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Veröffentlicht am 07.09.2021

spannend

Tiefer Fjord
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Tiefer Fjord ist ein sehr spannender Roman, der verschiedene Themen aufgreift und sehr klug konstruiert ist. Im Mittelpunkt stehen die Eheleute Haarvard und Clara. Er ist Arzt im Krankenhaus, sie arbeitet ...

Tiefer Fjord ist ein sehr spannender Roman, der verschiedene Themen aufgreift und sehr klug konstruiert ist. Im Mittelpunkt stehen die Eheleute Haarvard und Clara. Er ist Arzt im Krankenhaus, sie arbeitet in einem Ministerium an einer politischen Karriere. Aktuell beschäftigen sich beide mit Misshandlungen von Kindern. Während der Arzt den Eltern häufig nichts nachweisen kann und die Kinder nach Genesung wieder in deren Obhut geben muss, arbeitet Clara an einem Gesetzesentwurf zu diesem Thema. Die Erziehung der Söhne und den Haushalt versuchen sich Beide zu teilen.
Als ein verdächtiger Vater im Krankenhaus tot aufgefunden wird, gerät Haarvard in den Fokus der Ermittler, doch für den Leser gibt es auch weitere Verdächtige. Kurz darauf gibt es eine weitere Tote und wieder scheint Haarvard eine Motiv zu haben.
Die Handlung überzeugt mit zahlreichen unerwarteten Wendungen und gipfelt in einem unerwarteten Finale.
Erzählt wird abwechselnd aus den Ich- Perspektiven Claras, Haarvards, eines Pflegers, einer Ärztin und des Vaters von Clara. So erhält man tiefe teils verstörende Einblicke in die Charaktere, die vielschichtig angelegt sind.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es ist in sich abgeschlossen, soll aber der Auftakt einer Reihe sein, bei deren Fortführung ich gerne dabei bin.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

Spirale des Lebens

Fanzi
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Elisabeth Schmidauers neuer Roman Fanzi ist schon durch das schöne Cover dem historischen Genre zuzuordnen. Sie erzählt auf sehr berührende Weise eine Familiengeschichte. Die schweren Kriegserlebnisse ...

Elisabeth Schmidauers neuer Roman Fanzi ist schon durch das schöne Cover dem historischen Genre zuzuordnen. Sie erzählt auf sehr berührende Weise eine Familiengeschichte. Die schweren Kriegserlebnisse zeichnen die Charaktere und formen diese und ihr Verhalten, das sie an nachfolgende Generationen weitergeben. Wir lesen abwechselnd aus der Sicht Fanzis und Astrids, seiner Enkelin.
Franz hat den Spitznamen Fanzi von seiner kleinen Schwester Elfi erhalten, die er sehr liebt. Die beiden sind das dritte und vierte Kind einer Bauernfamilie, die in der Erbfolge nachrangige Positionen hatten. Doch die Kriegsereignisse greifen hier verändernd ein.
Die Zeit zwischen den Weltkriegen war für die Menschen herausfordernd, das Erstarken der Nationalsozialsten und die anschließende Zeit kann hier mitverfolgt werden. Bedrückend ist es zu lesen, wie die Menschen damit umgingen, ob sie mitliefen, wegschauen, ignorierten oder begeistert folgten. Auch die Machtlosigkeit gegenüber dem neuen System ist eindrücklich geschildert. Fanzi leidet fast bis zu Ende an seinem und Elfies Schicksal, doch es gelingt ihm noch sich seiner Familie gegenüber zu öffnen.
Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, der klare Erzählstil hat mir nach einer kleinen Eingewöhnungszeit sehr gut gefallen. Der gelegentlich eingestreute Dialekt sorgt für Authentizität, die Naturbeschreibungen und die Schicksale fand ich sehr berührend.
Eine lesenswertes Buch, das ein bedrückendes Stück Geschichte anschaulich beschreibt.

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Veröffentlicht am 03.09.2021

Jugendschmöker

Die Stadt ohne Wind 1 – Arkas Reise
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Dieses Buch hat mein Patenkind zum gemeinsamen Lesen ausgesucht. Ihr hat der dicke Schmöker auf den ersten Blick gefallen. Das Cover ist tatsächlich sehr ansprechend und edel gestaltet, ein Hingucker. ...

