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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2022

Gibt es einen Weg in die Freiheit?

Der Hunger nach Freiheit
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Auch diese Fortsetzung des Romans „Der Hunger nach Leben“ basiert auf den Aufzeichnungen eines Zeitzeugen und beruht auf wahren Begebenheiten.
Noah wird ganz plötzlich in die sowjetische Armee eingezogen ...

Auch diese Fortsetzung des Romans „Der Hunger nach Leben“ basiert auf den Aufzeichnungen eines Zeitzeugen und beruht auf wahren Begebenheiten.
Noah wird ganz plötzlich in die sowjetische Armee eingezogen und kann sich von seiner Mutter und von Jakobine nicht mehr verabschieden. In den Wirren des Krieges verschlägt es ihn schließlich nach Paderborn, doch ist er auch hier vor den Sowjets nicht sicher. Von seiner Verlobten hat er schon sehr lange nichts mehr gehört. Ist sie noch in der Ukraine oder wurde auch sie verschleppt? Ist sie überhaupt noch am Leben? Er weiß nicht, ob er sie jemals wiedersehen wird.
Bildgewaltig hat die Autorin die Verzweiflung und die Handlungen Noahs dargestellt, der gegen seinen Willen in die sowjetische Armee eingezogen und somit auch in das Kriegsgeschehen einbezogen wird. Sein Überlebenskampf und -wille ist glaubhaft beschrieben. Immer wieder schwenkt die Geschichte auch zu Jakobine. So wusste ich stets, wie es ihr zeitgleich erging.
Auch dieser Band stellt ein Stück ukrainischer Geschichte dar, die mich fassungslos machte. Die Willkür des sowjetischen Staates war für mich unvorstellbar, ihre Handlungen unmenschlich und brutal. Wieder hat es die Ella Zeiss geschafft, mit einem einfühlsamen und bewegenden Schreibstil den Leser durch diese aufwühlende Lektüre zu führen.
Mein Fazit:
Eine meisterhaft geschriebenes Stück Zeitgeschichte, die ich voller Überzeugung weiter empfehlen kann.
5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Ein Neuanfang in Indien

Smaragdgrüne Hoffnung
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In diesem Buch geht es um zwei junge Frauen, die an der Seite ihrer Ehemänner ein neues Leben in Nordindien beginnen wollen. Während Lydia Tom heiratet, um an seiner Seite als Hotelbesitzergattin in Rawalpindi ...

In diesem Buch geht es um zwei junge Frauen, die an der Seite ihrer Ehemänner ein neues Leben in Nordindien beginnen wollen. Während Lydia Tom heiratet, um an seiner Seite als Hotelbesitzergattin in Rawalpindi zu glänzen und ein feudales Leben zu führen, geht Esmie mit Toms Freund Harold die Ehe ein. Mit ihm will sie als Krankenschwester in einem Missionskrankenhaus an der pakistanischen Grenze leben und arbeiten. Werden die beiden so unterschiedlichen Frauen und Freundinnen hier glücklich werden?
Der Leser erhält in diesem Roman Einblick in das von Unruhen geschüttelte Nordindien Anfang der 1920er Jahre. Verständlich werden die Verhältnisse und Gefahren, in die sich Esmie und Harold durch ihre Missionsarbeit begeben haben, dargestellt. Auch konnte ich Lydias neues Leben, das sie sehr schnell auf den Boden der Realität wirft, vor meinem inneren Auge nachvollziehen. Die Charaktere der Protagonisten sind authentisch beschrieben, ihre Gedanken und Gefühle bildhaft wiedergegeben. Die emotionale und spannende Handlung wird durch einen lockeren und leichten Schreibstil zu einem Lesegenuss.
Diese aufwühlende und nachvollziehbare Geschichte, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ,
bekommt von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Schon jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung, die im April 2023 erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Kindheit und Jugend zweier Geschwister, Anfang des 17. Jahrhunderts

Die Kinder des Bergmanns
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Dieses Buch beschreibt das Schicksal von Jakob und Bärbel Selzer während ihrer Kindheit am Schauinsland und ihrer Jugend in Odelshofen und Straßburg. Die Autorin beschreibt die Verhaltensweisen der Protagonisten ...

