Cover-Bild Der Mauersegler
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 27.08.2021
  • ISBN: 9783847900795
Jasmin Schreiber

Der Mauersegler

Roman

Menschen träumen vom Fliegen, wovon träumt ein Mauersegler? Vielleicht vom Fallen, so wie wir an der Grenze zwischen Wachsein und Schlaf.

Im freien Fall befindet sich auch Prometheus, als sein bester Freund Jakob stirbt. Nach einer überstürzten Flucht vor Polizei, Familie und sich selbst schlägt er am dänischen Strand auf. Der Mauersegler erzählt von einem Mann, der unter seiner Schuld zu zerbrechen droht. Und von zwei Frauen, die wenig Fragen stellen - wie alle Menschen, die ihre eigenen Geheimnisse haben.

Die Geschichte einer großen Freundschaft, eines unerwarteten Todes und der Suche nach Vergebung

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2022

Ein Jahreshighlight

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Dieses Buch lässt sich für mich sehr schwer bewerten…denn es hat mich tief berührt!

Die Geschichte fängt in der Mitte an und man bekommt immer wieder Rückblicke auf das bereits geschehene um zu verstehen ...

Dieses Buch lässt sich für mich sehr schwer bewerten…denn es hat mich tief berührt!

Die Geschichte fängt in der Mitte an und man bekommt immer wieder Rückblicke auf das bereits geschehene um zu verstehen wie Prometheus in diese Situation gekommen ist.

Die Autorin schafft es alles Facetten der menschlichen Emotionen in diesem Buch zu verbinden und hat mich am Schluss zum weinen gebracht.

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Berührende Geschichte

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Inhalt:
Prometheus ist auf der Flucht. Denn seit dem Tod seines besten Freundes Jakob ist nichts mehr wie es war. Sein Weg führt ihn an die dänische Küste, wo er zwei Frauen kennenlernt, die ihn kurzerhand ...

Inhalt:
Prometheus ist auf der Flucht. Denn seit dem Tod seines besten Freundes Jakob ist nichts mehr wie es war. Sein Weg führt ihn an die dänische Küste, wo er zwei Frauen kennenlernt, die ihn kurzerhand in ihrer Pansion aufnehmen. Und ihm helfen, ohne Fragen zu stellen.

Meine Meinung:
Bereits mit "Marianengraben" konnte Autorin Jasmin Schreiber mich begeistern. Und auch ihr neuestes Werk, "Der Mauersegler", hat mich sehr berührt.

Der Schreibstil ist speziell, an einigen Stellen etwas pathetisch, gespickt mit Metaphern und bildhafte Beschreibungen der Natur, aber trotzdem angenehm zu lesen.

Der Plot des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es geht einerseits um Freundschaft und Liebe, andererseits aber auch um Krankeheit, Schuld, Trauer und Geheimnisse. Der Leser begleitet Marvin, von allen nur Prometheus genannt, auf seiner Flucht. Doch wovor?
Promeutheus ist in eher ärmeren Verhältnissen aufgewachsen, hat sich durchgebissen, studiert und ist inzwischen Arzt. Ihn und seinen Freund Jakob, den er seit Kindheitstagen kennt, verbindet eine lange und tiefe Freundschaft. Dank vieler Rückblicke erfährt der Leser so einiges über eben diese Freundschaft und die gemeinsame Geschichte der beiden Männer. Aber der Leser erfährt auch was in der Zwischenzeit geschehen ist. Von Jakobs Tod, der Prometheus tief getroffen hat. Und nach und nach auch, wieso und wovor Prometheus eigentlich davonläuft und welche Schuld er auf sich geladen hat...

Die Charaktere, allen voran der Protagonist Promeutheus, sind der Autorin wieder einmal sehr gelungen. Sie sind nicht perfekt, sondern machen Fehler, sind vielschichtig und authentisch. Und machen dadurch dieses Buch zu etwas Besonderem. Der Autorin gelingt es, die Emotionen des Charaktere zu transportieren und lässt nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Leser eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchleben.

Fazit:
Eine sehr berührende Geschichte, die mir mit Sicherheit noch länger in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 12.11.2021

Ein emotionaler Sturzflug voller Schuld, Trauer und Wut.

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Meine Meinung

Jasmin Schreiber hatte mich mit ihrem Debütroman »Marianengraben« und mit ihrer Art zu Schreiben direkt abgeholt. Sie versteht es die Schattierungen von Trauer mit einer Originalität und ...

Meine Meinung

Jasmin Schreiber hatte mich mit ihrem Debütroman »Marianengraben« und mit ihrer Art zu Schreiben direkt abgeholt. Sie versteht es die Schattierungen von Trauer mit einer Originalität und Komik zu mischen, was ihre Geschichten mit Licht erfüllt.

In ihrem neuen Roman »Der Mauersegler« bleibt die Schriftstellerin ihrem Sujet treu, denn es stehen wieder schwere Themen von Trauer, Schuld, Verzweiflung, Suizid und Tod im Vordergrund. Dieses Mal dicht verwoben mit der Natur, und durch die Namensverwandtschaften auch mit der Mythologie.

Der Hauptakteur Prometheus, der seinen Namen dem griechischen Gott, der den Menschen das Feuer brachte, verdankt, ist Arzt und steht nun mit seiner protzigen Arztkutsche an einem Autostrand in Dänemark und will sich das Leben nehmen. Doch der Suizid gelingt ihm nicht, genauso wenig wie er seinem allerbesten Freund das Leben retten konnte.

