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Veröffentlicht am 20.02.2023

Ideensammlung rund um Garten, Ernten, Kochen

Homefarming: Das Kochbuch
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Judith Rakers hat hier den Folgeband zu ihrem Homefarming Selbstversorger-Ratgeber vorgelegt. Hier finden sich viele Tipps rund um Anbau und Ernte im eigenen Garten geordnet nach Monaten bzw. Jahreszeit ...

Judith Rakers hat hier den Folgeband zu ihrem Homefarming Selbstversorger-Ratgeber vorgelegt. Hier finden sich viele Tipps rund um Anbau und Ernte im eigenen Garten geordnet nach Monaten bzw. Jahreszeit und rund 100 dazu passende Rezepte. Der Bildband ist sehr schön gestaltet, das Anschauen macht Spaß. Die Fotos sind sehr gelungen und machen Lust aufs nachmachen bzw. nachkochen. Die Autorin hat ihre Farm, ihre Tiere, sich selbst und ihre Gäste: Ralf Haug, Marion Putensen, Alexander Herrmann und Marianus von Hörsten perfekt und ausführlich in Szene gesetzt. So kann man auch allerlei Geplauder und Privates neben den Tipps und Rezepten erfahren. Es handelt sich hier um einen netten Genremix der zu unterhalten weiß.
Mich hatten vor allem die Rezepte zur Anschaffung des Buches gereizt. Vieles ist altbekannt und wurde hier nochmals neu aufgepimpt, es finden sich Smoothies und Aperitifvorschläge ebenso wie Vorspeisen, Salate, Kleinigkeiten, Hauptgerichte und Desserts. Alles bunt gemischt und dem Jahreszyklus untergeordnet.

Einige Anregungen nehme ich gerne in mein Repertoire auf: z.B. den Bratapfel a la Judith, der so ganz anders ist als der leckere von Oma. Der Auberginenauflauf und die Schwarzwurzelsticks sind bei uns gut angekommen. Den Rest erkochen wir uns nach und nach im Jahreslauf.

Fazit: kein klassisches Kochbuch, sondern eine schöne Ideensammlung rund um Garten, Ernten und Kochen, die durch das Jahr führt. Vermutlich eher für Anfänger in Sachen Garten als für alte Hasen.

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Die Ostergeschichte kindgerecht erzählt

Tamara, Kiki und das Osterwunder
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Das Cover verrät direkt worum es hier geht, neben den beiden Tieren sind das offenenGrab und die drei Kreuze im Hintergrund zu sehen, was auf die Ostergeschichte hinweist.
Die Gazelle Tamara und der kleine ...

Das Cover verrät direkt worum es hier geht, neben den beiden Tieren sind das offenenGrab und die drei Kreuze im Hintergrund zu sehen, was auf die Ostergeschichte hinweist.
Die Gazelle Tamara und der kleine Spatz Kiki lernen sich kennen, als sie Jesus beim Einzug nach Jerusalem beobachten. Gemeinsam verfolgen sie das Geschehen und freunden sich an.
Sie erleben einen aufgebrachten Jesus, der die Händler aus dem Tempel vertreibt. Sie hören welche Worte Jesus an die Jünger richtet und erleben die Fusswaschung, das Abendmahl und den Abgang Judas. Im Garten Getsemani verfolgen sie entsetzt die Verhaftung Jesu und die Verleugnung durch Petrus. Die Verurteilung und Kreuzigung werden nur angeschnitten und nicht bildlich gezeigt. Die Trauer von Tamara und Kiki über diese Entwicklung steht hier kurzzeitig im Vordergrund, dieses Umschiffen der düsteren Szenen ist eine gute kindgerechte Lösung. Der Fokus liegt sehr schnell bei der Auferstehung und der frohen Botschaft: „Ich bin immer bei euch. Ich habe euch lieb, … Der Weg zu Gott ist frei!“ Tamara und Kiki freuen sich und wollen die Geschichte weitererzählen.