Dieses Buch hat mein Patenkind zum gemeinsamen Lesen ausgesucht. Ihr hat der dicke Schmöker auf den ersten Blick gefallen. Das Cover ist tatsächlich sehr ansprechend und edel gestaltet, ein Hingucker. Die 500 Seiten hatten für mich einige Längen, aber ihr gefiel der Stil und diese neue Welt sehr gut, sie hatte wirklich Spaß an der Geschichte und war in relativ kurzer Zeit mit dem Buch fertig.
Es geht um die 13jährige Arka, die ihren Vater sucht, den sie noch nie gesehen hat. Sie will ihn in Hyperborea, eine ganz besonderen Stadt finden. Die Reise dorthin ist nicht einfach. Eine weitere Hautrolle hat der junge Magier Lastyanax, der in dieser Stadt wohnt und der den Tod seines Mentors aufklären will. Die Beiden treffen aufeinander und die Umstände machen eine Zusammenarbeit notwendig, der sie sich nur widerwillig fügen. Es entsteht ein Lehrer - Schüler - Verhältnis, keine anbahnende Liebesgeschichte, was ich gut fand, damit hebt sich diese Geschichte von anderen des Genres ab.
Die neue Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist besonders und hebt sich von anderen Fantasywelten ab. Eine Stadt, die von einer Kuppel überzogen ist und in verschiedene Ebenen eingeteilt ist, die die Bewohner klar unterteilt.
Es handelt sich hier um einen Reihenauftakt, der uns gut gefallen hat. Wir warten nun auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 03.09.2021

das ist was für mich

Ich hätte da was für Sie
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Vera Cordes kannte ich bisher bereits als Moderatorin der Sendung "Visite", die ich unregelmäßig sehe. Ich mag ihre ruhige angenehme Art. In ihrem besonderen Tenor ist auch das Buch geschrieben: locker, ...

Vera Cordes kannte ich bisher bereits als Moderatorin der Sendung "Visite", die ich unregelmäßig sehe. Ich mag ihre ruhige angenehme Art. In ihrem besonderen Tenor ist auch das Buch geschrieben: locker, leicht und verständlich. Sie spricht den Leser direkt an und baut so eine gute Atomsphäre auf, man fühlt sich einbezogen und macht bei einigen Sachen direkt beim Lesen mit, z.B. beim Bauchnabeltraining oder dem Anti-Schwindel-Training.
Der Inhalt ist in drei Teile gegliedert: 1. bei körperlichen Beschwerden, 2. für Kopf und Seele sowie 3. zum Vorbeugen und Wissen. Diese Teile haben diverse Unterpunkte, diese Kapitel sind auch jeweils gut unterteilt, so dass man sich auch gezielt etwas heraussuchen kann, wenn Bedarf da ist. Aufgrund des tollen Stils macht es Spaß das Buch am Stück zu lesen und Neues zu erfahren, aber man kann es auch in Einzelteilen genießen. kleine Grafiken, Bilder und farbig hervorgehobene Infotexte lockern den Text auf. Das kleine Büchlein ist farblich abgestimmt und wirkt sehr ansprechend.
Für alle die Sachbücher mögen, die gesundheitliche Tipps suchen oder auch als Geschenk super geeignet.

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  • Cover
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Veröffentlicht am 17.08.2021

Findelkind auf dem Friedhof

Fuchskind
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Fuchskind ist der zweite Band um die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes. Als sie an einem besonders nebligen Novembermorgen zur Arbeit auf dem Friedhof erscheint findet sie einen ausgesetzten Säugling, dem ...

Fuchskind ist der zweite Band um die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes. Als sie an einem besonders nebligen Novembermorgen zur Arbeit auf dem Friedhof erscheint findet sie einen ausgesetzten Säugling, dem es sehr schlecht geht. Dies versetzt Gesine in Panik, da sie sofort an den Tod ihres eigenen Kindes erinnert wird. Etwas später wird vor dem Friedhof eine Frauenleiche gefunden. Zudem wurde der Pförtner überfallen und schwer verletzt. Hängt dies alles miteinander zusammen oder nicht? Dann taucht auch noch Gesine Ex-Mann wieder auf und trägt zur Verwirrung bei. Viele alte Bekannte aus dem ersten Teil kommen im Verlauf der Handlung wieder zum Vorschein, das Buch lässt sich jedoch auch gut verstehen, wenn man diesen nicht kennt. Wieder werden zwischen den Kapiteln Giftpflanzen kurz vorgestellt. Zu diesem Band passt das meiner Meinung nach nicht so gut, wie zu dem ersten. Die Angst vor Vergiftung durch Pflanzen ist ein Tick von Gesine. Das Buch hatte zwischendurch einige Längen, manches war nicht so recht nachvollziehbar, abschießend gab es dazu noch einige Erklärungen