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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2021

Damals und Heute

Erinnerungen aus Glas
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Melanie Dobson hat hier ein Stück niederländische Kriegsgeschichte mit einer Familiengeschichte verknüpft, herausgekommen ist ein interessanter Roman. Auch in den Niederlanden haben die Nationalsozialisten ...

Melanie Dobson hat hier ein Stück niederländische Kriegsgeschichte mit einer Familiengeschichte verknüpft, herausgekommen ist ein interessanter Roman. Auch in den Niederlanden haben die Nationalsozialisten die Juden erbarmungslos verfolgt. Die Freunde aus Jugendtagen Samuel, Josie und Eliese versuchen auf ihre Art damit umzugehen und zu helfen, wo es möglich ist. Die Ohnmacht gegenüber der brutalen Besatzungsmacht ist beim Lesen spürbar und macht betroffen. Das Eliese als reiche Jüdin gezwungen ist, bei der Deportation zu helfen ist perfide. Viele Abscheulichkeiten der Zeit werden mittels kleiner geschilderter Erlebnisse schmerzhaft nachvollziehbar.
Abwechselnd mit den Episoden um Josie und Eliese 1942 wird eine weitere Geschichte um Ava, die 75 Jahre später angesiedelt ist, erzählt. Die junge Frau arbeitet in der Familienstiftung und lernt bei einer dienstlichen Reise in Uganda einen Mann und seine Großmutter kennen. Es ergeben sich Verbindungen zu ihrer Familiengeschichte und sie beginnt nachzuforschen
Die Zeitstränge verknüpfen sich im Laufe des Buches immer mehr und aus den einzelnen Geschichten ergibt sich ein überraschendes Gesamtbild.
Die Autorin hat eine lebhafte Erzählweise und auch die Protagonisten sind lebendig angelegt, das machte das Lesen sehr angenehm.
Empfehlenswerter historischer Roman.

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Veröffentlicht am 15.01.2021

auf Käfersuche

Miss Bensons Reise
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Margery ist in der frühen Kindheit durch ein besonderes Erlebnis mit ihrem Vater an ihren Lebenstraum geraten. Das Ziel, den goldenen Käfer von Neukadelonien zu finden, wird ihr aber erst nach sehr vielen ...

Margery ist in der frühen Kindheit durch ein besonderes Erlebnis mit ihrem Vater an ihren Lebenstraum geraten. Das Ziel, den goldenen Käfer von Neukadelonien zu finden, wird ihr aber erst nach sehr vielen Jahren plötzlich wieder bewusst, aber da macht sie Nägel mit Köpfen und bricht auf. Die von ihr ausgewählte Reisebegleitung Enid ist in jeder Beziehung das Gegenteil von ihr.
Rachel Joyce erzählt auch in ihrem neuen Roman sehr gemächlich und ausführlich, aber hier hat sie die Handlung noch mit einem steten Humor unterlegen wollen. Manches ist dabei nicht ganz geglückt, einiges ist nicht glaubhaft. Insgesamt haben mich diese Kritikpunkte nicht so sehr gestört. Die beiden Frauen nähern sich aneinander an und erleben viel Ungeplantes, teils auch Dramatisches. Das Frauenbild der Zeit nach dem Krieg kommt ganz gut heraus und auch die Tragik, der beiden bisherigen Lebenswege.
Die Idee seinen Traum nicht aufzugeben und sein Ziel auch zu verfolgen, wenn sich Hindernisse vor einem auftun, hat die Autorin hier mit einer Freundschaftsgeschichte gut verpackt.
Trotz kleiner Längen hat mir das Buch Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 09.01.2021

Aufräumen für ein Wohlfühlzuhause

Der Aufräum-Kompass
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Die Autorin gibt hier eine Hilfestellung für das Ausmisten, Aufräumen und Ordnung halten. Ein schöner Ratgeber für alle, die ihr Chaos zu Hause nicht beherrschen oder die nicht Ordnung halten können und ...

Die Autorin gibt hier eine Hilfestellung für das Ausmisten, Aufräumen und Ordnung halten. Ein schöner Ratgeber für alle, die ihr Chaos zu Hause nicht beherrschen oder die nicht Ordnung halten können und dies ändern wollen. Es werden verschiedene Methoden vorgestellt, so kann sich jeder Leser daraus seinen individuellen Weg heraussuchen. Die Autorin macht Mut Strategien zu entwickeln und am Ball zu bleiben, falls der Schweinehund und das Chaos doch mal wieder stärker waren. Sehr gut gefielen mir die Argumente und Tipps, die in Richtung Achtsamkeit und Nachhaltigkeit abzielten, die sowohl für das Aufheben, das Ausmisten und das Putzen gegeben wurden. Zu jedem Kapitel gab es immer noch eine Topp 5 Liste, die die Tipps im Wesentlichen zusammenfasste.

