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Veröffentlicht am 12.04.2026

Eine Walnuss bietet doch viel mehr als ihre Schale erahnen lässt

Walnusswünsche
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Für mich war es das erste Buch der Autorin Manuela Inusa, das ich zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe und ich bin ganz begeistert. Walnusswünsche ist wohl aus der Kalifornien-Reihe der Autorin, ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin Manuela Inusa, das ich zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe und ich bin ganz begeistert. Walnusswünsche ist wohl aus der Kalifornien-Reihe der Autorin, jedoch sind die Bücher voneinander unabhängig lesbar und ich hatte nicht das Gefühl, als gäbe es Anspielungen oder Insider aus anderen Büchern, sodass ich es jedem empfehlen kann, egal ob als Wiederholungstäter der Autorin oder Neuling.

Das Buch spielt, wie man anhand des Titels schon erahnen kann, auf einer Walnussfarm im sonnigen Kalifornien. Dort arbeitet die herzensgute Victoria auf der Farm ihrer Familie und schmeißt, nach dem Tod der Mutter und dem Fortgang ihrer Schwester, auch den Haushalt und kümmert sich um ihren gebrechlichen Vater, der ihr auf der Farm nicht mehr viel helfen kann. Victoria hat also alle Hände voll zu tun und kann Ablenkung eigentlich gar nicht gebrauchen. Doch da kommt Liam Sanders, Bestseller Autor, der für seinen neuen Roman recherchieren möchte und die beiden scheinen wie für einander geschaffen. Als wäre das nicht genug taucht ihre Schwester Abby nach jahrelanger Funkstille wieder auf, mit dabei ihre kleine Tochter und Vickys Nichte Bella, doch so schnell wie Abby gekommen ist, verschwindet sie auch wieder.

Das Cover passt natürlich zum Setting und macht schon Lust darauf das Buch zu lesen, gesteigert wird diese Lust nach Lesen des Klappentextes, der ohne zu viel zu verraten ein regelrechtes Verlangen nach dem Buch ausgelöst hat. Der Schreibstil ist unglaublich malerisch und ich konnte mir die Szenerie beim Lesen, wie einen Film vor meinem inneren Auge vorstellen, manchmal hatte ich auch das Gefühl ich kann die Walnussfarm auch riechen. Der Schreibstil ist locker leicht und in keinster Weise komplex, sodass man ohne viel Nachdenken zu müssen drauf los lesen kann und das Buch in einem Rutsch verschlingen kann. Bei solchen Wohlfühlromanen ist die Handlung ja doch oft vorhersehbar, doch dieses Buch hat mich an so mancher Stelle überrascht und ich konnte nicht aufhören zu lesen vor lauter Spannung.

Als Leser erleben wir die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Vicky, Abby und Liam und diese Mischung war sehr angenehm und die Wechsel waren nicht zu häufig und es war auch immer klar, welche Sichtweise und Gefühle wir als Leser gerade erleben. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, aus welcher Sicht ich am liebsten gelesen habe, denn alle waren irgendwie spannend. Die Protagonisten wurden von der Autorin mit viel Liebe zum Detail gestaltet und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, so unterschiedlich sie auch sind. Besonders haben mir die vielen Nebenfiguren gefallen, die mit ebenso viel Liebe zum Detail von Manuela Inusa kreiert wurden und die man als Leser einfach lieben muss. Auch die Orte, die tatsächlich existieren, waren so genau beschrieben, dass ich sie mir sehr genau vorstellen konnte und Google hat gezeigt meine Vorstellungen waren sehr nahe an der Realität.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich schon darauf, mal wieder ein buch der Autorin in den Händen halten zu dürfen.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein Zuhause finden

Ein Zuhause im Frühling
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Bei dem Roman „Ein Zuhause im Frühling“ handelt es sich wie der Name schon erahnen lässt um einen Wohlfühlroman, den man am besten mit den ersten Sonnenstrahlen liest, damit man das Feeling direkt beim ...

Bei dem Roman „Ein Zuhause im Frühling“ handelt es sich wie der Name schon erahnen lässt um einen Wohlfühlroman, den man am besten mit den ersten Sonnenstrahlen liest, damit man das Feeling direkt beim Lesen spürt.