Mit Jakob verband ihn seit der Kindheit ein starkes Band, die Freunde erzählten sich alles und in rückblickenden Erinnerungsfetzen erhält man Einblick in die Gespräche der Freunde, die sich auch immer wieder um die faszinierenden Mauersegler drehen, welche ihr ganzes Leben im Flug verbringen.

Schnell ist klar, dass Prometheus eine Schuld auf sich geladen hat, der er mit dem Tod zu entrinnen hofft. Am dänischen Strand wird er, von seiner Verzweiflung überwältigt, von der alten Frau Aslaug gefunden. Aslaug hilft ihm sein Auto abzuschleppen, welches im Sand feststeckt – so wie Prometheus in einer Sackgasse – und nimmt ihn auf dem Pferdehof von sich und ihrer Lebensgefährtin Helle auf. Das ältere Pärchen gibt Prometheus einen Rückzugsort und die Zeit und Ruhe sich und seine Gefühle zu ordnen.

Richtig gut gefallen haben mir die starken Unterschiede im Naturell der beiden Frauen, deren Namen übrigens aus der nordischen und griechischen Mythologie stammen. Während Aslaug eine resolute und bestimmende Ader in sich trägt, die schon einmal überschäumen kann, ist Helle die gutmütige Seele auf dem Pferdehof, die für jede Blessur ein Kraut oder Salbe vorrätig hat.

In dieser geschützten Umgebung durchlebt Prometheus die Wut über den Verlust seines engsten Vertrauten Jakob, der an Krebs erkrankte. Hinzu kommen die übergroßen Schuldgefühle, da er als Arzt seinen Freund nicht vor dem Tod bewahren konnte. Jasmin Schreiber wählt dabei einfühlsame Worte, welche dazu verleiten auch in sich selbst hineinzuhorchen und sich zu fragen, wie man in dieser Situation selbst handeln würde. Taschentücher sollten auf jeden Fall genügend bereitliegen, denn die Aufarbeitung dieser Geschichte lässt kein Auge trocken! Besonderes Highlight für Fans der Schriftstellerin ist der kurze Gastauftritt von Paula aus »Marianengraben«.

Fazit

Ein emotionaler Sturzflug voller Schuld, Trauer und Wut. Dieser Roman lässt einem die Haare zu Berge stehen und versöhnt mit viel Liebe und Licht.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 21.09.2021

Veröffentlicht am 12.11.2021

Vögel und andere Lebewesen

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Buchumschlag: Drei Vögel, Mauersegler?, zwei in schwarz, einer in rot. Sie fliegen über den Titelumschlag. Dazu der in hellblau gehaltene Hintergrund. Optisch gut ausgewählt.

Buchinhalt: Die Geschichte ...

Buchumschlag: Drei Vögel, Mauersegler?, zwei in schwarz, einer in rot. Sie fliegen über den Titelumschlag. Dazu der in hellblau gehaltene Hintergrund. Optisch gut ausgewählt.

Buchinhalt: Die Geschichte eines Mannes auf der Flucht, der andere Menschen, Frauen, trifft, die ebenfalls nicht unbedingt gesprächig sind.
Prometheus (die Mutter, Hebamme, liebt griechische Mythologie; der andere Name, väterlicherseits gegeben, wird verschmäht. Wer will schon ein Marvin sein?) fährt mit seiner Arztdroschke, einem schwarzen Mercedes durch die Nacht bis zur dänischen Grenze.

Stil: Der Eichborn Verlag steht für erstklassige Literatur. Die Autorin hat sich bereits in kurzer Zeit einen Namen gemacht, einen Namen, den es gilt sich zu merken. Denn wer von Mauersegler, Nackmulchen und Ähnlichem schreibt, der ist interessant! Es ist lebendig geschrieben und die beschriebenen Szenen lassen sich leicht vorstellen.

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Wieder großartig

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Meine Meinung:
Das erste Buch der Autorin zählt noch heute zu einem der Leseerlebnisse, die ich bis heute eben nicht vergessen kann, weil es so besonders und großartig war. Nun habe ich ihren neuen Roman ...

Meine Meinung:
Das erste Buch der Autorin zählt noch heute zu einem der Leseerlebnisse, die ich bis heute eben nicht vergessen kann, weil es so besonders und großartig war. Nun habe ich ihren neuen Roman gelesen und muss sagen, dieser ist nicht weniger großartig als ihr so hoch gelobter Debütroman.

Auch in diesem Buch zeigt die Autorin welches Gespür sie für komplexe Emotionalität und Charaktere mitbringt, ein Talent, das für gute Schriftstellerinnen unabdingbar ist und dass mich jedes Mal aufs neue faszinieren kann.
Während es in diesem Buch um Trauer geht, das versagen, Überforderungen und das Leben mit seinen ganzen Facetten, schafft es die Autorin eben diese Komplexität mitreißend zu schildern, berührende Bilder zu kreieren und Charaktere zu erschaffen, die dem Leser so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis gehen werden.

Diese Geschichte hat mich ebenso berührt, wie die mich zum Nachdenken angeregt hat und am Ende... da habe ich die geliebt.