"Das große Festmahl" ist schon ein recht spezielles Werk, in dem Robert Farrar Capon sich über das Kochen und das Drumherum auslässt. Es ist ein wenig so als ob er neben einem steht und ohne Punkt und ...
"Das große Festmahl" ist schon ein recht spezielles Werk, in dem Robert Farrar Capon sich über das Kochen und das Drumherum auslässt. Es ist ein wenig so als ob er neben einem steht und ohne Punkt und Komma erzählt, weil er so von seiner Sache schwärmt. Leider verzettelt er sich hierbei des öfteren. Ich fand den Erzählstil sehr ausschweifend, ab und an gibt es aber gute Ansatzpunkte, bei denen man etwas mitnimmt. Das Ganze steht unter dem Thema Kochen, ist aber von theologischen Grundgedanken durchzogen. Ich musste mich stellenweise durchkämpfen, evtl liegt es daran, dass das Werk bereits in den 60ern erschienen ist und sich an einen anderen Zeitgeist richtet.
Kann man lesen, muss man nicht. Eher für Liebhaber des Themas.
Während einer Feierstunde anlässlich des Fundes eines Urzeitaffen findet Dr. Langhammer die Leiche des Entdeckers in einer Grube. Bei schwüler Hitze agiert der Interims-Polizeipräsident Kluftinger noch ...
Während einer Feierstunde anlässlich des Fundes eines Urzeitaffen findet Dr. Langhammer die Leiche des Entdeckers in einer Grube. Bei schwüler Hitze agiert der Interims-Polizeipräsident Kluftinger noch konfuser als bisher. Der tote Wissenschaftler hatte jede Menge Feinde, daher gestalten sich die Ermittlungen zunächst schwierig. Das eine Sekte in den Fokus rückte erschwert die Sache weiterhin. Zudem ist Kluftinger privat wie immer stark gefordert. Seine Enkelin bekommt eine Nanny, damit die Eltern in Ruhe arbeiten können. Ihm ist die Sache mehr als suspekt und so beginnt er mit einer Überwachung des Kindermädchens in seiner eignen Spielart.
Ich war trotz einiger Klufinger-Ermüdungserscheinungen hier doch wieder am Start. Leider hat sich mein zuletzt gewonnener Eindruck bestätigt. Die Autoren walzen die Eigenschaften Kluftingers immer weiter aus, da gibt es eigentlich keine Entwicklung. Die Vorkommnisse werden immer absurder und sind vorhersehbar. Dass diese Person soviel neue berufliche Verantwortung trägt ist unglaubwürdig. Langhammers Einlagen sind ebenso gleichförmig, natürlich ist viel Wortwitz dabei, aber im Grunde wiederholt sich auch hier die penetrante besserwisserische Art immer wieder. Aufgrund des lockeren Erzählstils kommt man flott durch das Buch. Der Kriminalfall ist ganz gut, aber das viele Drumherum, für dass diese Serie eben auch steht, könnte eine Frischzellenkur vertragen.
Für Neueinsteiger in die Serie ist dieser Teil eher weniger geeignet. Eingefleischte Fans Kluftis werden hier ihren Spaß haben.
Die Diplomatin Fred kann nach den Erlebnissen in Bagdad einen ruhigeren Posten gebrauchen, diesen bekommt sie in Montevideo. Hier ist eher die Ruhe anstrengend, es wird über die richtigen Würstchen zur ...
Die Diplomatin Fred kann nach den Erlebnissen in Bagdad einen ruhigeren Posten gebrauchen, diesen bekommt sie in Montevideo. Hier ist eher die Ruhe anstrengend, es wird über die richtigen Würstchen zur Feier diskutiert und ob die Musik mit oder ohne Gesang sein sollte.
Als eine Mutter das Verschwinden ihrer Tochter meldet, die normalerweise aktiv auf Instagram ist, wendet sich das Blatt. Es stellt sich heraus, dass es auch im beschaulichen Uruguay Verbrechen gibt. Obwohl Fred kein Fehlverhalten vorzuwerfen ist, wird sie in die deutsche Zentrale abberufen.
Der Erzählton wechselt hier von sarkastisch ins betroffene. Die Sprecherin Bettina Hoppe bringt den Wechsel zwischen Alltag und dem Drama um die junge Frau gut auf den Punkt.
Nach einiger Zeit in Deutschland darf Fred als Konsulin nach Istanbul. Nach Bagdad, Montevideo und Deutschland wieder ein neues Parket in dem ganz andere Verhaltensanforderungen. Hier ist aufgrund der brisanten politischen Lage tatsächlich Diplomatie gefragt, die Fred einiges abverlangt. Die Besuche bei Gericht und im Gefängnis stehen im Gegensatz zu stattfindenden Feiern, bei denen genau geschaut wird, wer sich wie verhält.
Fred trifft einen Reporter aus Montevideo wieder und setzt sich sehr für eine inhaftierte Schriftstellerin und ihren Sohn ein. Ihre Lage wird aufgrund ihrer Einstellung, den persönlichen Beziehungen und den diplomatischen Anforderungen für sie zu einem Drahtseilakt. Sie muss sich entscheiden ob sie Partei ergreift und wie sie ihr Amt ausüben möchte. Nicht nur Kollegen beobachten sie sehr genau.
