Gegensätze ziehen sich an, richtig?
And they were roommatesAchtung Suchtgefahr! 😯
Wenn Second-Chance, Forced Proximity und Roommates-to-Lovers dich ansprechen, dann könnte "And They Were Roommates" der perfekte Next Read werden.
Charlie ist nicht gerade begeistert, ...
Achtung Suchtgefahr! 😯
Wenn Second-Chance, Forced Proximity und Roommates-to-Lovers dich ansprechen, dann könnte "And They Were Roommates" der perfekte Next Read werden.
Charlie ist nicht gerade begeistert, davon einen Mitbewohner zugeteilt bekommen zu haben. Besonders nicht, als dieser sich als "Sexiest Dichter des Jahres" aka Jasper Grimes herausstellt. Der Junge, den er im Sommercamp geküsst hatte und verlassen wurde. Um doch sein Einzelzimmer zu bekommen, gehen beide einen Deal ein, bei dem Charlie Jasper hilft Liebesbriefe in das benachbarte Mädcheninternat zu schleusen. Doch mit Leistungsstress, dem Plan unauffällig zu bleiben und alten Empfindungen ist Charlies Alltag an der Valentine Academy ziemlich vollgestopft.
Charlie ist recht introvertiert, ruhig, sowie auch etwas vorsichtig, dagegen verhält sich Jasper eher extrovertiert, hyperaktiv und leicht selbstverliebt. Das schuf eine prickelnde Dynamik zwischen beiden, was mich sehr unterhielt. Die Nebencharaktere unterstützen die Handlung hervorragend, auch wenn ich gern mehr über ein paar erfahren hätte.
Besonders die feinfühlige Darstellung von Charlies Geschlechtsidentität, mit all seinen Gedanken aus seiner Perspektive, geben der Handlung eine enorme Glaubwürdigkeit. Die Charaktere nutzen Jugendsprache, was sie ihrem Alter entsprechend wirke lässt. Der Schreibstil ist allgemein recht einfach gehalten, ist aber nicht negativ zu deuten, da das dem Lesefluss nur zugutekommt und eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Dazu kommen einginge Momente zum Schmunzeln und "Aww"-Stellen.
Selten habe ich ein Young-Adult (YA) Buch gelesen, das mich derart begeistern konnte. "And They Were Roommates" zu lesen, fühlt sich an als würde man eine RomCom-Serie durchbingen.
Lieblingszitate:
»Er [Jasper] hat den Leuten gesagt, sie hätten einen Hirnschaden«, beendet Bobby vom andern Ende der Schlange aus seinen Satz.
Jasper runzelt die Stirn. »Sie haben meine Zeit verschwendet. Ich hatte hier hinten zu tun.«
(S.78)
»Na gut, Jasper.« »Tutor Jasper.« Er grinst. Ich knirsche mit den Zähnen. »Tutor Jasper.«
(S.89)
»Wie verliert man irgendwie neunzehn Briefe?«
Ja, wie, Charlie? »Eine Katze. Hat sie zerfetzt.«
»Eine Katze?«
»Sie kam aus dem Wald. Ich habe versucht, sie ... abzuwehren, aber es war schon zu spät.«
(S.157)