Das großformatige Hardcover - Bilderbuch hat 32 Seiten aus festem Papier und bleibt alleine aufgeschlagen liegen, so dass man in Ruhe vorlesen kann, während die Kinder die Bilder betrachten. Tamara und Kiki machen einen freundlichen zugewandten Eindruck und führen durch die Geschichte. Die Illustrationen sind hell und freundlich, die Bilder sind nicht überladen, fokussieren das Wesentliche und spiegeln den Text ausgezeichnet wieder, wichtige Emotionen sind gut zu erkennen. Die Ausdrucksweise und die Länge des Textes ist dem Alter angemessen. Eine schöne Unterstützung, um den Kleinsten die richtige Ostergeschichte nahezubringen.
Ein tolles Bilderbuch für schöne gemeinsame Vorlesemomente, dass ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Geschichte der Eifel

Ginsterhöhe
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Die Autorin erzählt von wahren Begebenheiten aus dem Ort Wollseifen in der Eifel, sie vermittelt die Geschichte mittels fiktiver Personen.

1919 kommt der junge Bauer Albert Lintermann schwer entstellt ...

Die Autorin erzählt von wahren Begebenheiten aus dem Ort Wollseifen in der Eifel, sie vermittelt die Geschichte mittels fiktiver Personen.

1919 kommt der junge Bauer Albert Lintermann schwer entstellt aus dem 1WK zurück. Seine Frau Berta kann seinen Anblick nicht aushalten und wendet sich von ihm ab, so wie die meisten Dorfbewohner. Es ist schwer für Albert sich einen Platz in der kleinen Dorfgemeinschaft zu erarbeiten. Erst die Geburt seiner Tochter bringt ihn dazu einen Gesichtschirurgen aufzusuchen. Leni, die Verlobte seines gefallenen Freundes, hält immer zu ihm. Sie gibt dem Werben von Johann Meller nach, der sich nach der Ehe zu einem Despoten entwickelt. Er ist schon früh Mitglied der NSDAP und skrupellos. Die uneheliche Tochter Lenis ist ihm mit ihren Begabungen und ihrem Glauben ein Dorn im Auge, sie wird Nonne und entzieht sich so seinem Einfluss. In dem italienischen Gastwirt finden der aufrechte Albert und Leni einen wahren Freund.

An einer Gräfin, deren Mutter Jüdin war und ihrer behinderten Tochter wird beispielhaft Judenverfolgung und Euthanasie aufgezeigt.

Um diesen Personenkreis geht es im speziellen, aber die Autorin stellt noch diverse andere Charaktere vor. Durch die Vielzahl der Personen kommen die Einzelschicksale zu kurz, sie werden nur angeschnitten und erlangen keine Tiefe. Hier wäre weniger mehr gewesen. Das gilt auch für die Zeitspanne, über die sich die Erzählung erstreckt. 1919 bis 1949 ist ein langer Zeitraum, nach dem ruhigen Beginn geht es in großen Schritten durch die Geschichte, vieles wird nur angerissen. Man hat teils das Gefühl, das noch ein zusätzliches Greul erzählt werden sollte.

Es kommt aber sehr gut heraus, was den Nazis u.a. in die Hände spielte. Die Menschen haben sich abgewendet, weil sie nicht streiten oder ihre Ruhe wollten. Niemand konnte sich das Ausmaß des kommenden Terrors vorstellen, bis es auf einmal zu spät war und die Macht nicht mehr gebrochen werden konnte und die Angst vor dem Regime oder auch Familienspaltungen Viele verstummen ließen.

Der Dorfcharakter und die Dorfdynamik werden sehr gut eingefangen. Das liegt auch an den Kommentaren des Lehrers, dessen Tagebucheinträge wie die eines Chronisten immer wieder eingeschoben werden. Durch diese Passagen wird einiges erklärt, das im Geschehen gekürzt wurde.

