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Veröffentlicht am 04.08.2025

Überzeugt!

Fräuleinwunder
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Auch der zweite Band der Fernsehfrauen-Reihe überzeugt mit Witz, Charme und einem feinen Gespür für den Zeitgeist der frühen Bundesrepublik. Stephanie von Wolff führt ihre Heldin Christa stilsicher durch ...

Auch der zweite Band der Fernsehfrauen-Reihe überzeugt mit Witz, Charme und einem feinen Gespür für den Zeitgeist der frühen Bundesrepublik. Stephanie von Wolff führt ihre Heldin Christa stilsicher durch neue Herausforderungen – zwischen Fernsehkarriere, politischem Erwachen und ganz persönlicher Emanzipation.

In Damenwahl erleben wir, wie Christa weiter wächst – als Frau, Kollegin und Mensch. Ihr Weg bleibt spannend, turbulent und oft überraschend komisch, aber auch ernsthaft, wenn es um gesellschaftliche Fragen oder zwischenmenschliche Konflikte geht. Besonders gelungen ist wieder die Verbindung von Unterhaltung und Zeitgeschichte – mit liebevollen Details, starken Nebenfiguren und einem lebendigen Blick auf das Deutschland der 1950er-Jahre.

Die Fernsehwelt bleibt ein faszinierender Schauplatz, doch der Roman öffnet sich stärker auch für das politische Klima jener Zeit – passend zum Titel. Der Ton bleibt dabei leicht, ohne oberflächlich zu sein – eine der großen Stärken der Autorin.

Fazit: Damenwahl ist eine rundum gelungene Fortsetzung: klug, warmherzig und unterhaltsam. Wer Band 1 mochte, wird diesen Teil lieben – und sich sofort auf die nächste Folge freuen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Absolute Leseempfehlung – nicht nur für Fans historischer Frauenromane!

Fräuleinwunder
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Ein herrlich unterhaltsamer, klug beobachteter und gleichzeitig berührender Roman, der den Zeitgeist der 1950er-Jahre mit viel Charme und Tiefgang einfängt. Stephanie von Wolff gelingt mit Fräuleinwunder ...

Ein herrlich unterhaltsamer, klug beobachteter und gleichzeitig berührender Roman, der den Zeitgeist der 1950er-Jahre mit viel Charme und Tiefgang einfängt. Stephanie von Wolff gelingt mit Fräuleinwunder ein starker Auftakt zur Reihe über die „Fernsehfrauen“ – eine Hommage an mutige Pionierinnen und eine Ära im Wandel.

Im Mittelpunkt steht die junge Elly, die sich mit Entschlossenheit, Witz und Herz in der Männerdomäne des entstehenden Fernsehens behauptet. Ihre Entwicklung zur selbstbewussten Frau wird lebendig, authentisch und mit viel Empathie geschildert. Die Figuren sind durchweg liebevoll gezeichnet, die Dialoge spritzig, und das Setting – von Fernsehstudio bis Familienpension – einfach stimmig.

Besonders beeindruckend: Die Mischung aus Humor, Zeitgeschichte und weiblichem Empowerment funktioniert ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen erlebt man hautnah mit, wie aufregend, kompliziert und inspirierend es war, als Frau neue Wege zu gehen – mitten im Wirtschaftswunder-Deutschland.

Fazit: Ein warmherziger, intelligenter und mitreißender Roman über Aufbruch, Mut und die Magie der ersten Fernsehjahre. Absolute Leseempfehlung – nicht nur für Fans historischer Frauenromane!

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Solide Fortsetzung, aber bleibt hinter dem ersten Band zurück

Kasino
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Der zweite Band von Kasino gehört definitiv dazu, wenn man den ersten gelesen hat – allerdings kann er das Niveau und die Stimmung des Vorgängers nicht ganz halten.

Leider wirkt dieser Teil stellenweise ...

Der zweite Band von Kasino gehört definitiv dazu, wenn man den ersten gelesen hat – allerdings kann er das Niveau und die Stimmung des Vorgängers nicht ganz halten.

