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Veröffentlicht am 07.02.2023

Gut, aber weniger fesselnd als Band 1

Fräulein vom Amt – Der Tote im Kurhaus
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1924 in Baden-Baden: Ein Opernensemble gastiert in dem mondänen Badeort, um Verdis "Aida" aufzuführen. Gleichzeitig werden Repliken einer ägyptischen Ausgrabung ausgestellt. Dank ihrer Freundin Emmi darf ...

1924 in Baden-Baden: Ein Opernensemble gastiert in dem mondänen Badeort, um Verdis "Aida" aufzuführen. Gleichzeitig werden Repliken einer ägyptischen Ausgrabung ausgestellt. Dank ihrer Freundin Emmi darf Alma an der Veranstaltung teilnehmen. Am nächsten Morgen erfährt sie, dass der Tenor Josef Wittich ermordet wurde und ausgerechnet Emmis Verehrer August verdächtigt wird. Ohne zu zögern begibt sich Alma zusammen mit Kriminalkommissar Ludwig Schiller auf Spurensuche.

Das edle Cover mit dem schimmernden türkisen Rahmen und der unerschrockenen Alma finde ich sehr passend zur Geschichte. Der zweite Alma-Roman hat mich gut unterhalten, ich fand ihn allerdings etwas weniger fesselnd als den ersten Fall des Fräulein vom Amt. Ob das an den vielen Namen und Informationen lag? Gefallen haben mir die erfrischenden Dialoge zwischen Alma und Emmi, sowie in Almas Familie. Sie haben die Geschichte aufgeheitert. Die Vorgesetzte Frau Klinger und die Hauswirtin durften menschliche Züge zeigen. Die unterschiedlichen Charaktere waren gut herausgearbeitet. Erste Einflüsse der Nationalsozialisten machten sich bemerkbar. Die Arbeit bei der Polizei hat sich weiterentwickelt und auch die Fräuleins vom Amt merken, dass die Zukunft nicht aufzuhalten ist. Moderne Selbstwahltelefone werden ihre Arbeit überflüssig machen.

Nichtsdestotrotz ermittelt Alma forsch und ohne de Gefahren einzuschätzen auf eigene Faust. Zum Glück ist Kriminalkommissar Schiller nicht weit.

Im Herbst erscheint der dritte Band der Reihe, dann dürfen wir erfahren, wie es mit Alma, Emmi, Ludwig und Walter beruflich und privat weitergeht. Darauf freue ich mich! 4 Sterne

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Dino-Buch mit viel Spezialwissen

Guinness World Records für Erstleser - Dinosaurier
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Aus der neuen Reihe Guinness World Records für Erstleser ist "Dinosaurier" nicht unser erstes Buch. Wir haben zuvor schon den Band "Tiere" gelesen. Vom Aufbau her sind die Bücher ähnlich. Auch hier werden ...

Aus der neuen Reihe Guinness World Records für Erstleser ist "Dinosaurier" nicht unser erstes Buch. Wir haben zuvor schon den Band "Tiere" gelesen. Vom Aufbau her sind die Bücher ähnlich. Auch hier werden in vier Kapiteln die erstaunlichsten Fakten über die Urzeitwesen beschrieben. Die Seiten sind farbig, der Text ist auf weißen Flächen in kleinen Häppchen abgedruckt. Die Schrift ist ähnlich der Fibelschrift, die die Kinder aus der Schule kennen dürften. Jede Informationsfläche ist noch einmal mit einer kurzen Themenüberschrift versehen. Auch in diesem Band gibt es viel Bilder, teilweise Fotos von Funden oder Ausstellungsstücken in Museen. Die Texte sind knapp gehalten.

Natürlich gibt es auch bei den Dinosauriern viel zu bestaunen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Band nicht so gut zu einer Weltrekord-Reihe passt bzw. dafür nicht so viel hergibt, was für alle Kinder interessant ist. Zwar geht es hier auch viel um die größten und kleinsten Arten, doch andere Informationen sind schon sehr speziell. Sprich es geht nicht nur um den größten Dino überhaupt, sondern dann auch noch um die größten von zig Gattungen. Da verliert man schon bei den Namen und Zahlen schnell den Überblick. Natürlich sind auch die Namen der Dinosaurier nicht gerade einfach zu lesen, was doch etwas demotivieren kann. Sehr interessant hingegen fanden wir die beiden letzten Kapitel, wo es um die Forschung und Dinos im Heute geht. Hier sind zum Beispiel Kino-Rekorde von Dino-Filmen enthalten. Insgesamt ist dieser Band wohl eher etwas für absolute Dino-Spezialisten, die es ganz genau wissen wollen. Daher noch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Recht enttäuschende Weihnachten auf La Palma

Weihnachtszauber im Salzgarten
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Julia plant für die Familie und ihre Freunde von der Insel eine Weihnachtsfeier im Meson Flor de Sal. Selbst ihre Freundin Claire reist mit Mann und KIndern aus Deutschland an. Als sich auch Belisario, ...

Julia plant für die Familie und ihre Freunde von der Insel eine Weihnachtsfeier im Meson Flor de Sal. Selbst ihre Freundin Claire reist mit Mann und KIndern aus Deutschland an. Als sich auch Belisario, Alvaros Vater, nach über 30 Jahren im Ausland ankündigt, ist die Verwunderung groß. Was hat dieser Mann, der einst das Meson verspielt hat, vor?