Schöner Ratgeber für Menschen, die in diesem Bereich Tipps benötigen. Mir gefiel nicht Alles, aber den Anspruch hatte die Autorin auch nicht. Eine gute Zusammenstellung von Möglichkeiten, die man nach Bedarf nutzen kann.

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Veröffentlicht am 06.01.2021

Versöhnung in Lynnwood Falls

Lynnwood Falls – Und dann kamst du
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In dem kleinen Ort Lynnwood Falls ist die Welt noch in Ordnung, die Menschen kennen und schätzen einander. Es ist wie eine große Familie, da greift man sich im Notfall auch schon mal unter die Arme. Helen ...

In dem kleinen Ort Lynnwood Falls ist die Welt noch in Ordnung, die Menschen kennen und schätzen einander. Es ist wie eine große Familie, da greift man sich im Notfall auch schon mal unter die Arme. Helen Paris beschreibt den Ort und die Menschen so bildhaft, dass man glaubt dort durch die Straßen zu wandeln.
Annabella führt dort eine kleines Cafe, seit dem Tod der Mutter ist sie dafür allein verantwortlich. Als ihr der Mietvertrag überraschend gekündigt wird, braucht sie anwaltliche Hilfe. Dafür kommt im Ort nur Will in Frage, ihre Jugendliebe, der sie am Abschlussball einfach sitzen ließ. Seitdem ist sie nicht gut auf ihn zu sprechen.
Die Handlung beginnt in der Vorweihnachtszeit, die damit einhergehenden Gefühle passen toll zu der romantischen Geschichte, die sich hier entspinnt.
Der Großteil der vorgestellten Charaktere ist sehr liebevoll angelegt und man möchte gerne ein Teil dieser netten Gemeinschaft sein. Auch die Nebenrollen sind hier wichtig für das romantische Geschehen, es gibt mehrere sehr schöne und passende Nebenstränge. Ich hoffe, ich kann den einen oder anderen Charakter bald in einem weiteren Band noch näher kennenlernen.
Der Wechsel in der Erzählperspektive hat das Ganze belebt und einem die Protagonisten besonders nahegebracht.
Mir hat der Wohlfühlroman viel Spaß gemacht, eine schöne kurzweilige herzerwärmende Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Aufgrund des Settings gerade für die Winterzeit super geeignet.

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Veröffentlicht am 06.01.2021

Im Kopf des Killers

Der Bewohner
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Der Serienkiller Thomas Brogan versteckt sich auf der Flucht vor der Polizei in einem leeren Reihenendhaus. Als er den Dachboden betritt, bieten sich ihm plötzlich ungeahnte Möglichkeiten, denn die Dachböden ...

Der Serienkiller Thomas Brogan versteckt sich auf der Flucht vor der Polizei in einem leeren Reihenendhaus. Als er den Dachboden betritt, bieten sich ihm plötzlich ungeahnte Möglichkeiten, denn die Dachböden der Häuserzeile sind alle miteinander verbunden. So kann Brogan verschiedene Häuser insgeheim von oben aus erkunden, die Bewohner kennenlernen und auch seine Bedürfnisse (Essen, Hygiene, Beobachten und Manipulieren) befriedigen. Schon bald ist er fasziniert von Colette, aber auch von der Seniorin Elsie, die ihn allnächtlich bekocht.

Der Autor erzählt ausschließlich aus der Perspektive des Killers, der mit seiner zweiten inneren Stimme im Kopf permanent kommuniziert und streitet. Diese Kommunikation zwischen den beiden Persönlichkeiten treibt sein Handeln immer weiter an, eine klare Dominanz gibt es hier nicht, jede Position setzt sich mal durch, dadurch kann man sich nie gewiss über den Fortgang sein. Der Leser erfährt ausschließlich Dinge, die Brogan erlebt bzw. beobachtet, ab und an wird das Ganze durch einen Rückblick in seine Jugend aufgelockert.
Die kurzen Kapitel sind mit Datum und Uhrzeit betitelt und enden mit kleinen Cliffhangern, so dass man ein gutes Lesetempo vorlegen kann.
Leider hat mich der Thriller nicht ganz wie erwartet gefesselt, ab und an fehlte es etwas an Spannung, da war noch Luft nach oben. Dennoch habe ich das Buch gerne und fast am Stück durchgelesen.

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