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Veröffentlicht am 15.01.2023

Kombinierte Rezeptideen aus Italien, Mexico und Brasilien

MEZCLA
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Inspiriert von einer vielzahl leckerer Aromen und Rezepte aus Toskana, Brasilien und Mexico hat die Autorin Standard- sowie Lieblingsrezepte dieser Länder miteinander kombiniert. Herausgekommen sind leckere ...

Inspiriert von einer vielzahl leckerer Aromen und Rezepte aus Toskana, Brasilien und Mexico hat die Autorin Standard- sowie Lieblingsrezepte dieser Länder miteinander kombiniert. Herausgekommen sind leckere Fusionsrezepte, teilweise erweitert durch Zutaten anderer Nationen, welche sie in diesem Kochbuch MEZCLA präsentiert.
Tatsächlich fallen beim ersten Durchblättern auch gleich landestypische Zutaten und Gewürze auf, zu welchen die Autorin teilweis bevorzugt greift, wie Chili, Olivenöl, Maisprodukte, Kochbananen, Maniok oder Meeresfrüchte, ebenso Zutaten anderer Länder wie Ghee und Sojasoße. Interessant wird bei genauerem Hinsehen die Kombination der Zutaten, die Fusion verschiedener Landesküchen, welche das Buch von anderen abhebt.
Die Aufteilung der Rezepte ist ungewohnt: Zunächst schnelle Rezepte, anschließend Rezepte, welche mehr Aufwand benötigen, zuletzt Süßspeisen. Die ersten beiden Abschnitte beginnen zunächst mit vegetarischen Rezepten, welche nach Wunsch mit Fleisch oder Fisch aufgepeppt werden könnten, bevor Rezepte mit Fleisch und Fisch kommen. Angenehm ist, dass hier vor allem Vegetarier voll auf ihre Kosten kommen, da der Anteil der vegetarischen Gerichte sehr hoch ist. Ebenso sind die Tipps, inwiefern die Rezepte abgewandelt werden könnten, ein weiterer Pluspunkt. Zudem gibt es zu den Rezepten jeweils Beispielbilder, bei schwierigeren Rezepten auch mit Bildern zu Zwischenschritten.
Teilweise fiel mir schon auf, wie häufig die Autorin zu ihren Lieblingszutaten greift wie z. B. Chili, die gefühlt in jedem zweiten Gericht vorkommen. Ebenso sind einige Gerichte recht suppig oder soßenlastig. Im ersten Abschnitt fand ich eine ganze Doppelseite für Rezepte wie gebratene Zwiebeln, Salat oder Knoblauchjoghurt mit Kräutern aus dem Ofen eher enttäuschend. Überhaupt sind manche Rezepte sehr energieaufwendig, da macht sich bemerkbar, dass Köche in Testküchen sich keine Gedanken darum machen müssen, für Kleinigkeiten ewig den Ofen laufen lassen zu müssen. Weitere Minuspunkte sind ein unübersichtliches Register (Beispiel: es gibt zwei Rezepte namens Tomatensalat, unter diesem Stichwort findet man die Rezepte im Register leider nicht), die unübersichtliche und klein gedruckte Darstellung von Zutaten und Rezept sowie das Fehlen einer Zeitangabe für die Gesamtzubereitung. Ebenso wirken viele Rezepte angelehnt an die Essgewohnheit, mehrere Rezepte miteinander kombiniert zu servieren, was ich aber nicht negativ bewerten möchte.
Im Großen und Ganzen bietet das Buch interessante neue Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Zutaten, welche bei uns evtl nicht immer gängig sind. Da manche Lieblingszutaten der Autorin immer wieder durchscheinen wie z.B. Chilis und Ahornsirup, oder ihre Tendenz, gern suppig und soßig zu kochen, empfand ich das Buch diesbezüglich etwas einseitig auf ihren persönlichen Geschmack fokussiert. Entweder man mag es oder muss gefühlt jedes zweite Rezept für sich abändern.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Toxische Liebe zu Drogen

Roxy
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Dieser Roman bietet eine aussergewöhnliche Perspektive: Hier kommen diverse Drogen als eigene Charaktere zu Wort, bieten Einblick in ihre Welt, ihre Bedürfnisse und wie sie die Menschen auf ihre eigene ...