Leider wirkt dieser Teil stellenweise wie eine künstliche Verlängerung des ersten Buches. Zwar ist es interessant, die bekannten Figuren weiter zu begleiten, und gerade für Leser*innen, die im ersten Band mitgefiebert haben, bietet das eine schöne Ergänzung. Doch die Tiefe fehlt oft, manche Entwicklungen wirken zu abrupt, einige Charaktere – allen voran Sophie – übertrieben und überspitzt. Auch die Liebesgeschichten am Ende werden sehr schnell abgehandelt, was ein wenig unrealistisch wirkt und die emotionale Wirkung abschwächt. Die politische Dimension rund um die Revolution bleibt dabei eher oberflächlich.

Die Spannung, die den ersten Band so stark gemacht hat, will hier nicht wirklich aufkommen. Stattdessen verliert sich die Geschichte manchmal in dramatischen Szenen, die nicht immer ganz logisch oder nachvollziehbar sind. Auch der Handlungsstrang um den Mord und seine Auflösung bleibt schwammig und wird nicht wirklich zufriedenstellend beendet.

Fazit: Wer den ersten Band mochte, wird diesen zweiten Teil dennoch gerne lesen – allein, um die Geschichte zu Ende zu bringen und den Figuren weiter zu folgen. Doch für sich genommen bleibt das Buch eher flach und hätte vielleicht besser als Teil eines umfangreicheren ersten Bandes funktioniert.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Stimmungsvoller Krimi mit viel Provence-Flair

Mord im Maison Cézanne
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Ein ruhiger, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der mehr durch Stil und Schauplatz als durch Action überzeugt. Die Geschichte spielt im charmanten Aix-en-Provence und vermittelt mit viel Liebe zum Detail ...

Ein ruhiger, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der mehr durch Stil und Schauplatz als durch Action überzeugt. Die Geschichte spielt im charmanten Aix-en-Provence und vermittelt mit viel Liebe zum Detail das südfranzösische Lebensgefühl – inklusive Cafébesuchen, Weingenuss und Architektur.

Der Fall selbst entwickelt sich gemächlich, fast gemächlich – aber gerade das macht den Reiz aus. Die Hauptfiguren, Richter Verlaque und Marine Bonnet, sind klug gezeichnet, auch wenn sie emotional manchmal distanziert wirken. Wer schnelle Wendungen oder blutige Spannung erwartet, ist hier falsch – wer sich auf einen intelligenten, entspannten Krimi einlassen kann, wird belohnt.

Eine schöne Fortsetzung zur Reihe, der Lust auf mehr macht – besonders für Fans von Frankreich und leisen Ermittlungen.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Französisches Flair trifft auf leisen Krimi

Mord auf der Insel Sordou
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„Mord auf der Insel Sordid“ ist kein rasanter Thriller, sondern ein ruhiger, fein erzählter Kriminalroman mit viel Atmosphäre. Die Schauplätze in der Provence sind lebendig beschrieben – man spürt förmlich ...

„Mord auf der Insel Sordid“ ist kein rasanter Thriller, sondern ein ruhiger, fein erzählter Kriminalroman mit viel Atmosphäre. Die Schauplätze in der Provence sind lebendig beschrieben – man spürt förmlich die Sommerhitze, das Meeresrauschen und den Duft französischer Küche.

Die Ermittlerfiguren Antoine Verlaque und Marine Bonnet sind angenehm unaufgeregt und menschlich, auch wenn sie manchmal etwas distanziert wirken. Der Kriminalfall selbst entwickelt sich langsam, fast beiläufig – wer Action und Tempo sucht, wird hier eher nicht fündig. Dafür punktet das Buch mit Stil, Charme und einem Gespür für zwischenmenschliche Feinheiten.

Ein Krimi für alle, die das französische Lebensgefühl lieben und gerne in Geschichten mit Tiefgang eintauchen – ohne Hetze, aber mit Stil.

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