Auch das Cover strahlt schon einen Wohlfühlcharme aus, den man auch im Klappentext wiederfindet. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wodurch das Buch sehr angenehm zu lesen ist und die Seiten nur so dahinfliegen. Auch war das geschriebene Wort sehr anschaulich, sodass ich mir die Szenerie bi8ldlich vorstellen konnte und habe mich beim Lesen so gefühlt als wäre ich selbst in einem englischen Dorf. Natürlich kann man bei solch einer Art von Roman oft schon ahnen wie es endet, aber der Weg zum Ende hin, hielt doch die ein oder andere Überraschung bereit, sodass ich ganz gespannt lesen konnte, ohne mich zu langweilen.

Die Figuren waren liebevoll gestaltet und ich denke jeder kann sich in ihnen ein bisschen oder zumindest zum Teil wiederfinden, da sie mitsamt ihren Problemen mitten aus dem Leben gegriffen waren. Des Weiteren hat mir die Charakterentwicklung sehr gut gefallen und ich habe, auch die detailliert gestalteten Nebenfiguren in mein Herz geschlossen.

Leider war das Buch viel zu schnell gelesen und ich freue mich schon auf den nächsten Band, denn das war zwar mein erstes Buch von der Autorin Julie Caplin, aber nicht das letzte.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Neues Leben als Gourvernante

Der Wille der Gräfin
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Vom Erbe der jungen, adeligen Hanna Wildermuth ist nichts mehr übrig, sodass sie sich ihr Geld als Gouvernante verdienen will. Doch schon vor Antritt ihrer ersten Stelle tun sich erste Probleme auf und ...

Vom Erbe der jungen, adeligen Hanna Wildermuth ist nichts mehr übrig, sodass sie sich ihr Geld als Gouvernante verdienen will. Doch schon vor Antritt ihrer ersten Stelle tun sich erste Probleme auf und sie entkommt haarscharf einem großen Unglück und findet Zuflucht bei der Obladenbäckerin Burgl in Karlsbad. Dort wird Gräfin Valeria auf die junge Hanna aufmerksam und stellt sie kurzerhand als Gouvernante für ihre Enkelin Antonia ein, natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn der Name Wildermuth kommt ihr doch bekannt vor und sie möchte mehr über Hanna erfahren.

Der Roman entführt uns Leser in das 19. Jahrhundert, wobei die Autorin den Zeitgeist inklusive Atmosphäre sehr gut eingefangen hat, sodass für mich die damalige Zeit sehr lebendig erschien. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und nicht zu komplex, sodass der Lesefluss nicht durch anstrengende Passagen gebremst wird. Als Leser lernt man die Figur Hanna sehr schnell näher kennen und erkennt ihren starken Charakter, die ihrer Zeit weit voraus ist, da sie lieber ihr Geld selbst verdienen möchte, als von Verwandten abhängig zu sein. Ich habe es sehr genossen ihre Gefühle und Gedanken mitzuverfolgen, da sie ein interessanter Charakter ist, der aber auch zwiegespalten ist aufgrund ihrer adeligen Herkunft und dem Leben als untergeordnete Angestellte das sie jetzt führt.

Dennoch erschien mir der Roman nach einer kurzen Anfangsphase teilweise etwas schleppend und langatmig, sodass ich lange gebraucht habe um ganz in der Geschichte anzukommen. Ich persönlich fand, dass so manche Stelle viel ungenutztes Potenzial hatte und hätte ausführlicher erzählt werden können, sodass eben das richtige Maß an Spannung entstehen hätte können, so war einfach alles zu schnell erzählt, sodass die Spannung gar nicht erst richtig wuchs. Auch wird viel über die Rangordnung innerhalb des Personals geschrieben, was natürlich zur damaligen Zeit dazugehört und auch zunächst interessant war zu lesen, aber irgendwann war es dann doch etwas zu breitgetreten und hat der Handlung den Schwung genommen.