Insgesamt ein sehr gut eingelesenes Hörbuch, dem ich gerne zugehört habe. Doch insgesamt gesehen fehlte mir häufig Tiefe, ab und an hatte ich das Gefühl es wurde eher abgearbeitet. Von mir gibt es 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Bibel für Erstleser

Die große Kinderbibel für alle. Die bekanntesten Geschichten aus der Bibel für Kinder erzählt. Originell & farbenfroh illustriert. Ab 6 Jahren oder zum Vorlesen in der Familie, Kita & Grundschule
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Die sehr schöne fast A4 große Bibel für Erstleser besticht schön äußerlich durch die tolle Gestaltung und das große Gewicht. Hier finden sich 18 bekannte Geschichten, die für Erstleser in einer geeigneten ...

Die sehr schöne fast A4 große Bibel für Erstleser besticht schön äußerlich durch die tolle Gestaltung und das große Gewicht. Hier finden sich 18 bekannte Geschichten, die für Erstleser in einer geeigneten Sprache nacherzählt wurden. Kurze Einheiten, große Schrift und tolle farbige Illustrationen sorgen für Spaß und Erfolge beim selbst lesen. Die Länge der Texte ist super an die Kinder angepasst, so fühlt sich niemand überfordert, sondern versucht eher noch einen Abschnitt. Die Bilder sind sehr gelungen, unterstützen die Texte und wirken auflockernd.
Ein toller Einstieg für junge Leser*innen, um sich die Bibel ein Stück weit selbst zu erschließen.
Ein schönes Geschenk für Erstklässler oder Erstkommunionkinder.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

neue Krimireihe aus der Rhön

Totes Moor (Janosch Janssen ermittelt 1)
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Der Junge Kommissar Janosch Janssen ist in seinen Heimatort in der Rhön zurückgekehrt, er möchte seine Mutter, die an Angststörungen leidet, unterstützen. Vor neun Jahren hat er den Ort verlassen, nachdem ...

Der Junge Kommissar Janosch Janssen ist in seinen Heimatort in der Rhön zurückgekehrt, er möchte seine Mutter, die an Angststörungen leidet, unterstützen. Vor neun Jahren hat er den Ort verlassen, nachdem die extravertierte Matilda, für die er schwärmte, verschwunden ist. Sein Vater wurde als ihr Mörder verdächtigt und nahm sich in Folge der Verhöre das Leben. Er hat sich noch nicht wieder dort eingelebt, als Matildas Leiche im Moor gefunden wird. Jemand hat mit Poolstrahlern auf sie aufmerksam gemacht. Janosch möchte seinen Vater rehabilitieren, dabei will er sich nicht aufhalten lassen. Die Kriminaloberrätin Diana Quester, die damals für die Ermittlungen und Verhöre verantwortlich war, übernimmt erneut das Zepter. Um Janosch und seine Aktionen besser kontrollieren zu können, holt sie ihn ins Ermittlungsteam.
Der Autor hat eine eingängige leichte Erzählweise, die einen zügig durch das Buch gleiten lässt. Die zeitliche Perspektive wechselt zwischen den Vorgängen vor neun Jahren und heute. Der Spannungsbogen ist nicht immer oben, aber die Neugier auf die Auflösung bleibt stets vorhanden.
Das sich eine Führungsbeamtin völlig in der Basisarbeit aufreibt, weil sie mit dem Ausgang eines alten Falls noch immer hadert, ist eher unrealistisch. Auch die starke Einbindung von Janosch in den Fall unter ihrer direkten Leitung ist eher unüblich. Im Laufe der Ermittlungsarbeiten kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht und man fragt sich, wie das vor neun Jahren insgesamt unter der Decke bleiben konnte. Viele der Dorfbewohner scheinen auf die eine oder andere Art involviert zu sein. Der wahre Morast lauert hier nicht im Moor. Das Ende war mit dem geschilderten Alleingang und der Verwicklung eines anderen Falles etwas dick aufgetragen, aber unterhaltsam und logisch dargestellt. Den Protagonisten konnte man noch nicht so nahe kommen, das wird vermutlich die Fortsetzung mit sich bringen. Bei Teil 2 würde ich wieder zugreifen. Insgesamt ein gut angelegter Krimi.

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