Die Kulisse und der Schreibstil sind wie gewohnt toll. Mir ist nur nicht klar, was der Verlag und die Autorin mit dieser Zwischenveröffentlichung bezwecken wollen. Die Weihnachtsgeschichte selbst hat 110 Seiten, darin viele Rückblicke auf die ersten beiden Bände, dann folgen noch 20 Seiten Leseprobe für den finalen dritten Band "Sterne über dem Salzgarten", der im Frühjahr erscheinen wird. Da kommt kaum richtige Weihnachtsstimmung auf.

Insgesamt für mich eine Enttäuschung, da das Büchlein immerhin stolze 10 Euro kostet. Positiv bewerte ich die beiden Rezepte in den Klappen. Auf dem Titelbild ist wie gewohnt Julia, diesmal im Weihnachtsoutfit mit dem obligatorischen wehenden Schal. Hoher Wiedererkennungswert, aber nahezu das einzige, das etwas frischen Wind in das Werk bringt. 2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Total interessante Tier-Rekorde motivieren zum Lesen

Guinness World Records für Erstleser - Tiere
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Das Guinness-Buch der Rekord ist seit Jahren ein Bestseller von Ravensburger. Doch für viele Leseanfänger ist das Buch natürlich zu umfangreich und die Schrift zu klein. In dieser neuen Erstleser-Reihe ...

Das Guinness-Buch der Rekord ist seit Jahren ein Bestseller von Ravensburger. Doch für viele Leseanfänger ist das Buch natürlich zu umfangreich und die Schrift zu klein. In dieser neuen Erstleser-Reihe "Guinness World Records", die mit vier Bänden an den Start geht, können themenbezogen die tollsten Rekorde selbst erlesen werden. In diesem Tiere-Buch dreht sich alles um die Größten, Kleinsten, Schnellsten, Langsamsten, Giftigsten, Gefährlichsten, Erstaunlichsten und verrücktesten Tierarten der Welt.

Auf farbigen Seiten werden in kleinen abgegrenzten Einheiten mit bunten Überschriften, die den Rekord kenntlich machen, interessante Fakten zu den außergewöhnlichsten Lebewesen präsentiert. Supertoll finde ich, dass auch immer ein Bild, meist als Farbfoto, dabei ist, so dass man sich das Ganze gleich lebensecht anschauen, manchmal auch mit anderen Tieren oder Menschen vergleichen kann. So wird die Vorstellung des Gelesenen richtig gut unterstützt. Die tierischen Rekorde sind dabei so interessant, dass man einfach darüber reden muss. Das sinnentnehmende Lesen aus kürzeren Sachtexten wird hier also sehr gut geschult. Die Schriftgröße entspricht dabei in etwa der gängigen Fibelschrift. Die Sätze sind angenehm kurz, was es leichter macht, die doch häufig vorkommenden Namen und Fachbegriffe zu erfassen. Ganz nebenbei erfahren Kinder etwas über die verschieden Tiergattungen.

Herauszufinden, wer im Tierreich die Besten sind, ist die Motivation, die Leseranfänger und vor allem Lesemuffel brauchen, um zum Lesen verführt zu werden. Das ist mit dieser Reihe absolut gelungen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Das Leben hält Überraschungen bereit

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Im März 1922 kehrt Cäcilia Herringer stolz auf das Gut Erlensee bei Kiel zurück, wo sie bei ihrem Patenonkel und seiner Familie wohnt. In der Tasche hat sie das Zeugnis über ihre erfolgreich bestandene ...

Im März 1922 kehrt Cäcilia Herringer stolz auf das Gut Erlensee bei Kiel zurück, wo sie bei ihrem Patenonkel und seiner Familie wohnt. In der Tasche hat sie das Zeugnis über ihre erfolgreich bestandene Lehrerausbildung. Sie freut sich auf die neue Herausforderung, denn sie hat Zeile und möchte ein eigenständiges Leben führen. Dass sie sich zum Lehrerinnen-Zölibat verpflichten musste, bereitet ihr erstmal wenig Kummer. Bald lernt sie den sympathischen Physiker Jakob Kaltenbrunner kennen, doch sie darf sich keine Schwäche erlauben. Als sie dann vom plötzlichen Tod ihres Vaters erfährt und zur Beerdigung und Testamentseröffnung nach Nürnberg muss, gerät ihre heile Welt ins Wanken.

Nachdem im ersten Band der Erlensee-Saga Margarete und ihr Wunsch die Familiendruckerei zu übernehmen im Vordergrund standen, spielt diesmal die Patentochter Cäcilia die Hauptrolle. Endlich darf sie unterrichten, sogar an ihrem Wunschort. Durch den Tod ihres Vater wird klar, warum sie ihr Leben lang unter dem kühlen Verhältnis gelitten hat. Dieses Wissen belastet die gesamte Familie Lamprecht. Jakob Kaltenbrunner ist ihr ein guter Freund, doch sie darf sich nicht verlieben.

Die Autorin Juliana Weinberg hat wieder einen unterhaltsamen, aber auch spannenden, historischen Roman vorgelegt, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Die Kapitel sind klar gegliedert. Es werden vor allem Themen aufgegriffen, die die Frauen den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts betreffen. Die Protagonistinnen sind authentisch und greifbar dargestellt, die Gefühle sind für mich spürbar und nachvollziehbar. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter und freue mich auf die Fortsetzung. Das Cover mit der nachdenklich über den See blickenden Cäcilia passt gut zur Geschichte und hat einen Wiedererkennungswert. 5 Sterne

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