Dieses Buch beschreibt das Schicksal von Jakob und Bärbel Selzer während ihrer Kindheit am Schauinsland und ihrer Jugend in Odelshofen und Straßburg. Die Autorin beschreibt die Verhaltensweisen der Protagonisten detailliert, so dass man die Handlung exakt nachempfinden kann. Wichtig ist auch die Beschreibung der Lebensumstände in der damaligen Zeit. Der Verlauf der Geschichte spaltet sich in zwei Stränge: einmal Jakob in Odelshausen und zum anderen Bärbel in Straßburg. Der flüssige Schreibstil lässt den Leser jeder neuen Seite entgegenfiebern.
Mein Fazit:
Dieser überaus spannende erste Teil der Rheintal-Saga macht auf die Fortsetzung neugierig. Liebhabern historischer Romane und Sagas kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Der Hafenmörder ist zurück

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe (Hafenärztin 3)
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Anne Fitzpatrick kehrt 1911 von London zurück nach Hamburg. Sie wurde rehabilitiert und nimmt ihre Arbeit unter ihrem Mädchennamen Anne van der Zwaan wieder auf, um sich um junge und hilfesuchende Frauen ...

Anne Fitzpatrick kehrt 1911 von London zurück nach Hamburg. Sie wurde rehabilitiert und nimmt ihre Arbeit unter ihrem Mädchennamen Anne van der Zwaan wieder auf, um sich um junge und hilfesuchende Frauen zu kümmern. In einem Bordell in Chinatown, in der sie gerade eine junge chinesische Prostituierte untersucht, wird zeitgleich ein anderes Freudenmädchen im Zimmer nebenan bestialisch ermordet. Mit dem jungen Kommissar Berthold Rheydt beginnt sie in dem Mordfall nachzuforschen. Es scheint, dass der schon lang gesuchte Hafenmörder Joachim von Stetten wieder zurückgekehrt ist.
In diesem Roman geht es um Drogenhandel und dunkle Machenschaften. Doch leider konnte er meine vielleicht zu hoch geschraubten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Lag es eventuell daran, dass ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe? Trotz des angenehmen Schreibstils, der sich flüssig lesen lässt, kam in der sehr ausschweifenden Handlung kaum Spannung auf. Zwar gewährte die Autorin immer wieder Einblicke in vorherige Begebenheiten, trotzdem gelang es mir nicht, zu den Hauptprotagonisten einen richtigen Bezug aufzubauen. Lediglich die Geschichte um Helene und Berthold konnte mich überzeugen.
Mein Fazit:
Ein historischer Krimi, den man mit dem ersten Band beginnen sollte. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Ein bewegendes Stück Zeitgeschichte

Alma und der Gesang der Wolken
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In diesem Buch erzählt der Autor die Geschichte seiner Familie sowie die seines Heimatdorfes. Es ist die Lebensgeschichte seiner Tante, die nur mit der Hilfe von zwei Kriegsgefangenen den elterlichen Hof ...

In diesem Buch erzählt der Autor die Geschichte seiner Familie sowie die seines Heimatdorfes. Es ist die Lebensgeschichte seiner Tante, die nur mit der Hilfe von zwei Kriegsgefangenen den elterlichen Hof in den Kriegszeiten weiterführen musste. Dabei verliebt sie sich in den französischen Kriegsgefangenen Robert und bekommt eine Tochter von ihm. Dieses „Kind des Feindes“ bringt ihr Ausgrenzung und Häme bei den Dorfbewohnern ein. Trotz allem baut sie den inzwischen zerstörten Bauernhof nach Kriegsende aus eigener Kraft wieder auf. Dieses Buch beschreibt einfühlsam und mit einem leichten Schreibstil das Schicksal von Alma von 1943 bis in das Jahr 1982. Ich erlebte Freuden, Trauer und Schicksalsschläge, die mich sehr berührten. Heinrich Thies hat zudem bei einigen Daten historische Ereignisse aufgeführt, die sich parallel ereigneten. Bildhaft sind die relevanten Protagonisten beschrieben. So gelang es mir, mich in die Situationen und Verhaltensweisen von Alma hineinversetzen zu können. Die spannende Handlung ließ mich das Buch kaum aus der Hand legen, so dass ich es in kürzester Zeit ausgelesen hatte.
Mein Fazit:
Ein wunderbarer Roman, fesselnd und nachdenklich stimmend. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.

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