Erst nach ca. der Hälfte des Buches kam dann frischer Wind und es wurde spannender und ab dann habe ich auch das Buch mit mehr Freude gelesen. Man lernt als Leser Gräfin Valeria besser kennen und die Intrigen, die in ihrem Haushalt herrschen. Auch lernt man die Familie und das Gefolge der Gräfin besser kennen das so manche Spannungsquelle mit sich bringt. Ähnlich wie bei Hanna, die ohne ihren Zögling Antonia zunächst keine richtige Aufgabe hatte, deren Leben im Haushalt der Gräfin durch die Ankunft ihres Schützlings dann endlich einen Sinn ergeben und Fahrt aufgenommen hat, so habe ich mich beim Lesen gefühlt. Die Handlung hatte plötzlich viel mehr zu bieten und ist nicht nur so dahingeplätschert, an so mancher Stelle konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich wissen wollte wie es weitergeht.

Auch wenn ich anfangs fast nicht mehr glauben konnte, dass ich dieses Buch verschlingen könnte, wurde ich am Ende doch eines Besseren belehrt, jedoch kam diese Wende zu spät für mich in diesem Buch oder das Anfangspotenzial hätte besser genutzt werden müssen. Dennoch möchte ich wissen wie es weitergeht und kann mir gut vorstellen den zweiten Band noch zu lesen, jedoch ohne, dass ich, wie von mir gewohnt, dem Erscheinungstag von diesem entgegenfiebere.

Es handelt sich bei „Der Wille der Gräfin“ um einen netten historischen Roman, der zwar die Atmosphäre der damaligen Zeit gut einfängt, aber eben zu lang braucht um einen zu fesseln, daher kann ich den Roman nur als Buch für zwischendurch empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Mit Hund wird es nie langweilig

Das letzte Kind hat Fell
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Wie schon seit mehreren Jahren habe ich mich auch dieses Jahr wieder auf die Neuerscheinung von Tessa Hennig gefreut und auch dieses Jahr darf ich ein weiteres Buch zu meinen Lieblingsbüchern im Regal ...

Wie schon seit mehreren Jahren habe ich mich auch dieses Jahr wieder auf die Neuerscheinung von Tessa Hennig gefreut und auch dieses Jahr darf ich ein weiteres Buch zu meinen Lieblingsbüchern im Regal zählen. Wie bereits gewohnt hat die Autorin wieder einen lustigen, turbulenten Wohlfühlroman geschrieben, der mir als Leser heitere Lesestunden beschert hat.

Hans und Angelika haben ihre Zelte in Deutschland abgebaut und genießen ihr Rentner Dasein fortan an der sonnigen Algarve in Portugal. Zu Angelikas Geburtstag setzen sich Tochter Sandra, Brummifahrerin und dauernd auf Achse, und Enkel Finn, der nach seinem Bachelor nichts mit sich anzufangen weiß und sein Lotterleben mit Bürgergeld finanziert, ins Auto für eine Woche Urlaub an der Algarve. Als wäre der Familienbesuch nicht schon genug Abwechslung im festgefahrenen Leben von Hans und Angelika bekommen sie überraschend Familienzuwachs in Form der Hündin Fellina, die ihnen bei einem Ausflug zugelaufen ist. Und Fellina hält die ganze Familie auf Trab, was zur ein oder anderen verrückten Situation führt.

Wie gewohnt von Tessa Hennig war der Schreibstil angenehm unkompliziert, dass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Auch schafft sie es immer genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor zu erzielen. Der Humor hat hier genauso wie in allen anderen Büchern wieder genau mein Geschmack getroffen und ich habe nicht wenig gelacht. Trotzdem gab es auch sehr emotionale Stellen mit Tiefgang, die zeigen, dass das Leben immer nicht immer rosig ist und jeder sein Päckchen zu tragen hat. Diese Stellen waren geschickt in die Handlung mit eingeflochten, sodass sie mich als Leser berührt haben aber ohne die Heiterkeit der gesamten Story zu schmälern. Ein paar Emotionen müssen ja auch dabei sein, das macht die Charaktere so nahbar und realistisch. Auch nach lesen dieses Romans hatte ich wieder das Gefühl, als würden die Protagonisten tatsächlich existieren und habe mich ihnen beim Lesen nahe gefühlt, fast so als würde ich dazu gehören.

Die Charaktere waren wieder über 3 Generationen der Familie verteilt und als Leser erlebt man die Handlung aus den wechselnden Sichtweisen, ohne dass es kompliziert wäre, da doch alles zusammenhängt. Die Geschichte liest sich dank dem lebhaften und bildlichen Schreibstil sehr kurzweilig und ehe man sich versieht ist das Buch leider schon beendet, aber auf dem Weg zum Ende durfte ich sehr viel lachen und hatte so manche Szene als Film vor meinem inneren Auge.

