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Veröffentlicht am 22.11.2023

Asianudeln

Asiatische Nudelküche
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Dennis Yen erklärt in seinem Buch sehr detailliert verschiedene Asianudelgerichte. Die Rezepte sind von sehr einfach bis ganz schön aufwendig und benötigen einiges an Zutaten, teilweise auch welche, die ...

Dennis Yen erklärt in seinem Buch sehr detailliert verschiedene Asianudelgerichte. Die Rezepte sind von sehr einfach bis ganz schön aufwendig und benötigen einiges an Zutaten, teilweise auch welche, die nicht an jeder Ecke zu finden sind.

Zwischen Informationen und Rezepten gibt es zur Auflockerung immer wieder ein paar Anekdoten aus seinem Leben.

Die Fotos innen sind sehr schön, aber teilweise etwas dunkel geraten. Sie machen aber auf jeden Fall Lust aufs Nachmachen.

Das Buch beginnt mit einer persönlichen Einleitung des Autors und einem guten übersichtlichen allgemeinen Infoteil zu nützlichen Utensilien, zu verschiedenen Sorten Nudeln und Teigblätter, Zubereitungstipps für die unterschiedlichen Nudelsorten, 30 Zutaten die vorrätig sein sollten (ganze 9 davon hatte ich tatsächlich schon im Haus). Danach folgen schon die Kapitel mit den Rezepten, die in Saucen und Würzmittel, Schnelle Nudeln, Weniger schnelle Nudeln, Ramen und Essen von zu Hause unterteilt sind.

Die Rezepte kommen meist mit einer Doppelseite aus, ab und an sind sie länger. Es gibt immer ein großformatiges Foto vom Endprodukt und auf der gegenüberliegenden Seite wird das Rezept beschrieben. Nach dem Titel und einer Einleitung gibt es eine (meistens lange) Zutatenliste und unter "So wird's gemacht": gibt es durchnummerierte Zubereitungsschritte, die gut nachvollziehbar sind.

Es gibt ebenfalls Exkurse zu Nudeln selbst machen, Wantan und Cha Gio falten u.v.m.

Bei jedem Rezept finden sich Portionsangaben und Zubereitungszeit. Nährstoffangaben etc. fehlen leider. Allergiker und Diabetiker müssen hier also selbst aufpassen. Die Schriftgröße bei den Zutaten und den Anleitungen ist sehr klein gewählt, sonst hätte es vermutlich nicht so übersichtlich auf die Doppelseite gepasst, die Schriftgröße fand ich beim schnellen Nachlesen während des Kochens aber etwas mühsam.

Das Buch gefällt mir sehr gut. Wir essen gerne asiatisch und versuchen uns gerne daran typische Gerichte nachzukochen. Alles was wir ausprobiert haben, ist uns gut gelungen. Nicht ganz so wie im Restaurant, aber so lecker, dass wir gerne weiter üben.

Wer gerne asiatische Nudelgerichte isst, kann hier bedenkenlos zugreifen. Tolles Buch

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Nachhaltigkeit in der Küche

Küche ohne Schnickschnack
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Küche ohne Schnick-Schnack ist ein Buch aus der Reihe machsnachhaltig aus dem Ulmer Verlag. Die Zugehörigkeit zu der Serie ist schon am Cover mit dem üblichen Abrisspackpapier zu erkennen. Wie immer gibt ...

Küche ohne Schnick-Schnack ist ein Buch aus der Reihe

machsnachhaltig aus dem Ulmer Verlag. Die Zugehörigkeit zu der Serie ist schon am Cover mit dem üblichen Abrisspackpapier zu erkennen. Wie immer gibt es hier in handlichem Format gut nachvollziehbar beschriebene leicht nachzumachende Tipps für Nachhaltigkeit.

Das Buch enthält keine Rezepte zum Kochen oder Backen! Hier finden sich viele Tipps, wie man den Alltag in der Küche nachhaltig und achtsam gestalten kann, um weniger Müll zu produzieren und ressourcenschonend zu handeln. Die kurzen übersichtlichen Kapitel sind leicht verständlich geschrieben, wer weiterführende Informationen möchte, findet diese über QR Codes oder die Rubrik

machsnachhaltig-Infos hinten im Buch.

Die Autoren erklären zunächst das Konzept und den Sinn, der hinter dem Ganzen steckt. Schön ist, dass sie den Erfolgsdruck herausnehmen, nicht jeder soll alles umsetzen, sondern jeder so handeln, wie er es kann. Manches fällt einem leicht, anderes nicht: Veränderung ist ein stetiger Prozess, der Zeit braucht. Es wäre schade, wenn die Motivation auf der Strecke bleibt, weil man sich überfordert.

Es gibt allgemeine Informationen und dann folgen praktische Tipps zu den Kapitelthemen:

- Einkauf

- schlauer kochen und essen

- Geräte und Küchenhelfer

Mir hat das Buch gut gefallen. Viele der Tipps setzen wir im Alltag tatsächlich schon um, einiges war aber auch neu, manches fand ich nicht sinnvoll. Insgesamt bietet das Buch einen tollen Einstieg in das Thema. Gerade in Sachen Nachhaltigkeit kann man gerade in der Küche viel bewirken.

Für Einsteiger in die Thematik Nachhaltigkeit ein übersichtlicher gut nachvollziehbarer Ratgeber.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Neustart

24 Wege nach Hause
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Petra macht sich mit ihrer Nichte Charlie Ende November auf den Weg in ein neues Leben. Nach dem Tod der Schwester ist sie verantwortlich für Charlie, zu der sie ein belastetes Verhältnis hat. Sie möchte ...