Dieser Roman bietet eine aussergewöhnliche Perspektive: Hier kommen diverse Drogen als eigene Charaktere zu Wort, bieten Einblick in ihre Welt, ihre Bedürfnisse und wie sie die Menschen auf ihre eigene Party locken. Und als zwei Drogen, Addison und Roxy, eine Wette abschließen, beginnt die Spirale sich für die Geschwister Ivy und Isaac gefährlich zu drehen.
Tatsächlich empfand ich es als sehr bewegend, wie die Leben der beiden sich jeweils ins Gegenteil verschoben. War Ivy bisher diejenige, die sich auf Drogenparties rumtrieb, von denen Vorzeigeschüler Isaac sie mühsam abholen musste, bekommt sie dank Addisson ihr ADHS in den Griff und kehrt den Drogen nach und nach den Rücken. Zugleich gerät ihr Bruder durch ein Versehen an Schmerzmittel Roxy, welche ihn nach und nach immer weiter lockt, ihn verführt, Versprechungen macht und gegen ihre günstigeren Familienmitglieder der Drogen verteidigt.
Der Roman ist dank der personifizierten Drogen, welche primär aufs Verführen aus sind, aussergewöhnlich zu lesen. Zugleich auch sehr bewegend bietet das Buch die Möglichkeit, sich mit Drogen- und Medikamentenmissbrauch sowie deren Anzeichen und Folgen auseinander zu setzen, was insbesondere für Jugendliche ein wichtiges Thema sein kann.
Ein definitiv origineller Ansatz, dieses Thema unterhaltsam zu verpacken. Die Übersicht der Drogenfamilien sowie deren Charakternamen im Print-Buch bzw. online ist beim Lesen ganz hilfreich. Teilweise empfand ich es als etwas langatmig. Einen Hinweis für direkt oder indirekt Betroffene am Ende des Romans, wo man Hilfe bekommt, habe ich beim Lesen des e-book leider vermisst.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Anstrengend und zu schnell durchschaubar

Das Chalet
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Die Idee ist nicht neu: Eine Gruppe Menschen abgetrennt von der Aussenwelt und eine Person darunter ist bereit zu morden. Hier ist es ein kleines Social Media Start-up, welches sich eine Auszeit in einem ...

Die Idee ist nicht neu: Eine Gruppe Menschen abgetrennt von der Aussenwelt und eine Person darunter ist bereit zu morden. Hier ist es ein kleines Social Media Start-up, welches sich eine Auszeit in einem Luxus-Chalet in den französichen Alpen gebucht hat, um neben Skifahren über die Zukunft der Firma zu beratschlagen. Ebenso vor Ort zwei Angestellte, um die Gäste zu bewirtschaften.
Geschickt bietet die Autorin schnell mehrere Verdächtige, welche jeweils ein Motiv gehabt haben könnten. Doch bei den Gelegenheiten wird es schon schwieriger, wie und wann hätte es jemand ausführen können, wer käme in Frage? Und dennoch konnte mich der Roman diesmal nicht überzeugen. Das ging gleich zu Beginn los mit den viel zuvielen Personen, die allesamt gleichzeitig hinzukamen und die es mir zunächst schwierig machten, den Überblick zu behalten. Ebenso empfand ich das fiktive Tätigkeitsfeld des Start-up, welches angeblich zu einem millionenschweren Erfolg geführt haben soll, ziemlich an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig.
Präsentiert wird das Ganze aus zwei Erzählperspektiven, einer Angestellten des Chalet sowie einer Frau unter den Gästen, welche die meiste Zeit nichts Interessanteres liefern konnte als nervöses Rumgezuppel an ihrer Kleidung, Fingerknacken, Selbstmitleid, von allem Kopfschmerzen bekommen, den Mund nicht aufkriegen oder einfach davonlaufen. Diese äusserst subjektive Perspektive war unerträglich anstregend zu lesen und von vornherein zu verräterisch. Doch auch die anderen Gäste waren anstrengend, versnobt, cholerisch, arrogant, streitlustig, nur um mal einiges zu nennen. Sympathisch waren lediglich die beiden Chalet-Angestellten, so wie auch nur die Kapitel der Angestellten wirklich angenehm zu lesen waren. Ebenso war mir schnell klar, wer hinter allem steckt, stecken muss, die Hinweise waren zu offensichtlich, der Fall neben all den nervigen Charakteren nicht verzwickt genug. Und das reicht mir nicht, um wirklich Spaß an einem Thriller zu haben. Das kann die Autorin besser.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Perfide und etwas kontruiert

Was ich euch verschweige
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DCI Jonah Sheens vierter Fall hat es in sich: Eine Jugendliche betritt blutüberströmt ein Gartenlokal. Sie und ihre Schwester gelten seit einigen Tagen als vermisst, doch bevor das Mädchen etwas zum Verbleib ...

