Minnie ermittelt zwischen Königs-Cache und historischen Gebäuden
Mords-BagageMonika Nebls Krimi-Minnie geht in die neunte Runde.
Das Buchcover des neuesten Romans erscheint mit dem gewohnten geöffneten Fenster – ganz im Serienstil.
Mords-Bagage startet scheinbar harmlos: Minnie, ...
Monika Nebls Krimi-Minnie geht in die neunte Runde.
Das Buchcover des neuesten Romans erscheint mit dem gewohnten geöffneten Fenster – ganz im Serienstil.
Mords-Bagage startet scheinbar harmlos: Minnie, Alex und Pflegetochter Malika haben das Wandern mit Suchen verbunden; sprich, die kleine Familie hat das Geocaching-Fieber gepackt. Was als Freizeitspaß beginnt, kippt jedoch rasch ins Bedrohliche – wie soll es anders sein: Minnie „findet“ einen Toten. Scheinbar wurde ein „Mitspieler“ auf äußerst brutale Weise aus dem „Spiel genommen“!
Minnie riecht Lunte und zeigt einmal mehr, was in ihr steckt. Mit Witz und Beharrlichkeit ermittelt sie in diesem verzwickten Fall, der tief in die Vergangenheit führt.
Im malerischen Chiemgau lässt uns die Autorin mit den Charakteren mitsuchen und erklärt auch die Regeln und Besonderheiten des Geocaching. Das ist für mich nützlich, da ich mich mit dieser modernen Art der Schnitzeljagd bisher nicht beschäftigt hatte.
Bereits ab der ersten Seite bin ich wieder „all in“. Die mir lieb gewonnenen, teilweise skurrilen Charaktere fühlen sich an wie Familienmitglieder. Selbst die neuen Nebenfiguren hat Monika pointiert erschaffen und sie spiegeln die Mischung aus Kleinstadtidylle und menschlichen Abgründen wider.
Spannend auch, dass am Ende der Geschichte eine Person wieder auftaucht, die bereits mit Minnie im Campingurlaub ermittelt hatte.
Am Schluss des Buches gibt’s – neben der spannenden Vorschau auf den zehnten Minnie-Fall – ein leckeres Reiberdatschi-Rezept und natürlich auch eine Karte von Wasserburg am Inn sowie ein bairisch-hochdeutsches Glossar, damit auch Nicht-Bayern bestimmte Ausdrücke oder Redewendungen verstehen.
Die Geschichte ist wieder wunderbar recherchiert und die einzelnen Handlungsstränge sind geschickt zu einer spannenden Cozy-Krimi-Geschichte verwebt. Geocaching, historische Bauernhäuser und ihre Renovierung, Taser, Adoption – all das und noch viel mehr - findet seinen Platz.
Mein Fazit
Mords-Bagage ist ein gelungener Mix aus Cozy-Regionalkrimi, gewürzt mit Humor und Spannung. Wer Rita Falks Provinzkrimis mag, findet hier eine frische Alternative mit eigener Handschrift.
Besonders gelungen finde ich die Idee, ein modernes Freizeitspiel als Ausgangspunkt für einen Mordfall zu wählen – originell, aktuell und unterhaltsam.