Petra macht sich mit ihrer Nichte Charlie Ende November auf den Weg in ein neues Leben. Nach dem Tod der Schwester ist sie verantwortlich für Charlie, zu der sie ein belastetes Verhältnis hat. Sie möchte Stockholm hinter sich lassen, wo sie die Eltern und ihre Schwester verloren hat, aber auch ihre Existenzgrundlage, denn ihren Friseursalon musste sie wegen Insolvenz schließen. Das Ziel ist ein kleiner Ort in Südschweden, in dem sie eine Wohnung geerbt hat.

Der Neustart erfolgt etwas holprig, aber viele Menschen sind den Beiden dort wohlgesonnen. Zum ersten Dezember bekommt Petra einen Adventskalender geschenkt, der sie mit kleinen Aufgaben und Hinweisen überrascht, die ihr die Umgebung näher bringen, aber auch eine verstorbene Künstlerin aus dem Ort näher vorstellt. Als Petras Exfreund Nick auftaucht, den sie mit dem Weggang vor vollendete Tatsachen gestellt hat, gerät sie ins Stolpern.

Gemeinsam mit Petra kann man hier die Türchen am Kalender öffnen und jeden Tag etwas Neues über den Ort oder die Künstlerin Lilly erfahren. Die Versöhnung mit ihrer Nichte lässt auch nicht allzu lange auf sich warten und nach einigen Irrungen und Wirrungen für die Haupt- aber auch einige Nebenfiguren wird am Ende gemeinsam Weihnachten gefeiert.

Der Plot ist schon etwas wunderlich, einiges wirkt an den Haaren herbeigezogen, aber der Erzählstil ist flüssig und fluffig. Ich fühlte mich in das verschneite hyggelige Südschweden versetzt und fieberte gerne auf ein Happy End hin. Eine schöne Wintergeschichte, die mich in vorweihnachtliche Stimmung versetzte und die man nicht an realen Maßstäben hinterfragen sollte. Petra nimmt ihr Leben trotz Schwierigkeiten immer wieder mutig in Angriff und versucht eine Familie für ihre Nichte sein. Sie fügt sich gut in den Hof mit Gärtnerei und Café ein, in dem sie nun wohnt und findet mit ihrer Art zugewandte Menschen und Freunde.

Eine schöne Geschichte für die Vorweihnachtszeit, die ich gerne gelesen habe. Von mir gibt es 3,5 Sterne, die ich aufrunde, wo es nötig ist.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Wer ist das wahre Monster?

Biblioteca Obscura: Frankenstein
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Mary Shelleys Frankenstein erschien 1818 erstmals und das Buch hat nichts an Aktualität verloren, soweit es die Kernfragen betrifft.

Der junge Wissenschaftler Frankenstein erschafft eine künstlich Kreatur, ...

Mary Shelleys Frankenstein erschien 1818 erstmals und das Buch hat nichts an Aktualität verloren, soweit es die Kernfragen betrifft.

Der junge Wissenschaftler Frankenstein erschafft eine künstlich Kreatur, die später im Gegenzug grausam in sein Leben eingreift.
Als Leser fragt man sich unweigerlich, wer hier das Monster ist. Beide haben die gleichen Bedürfnisse, sie wünschen sich vorrangig einen liebenden Menschen an der Seite. Wie weit darf man gehen, um dies zu erreichen? Was geschieht, wenn jemand nach einer Allmacht über Leben und Tod greift? Diese Fragen haben nichts an Aktualität verloren, ob es nun um die Diskussion um KI geht oder wilde Experimente in verschlossenen Genlabors.

Das Buch habe ich vor Jahren mit Begeisterung gelesen und die neue Schmuckausgabe war eine schöne Gelegenheit zum Reread. Das Cover ist sehr dunkel gehalten, zudem hat das Buch einen schwarzen Farbschnitt. Die zahlreichen Illustrationen sind recht düster im Stil des Covers, überwiegend schwarz weiß, ab und an blutrot. Auf einigen Seiten ist zur Auflockerung die Schrift deutlich größer und in anderer Farbe gewählt.
Mir gefällt das Buch sehr gut, ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Unerwartet

Das Nachthaus
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Das neue Buch von Jo Nesbø kommt in einem sehr schicken Outfit daher, schwarz-gelb-weißes Cover, tolles Bild, welches zu Titel und Klappentext perfekt passt und einem gelben Farbschnitt. Da ich den Autor ...

Das neue Buch von Jo Nesbø kommt in einem sehr schicken Outfit daher, schwarz-gelb-weißes Cover, tolles Bild, welches zu Titel und Klappentext perfekt passt und einem gelben Farbschnitt. Da ich den Autor sehr mag, habe ich hier bedenkenlos zugegriffen. Nach dem Klappentext hatte ich einen Thriller oder Krimi erwartet.
Nesbø hat sich hier an einen Genremix gewagt, der mir leider nicht ganz so zugesagt hat. Das Element Thriller wurde um Horror und Fantasy erweitert.
Der erste Junge der verschwindet, wir von einem Telefon gefressen. ...

Der Erzählstil ist gewohnt kurzweilig und fesselnd, viele Wendungen machen immer wieder neugierig auf den Fortgang und die schlussendliche Erklärung der Geschehnisse. In den drei Teilen wird man durch die Geschichte geführt und immer wieder in die Irre geführt. Ab und an hatte das Buch für mich Längen, da ich die Ausflüge in das Mysteriöse und den Horror teils nicht so gelungen fand.
Man kann hier schlecht etwas erzählen ohne zu spoilern. Für Alle, die sich in allen drei Genres zu Hause fühlen, ist das ein tolles Buch, Nesbø erzählt topp, aber für Alle die lieber einen nachvollziehbaren Krimi / Thriller lesen ist es nicht ganz das Richtige.

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