habe. Meghan March entführt uns in diesem Buch in einen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und man erlebt die Geschichte sowohl aus Whitneys als auch aus Lincolns Sicht, was mir persönlich sehr gefallen hat, da man so die Geschichte auf vielen verschiedenen Ebenen durchleben konnte. Die Autorin versetzt einen gleich zu Beginn mitten ins Geschehen und nach und nach verflechten sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem Handlungsstrang. Die einzelnen Abschnitte sind weder zu lang, noch zu kurz, so dass man der Geschichte ohne Probleme oder Verwirrung folgen kann. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist geschickt gewählt, denn erst mit der Zeit fügen sich die einzelnen Abschnitte zusammen, so dass man nach und nach erfährt was in der Vergangenheit passiert ist und sich dadurch erklären kann, warum die Person auf die entsprechende Art und Weise in der Gegenwart reagiert bzw. handelt. Besonders interessant fand ich das Kennenlernen der Charaktere in den zwei unterschiedlichen Zeiten, zwischen denen ganze 10 Jahre liegen. Beide Charaktere haben sich deutlich weiterentwickelt, jedoch haben sich auch bei beiden mit den Jahren Probleme angesammelt, durch die sie gereift sind, aber auch ihre Naivität verloren haben. Ich muss zugeben, dass ich mir zu Beginn nicht vorstellen konnte, dass ich die beiden Protagonisten in mein Herz schließen kann, denn der erste Auftritt der beiden war nicht gerade voller Sympathie und Herzlichkeit. Mit der Zeit bringt die Autorin einen die Beiden näher und auch andere Familienmitglieder konnte ich in mein Herz schließen. Wie die beiden Familien in Gables, so haben auch die Nebencharaktere der Geschichte polarisiert, entweder sie waren von Anfang an sympathisch oder man konnte sie nicht ausstehen und das in beiden Familien. Während die beiden Familien mit ihrem Streit zwar allgegenwärtig sind, liegt der Fokus, zum Glück, auf den Protagonisten und zwischen den beiden geht es heiß her, so dass auch fesselnde erotische Szenen nicht zu kurz kommen.

Durch den extrem kurzweiligen Schreibstil war das Buch leider viel zu schnell zu Ende, jedoch wartet noch das ein oder andere Familiengeheimnis darauf gelüftet zu werden. Während der Anfang einen schon direkt gefesselt hat, hat es das Ende einen regelrecht angetan, denn die Spannung ist kaum auszuhalten und man kann es kaum erwarten den nächsten Band in der Hand zu halten.

"Richer than Sin" ist der mehr als gelungene Auftakt der neuen Triologie von Meghan March und ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, denn durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin ist es eine ganz besondere Liebesgeschichte. Ich bin sehr gespannt ob Lincoln und Whitney zusammenbleiben oder sie durch das Beibehalten alter Fehler sich selbst im Weg stehen. Zum Glück lassen die beiden Folgebände nicht allzu lange auf sich warten, denn sonst würde man das Warten kaum aushalten.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Eine andere Zeit

Die ferne Hoffnung
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Das Buch handelt von der angesehenen, gesellschaftlich hochgestellten, Hamburger Familie Hansen, die im 19. Jahrhundert einen Kaffeekontor besitzen. Nach dem Tod des Familienoberhauptes stehen die drei ...

Das Buch handelt von der angesehenen, gesellschaftlich hochgestellten, Hamburger Familie Hansen, die im 19. Jahrhundert einen Kaffeekontor besitzen. Nach dem Tod des Familienoberhauptes stehen die drei Brüder Georg, Robert und Karl alleine mit einem Berg von Schulden da und versuchen alles um den Namen Hansen und ihr Vermögen zu retten. So probieren sie sich als Kakaohändler, ein Zweig der den Kaffee ersetzen soll. Robert wandert daher mit seiner Frau Elisabeth und den beiden Töchtern Martha und Luise aus ins ferne Kamerun, wobei seine Frau und seine Tochter Martha wenig begeistert sind von dem Leben fernab der gewohnten Zivilisation. Einzig Luise, die nach ihrem abenteuerlustigen Vater kommt, fühlt sich auf der Kakaoplantage wohl, packt kräftig mit an und freundet sich schnell mit dem Einheimischen Hamza an, aber können die Gefühle sich gegen die Standesunterschiede durchsetzen ? Der alleinstehende Bruder Karl versucht sein Glück mit einem Kontor in Wien, denn die Wiener haben die Kakaobohne mit ihren Vorzügen längst für sich entdeckt. Dort trifft er auf die Kaffeehausbesitzerin Therese, doch findet er in ihr wirklich sein Glück ? Während seine Brüder einen Erfolg nach dem anderen einfahren, bleibt der älteste Bruder Georg zurück. Kann er dauerhaft mit dem Erfolg seiner Brüder leben, oder handelt er gar unüberlegt ?

Die Autorin versetzt einen gleich zu Beginn mitten ins Geschehen, jedoch lernt man die Familie doch sehr gut kennen, sodass man einen Überblick erhält wer wer ist. Die Kapitel springen immer zwischen den verschiedenen Handlungsorten, wobei man immer weiß wo man sich gerade befindet, sodass sich das Buch sehr leicht liest, ohne Verwirrungen, wie es oft bei mehreren Handlungssträngen vorkommt. Man taucht richtig ein in die Geschichte, die von Anfang bis Ende ihre Spannung hält. Die jeweilige Situation wird treffend dargestellt, sodass man die Situation in sich aufnehmen kann. Die Autorin schafft es gezielt die Empathie des Lesern zu lenken, sodass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Während dem Lesen war ich so in die Geschichte vertieft, dass ich ganz vergessen habe, dass es sich um eine Saga handelt und war richtig froh, dass es noch ein paar weitere Bände gibt, die ich unbedingt lesen muss.

Ein ganz tolles Buch, einer mir bisher unbekannten Autorin, dass man unbedingt lesen muss, wenn man gerne historische Romane liest. Die Spannung ist von Anfang bis Ende da, sodass ich es kaum erwarten kann, die restlichen Bände zu lesen.

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