DCI Jonah Sheens vierter Fall hat es in sich: Eine Jugendliche betritt blutüberströmt ein Gartenlokal. Sie und ihre Schwester gelten seit einigen Tagen als vermisst, doch bevor das Mädchen etwas zum Verbleib ihrer Schwester sagen möchte, hat sie Jonah eine Geschichte zu erzählen. Und je mehr sie erzählt, desto unsicherer ist Jonahs Team: Ist das Mädchen Täter oder Opfer? Zugleich läuft ihnen bald die Zeit davon.
Der Fall gestaltet sich als perfide und unüberschaubar, es gibt diverse Wendungen. Vor allem die anfängliche Gefühlskälte des Mädchens macht es zunächst schwierig, Vermutungen anzustellen. Auch diesmal gefiel mir, wie professionell das Ermittlerteam zusammenarbeitet, auch wenn die Polizisten nicht immer einer Meinung waren. Gleichzeitig gestaltet die Autorin die Privatleben der Ermittler weiterhin als Nebensache, die zwar immer wieder mal durchscheint, aber nicht vom eigentlichen Fall ablenkt.
Auch wenn der Fall äußerst verzwickt und lange spannend ist, empfand ich ihn diesmal als etwas zu kontruiert, insbesondere die Auflösung. Dem Team um DCI Sheens werd ich allerdings weiterhin folgen. Eine Vorkenntnis der bisherigen Bände ist übrigens nicht zwingend notwendig.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Anspruchsvoll und vielfältig

Die Wissenschaft von Mittelerde
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In diesem Buch haben Personen unterschiedlicher Fachrichtungen Tolkiens Welt Mittelerde unter verschiedenen Gesichtspunkten wissenschaftlich betrachtet und ihre Überlegungen dazu angestellt. Entsprechend ...

In diesem Buch haben Personen unterschiedlicher Fachrichtungen Tolkiens Welt Mittelerde unter verschiedenen Gesichtspunkten wissenschaftlich betrachtet und ihre Überlegungen dazu angestellt. Entsprechend vielfältig gestaltet sich dieses Sachbuch, ebenso schwankt der Schreibstil von AutorIn zu AutorIn.
Ich bin mir sicher, dass jede Person für sich die eigenen Lieblingsthemen finden wird, während andere Themen vielleicht weniger interessant oder komplizierter zu verstehen sein könnten. Daher ist es auch schwierig, das Buch komplett objektiv zu bewerten, da ich natürlich andere Themen des Buches präferiere als vielleicht andere LeserInnen.

Neben einer großen Karte der Welt gleich zu Beginn erwarten einen sechs Themenschwerpunkte, zu denen jeweils mehrere Fachleute Beiträge bieten:
1. Der Aufbau der eigenen Welt (über Tolkien, Wirtschaft, Politik, Philosphie u.a.)
2. Verankerung in Raum und Zeit (Archäologie, Historisches, Linguistik u.a.)
3. Ein komplexes Umfeld (Landschaften, Geologie, Klima)
4. Großartige Lebenswelten (Pflanzen, Mineralien, Bergbau, der Eine Ring)
5. Erstaunliche Charaktere (biologische und medizinische Betrachtungen, Evolution)
6. Ein fantastisches Bestiarium (Tiere und Fabelwesen)

Ich empfand die Beiträge als äusserst unterhaltsam, und, je nach eigenem Interesse, auch ziemlich faszinierend. Manche Beiträge sind etwas fachspezifischer in der Ausdrucksweise, davon einige m. E. nicht immer einfach zu verstehen, andere eher populärwissenschaftlich und damit verständlicher formuliert. Zwischendurch gibt es diverse Zeichnungen zu Tolkiens Welt sowie Graphiken und Abbildungen zu den Themenbereichen. Die Autorinnen und Autoren sind im Anhang mit ihren jeweiligen Fachbereichen sowie einer kurzen Vorstellung aufgelistet. Je nach Interesse zum immer mal wieder drin Stöbern gut geeignet.

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