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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2023

Caroline Mikkelsen, eine bemerkenswerte Frau

Das Lachen der Pinguine
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Caroline, das 13. von 16 Kindern der Fischerfamilie Aaen in Frederikshavn/ Dänemark lernt 1931 den fast 20 Jahre älteren Kapitän des Walfangschiffes „Thorshavn“ Klarius Mikkelsen kennen und heiratet ihn ...

Caroline, das 13. von 16 Kindern der Fischerfamilie Aaen in Frederikshavn/ Dänemark lernt 1931 den fast 20 Jahre älteren Kapitän des Walfangschiffes „Thorshavn“ Klarius Mikkelsen kennen und heiratet ihn 1932. Sie zieht zu ihm nach Sandefjord/Norwegen, wo er ein Haus gekauft hat. Er nimmt sie mit auf seine Expedition in die Antarktis und sie betritt als erste Frau den Boden des Südpols. Das Zusammentreffen mit den Pinguinen wird Caroline für immer im Gedächtnis bleiben. Als Klarius im Jahre 1941 an einer Lungenentzündung stirbt, macht Caroline eine Nähschule und einen Versandhandel auf. 3 Jahre später heiratet sie den Gärtner Johan Mandel, mit dem sie ein Blumengeschäft in Tonsberg betreibt.
Im Jahre 1995 begibt sich die australische Journalistin Jesse Brubaker auf die Spurensuche der verschollenen Frau.
Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal erleben wir die junge Caroline Mikkelsen und dürfen sie auf ihrer Expedition begleiten. Zwischendurch schwenkt die Autorin zu Jesse Brubaker ab, die es sich in den Kopf gesetzt hat, mehr über Caroline zu erfahren, sie eventuell auch zu finden und über sie zu schreiben.
Der Roman beruht auf tatsächlichen Ereignissen und wird von einer fiktiven Geschichte ummantelt. Doch leider kam die Handlung auf mich etwas oberflächlich herüber. So ist es mir nicht gelungen, mich in Caroline hineinversetzen zu können. Es fehlte mir bei der Umsetzung an Tiefgang, denn ich konnte nicht erkennen, welche Gefühle die Ehepartner miteinander verband. Da war für mein Empfinden die Beschreibung über das Abschlachten der Wale emotionaler.
Arabella Meran hat die Gegebenheiten zu Zeiten der Walfangflotten sehr gut recherchiert. Doch ich hätte mir gewünscht, mehr über die Beziehung und Empfindungen von Caroline und Klarius erfahren zu können, die sie miteinander verband.
Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman über eine mehr als 60 Jahre vergessene Frau. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Verspricht mehr als es hält

Der Teufel von Rom
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Der Autor des Romans "Der Teufel von Rom" Günther Peer bezeichnet im Untertitel seines Buches das Werk als einen historischen Roman um das Leben des Borgia-Papstes Alexander VI.
Dieses trifft auf den ersten ...

Der Autor des Romans "Der Teufel von Rom" Günther Peer bezeichnet im Untertitel seines Buches das Werk als einen historischen Roman um das Leben des Borgia-Papstes Alexander VI.
Dieses trifft auf den ersten Teil der Geschichte zu, in der die Machtgier, Verderbtheit und Skrupellosigkeit des Kardinals Rodrigo Borgia (dem späteren Papst) geschildert wird.
Dabei bedient sich der Autor einer bildhaften Sprache, die den Leser in die Geschichte zieht.
Der Lesestoff wird in kurze Abschnitte unterteilt.
Im Verlauf des Romans werden die Sprünge zu den verschiedenen Kapiteln aber immer weniger nachvollziehbar, wobei, als nicht gerade spannungsfördernd, einzelne Episoden fast wortwörtlich wiederholt werden.
Dazu kommt, dass sich die zum Teil recht ausführlichen Beschreibungen von Gegebenheiten und Verhaltensweisen ohne Auswirkung auf den Fortgang der Geschichte auswirken.
So verliert sich der Zusammenhalt des Werkes.
Die Beschreibung der Verhaltensweisen der damaligen Zeit habe ich in anderer Literatur leserfreundlicher beschrieben gefunden.
Aus diesem Grunde gebe diesem Roman zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Der Thron braucht einen Erben

Soraya (Ikonen ihrer Zeit 8)
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1950 lernt Soraya, die Tochter eines Persers und einer Deutschen, auf Wunsch von Schah Mohammad Rezi, den Schah in Teheran kennen. Obwohl die Ehe arrangiert ist, ist es bei beiden Liebe auf den ersten ...

