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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Schwache Konstruktion

Kummersee
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Aufgrund der Leseprobe war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Lena geht als Neunjährige mit ihrem älteren Bruder in einem See schwimmen, der eigentlich gemieden wird. Nach anfänglichem Spaß im Wasser ...

Aufgrund der Leseprobe war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Lena geht als Neunjährige mit ihrem älteren Bruder in einem See schwimmen, der eigentlich gemieden wird. Nach anfänglichem Spaß im Wasser kommt es zu einem mysteriösem Angriff. Tom rettet sie und kommt dabei ums Leben. Niemand glaubt der Mädchen und das erlittene Trauma manifestiert sich immer mehr..
Als 42jährige kehrt Lena zurück in das abgeschiedene Heimatdorf, sie begleitet als Polizistin ein Vermessungsteam, das die Eignung des Sees als Endlager prüfen soll.
Das Team und der Zweck der Untersuchung gefallen den Bewohner nicht. Lena wird auch nicht wirklich warmherzig empfangen, nicht einmal von ihrer Mutter, die noch immer dort wohnt. Es kommt zu Auseinandersetzungen und Sabotage, die auch vor Menschen nicht haltmacht. Lenas Trauma kocht wieder hoch. Ihr Kollege Malik ordnet sich ihrem Willen unter, als sie immer wildere Aktionen unternimmt, um die Geheimnisse des Sees zu lüften. Was steckt hinter dem merkwürdigen Verhalten der Menschen dort und was verbergen sie? Diese Frage ließ mich die Geschichte bis zum Ende verfolgen, obwohl ich sie die meiste Zeit unglaubwürdig und langweilig fand, es wirkte schlecht konstruiert. Die Figuren blieben blass und unsympathisch, besonders Lena handelte nicht nachvollziehbar. Das Ende setzte dem Ganzen leider die Krone auf, völlig überzogen und vor allem nicht mehr zeitgemäß. Die Verbindungen zur Geschichte der DDR wurden hier eindeutig überspannt. Von mir gibt es hier leider keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Patchwork Comic

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende ...

In diesem Graphic Novel für Kinder geht es um das Zusammenraufen einer Patchworkfamilie aus der Sicht von Dani, einem jungen Mädchen, das sich von Herzen einen kleinen Bruder wünscht. Bisher hat die alleinerziehende Mutter diesen Wunsch immer abgeblockt, aber plötzlich verspricht sie Dani einen Bruder. Schon auf dem Cover wird deutlich, dass sich Danis Wunsch nicht so ganz wie gewünscht erfüllt. Nicht nur das der neue Mann in Mamas Leben akzeptiert werden muss, er hat auch einen älteren Sohn. Alle Hoffnungen, dass diese junge Liebe bald ein Ende findet, zerschlagen sich. Schließlich ziehen Dani und ihre Mutter zu ihrem Freund und dessen Sohn ins Haus. Dani muss sich mit der neuen Situation arrangieren, in der neuen Schule Fuß fassen und neue Freunde finden. Keine einfache Lage.
Der Comicstil gibt die Geschichte gut wieder und fokussiert sich aufgrund des Stils auf die wesentlichen Punkte. An manchen Stellen hätte ich etwas mehr Ausführlichkeit gut gefunden. Der Zeichenstil war nicht so ganz meins, aber die Figuren waren klar voneinander zu unterscheiden und haben die wichtigen Emotionen gut ausgedrückt.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

humorvolles Bauernhofabenteuer

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
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In "Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein" wird ein lustiges Bauernhofabenteuer aus Sicht der Tiere beschrieben. Die bunt und humorvoll illustrierten 123 Seiten mit großer Schrift sind für Erstleser ...

In "Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein" wird ein lustiges Bauernhofabenteuer aus Sicht der Tiere beschrieben. Die bunt und humorvoll illustrierten 123 Seiten mit großer Schrift sind für Erstleser aber auch zum Vorlesen gut geeignet. Die Bilder gefielen mir noch besser als die Geschichte, sie unterstreichen und begleiten diese sehr gut. Die Bilder zeigen die Charaktere deutlich auf und die unterschiedlichen Tiere haben alle eine andere Persönlichkeit. Auf der ersten Doppelseite werden alle Tiere vorgestellt, so dass man sich sofort gut in der Geschichte zurechtfinden kann. Auf der letzten Doppelseite findet sich eine Übersichtskarte des Rosmarinhofs auf dem das Abenteuer erlebt wird.
Shaggy ist das neue Rind auf dem Hof von Bauer Obbo, er ergänzt die bunte Truppe sehr schön. Nach dem ersten Anfreunden wollen die Tiere einen Kräuterdieb stellen. Die gemeinsamen Aktionen sind lustig, die Tiere halten gut zusammen.
Es wird aus der Perspektive der Tiere erzählt, ab und an gefiel mit der Ton untereinander nicht, aber meist ging es humorvoll und freundschaftlich zu. Uns hat das Buch Spaß gemacht und wir freuen uns auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Unausgewogen

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er ...

Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er Jahren, sondern auch um die Vergangenheit der Familie. Zunächst erfährt Daniel eher versehentlich das seine Eltern pleite sind. "Nehmen wir uns einen Strick?" fragte die Mutter.
Die erfolgreichen Geschäftsleute haben das Geld gerne mit vollen Händen ausgegeben. Die Umstellung in die Sparsamkeit nach der Flaute in den Unternehmungen gelingt nicht wirklich. Der Schein soll gewahrt werden und so werden auch unvernünftige Dinge entschieden.
Parallel dazu erzählt Schünemann auch über die Vergangenheit, dazu verwendet er Rückschauen, die er besonders einleitet, das ist interessant gemacht.
Durch die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeiten erhielt das Buch für mich Unausgewogenheiten, der Lesefluss wurde gestört, weil die Übergänge für mich nicht passten.
Nicht alle Familienmitglieder werden gleichermaßen gut vorgestellt, einige bleiben sehr im Hintergrund.
Insgesamt habe ich das Buch trotz der Kritikpunkte gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Dankbarkeitstagebuch

Segen hoch sieben
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Dieses christliche Dankbarkeitstagebuch ist wunderschön, Haptik und Optik laden ein, es in die Hand zu nehmen und sich damit zu beschäftigen. Die farbliche Gestaltung ist sehr gelungen, die Farben sind ...

Dieses christliche Dankbarkeitstagebuch ist wunderschön, Haptik und Optik laden ein, es in die Hand zu nehmen und sich damit zu beschäftigen. Die farbliche Gestaltung ist sehr gelungen, die Farben sind eher pudrig und zurückhaltend, so dass sich nichts in den Vordergrund drängt und der Fokus auf der Frage der Seite liegt. Das Buch ist etwas größer als A5, die Seiten sind etwas fester, so dass nichts durchdrückt oder stört, wenn man etwas ausfüllt und dann umblättert.

In diesem Buch gibt es kein Kalendarium, es werden keine täglichen Ereignisse festgehalten. Auf den Seiten stehen Anregungen, Fragen, Anmerkungen und Tipps, die dazu einladen zu reflektieren und das Ergebnis festzuhalten. Dabei muss man nicht chronologisch vorgehen, sondern kann sich quer durch das Buch "bewegen". Nicht jedes Thema lässt sich leicht, vollständig oder sofort beantworten. Auf vielen Seiten findet sich Platz für sieben Antworten. Man kann die Felder auf einmal ausfüllen oder nach und nach, so ist es möglich, das sich das Buch erst mit der Zeit füllt, weil Antworten auch später ergänzt werden können.

Fragen sind z.B.: Was magst du an dem Ort, an dem du gerade lebst? Dinge, die du gelernt hast - auch wenn es am Anfang schwer war. Was an deiner Arbeit macht dich dankbar? Wenn du auf die vergangenen Tage blickst: Welche Momente oder Erlebnisse machen dich dankbar? Was verbessert zuverlässig deine Stimmung, wenn du einen schlechten Tag hast?

Ab und an sollen auch Schnappschüsse oder Fotos eingeklebt werden, manche Fragen wiederholen sich. Ich mag die Vielfalt der Fragen, die unterschiedlicher Leichtigkeit aufweisen.

Eine sehr schöne Gelegenheit sich auf die Suche nach dem Segen und den guten Dingen im Leben zu machen. Kleinigkeiten wahrnehmen, die man oft nicht beachtet oder als Selbstverständlichkeit voraussetzt. Der christliche Aspekt ist wunderbar leicht mit eingearbeitet und gefällt mir gut.

"Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die am meisten haben, sondern die, die am meisten danken können." W.J. Oehler

Ein inspirierendes Dankbarkeitstagebuch, das ich gerne weiterempfehle und dass sich auch toll als Geschenk eignet.

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