Das Hörbuch gefiel mit größtenteils sehr gut. Ab und an gab es ein paar Längen, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen. Letztendlich wird leider nicht auf den Punkt gebracht, wie genau sich Freds Entscheidungen auswirkten. Einiges wird angedeutet, aber das Meiste bleibt unklar. Statt dessen wird Freds Beziehung zur Mutter unter die Lupe genommen. Den Schwenk in diese Beziehung und die Vergangenheit der Beiden, um zu erklären, wer warum wie tickt, hätte ich nicht gebraucht.
Susan Ryeland ermittelt zum zweiten Mal. Der Band kann aber unabhängig vom Vorgänger "Die Morde von Pye Hall" gelesen werden.
Susan war früher Lektorin, nun ist sie Hotelbesitzerin auf Kreta. Ein Ehepaar ...
Susan Ryeland ermittelt zum zweiten Mal. Der Band kann aber unabhängig vom Vorgänger "Die Morde von Pye Hall" gelesen werden.
Susan war früher Lektorin, nun ist sie Hotelbesitzerin auf Kreta. Ein Ehepaar kontaktiert sie, weil in einem von ihr lektoriertem Buch ein Mordfall beschrieben wird, der sich so ähnlich in ihrem Hotel in England zugetragen hat. Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, aber ihre Tochter hat das Buch gerade gelesen und Parallelen entdeckt, die sie zu der Annahme brachten, der Falsche sei damals verurteilt worden. Nun ist die Tochter verschwunden, das Ehepaar in Sorge und möchte den Fall geklärt wissen. Da der Autor verstorben ist, wenden sie sich an die Lektorin. Susan soll den Fall klären und die Tochter wiederfinden.
Horowitz hat hier zwei Kriminalromane in einem Buch vorgelegt, denn der Roman, der hier den Stein ins Rollen bringt, ist komplett integriert. Eine Geschichte in der Geschichte, die Spaß macht und Sinn ergibt. Mir gefiel dieser Aufbau sehr gut. Horowitz schreibt wie immer sehr gekonnt, dennoch gibt es im Mittelteil ein paar Längen und das Ende hätte gerne etwas ausführlicher sein können. Das Cover ist sehr passend, es erschließt sich wenn man den Roman liest. Die Auflösung ist ein wenig in Agatha Christie Stil gehalten und passt sehr gut zu den Fällen.
Schon lange verwende ich gerne Gemüse beim Backen, daher war ich gespannt auf die neuen Rezeptideen aus diesem Buch.
Nach ein paar informativen Einführungsseiten geht es gleich an die Rezepte. Je eine ...
Schon lange verwende ich gerne Gemüse beim Backen, daher war ich gespannt auf die neuen Rezeptideen aus diesem Buch.
Nach ein paar informativen Einführungsseiten geht es gleich an die Rezepte. Je eine Doppelseite für ein Rezept: die Anleitung auf der einen Seite, ein ansprechendes Foto auf der anderen Seite, machen gleich Lust aufs Ausprobieren. Es gibt die Rezeptrubriken Brötchen, Weichgebäck, Familienfavoriten, Sättigendes und Süßes. Danach folgen noch ein alphabetisches Rezeptverzeichnis und eine Rezeptauflistung, das nach Gemüse unterteilt ist. Das alles ist sehr übersichtlich und ansprechend.
Ich habe einiges ausprobiert, z.B. den Zuccinikuchen mit Mohn und Zitrone, Blaubeer - Muffins mit weißen Bohnen, Süßkartoffelknäckebrot und Apfelbrötchen mit Kichererbsen. Alle Rezepte waren sehr lecker. Das Gemüse sorgte für eine saftige und lockere Textur. Auch am nächsten Tag war das Gebäck noch super. Meine unwissenden Testesser haben das Gemüse nicht herausgeschmeckt. Ich werde sicher noch einige andere Rezepte aus diesem Buch Nachbacken. Spätestens zur Grillsaison gibt es ein paar farbige Überraschungsbaguettes.
Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte: einige Angaben sind schlichtweg falsch: 200 rote Beete statt als 200gr rote Beete ist eher ein Druckfehler, aber hin und wieder tauchen Zutaten aus der Liste nicht in der Beschreibung des Rezeptes auf oder umgekehrt, das ist sehr ärgerlich. Hier ist Improvisationstalent gefragt, das Backanfänger vielleicht überfordert. Es fehlen auch Angaben zum Abbacken. Die Zeit, die man zur Herstellung benötigt, ist nicht angegeben und die Kennzeichnung "Glutenfrei" stimmt ebenfalls nicht immer. Die hergestellte Teigmenge ist häufig sehr gering, für eine handelsübliche Kuchenform kann man gut und gerne die doppelte Menge anrühren. Viele Rezepte sind etwas aufwendiger, es fällt viel eine Menge Geschirr und damit viel Abwasch an.
Aber insgesamt betrachtet kann ich das Buch doch empfehlen, wenn man sich die Mühe macht ist das Ergebnis auf alle Fälle eine wohlschmeckende Belohnung, die sich vom Standart abhebt. Von mir gibt es aufgrund der Kritikpunkte eine eingeschränkte Empfehlung und 3,5 Sterne, die ich auf Vier aufrunde.