Besonders gefallen hat mir hier, dass mit Finn auch ein homosexueller Charakter ganz ungezwungen Einzug in die Geschichte gefunden hat. Ich lese es immer mal wieder gerne, wenn vielfältige Charaktere in Geschichten eingebaut werden ohne dass es zu überspitzt rüberkommt oder dass es „too mouch“ ist, eben wie auch die reale Welt voller vielfältiger Personen besteht.

Schade war nur wieder das das Buch viel zu schnell vorbei war und ich nun wie jedes Jahr auf ein neues Buch der Autorin warten muss.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Dunkle Wolken über Finschhafen

Unter fremden Himmeln
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Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ ...

Nachdem ich den ersten Teil der Neuguinea-Saga „Aufbruch ins Paradies“ der Autorin Tara Haigh geradezu verschlungen habe, konnte ich es natürlich nicht abwarten den zweiten Band „Unter fremden Himmeln“ lesen zu dürfen und auch diesen musste ich in einem Rutsch lesen.

Familie Berger ist nach einer langen, aufregenden Reise endlich in Finschhafen angekommen, doch das Leben in der Kolonie ist nicht so rosig wie von Onkel Friedrich beschrieben. Neben Stechmückenplagen und Hitze, sind sie auch mit der für sie fremden Kultur der Einheimischen konfrontiert. Als wäre das nicht genug muss Familie Berger sich auch mit der kolonialen Verwaltung herumschlagen, die nicht bei den Einwanderern für Unmut sorgt, sondern auch bei den Einheimischen, sodass eine friedliche Co-Existenz aller Bewohner von Finschhafen auf der Kippe steht.

Auch dieser Band hat mich vom Cover, über den Klappentext bis hin zum Wichtigstem, dem Inhalt, wieder durchweg begeistert. Da dieser Band nahtlos an den vorherigen anknüpft ist man sofort wieder mitten im Geschehen und darf als Leser das turbulente Leben der Familie Berger weiterverfolgen. Und eins sei gesagt, es wird nicht langweilig. Die Autorin hat es wieder geschafft mit ihrem unglaublich fesselnden Schreibstil mich an dieses Buch zu binden und ich konnte einfach nicht das Buch aus der Hand legen und hatte keine Wahl, ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Dabei hat Tara Haigh das Talent, dass die Geschichte trotz aller Spannungen nicht überladen wirkt, es passt einfach alles zusammen und wirkt ganz natürlich, fast so als hätte es die Familie Berger wirklich gegeben und sie erzählt nur deren Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, dass es immer wieder Überraschungen gab, mit denen man so nicht gerechnet hat und nichts Vorhersehbar war, was natürlich zu zusätzlicher Spannung geführt hat. Ein besonderes Highlight ist auch wieder der malerische Schreibstil der Autorin, mit dem sie wunderschöne Bilder von Neuguinea in meinem Kopf erzeugt und ich habe während dem Lesen ein richtiges Bild vor Augen gehabt, wie es wohl damals in Finschhafen ausgesehen haben muss.

Als Leser erlebt man wieder die Handlung aus Sicht der 3 Frauen der Familie, was für zusätzliche Abwechslung sorgt, ohne dass es zu chaotisch wirkt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Protagonistinnen sind dabei klar und verständlich, sodass man nicht rätseln muss, welchen Charakter man vor sich hat und auch in angenehmen Abständen, sodass man sich voll und ganz auf die Handlung konzentrieren kann. Da die 3 Hauptpersonen charakterlich so unterschiedlich sind, aber jede auf ihre Art einzigartig und stark ist, ist es einfach nur aufregend. Ich habe ja in Band eins schon alle in mein Herz geschlossen, sodass es mir eine Freude war, die Entwicklung der Charaktere mitzuverfolgen. Neben den Protagonistinnen waren auch wieder die Nebencharaktere mit so viel Liebe ins Detail gestaltet, sodass sie mir real erschienen sind und ich mich wie ein Teil der Familie Berger gefühlt habe.

Leider war auch dieser Band viel zu schnell gelesen und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf Band 3 und kann dessen Erscheinen kaum erwarten.

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