1950 lernt Soraya, die Tochter eines Persers und einer Deutschen, auf Wunsch von Schah Mohammad Rezi, den Schah in Teheran kennen. Obwohl die Ehe arrangiert ist, ist es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Ihre Hochzeit ist ein Ereignis, an dem die ganze westliche Welt teil nimmt. Und obwohl es für beide die große Liebe ist, wird ihr Glück davon überschattet, dass Soraya nicht schwanger wird. Denn es wird von ihr erwartet, einen Thronfolger zur Welt zu bringen. Dann macht der Schah Soraya einen verzweifelten Vorschlag, um seine Ehe mit ihr zu retten.
Schon als Kind habe ich diesen attraktiven persischen Monarchen angehimmelt, wenn er im Fernsehen oder in Zeitschriften zu sehen war. Er war mir nur mit seiner dritten Frau Farah Diba bekannt, von Soraya wusste ich bisher so gut wie gar nichts. Um so gespannter war ich nun auf dieses Buch. Der Autorin ist es gelungen, Soraya facettenreich und authentisch darzustellen. Ihr Leben an der Seite des Regenten ging mir sehr zu Herzen. Wieviel Leid musste sie doch ertragen.
Brigitte Janson führt mit einem sehr gut zu lesenden und leichten Schreibstil durch diese, sich fast ausschließlich an Tatsachen haltende Biografie.
Mein Fazit:
Ein Buch, dass ich Liebhabern dieses Genres ans Herz legen möchte. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Die Geschichte vom Reliquienhändler Leopold

Die Legende der Reliquie
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Die Autorin Bettina Lausen bringt uns in ihrem Roman "Die Legende der Reliquie" die Lebensumstände in der Zeit um 1410 näher.
 So werden die Beweggründe, die zu der Vermählung verschiedener Personen aus ...

Die Autorin Bettina Lausen bringt uns in ihrem Roman "Die Legende der Reliquie" die Lebensumstände in der Zeit um 1410 näher.
 So werden die Beweggründe, die zu der Vermählung verschiedener Personen aus dem Dorf Dettelsau führen, genau geschildert.
 Die verschiedenen Machtstrukturen, die nicht unerheblichen Einfluss auf die Entwicklungen ausüben, werden erläutert.
 Das ganze spielt in der Anfangszeit der Reformationsbewegung in Deutschland, die über die Verbrennung von Jan Hus beim Konzil zu Konstanz bis zum 30jährigen Krieg 1618-48 führte.  Dabei wird am Beispiel des Reliquienhandels dargestellt, wie sich selbst die Kirche an dieser Schacherei in Glaubensdingen beteiligt hat.
 Immer wieder stellt sich klar heraus, dass die Stellung der Frauen ganz klar unter der des Mannes war.
 So konnten sie sich nur durchsetzen, wenn sie entweder ein Druckmittel gegen der männlichen Part in der Hand hatten, oder sich aus dem Einflussbereich ihres Gegners begaben.
 Die Geschichte wird in chronologischer Reihenfolge in vielen Abschnitten erzählt.
 Die Durchmischung aller Komponenten lassen beim Lesen nie Langeweile aufkommen und man kann sich jederzeit in die jeweiligen Personen hineinversetzen.
 So legt man das Buch ungern wieder aus der Hand, da der flüssige Schreibstil den Leser gefangen hält.
 Aus diesem Grunde gebe ich diesem sehr gut recherchierten Buch 5 Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Nette und leichte Unterhaltung

Die Kinder von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 2)
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Nachdem ich den ersten Band „Die Frauen von Schönbrunn“ mit Begeisterung gelesen hatte, war ich auf den zweiten Teil der Reihe sehr gespannt. Doch leider konnte mich dieser nicht so sehr überzeugen.
Während ...

Nachdem ich den ersten Band „Die Frauen von Schönbrunn“ mit Begeisterung gelesen hatte, war ich auf den zweiten Teil der Reihe sehr gespannt. Doch leider konnte mich dieser nicht so sehr überzeugen.
Während es im ersten Teil um Emma ging, erfahren wir hier die Geschichte von ihrer Schwester Greta. Der erste Weltkrieg ist seit 5 Jahren vorüber. Gretas Mann Gustav ist noch immer verschollen und sie weigert sich, seinen Tod zu akzeptieren. Bei einem Spaziergang lernt sie Melanie kennen, die im Schloss die Erzieherschule besucht und Greta lässt sich dazu überreden, auch eine Ausbildung zur Erzieherin anzufangen. Sie lernt den stellvertretenden Direktor der Schule, Michael Brenner, kennen und Greta fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch da ist auch noch Gustav, an dessen Tod Greta noch nicht glauben will.
In dieser Geschichte geht es auch um die traumatisierten Kinder in dem Kinderheim, die aus sehr schwierigen Verhältnissen kommen. Diese Kapitel fand ich am interessantesten. Die restliche Handlung plätscherte für meine Begriffe vor sich hin. Sie war vorhersehbar und ließ an Spannung und Tiefgang fehlen.
Auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes lässt sich dieses Buch sehr gut lesen, da beide Teile in sich abgeschlossen sind.
Mein Fazit:
Trotz obiger Kriterien hat mir dieses Buch mit seinem flüssigen Schreibstil unterhaltsame Lesestunden bereitet. 3 Sterne.

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